Das Erste, ZDF, Dritte (WDR, NDR etc.), Spartensender von ARD & ZDF (One, ZDFneo, ZDFinfo etc.)
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von cooky
#1018946
Mir gefiel es so mittel. Mich erinnerte es doch stellenweise stark an Stern TV. Die Einspieler nervten mich zu meist und der Todenhöfer ging mir mal wieder unendlich auf den Geist.
Werde es wohl themenabhängig machen, ob ich die nächsten Male einschalte. Grundsätzlich in den TV-Plan wird es wohl nicht aufgenommen werden. Aber hin und wieder bei guten Gästen und Themen bin ich dabei.
#1018948
frau menz hat mich sehr beeindruckt!
herr jauch war eher zurückhaltend aber leitete die runde ganz gut! finde er moderiert nicht wirklich anders als bei anderen shows, er ist einfach eine tolle persönlichkeit!
von der optik ist alles sehr gediegen und ruhig! nicht sehr hell. aber das studio ist toll und macht was her.
bei tollen gästen kann es sehr erfolgreich weitergehen.

ich rechne mit ca. 4,6 mio zuschauern.
von Lion_60
#1018949
Nichts besonderes fand ich. Es hallte wirklich da recht viel.

Thema fand ich auch nicht so gelungen bzw. das Gespräch war dann nicht so der Bringer dazu. Ist keine Sendung die ich immer sehen werde, sondern wie bei Hart aber Fair und Illner je nach Thema einschalten werden. Ich brauch den Jauch auch nicht unbedingt in so einer Sendung als Moderator.
von Commi
#1018951
mr. criticism hat geschrieben:
ich rechne mit ca. 4,6 mio zuschauern.
Ich hab mit Wetten hier zuletzt schlechte Erfahrungen gemacht, aber ich würde fast drauf wetten, dass er heute deutlich jenseits von 6 Mio Zuschauern lag, der Herr Jauch. Auf Dauer wird es sich dann wohl bei 4-5 Mio einpendeln.
Aber heute wird die Neugier sehr groß gewesen sein. Dazu vorher ein neuer Tatort. Joa, das ist heute ein Selbstläufer, denk ich.
#1018952
Ich fand es jetzt schon etwas besser als "Anne Will", aber grundsätzlich muss ich vica Recht geben: Eine typische Polit-Talkshow ohne wirklich markante Abweichungen. Jauch hat das alles gut im Griff gehabt. Habe ehrlich gesagt nicht wirklich mehr erwartet, demnach also okay.

Wirklich beeindruckend fand ich aber die sachliche Art von Frau Menz(?), die ihren Sohn in Afghanistan verlor. Da so differenzierend vom Afghanistan-Einsatz zu sprechen, wenn der eigene Sohn umkam, finde ich schon sehr beachtlich.

Quotentipp: 6,5 Millionen


Fohlen
von jojoxyz
#1018958
Bin überrascht, was einige heir anscheinend erwartet haben. Nur weil Jauch es moderiert und die ARD es endlich schafft, ihre Tagesthemen weitgehend einheitlich zu senden, durfte man wohl keine Talkshow-Revolution erwarten.

Insgesamt war es ganz ok. Ne Mischung aus "Anne Will" und "Hart aber Fair". Fand die Einspieler eigentlich ganz okay, damit wurde die Sendung ordentlich aufgelockert. Am erstaunlichsten war aber wohl wirklich Frau Menz!
von TIMBO
#1018961
Joa. Fands völlig ok. Normale Talkshow. Und die unterscheiden sich halt nur meist am Host. Entweder man mag Jauch, Lanz, Will oder alle oder wen anders. Dann schaut man halt das entsprechende an.
#1018962
Die Boulevardelemente kann man streichen, das hat etwas von Kuscheltalkshow. Ich will keine Talkshowrevolution, aber ich will Intellekt, der mit Emotion vorgetragen wird, ich will den Wettstreit der Argumente, möglichst rhethorisch brillant vorgetragen und überraschend anders, und vor allen Dingen will ich ein spannendes Thema, worüber ich mir noch keine Meinung gebildet habe.

Der "Ihr seid wohl alle simpel" von Arnulf Baring war allemal unterhaltsamer als die ganze erste Sendung von Günther Jauch.
von Commi
#1018968
Familie Tschiep hat geschrieben:Der "Ihr seid wohl alle simpel" von Arnulf Baring war allemal unterhaltsamer als die ganze erste Sendung von Günther Jauch.
Tja, wenn man aus sowas "krawalliges" steht, war man heut beim Günther jedenfalls falsch, grad bei dem Thema. Ich fühlte mich trotzdem ganz gut unterhalten, weil Unterhaltung für mich nicht nur aus flotten Sprüchen oder so besteht.

Und dass es eine normale Polit-Talkshow werden wird, war doch eh klar. Die lief ja auch schon vorher auf dem Sendeplatz ganz ordentlich, warum sollte man also was großartiges ändern? Letztlich isses eben nur eine Talkshow. Da gibs ein Thema, ein paar Leute sagen was dazu und der Moderator stellt ein paar Fragen. Da konnte man nun wirklich keine Revolution erwarten.
#1018979
Aber das "Ihr seid wohl alle simpel" war in ihrer Grassheit überraschend und genau das hat bei Jauch gefehlt.
Man kann auch auf intellektuelle Weise überraschend sein wie beispielsweise manchmal bei Scobel auf 3sat(Skalierungsprobleme), Phoenixrunde, Presseclub und Nachtgespräch mit Patzer im ZDF. Man kannte schlicht alle Argumente vorher, weil sie schon zig mal durchgekaut wurden.

Auf boulevbardeske Betroffenheitsmomente in einer politischen Talkshow kann ich verzichten, wenn sie nichts wesentlich neues und überraschendes zum Thema bringen.
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von Fabian
#1018981
"Günther Jauch" war mit Abstand die schlechteste politische Talkshow, die ich seit Jahren im Fernsehen gesehen habe. Das Erste und Jauch haben einfach "stern tv" unter einem anderen Namen produziert. Eine Diskussion hat nie stattgefunden, immer wenn ein Gespräch aufkam, wurde dieses sofort mit einem Einspieler abgebrochen. Es ist schon interessant, wie "i&u" den Wettbewerbsvorteil von ARD/ZDF - nämlich keine Werbung - mit Füßen treten und stattdessen langweilige Beiträge unter bringen.

Die Gäste waren äußerst schwach. Immer wurde der Afghanistan-Krieg mit den hohen Kosten (500 Millionen pro Jahr) als teuer bezeichnet (die Bundesregierung wirft so viel Geld zum Fenster raus, das hätte man mal in Relation setzen können), 53 Tote in 10 Jahren ist auch sehr gering. Der einzig interessante Gast war Peter Struck, da dieser etwas über die damaligen politischen Hintergründe erzählen konnte, wenngleich das eigentlich auch irrelevant war ("wir hatten damals auch keine Informationen und saßen vor den Fernsehern"). Alles in allem ein sehr schwacher Auftakt und man sieht, dass die Redaktion von Jauch tolles Boulevardfernsehen herstellen kann, aber gesellschaftspolitisch ist das unterste Gürtellinie. Dann doch lieber Plaßberg oder der gute alte Friedman - zwei Journalisten, die auch nachbohren.
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von cooky
#1018987
Mal ein Auszug aus dem qm-Artikel
(...)Döpfner und Struck dagegen weniger, denn sie verteidigen ihre Ansichten, die sie auch früher vertreten haben.
Äh, ja und? Wenn sie doch nunmal die gleichen Ansichten wie in den letzen Jahren haben? Sollen die eine komplette Kehrtwende machen? Zumal z.B. Todenhöfer ja ebenfalls die gleichen Statements gab wie sonst auch.
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von Neuling
#1019004
Fabian hat geschrieben:"Günther Jauch" war mit Abstand die schlechteste politische Talkshow, die ich seit Jahren im Fernsehen gesehen habe. ...

Ist das nicht etwas übertrieben? Vor allem vor dem Hintergrund das es die erste von gefühlten 50 Ausgaben war. Da mich das Thema nicht großartig interessiert hat da alles schon oft genug durchgekaut wurde hab ich nur mal kurz reingeschaut. Immerhin sah das Studio gut aus, etwas wie ein Zirkuszelt, was ja nun auch nicht gerade passt.

Ganz frisch die Quote: 5,10 18,6%
von Olli14
#1019019
Fabian hat geschrieben:"Günther Jauch" war mit Abstand die schlechteste politische Talkshow, die ich seit Jahren im Fernsehen gesehen habe.
Das finde ich auch. Ich habe früher Anne Will immer sehr gerne nach dem Tataort gesehen und mir gefiel ihr Talk einfach. Aber bei Jacuh erinnert mich nicht nur alles an seine alte Sendung, es war gestern auch total langweilig, was bei Stern TV wenigstens nicht immer der Fall ist.
Das Studio gefällt mir auch nicht. Ich weiß gar nicht, was ihr alle habt. :shock:
#1019023
Ging es nur mir so oder hattet Ihr auch das Gefühl, dass die Akustik im Gasometer total furchtbar ist? Es klang teilweise so, als ob die aus Jauchs Badezimmer senden.

Naja, und inhaltlich kann ich nur Anmerken, dass die Teilnahme von Jürgen Klinsmann an einer politischen Talkshow dessen jüngste Äußerungen zum Buch von Philipp Lahm auf recht unterhaltsame Weise relativiert. Oder wie Dieter Nuhr es ausdrücken würde: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten!
von The Rock
#1019025
Fabian hat geschrieben:"Günther Jauch" war mit Abstand die schlechteste politische Talkshow, die ich seit Jahren im Fernsehen gesehen habe. [...]
Da scheinst du in den letzten Jahren, aber nicht sehr viel fern gesehen zu haben. ;)
Die erste Sendung einer Show zu sehen und diese Aussage zu tätigen, ist wie die Pilotfolge einer Serie anzuschauen und ihr jegliche Qualität abzusprechen, bevor die erste Staffel fertig produziert wurde.

Zugegeben, dass die erste Show dann leider doch sehr schwach war, aber im Vergleich zur ersten Hart aber Fair Folge, oder diesem teilweise sehr dürftigem Anne Will Konzept, war da Jauch auch nicht schlechter...
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von Fabian
#1019028
The Rock hat geschrieben:
Fabian hat geschrieben:"Günther Jauch" war mit Abstand die schlechteste politische Talkshow, die ich seit Jahren im Fernsehen gesehen habe. [...]
Da scheinst du in den letzten Jahren, aber nicht sehr viel fern gesehen zu haben. ;)
Die erste Sendung einer Show zu sehen und diese Aussage zu tätigen, ist wie die Pilotfolge einer Serie anzuschauen und ihr jegliche Qualität abzusprechen, bevor die erste Staffel fertig produziert wurde.

Zugegeben, dass die erste Show dann leider doch sehr schwach war, aber im Vergleich zur ersten Hart aber Fair Folge, oder diesem teilweise sehr dürftigem Anne Will Konzept, war da Jauch auch nicht schlechter...
Ich habe jede politische Talkshow von ARD/ZDF in den vergangenen zwölf Monaten mind. 1 Mal gesehen und kann diese durchaus differenzieren.
#1019030
Spannend war gestern das ZDF-Nachtstudio, auch wenn ich den Philosophen dort nicht gebraucht hätte. Da hat man wirklich was neues gelernt. Und die Hirnforscherin würde sich auch für eine prominentere Talkshow eignen.

Vielleicht sollte Jauch die maximale Gästezahl auf 4 beschränken, mehr tut fast keiner Sendung gut.
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von Fabian
#1019032
Grewel hat geschrieben:
Fabian hat geschrieben:"Günther Jauch" war mit Abstand die schlechteste politische Talkshow, die ich seit Jahren im Fernsehen gesehen habe. [...]
Die nüchterne und neutrale Betrachtung einer ersten Folge sieht anders aus ;)
Wie kann denn eine Meinung zu einer Sendung "neutral" sein? Für mich steht fest: Keine Diskussion, Null Mehrwert.
#1019033
Grewel hat geschrieben: Und zu klinsmann: bitte was? was hat das denn mit lahm zu tun? inhaltlich ja mal nix und zum anderen wurde klinsmann da als prominenter deutscher eingeladen, der in amerika lebt um die stimmung zu vermitteln. er hat kein buch geschrieben "Mein 9/11" und darin irgendwelche leute öffentlich kritisiert.
Klinsmann hat Lahms Ausführungen in dessen Buch als "absolut unqualifiziert" diffamiert, dabei hatte dort ein Profi-Fußballer über seine Erfahrungen im Profi-Fußball berichtet und war somit m.E. wesentlich "qualifizierter" als ein ehemaliger Fußball-Bundestrainer, der sich über die politische Lage in den USA äußert. Schuster bleib bei deinen Leisten, sag' ich da nur.
Klinsmann war doch nur aus Promo-Gründen in der Sendung. Sonst hätte man auch Ralf Möller einladen können, der ebenfalls schon lange in den USA lebt und etwas über die dortige Mentalität hätte sagen können. Aber Klinsi zieht halt mehr als ein B-Movie-Darsteller.
#1019036
Grewel hat geschrieben:
SpookMcNasty hat geschrieben:Ging es nur mir so oder hattet Ihr auch das Gefühl, dass die Akustik im Gasometer total furchtbar ist? Es klang teilweise so, als ob die aus Jauchs Badezimmer senden.
Also das mit der aksutik sahen einige so, ein bisschen nachlesen schadet ja hier nie, ne? ;)
Bitte korrigiere mich, aber soweit ich das überblickt habe, hatte nach Beginn der Sendung (So. 21:45 Uhr) sich hier bisher niemand explizit zu dem Thema geäußert.
#1019038
SpookMcNasty hat geschrieben: Klinsmann hat Lahms Ausführungen in dessen Buch als "absolut unqualifiziert" diffamiert, dabei hatte dort ein Profi-Fußballer über seine Erfahrungen im Profi-Fußball berichtet
Was genau er mit dem Buch bezwecken wollte, war PR, nicht mehr und nicht weniger. Die Beschreibung des Buches änderte Lahm auch alle paar Stunden, je nachdem wie es gerade nötig erschien um den medialen Genickschuss zu verhindern. Nichts desto trotz, hinkt der Vergleich.
und war somit m.E. wesentlich "qualifizierter" als ein ehemaliger Fußball-Bundestrainer, der sich über die politische Lage in den USA äußert. Schuster bleib bei deinen Leisten, sag' ich da nur.
Klinsmann war doch nur aus Promo-Gründen in der Sendung. Sonst hätte man auch Ralf Möller einladen können, der ebenfalls schon lange in den USA lebt und etwas über die dortige Mentalität hätte sagen können. Aber Klinsi zieht halt mehr als ein B-Movie-Darsteller.
Ich bin der letzte, der Cleansman verteidigt, weil ich ihn für einen gewaltigen Schaumsteller und Selbstdarsteller halte, aber er war eben nicht da, um die politische Lage darzustellen, sondern um zu verdeutlichen, wie die Menschen sich in Amerika fühlen. Natürlich war er zu Promo-Zwecken da, genauso wie die eingeladene US Bürgerin. Letztlich muss man sich aber die Frage gefallen lassen, warum sich nicht diese zu diesen Themen äußern darf, wo sie doch hautnah dabei ist. Stattdessen äußert sich eine Gruppe Deutscher USA "Urlauber" zur Stimmungslage in Amerika. Die nicht vorhandene Diskussion wurde ebenfalls schon als Negativpunkt erwähnt. Zugegeben, das war bei diesem Thema nicht so dramatisch und vielleicht auch besser so. Was hätte man denn diskutieren wollen? Heidenreich und Todenhöfer haben ja mehrfach versucht die Unrechtmäßigkeit dieses Krieges anzusprechen, aber das wurde in den letzten zehn Jahren eben auch schon hundertmal durchgekaut. Unterm Strich war es eine extrem belanglose Sendung. Wie sich die Qualität im Vergleich zu anderen Talks verhält, wird man erst nach einigen Ausgaben werten können. Bis dato hat man aber ganz sicher nichts verpasst.

Wirklich interessant wird es eigentlich erst, wenn Jauch aufgrund seines Sonntagabendslots als erster auf etwaige Wahlen eingehen kann. Am kommenden Sonntag dürfte das ja bereits das erste mal der Fall sein. Da hat er einen Wettbewerbsvorteil gegenüber allen anderen, weil er immer als erster auf Sendung gehen kann. Da wird sich erst zeigen, ob sich seine Sendung von anderen unterscheidet, oder ob die ARD hier nur eine große Luftnummer produziert.
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