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Krisensitzung: Wie soll es weiter gehen?
Verfasst: Fr 1. Jan 2010, 14:40
von TV-Fan
Er hatte Pläne, große Pläne. Guido Bolten wollte "dem Sender ein neues Gesicht geben". Oliver Pocher und Johannes Kerner sollten Sat.1 zu neuem Erfolg verhelfen. Bolten trennte sich von "Lenßen und Partner" und ersetzte die Billig-Serie durch "Eine wie keine", eine Soap, die im Zusammenspiel mit "Anna und die Liebe" für erfreuliche Zahlen sorgen sollte. Doch das Vorhaben ging den Quotenbach herunter. "Die Oliver Pocher Show und das "Kerner"-Magazin vergnügen sich ebenfalls im Tal der tiefen Quoten. Die Doku Soaps im Sommer waren ebenfalls ein Misserfolg.
Poltiksendungen, Jahresrückblicke, Comedy, weitere Magazinsendungen und einiges mehr kann man durchaus als Flop bewerten.
Wie soll es weiter gehen? Gibt es für Sat.1 einen Weg aus der Krise?
Re: Krisensitzung: Wie soll es weiter gehen?
Verfasst: Fr 1. Jan 2010, 15:24
von Maddi
noch ein neuer Thread dazu?
Re: Krisensitzung: Wie soll es weiter gehen?
Verfasst: Fr 1. Jan 2010, 15:26
von Sebb.
Maddi hat geschrieben:noch ein neuer Thread dazu?
ja, u.a. in diesem Thread wird schon ausgiebig darüber geschrieben.
:arrow:
http://forum.quotenmeter.de/forum/viewt ... =4&t=10671
Re: Krisensitzung: Wie soll es weiter gehen?
Verfasst: Fr 1. Jan 2010, 22:00
von 0815boy
naja, es ist sicherlich sehr schwer, sat1 über kurz oder lang wieder zu alter stärke zurückzuführen, aber ich denke, es wäre vielleicht mal ein anfang, wenn man den vorabend wieder so umprogrammiert, wie vorher. also raus mit "eine wie keine" her mit "lenssen und partner", raus mit den primetime-trash-formaten a la wendler-clan und mehr US-serien ins programm nehmen.
Re: Krisensitzung: Wie soll es weiter gehen?
Verfasst: Fr 1. Jan 2010, 22:17
von vicaddict
Ja genau... polieren wir das ramponierte Image des Senders auf, indem wir Premiumformate wie L&P wieder ins Programm nehmen. Ganz großes Kino :roll: Der Zug für Sat.1 ist abgefahren. Der Sender wird nie mehr aus diesem Tal herauskommen. Das ist auch der Grund warum man ausgelaugte Formate wie Genial Daneben verlängert oder warum man am Fun Freitag festhält. Nicht etwa, weil es Quoten bringt, sondern weil es das einzige ist, was dem Sender noch halbwegs an Identität verleiht. Neue Formate floppen doch durch die Bank. Selbst markante Gesichter wie Pocher oder Kerner versagen in ihrem Formaten und das nicht etwa, weil die Formate schlecht wären, sondern weil der Zuschauer dem Sender nicht mehr zubilligt, gutes TV zu machen. Etablierte Formate besitzen noch setwas wie eine Fanbase aber auch die bröckelt wie bei Genial Daneben und andere Dinge wie Fußball bringen dem Sender zwar Quote, aber nützen weder dem Image, noch rechnet es sich finanziell. Und gehen bei diesen Formaten die Lichter aus, und lang wird das nicht mehr dauern bis GD abgesetzt wird bzw Pocher und Kerner aufgrund ihrer hohen Gagen bald freigesetzt werden und verliert man erst diese Formate hat man nur noch die alljährlichen Asterix-Filme, und die klassischen Sophie-Schütt-Schnulzen-Filme.
Sat.1 wird eher früher als später endgültig von ProSieben als Nummer 1 in der Senderfamilie abgelöst und wenn man Glück hat, steht man irgendwann mit kabel eins gleichberechtigt in der zweiten Reihe, aber selbst kabel eins hat ein klar definiertes Programm und ist Sat.1 meilenweit vorraus. Denkt man innerhalb der AG über einen Verkauf und eine Schließung von N-24 nach, so wird die Zukunft von Sat.1 auch bald auf der Agenda stehen. Der Sender zog nicht umsonst nach München um, sparte sich zu Tode, entließ Mitarbeiter und stellte gute Formate wie Blitz ein. Der Sender ist tot. Er zuckt nur noch und klammert sich mit letzter Kraft an die wenigen Formate die früher mal liefen bzw versucht mit billigstem Trash TV wie K11, Wendler und co zu überzeugen. Letzlich vergrault man dadurch nur noch mehr Zuschauer, da genau diese Formate Schuld daran sind, dass niemand mehr den Sender ernst nimmt.
Re: Krisensitzung: Wie soll es weiter gehen?
Verfasst: Fr 1. Jan 2010, 23:11
von AlphaOrange
vicaddict hat geschrieben:Sat.1 wird eher früher als später endgültig von ProSieben als Nummer 1 in der Senderfamilie abgelöst
Wie meinst du das?
Quotenmäßig ist ProSieben doch schon seit Ewigkeiten die Nummer 1 in der Sendergruppe, zumindest in der Zielgruppe. Und insgesamt ist da kein Umbruch in Sicht. ProSieben hat bei den 3+ über die Jahre deutlich stärker verloren als Sat.1.
Und unternehmensintern steht Sat.1 imo nicht an erster Stelle, sondern gleichberechtigt neben ProSieben. Das einzige Indiz, dass dem nicht so ist, ist wohl das, dass Sat.1 in TV-Zeitschriften immer als erstes genannt wird.
Aber das hat wohl eher historische Gründe.
Re: Krisensitzung: Wie soll es weiter gehen?
Verfasst: Fr 1. Jan 2010, 23:15
von Philipp
die marke "SAT.1", die bis mitte/ende der 90er durchaus für qualität und unterhaltung gestanden ist, wurde in den letzten zehn jahren durch diverse unterschichtenformate wie Lenßen, K11, die Richter, etc dermaßen ramponiert, dass es eigentlich egal ist, was man sendet, die leute schalten sowieso nicht mehr ein. da wurde zuviel verbrannte erde hinterlassen, ich sehe eigentlich keine möglichkeit mehr, wie man diesen schaden noch beheben könnte.
ich habe auf diesem sender länger als fünf minuten am stück schon seit jahren nichts mehr geschaut, es läuft einfach absolut nichts, dass mich irgendwie ansprechen würde.
Re: Krisensitzung: Wie soll es weiter gehen?
Verfasst: Fr 1. Jan 2010, 23:59
von vicaddict
AlphaOrange hat geschrieben:Wie meinst du das?
Quotenmäßig ist ProSieben doch schon seit Ewigkeiten die Nummer 1 in der Sendergruppe, zumindest in der Zielgruppe. Und insgesamt ist da kein Umbruch in Sicht. ProSieben hat bei den 3+ über die Jahre deutlich stärker verloren als Sat.1.
Und unternehmensintern steht Sat.1 imo nicht an erster Stelle, sondern gleichberechtigt neben ProSieben. Das einzige Indiz, dass dem nicht so ist, ist wohl das, dass Sat.1 in TV-Zeitschriften immer als erstes genannt wird.
Aber das hat wohl eher historische Gründe.
Ich hatte schon den Eindruck, dass Sat.1 durchaus noch als naja... sagen wir mal ! A/ 1B gesehen wird. Einigen wir uns auf gleichberechtigt, aber man wird sich wohl künftig eher mit kabel eins um den Posten der Nummer 2 streiten dürfen als mit ProSieben um die Nummer 1.
Re: Krisensitzung: Wie soll es weiter gehen?
Verfasst: Sa 2. Jan 2010, 00:34
von scoob
Worüber ihr euch Gedanken macht...Innerhalb der ProSiebenSat.1 Group gibt es sowohl intern als auch extern keine Nummer 1. ProSieben und Sat.1 sind "auf einer Stufe", wenn man das so sagen kann. Das liegt einfach daran, dass beide Sender nicht miteinander konkurrieren und jeweils ein vollkommen anderes Publikum ansprechen. Sat.1 ist für die breite Masse (14- bis 59-Jährige) zuständig und ProSieben konzentriert sich hauptsächlich auf die 14- bis 29-jährigen Zuschauer. Einen Konkurrenzkampf gibt es nur, wenn es um die Aufteilung von amerikanischen Spielfilmen und Serien geht. Dies findet allerdings ausschließlich intern statt.
vicaddict hat geschrieben:Einigen wir uns auf gleichberechtigt, aber man wird sich wohl künftig eher mit kabel eins um den Posten der Nummer 2 streiten dürfen als mit ProSieben um die Nummer 1.
Das ist doch vollkommener Blödsinn. kabel eins liegt beim Gesamtpublikum aktuell knapp sieben Prozentpunkte hinter Sat.1 und in der Zielgruppe sind es knapp fünf Prozentpunkte. Mittelfristig und langfristig gesehen wird sich daran auch nichts ändern. ProSieben kann alleine schon aus dem Grund nicht die klare Nummer 1 werden, da sie - einmal von den Blockbuster am Sonntag abgesehen - bei den über 30-Jährigen wenig bis keine Relevanz besitzen. Der Vorsprung auf Sat.1 in der Zielgruppe ist überdies nicht so groß, damit sie einen Anspruch auf eine Nummer 1-Stellung innerhalb der Sendergruppe hätten. Es ist noch nicht lange her, da hatte ProSieben eine Schwächephase und Sat.1 schnitt regelmäßig in der Zielgruppe besser ab als ProSieben.
Warum Sat.1 in den Programmzeitschriften immer vor ProSieben steht, lässt sich ganz einfach beantworten: Das liegt a) an der früheren Sendergründung (gegenüber ProSieben) und b) an den Quoten beim Gesamtpublikum. In den senderinternen Trailern über das 20.15 Uhr-Programm, die es seit dem Umzug von Sat.1 nach Unterföhring gibt, wird Sat.1 jedoch immer erst an dritter (!) Stelle nach ProSieben und kabel eins genannt. Warum dies so ist, weiß ich nicht. Darüber aber zu spekulieren wäre mir zu mühselig.
Re: Krisensitzung: Wie soll es weiter gehen?
Verfasst: Sa 2. Jan 2010, 00:52
von AlphaOrange
scoob hat geschrieben:In den senderinternen Trailern über das 20.15 Uhr-Programm, die es seit dem Umzug von Sat.1 nach Unterföhring gibt, wird Sat.1 jedoch immer erst an dritter (!) Stelle nach ProSieben und kabel eins genannt. Warum dies so ist, weiß ich nicht. Darüber aber zu spekulieren wäre mir zu mühselig.
Weil die erste und die letzte Position die exponiertesten sind und die meiste Aufmerksamkeit haben (wobei "meiste" bei nur drei Positionen schon leicht übertrieben ist). Kennt man doch von Opening Credits. Da steht der teuerste (und prestige-trächtigste) an erster Stelle und der zweitwertvollste an letzter Stelle.
Kurzum: wenn kabel eins in der Mitte genannt wird (davon gehe ich jetzt mal aus, ohne mich genau dran erinnern zu können), dann ist das die schlechteste Stelle und entspricht damit auch dem internen Rang des Senders.
Re: Krisensitzung: Wie soll es weiter gehen?
Verfasst: Sa 2. Jan 2010, 01:05
von vicaddict
scoob hat geschrieben:
Mittelfristig und langfristig gesehen wird sich daran auch nichts ändern. ProSieben kann alleine schon aus dem Grund nicht die klare Nummer 1 werden, da sie - einmal von den Blockbuster am Sonntag abgesehen - bei den über 30-Jährigen wenig bis keine Relevanz besitzen. Der Vorsprung auf Sat.1 in der Zielgruppe ist überdies nicht so groß, damit sie einen Anspruch auf eine Nummer 1-Stellung innerhalb der Sendergruppe hätten. Es ist noch nicht lange her, da hatte ProSieben eine Schwächephase und Sat.1 schnitt regelmäßig in der Zielgruppe besser ab als ProSieben.
Sorry, aber genau da widerspreche ich dir. Sat.1 hat doch absolut gar keine Identität. Mag ja sein, dass ProSieben derzeit nicht in allen Belangen vor Sat.1 steht, speziell in Sachen Reichweite ist man am Abend meist der erfolgreichere Sender, aber im Gegensatz zu Sat.1 hat ProSieben Gesichter, eine Ausrichtung und klare Standpunkte. Bei Sat.1 klammert man sich doch nur an den Fußball, der überall laufen könnte, an frühere Erfolgsformate wie Genial Daneben und den einen oder anderen Film. Allein das Kerner und Pocher so dermaßen wenig Beachtung finden, zeigt deutlich, dass Sat.1 beim Gesamtpublikum gar keine Rolle mehr spielt. Pocher spricht die jungen nicht an, Kerner die älteren nicht und sonst hat dieser Sender nichts, aber auch gar nichts mehr; Billige Dokusoaps und Filme. Tolles Konzept bzw tolle Basis. Die Marke Sat.1 ist inzw so ramponiert wie das DSF und diese versuchen sich mittels Umbenennung neu zu etablieren. Sat.1 bedarf einer kompletten Neuaufstellung und zwar von vorne bis hinten, denn wie ich schrieb lebt dieser Sender nur noch von besagten Formaten. Neue Formate, gleich welcher Art, werden doch bei Sat.1 gar nicht mehr angenommen. Es floppt doch derzeit alles und das nicht erst seit heute und das man an K11 aufgrund von Protesten festhält, zeigt doch nur, dass man auf Teufel komm raus verhindern will, das auch diese Zuschauer flöten gehen. Ob Telenovela, Dokusoap, Wahlberichterstattung, Latenite oder Infotainment - der Zuschauer schaltet einfach nicht mehr ein und die paar Filme mit denen Sat.1 noch Quote holt, könnten ebenso bei kabel eins oder VOX laufen. Von daher bleibe ich dabei, wenn ich sage, dass Sat.1 tot ist. Der Sender hat einfach keine Perspektive, weil er nichts aber auch gar nichts hat, worauf er aufbauen kann. Sat.1 zehrt nur noch von seiner Vergangenheit, aber das aktuelle Produkt ist absolut tödlich für die Zukunft. Der Sender wird sicher nicht heut oder morgen von der Bildfläche verschwinden, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis Sat.1 endgültig absackt.
Re: Krisensitzung: Wie soll es weiter gehen?
Verfasst: Sa 2. Jan 2010, 11:30
von Familie Tschiep
Vor fünf Jahren hatte es sat 1 noch mit "Verliebt in Berlin", "Schilerstraße" und "genial daneben" neue formate zu etablieren. Natürlich ist auch vieles gefloppt, was war aber anders. All diese Formate waren Pioniere, also was neues.
Re: Krisensitzung: Wie soll es weiter gehen?
Verfasst: Sa 2. Jan 2010, 12:31
von TV-Fan
Ich halte eine Umbenennung ebenfalls für sinnvoll. Denn im Moment ist es doch wirklich so, dass alles was man anfasst, floppt.
Re: Krisensitzung: Wie soll es weiter gehen?
Verfasst: Sa 2. Jan 2010, 16:43
von Berlin - Abschnitt 40
Im Prinzip muss man eben wie gehabt weitermachen, Alternativen gibt es meines Erachtens nicht, da der Sender schon vor vielen Jahren durch die drastischen Sparmaßnahmen der Eigentümer den Anschluss verloren hat, diesen wiederherzustellen ist, wenn überhaupt, nur auf lange Sicht möglich, ich persönlich glaube daran aber eher nicht mehr, da auch die Voraussetzungen gar nicht gegeben sind, zunächst mal müsste man neben Geld, das man im letzten Jahr für die Fussballrechte, und in diesem Jahr für Kerner & Pocher durchaus in die Hand genommen hat auch mal wieder ein Erfolgsformat auffahren können. In dieser Hinsicht ist aber letztes Jahr kaum etwas passiert, abgesehen von dem gescheiterten Versuch auf den Doku-Soap-Zug aufzuspringen und die Einführung der neuen Soap war der größte Teil des finanziellen Mittel schon für die Verpflichtung der oben genannten Personen draufgegangen. Vom Umzug nach München ja mal gar nicht mehr zu sprechen.
Die Gruppe befindet sich in einem Teufelskreis, durch die Sparmaßnahmen der vergangenen Jahr hat man zwar viel Geld gespart, aber Zuschauer und Relevanz verloren, was wiederum Sparmaßnahmen etc. zur Folge hat etc., die Mitarbeiter müssen täglich um Ihre Jobs fürchten, da ist eine fruchtbare Arbeit eher unwahrscheinlich, auch wenn das Programm ja von externen Produktionsfirmen kommt, dazu Negativschlagzeilen en masse, wie zuletzt der angedachte Verkauf von N-24.
Der erneute Wechsel an der Spitze ist aber wohl wieder wirkungslos verpufft. Einiges mehr an Impulsen bzw. auch bessere Quoten hätte man zumindest bei den Eigentümern sicher erwartet. Fürs neue Jahr ist auch nicht groß etwas erfolgversprechendes angekündigt, stattdessen steht mit der Wendler-Doku schon der nächste große Flop ins Haus.
Das führt mich zu meiner Feststellung, dass man so wie es jetzt ist halt irgendwie weitermachen muss, in der Hoffnung, dass der Nachmittag nicht errodiert, sonst gehts auch in der Zielgruppe unerbittlich in die Einstelligkeit. Geld für einen Kraftakt, trotz hoher Floprate wenigstens mit einer neuen Unterhaltungsshow oder eigenproduzierten Serie einen Achtungserfolg zu erzielen ist nicht da. Also muss es so irgendwie klappen, mit den paar US-Serien am Sonntag, dem alten US-Film am Montag und den eigenproduzierten Dienstagsfilmen kann man zumindest hier und da Erfolge erzielen, dazu kommt ja gelegentlich Fussball am Mittwoch und Donnerstag, das muss irgendwie reichen bis die Werbekrise vorbei ist.
Trotzdem muss Bolten irgendwann spätestens in diesem Jahr mal einen Achtungserfolg vorweisen, ansonsten wird auch er spätestens zum Jahresende 2010 seinen Posten wieder abgeben dürfen.
Re: Krisensitzung: Wie soll es weiter gehen?
Verfasst: Sa 2. Jan 2010, 17:53
von Fabel
TV-Fan hat geschrieben:Ich halte eine Umbenennung ebenfalls für sinnvoll. Denn im Moment ist es doch wirklich so, dass alles was man anfasst, floppt.
"Sat Trash" wär mal ein schöner Name.
Aber mal zum Thema:
Wie schon in diversen anderen Thread über Misserfolge bzw. Trashformate von Sat1 geschrieben find ich auch Sat1 ist gegen einen Baum gefahren und wartet auf Hilfe.
Vergeblich!
Es verblutet schmerzhaft.
Der Guido ist angetreten und alles was er angefasst sollte zu Gold werden.
Leider ist es weder zu Gold/Silber/Bronze geworden-nur zu einem undefinierbaren quoten und imagegiftigem Zeugs.
Als er Kerner und Pcher holte,RAN wiederbelebte hab ich Luftsprünge gemacht und mich gefreut.
Ebenfalls als die Quälenden Hit-Giganten endlich abgesetztt wurden.
Die Qualität der Sendungen waren zwar gut,bzw. erträglich,ABER:
Keiner wollte es sehen.
Dann war der Guido aber kein Vorbild für sein Volk und zeigte keinen Mut und setzte bereits nach wenigen Wocher Kerner auf nen neuen Programmplatz.
Ebenfalls blieb er nicht hart und ließ das Strick das fest um den Hals von K11 gebunden war aufgrund einer Minderheit seiner Bevölkerung wieder losmachen.
Umstrukturierung sieht anders aus.
Auch wenn ich nun einige Proteste an den Hals hole aber man hätte auch Genial Daneben endgültig Schach-Matt setzten Müssen.
Aber diese MutGeschichte hatte ich ja schon.
So vegitiert Sat1 so vor sich hin und der Guido gibt kampflos auf.
Aber seien wir mal ehrlich,hat der Guido ü-haupt eine Chance gehabt dass es alles klar geht?
Nein,was verbindet man mit Sat1?
Hm,Alex Hold,Britt,Barbara Salesch,K11,Niedrig &Kuhnt,Lenßen und Partner etc.
Das Stammpublikum dass sich alle Gehirnzellen weggesoffen hat schaut sich sowas an,aber normalsterbliche?
Und wenn er selbst alle diese Sachen rausgeworfen hätte,ganz ehrlich hättet ihr da eingeschaltet bei neuene Formaten?
"Schatz,gucken wir heute Abend Sat1,da läuft was mit Kerner,"fragt Frau Meyer.
"Guter Witz.Sat1,das ist bestimmt i-ein Müll."
So oder so ähnlich könnte es sich angehört haben,stattdessen wechselt man zu RTL,weil RTL halt ein Image hat was Sat1 nicht hat.
Dieser Imageschaden ist zu riesig dass man ihn wieder beheben kann.
mfg,
Fabel.
Re: Krisensitzung: Wie soll es weiter gehen?
Verfasst: Sa 2. Jan 2010, 18:17
von Nostradamus
Ich glaube, die meisten, die hier schreiben, würden den selben Fehler machen, wie Herr Bolten. Sat1 hat sich über die Jahre erfolgreich zu einem Trash-Unterschichten Sender gespart. Davon konnte man soweit auch brauchbar leben, der Sender macht Gewinn. Aber das Image ist halt nicht so schön. Jetzt kommt Bolten und will weg von dem Image, weg vom Trash. Er nimmt den Unterschichten ihre Sendungen weg und versucht es mit einer Art "Qualität", nur billiger als die Konkurrenz, es muss ja gespart werden. Was machen die Unterschichten-Stammzuschauer, wenn man ihnen die Unterschichten-Sendungen weg nimmt???? Sie schalten aus!!! (Überraschung, Herr Bolten!) Manche gehen sogar zum Erzfeind RTL, wo man schneller denken kann und ein paar Programme für eben diese Menschen in die Runde wirft. Welche Zuschauer gewinnt man stattdessen? KEINEN! weil die anderen "Schichten" oder was auch immer genau dort bleiben (ARD, ZDF, Pro7 und RTL) wo ihre Sendungen schon immer waren, und vermutlich auch hochwertiger hergestellt werden. Daher sehe ich für Sat1 nur eine Lösung, auch wenn es den meistsen Forum-Usern hier nicht gefällt (weil sie nicht zu dieser Sehergruppe gehören) Sat1 muss sich auf seine alten Stärken konzentrieren und die Unterschichten-Zuschauer bedienen, wo es nur geht. Vielleicht sogar krasser, billiger und trashiger als vorher. Armes Deutschland? Nö. Es gibt ja genug andere Sender...
Re: Krisensitzung: Wie soll es weiter gehen?
Verfasst: Sa 2. Jan 2010, 18:25
von Fabel
Nostradamus hat geschrieben: Nö. Es gibt ja genug andere Sender...
Dasa ist auch gut so.
Und das mit dem Wandern zu RTL hab ich ja auch schon gepostet.
Mir gefällts auch nich,ich gehör auch nich zur Zielgruppe glaub ich.
Aber ich fände eine Rückbesinnung schlecht,denn ich finde man sollte sich als Sender auch mal über die Qualität Gedanken machen auch wenn Quoten Geld bringen.
Und noch trashiger Produzieren geht glaub ich nich mehr.
Und wenn,ich glaub die Zuschauer bleiben trotzdem bei RTL.
Re: Krisensitzung: Wie soll es weiter gehen?
Verfasst: Sa 2. Jan 2010, 18:53
von Nostradamus
Vermutlich. Aber sind wir mal ehrlich: Das sind die einzigen Zuschauer, bei denen Sat1 noch punkten kann. Der TV-Markt wird immer fragmentierter, ziehlt immer mehr auf Nischen-Gruppen ab.
Sat1 hat so eine Nischen-Gruppe (gehabt), eine sehr große sogar. Quotentechnisch war der alte Vorabend, direkt vor dem Umbau, erfolgreich.
Aber Bolten will diese Art Zuschauer wohl nicht, er möchte, nennen wir sie mal "Qualität-Zuschauer". Vielleicht will er sie auch deshalb, weil sie finanzkräftiger sind als der durchschnittliche HarzIV Zuschauer. Ich weiß es nicht...
Aber gut: wie kriegt man Qualitäts-Zuschauer? Man muss investieren! In Qualität. Im Fall von Sat1 sogar sehr stark, bei dem ramponierten Image. Aber Sat1 gehört einer Finanz-Heuschrecke. Die wollen gar kein Geld reinstecken (haben sie doch schon beim kauf) sondern es aussaugen. Ich habe mich schon gewundert, als Bolten plötzlich Geld für den ganzen Fußball, Pocher, Kerner und Telenovela hatte. Inzwischen weiß ich woher. Sie beschneiden den eh schon billigen Trash : Lenßen und Co. raus, bei dem restlichen Schrott nur noch Wiederholungen. Tolle Idee! Die Unterschichten-Zuschauer leiden ja vielleicht unter einer Geschmacksverwirrung, aber sie sind nicht blöd. Die schalten ab. Und die halbwegs teuren Sendungen will ganz offensichtlich, wenn man den Zahlen trauen daruf, auch keiner sehen(außer vielleicht mal den FCB in der CL).
Mein Fazit ist: Sat1 sollte darüber froh sein, dass sie ein halbwegs loyales Publikum haben (hatten). Und warum soll es keinen großen Unterschichten-Sender geben? Haben diese Leute keinen Anspruch auf TV-Unterhaltung, nur weil ihr Geschmack nicht dem der Fernsehmacher bzw Boltens entspricht? Gut. Kann er haben. Aber dann werden seine Zuschauer weggehen. Und am Ende steht dann RTL2 vor Sat1 in der Programmzeitschrift, nur weil einer nicht das Business versteht, in dem er arbeitet.
Re: Krisensitzung: Wie soll es weiter gehen?
Verfasst: Sa 2. Jan 2010, 19:06
von Fabel
Nostradamus hat geschrieben:Vermutlich. Aber sind wir mal ehrlich: Das sind die einzigen Zuschauer, bei denen Sat1 noch punkten kann. Der TV-Markt wird immer fragmentierter, ziehlt immer mehr auf Nischen-Gruppen ab.
Sat1 hat so eine Nischen-Gruppe (gehabt), eine sehr große sogar. Quotentechnisch war der alte Vorabend, direkt vor dem Umbau, erfolgreich.
Aber Bolten will diese Art Zuschauer wohl nicht, er möchte, nennen wir sie mal "Qualität-Zuschauer". Vielleicht will er sie auch deshalb, weil sie finanzkräftiger sind als der durchschnittliche HarzIV Zuschauer. Ich weiß es nicht...
Aber gut: wie kriegt man Qualitäts-Zuschauer? Man muss investieren! In Qualität. Im Fall von Sat1 sogar sehr stark, bei dem ramponierten Image. Aber Sat1 gehört einer Finanz-Heuschrecke. Die wollen gar kein Geld reinstecken (haben sie doch schon beim kauf) sondern es aussaugen. Ich habe mich schon gewundert, als Bolten plötzlich Geld für den ganzen Fußball, Pocher, Kerner und Telenovela hatte. Inzwischen weiß ich woher. Sie beschneiden den eh schon billigen Trash : Lenßen und Co. raus, bei dem restlichen Schrott nur noch Wiederholungen. Tolle Idee! Die Unterschichten-Zuschauer leiden ja vielleicht unter einer Geschmacksverwirrung, aber sie sind nicht blöd. Die schalten ab. Und die halbwegs teuren Sendungen will ganz offensichtlich, wenn man den Zahlen trauen daruf, auch keiner sehen(außer vielleicht mal den FCB in der CL).
Mein Fazit ist: Sat1 sollte darüber froh sein, dass sie ein halbwegs loyales Publikum haben (hatten). Und warum soll es keinen großen Unterschichten-Sender geben? Haben diese Leute keinen Anspruch auf TV-Unterhaltung, nur weil ihr Geschmack nicht dem der Fernsehmacher bzw Boltens entspricht? Gut. Kann er haben. Aber dann werden seine Zuschauer weggehen. Und am Ende steht dann RTL2 vor Sat1 in der Programmzeitschrift, nur weil einer nicht das Business versteht, in dem er arbeitet.
Kurz gesagt:
Sat1 will sein Image aufbessern.
Dieses klappt nicht,weil die Zielgrupee des Senders dass nicht macht und der Rest vor Sat1 abschreckt.
Deshlab sollte sich Sat1 wieder der Zielgruppe zuwenden.
Auch mal ne Lösung obwohl ich dabei bleibe dass diese Zuschauer bei RTL gestrandet sind und sich nichz mehr woanders hinbewegen wollen.
Re: Krisensitzung: Wie soll es weiter gehen?
Verfasst: Sa 2. Jan 2010, 20:18
von observer
...wie es auch immer sein mag, meiner meinung nach...
http://forum.quotenmeter.de/forum/viewt ... 25#p754025
braucht das kind ´nen neuen namen!!! zettdeeff neo konnte seine marktanteile als neuling bereits verdoppeln, warum nicht auch "sat2" !
gruß, observer
Re: Krisensitzung: Wie soll es weiter gehen?
Verfasst: Sa 2. Jan 2010, 21:10
von Berlin - Abschnitt 40
Nostradamus hat geschrieben:Ich glaube, die meisten, die hier schreiben, würden den selben Fehler machen, wie Herr Bolten. Sat1 hat sich über die Jahre erfolgreich zu einem Trash-Unterschichten Sender gespart. Davon konnte man soweit auch brauchbar leben, der Sender macht Gewinn. Aber das Image ist halt nicht so schön. Jetzt kommt Bolten und will weg von dem Image, weg vom Trash. Er nimmt den Unterschichten ihre Sendungen weg und versucht es mit einer Art "Qualität", nur billiger als die Konkurrenz, es muss ja gespart werden. Was machen die Unterschichten-Stammzuschauer, wenn man ihnen die Unterschichten-Sendungen weg nimmt???? Sie schalten aus!!! (Überraschung, Herr Bolten!) Manche gehen sogar zum Erzfeind RTL, wo man schneller denken kann und ein paar Programme für eben diese Menschen in die Runde wirft. Welche Zuschauer gewinnt man stattdessen? KEINEN! weil die anderen "Schichten" oder was auch immer genau dort bleiben (ARD, ZDF, Pro7 und RTL) wo ihre Sendungen schon immer waren, und vermutlich auch hochwertiger hergestellt werden. Daher sehe ich für Sat1 nur eine Lösung, auch wenn es den meistsen Forum-Usern hier nicht gefällt (weil sie nicht zu dieser Sehergruppe gehören) Sat1 muss sich auf seine alten Stärken konzentrieren und die Unterschichten-Zuschauer bedienen, wo es nur geht. Vielleicht sogar krasser, billiger und trashiger als vorher. Armes Deutschland? Nö. Es gibt ja genug andere Sender...
Auf den ersten Blick könnte man dieser Argumentation etwas abgewinnen, aber auf den zweiten ist das doch ein wenig zu kurz gedacht.
Schließlich machen alle anderen Privatsender ein ebenso trashiges Programm am Nachmittag und habe auch kein schlechteres Image als Sat.1. Um diese Zeit sehen eben nur Menschen fern, die um diese Zeit keiner Erwerbsarbeit nachgehen, aus welchen Gründen auch immer, und da sie das nicht tun sind sie für die werbetreibende Industrie auch nur von mäßigem Interesse, um das mal vorsichtig auszudrücken. Bedeutet diese Leute sind nicht diejenigen, die die Sender erreichen wollen, um Werbezeiten an Ihre Kunden zu verkaufen. Um diese Uhrzeit gibt es allerdings auch bei anderen Sendern keine anderen Zuschauer.
Das Problem bei Sat.1 ist jedoch, dass durch die Erfolglosigkeit nahezu aller Formate in der Primetime der Fokus auf diese im Nachmittagsprogramm sehr erfolgreichen Formate verschoben hat, und der Sender abgesehen von Kai Pflaume dann nur noch über Hold, Salesch, Britt Hagedorn, Lenßen und Naseband als Sendergesichter verfügt hat. Dies hat dem Image des Senders geschadet, obwohl RTL und ProSieben qualitativ um diese Uhrzeit auch kein besseres Programm bieten, bei den Öffentlich-Rechtlichen ist dies aufgrund der Gebührenfinanzierung möglich.
Allerdings war es zu diesem Zeitpunkt für Sat.1 schon zu spät um gegenzusteuern, zumal der Sender auf seine Nachmittagsschiene angewiesen war und ohne die er in die Bedeutungslosigkeit abgesunken wäre.
Hier rächt sich auch der kurzfristige Blick durch die Eigentümer, die nur kurzfristige Ziele verfolgten, aber das ist eine andere Geschichte.
Grundsätzlich erscheint es mir kaum mehr wahrscheinlich, die verlorengegangenen Zuschauer zurückzugewinnen, ähnliche Probleme haben ja auch ARD und ZDF, die solange Programm nur für ältere Menschen eines bestimmten, anspruchslosen Typs gemacht haben bis alle anderen auf Dauer wegwaren und jetzt nicht mehr zurückkommen werden, hätten sie nicht noch ihre Sportereignisse sähe es dort noch trauriger aus.
Re: Krisensitzung: Wie soll es weiter gehen?
Verfasst: Sa 2. Jan 2010, 21:26
von Philipp
ich finde auch, dass die marke "SAT.1" schon viel zu sehr beschädigt ist, als dass man noch einmal an die glorreichen zeiten anschliessen könnte. wahrscheinlich hätte jede SAT.1-sendung auf RTL wesentlich mehr zuschauer.
Re: Krisensitzung: Wie soll es weiter gehen?
Verfasst: Sa 2. Jan 2010, 21:39
von Neuling
Ich glaube Sat1 fehlt das richtige Personal an der Moderatoren-Front. Ein Kai Pflaume lockt keinen mehr vor den Fernseher, Ein Hugo Egon als Show-Moderator nicht gut und sehr viel mehr gibt es auch schon nicht.
Leider muß man auch sagen das der geneigte Zuschauer seine Schuld an den miesen Quoten beiträgt. Denke da mit Grauen an die Quoten des Fernsehpreises, die grandiose Show mit Pastewka und Engelke. Wenn man gutes sehen will kann man sich gutes angucken, egal wo es läuft.
Dieses Geschwätz von der Sendergruppe langweilt zunehmend weil RTL 2 auch nicht durch die Decke geht nur weil die zu RTL gehören.
Re: Krisensitzung: Wie soll es weiter gehen?
Verfasst: Sa 2. Jan 2010, 21:58
von Familie Tschiep
Neuling hat geschrieben:Ich glaube Sat1 fehlt das richtige Personal an der Moderatoren-Front. Ein Kai Pflaume lockt keinen mehr vor den Fernseher, Ein Hugo Egon als Show-Moderator nicht gut und sehr viel mehr gibt es auch schon nicht.
Ohne ein gutes (originelles, jedenfalls zu Beginn) Konzept kann kein Moderator Zuschauer vor den Fernseher locken. Die Moderatoren werden in ihrer Bedeutung überschätzt, deshalb kann man sich auch mit Stars keinen Erfolg kaufen.
Re: Krisensitzung: Wie soll es weiter gehen?
Verfasst: Sa 2. Jan 2010, 22:11
von Neuling
Aber neugierig machen auf ein Format kann ein Moderator der überlegt eingesetzt wird.