Nun, ich war, ehrlich gesagt, nicht ganz so begeistert. Was mir als Jemand, der die Serie verfolgt hat, nicht gefallen hat, war, dass Annas Team nicht mal eine Erwähnung fand. Was wurde denn nun aus Sebastian und Isabella? Hätte mir da wenigstens ein kurzes Gespräch mit Marco gewünscht.
Der Fall an sich war zwar solide aufgebaut und zumindest ich bin lange nicht auf den wahren Täter gekommen, dennoch ist bei mir der Funke leider nicht richtig übergesprungen. Ich seh ja Alex Neldel wirklich gerne, und abgesehen davon, dass sie gut aussieht kann sie auch ganz ordentlich spielen. Das nützt aber alles nichts, wenn der Film für mich Längen hat. Als normale "Unschuldig" Folge mit 45 Minuten hätte es meiner Meinung nach besser funktioniert.
Ich finde auch nicht, dass das Privatleben der Charaktere sonderlich beleuchtet wurde. Die Beziehung zwischen Anna und Marco ist z.B. kein bißchen klarer geworden. Die dümpeln irgendwie immer auf der selben Entwicklungsstufe rum.
Sehr schön hingegen war mal wieder die Drehlocation. Ist ja meine Heimat.

Da hat man natürlich mit Heimvorteil ne Menge Orte wieder erkannt. Der Gag wäre es vielleicht noch gewesen, wenn Neldel in ihrer alten Oberschule gedreht hätte, auf die ich lustiger Weise auch gegangen bin, allerdings einen Jahrgang unter ihr.
Was bleibt also als Fazit? Für mich eine mittelmäßig spannende, teilweise recht langatmige Fortsetzung von "Unschuldig" mit einer bezaubernden Alex Neldel, die mich auch auf Grund der für mich fehlenden Charakterentwicklungen überwiegend nicht fesseln konnte. Die Frage ist, ob es sich tatsächlich lohnt, weitere Fortsetzungen zu produzieren, oder ob man dem Format die letzte Ruhestätte auf dem Fernsehfriedhof gönnen sollte.
Ich vergebe eine 4,5 /10