US-Fernsehen (inklusive Season- und Pilot-Reviews), britisches Fernsehen etc.
#1553285
Es kommt eigentlich fast nie mehr vor, dass ich bei serienjunkies.de etwas lese, was ich zuvor noch nirgends sonst gelesen habe, deshalb war ich gerade um so erstaunter, dass ich heute gleich zwei News-Stories dort zum ersten Mal gelesen habe.

Einerseits scheint "Master of None" eine 3. Staffel zu bekommen, auch wenn noch nichts offiziell verkündet wurde:
https://www.serienjunkies.de/news/beric ... 05263.html

Und andererseits gibts eine Fortsetzung zur australischen Serie "Packed to the Rafters":
https://www.serienjunkies.de/news/packe ... 05258.html

Letztere Serie habe ich komplett gesehen und auch wenn sie jetzt nicht das Nonplusultra war, so habe ich mich doch gerade zuerst irgendwie gefreut, diese Charaktere wieder zu sehen. Dann habe ich allerdings gelesen, dass eine Hauptfigur recastet wurde, von daher bin ich jetzt nicht mehr so sicher, ob ich mir das Sequel anschauen werde...
#1558519
Eigentlich gehört das ja eher in einen 21/22 Thread, aber der würde eh nicht über Seite 1 hinaus kommen. :')


Wheel of Time (aka Rad der Zeit) Trailer
https://www.youtube.com/watch?v=3Fus4Xb_TLg
https://www.youtube.com/watch?v=SXoB4SCUQno

Was sagt denn Herr LBM, der die komplette Buchreihe gelesen bzw. gehört hat und deutlich größerer Fan ist als ich?


Es ist über 10 Jahre her, dass ich das letzte Mal ein Buch der Reihe gelesen habe (Band 16 oder 17 der auf insgesamt 37 gesplitteten deutschen Ausgaben) und fast 20 Jahre seit ich Band 1 gelesen habe, aber ich glaube selbst mit frischeren Eindrücken würde ich bei dem Trailer ohne den Voiceover nicht oft an Rad der Zeit denken. Der Hauptcharakter scheint wirklich zur Randfigur in seiner eigenen Geschichte degradiert, wie es die Pressemitteilungen schon befürchten ließen.

Naja, ohne andere Erwartungen und Vorbehalte sieht es wohl ganz ok aus. Einen großen Erfolg kann ich mir aber nicht vorstellen, weil das Echo von Kritikern auch mit den anbiedernden Änderungen durchwachsen ausfallen dürfte und viele neutrale Zuschauer etwas kompromissloses und subversives wie Game of Thrones erwarten. Wenn der Kern nicht bis zur Unkenntlichkeit verändert wurde, will die familientaugliche Reihe das aber gar nicht sein.
#1558529
Habe den Trailer gesehen, will mir da aber (genau wie bei den Beschreibungen) noch keine Meinung bilden, weil dieses Material wohl alles von der Promo-Abteilung kommt und ich dem Creator zuerst die Chance geben will, "sein" Material zu zeigen. Es wird ja immer wieder betont, wie grosse Fans die Macher von den Büchern sind, von daher lasse ich es mal auf mich zukommen...ohne jetzt riesige Erwartungen zu haben...aber auch ohne schon resigniert zu haben...
#1558738
Meine Vorfreude auf The Wheel of Time ist definitiv auf einem "new low" angekommen mit der Recasting-Meldung eines absoluten Hauptcharakters (Mat) für S2. Ich habe damals Spartacus deswegen gar nie angefangen und bei Sense8 war es auch extrem irritierend, dass ein Hauptcharakter plötzlich von einem anderen Schauspieler gespielt wurde.

Ich muss allerdings zugeben, dass der Ersatzschauspieler zum Glück schon eine ziemliche Ähnlichkeit hat, also wenn es auch mit der Stimme passt, könnte es ev. noch halbwegs funktionieren, aber ist trotzdem sehr ärgerlich...

Bild

PS: Das einzig positive Beispiel eines Recastings, welches ich kenne, ist zu Beginn von S2 in Black Sails, da habe ich es anfänglich nicht mal gemerkt, dass der Schauspieler eines wichtigen Charakters ausgetauscht wurde.
#1558749
little_big_man hat geschrieben: Di 21. Sep 2021, 13:29 Meine Vorfreude auf The Wheel of Time ist definitiv auf einem "new low" angekommen mit der Recasting-Meldung eines absoluten Hauptcharakters (Mat) für S2. Ich habe damals Spartacus deswegen gar nie angefangen
Das dumme bei Spartacus war, dass man da gar nicht hätte recasten müssen. Die hätten einfach meine Idee aufgreifen sollen. Der echte Spartacus ist im Kampf gefallen, aber weil Spartacus als Symbol des Widerstands zu wichtig war, hat ein anderer Gladiator den Namen Spartacus angenommen, damit der Sklavenaufstand weitergeht.
Es war ja nicht so, dass die Römer den aus dem Fernsehen kannten und das ganze aufgeflogen wäre.
#1558787
little_big_man hat geschrieben: Di 21. Sep 2021, 13:29 Meine Vorfreude auf The Wheel of Time ist definitiv auf einem "new low" angekommen mit der Recasting-Meldung eines absoluten Hauptcharakters (Mat) für S2. Ich habe damals Spartacus deswegen gar nie angefangen und bei Sense8 war es auch extrem irritierend, dass ein Hauptcharakter plötzlich von einem anderen Schauspieler gespielt wurde.

Ich muss allerdings zugeben, dass der Ersatzschauspieler zum Glück schon eine ziemliche Ähnlichkeit hat, also wenn es auch mit der Stimme passt, könnte es ev. noch halbwegs funktionieren, aber ist trotzdem sehr ärgerlich...

Bild

PS: Das einzig positive Beispiel eines Recastings, welches ich kenne, ist zu Beginn von S2 in Black Sails, da habe ich es anfänglich nicht mal gemerkt, dass der Schauspieler eines wichtigen Charakters ausgetauscht wurde.
Da ich jüngst alle deutschen Hörbücher kostenlos bekommen konnte, habe ich letzte Woche spontan doch noch mal mit diesem Megaprojekt (vom Zeitaufwand) begonnen. Gelesen hätte ich es auf jeden Fall nicht mehr, obwohl ich noch einige ungelesene Bücher habe (hatte damals u.a. 2 Schuber mit den ersten 23 Bänden gekauft) und bezahlt für die Hörbücher erst recht nicht. Den ersten deutschen Band habe ich bereits gehört. Helmut Krauss (2019 verstorben. Als Schauspieler der Nachbar von Löwenzahn, Sprecher u.a. von Carl Winslow in Alle unter einem Dach, Deep Throat in Akte X oder Samuel Jackson in Pulp Fiction) ist zwar kein David Nathan, der selbst das Telefonbuch spannend vortragen könnte. Mit dem ewig gleichen (sehr gemächlichen) Tempo und der selben Stimme für alle Charaktere kann die Lesung anfangs manchmal etwas monoton wirken, aber sein Organ ist so charismatisch, das man sich irgendwann an den Stil gewöhnt.

Nach der Erinnerungsauffrischung fällt mir jetzt noch deutlicher auf, wie dreist die frühen Bände von Herr der Ringe geklaut haben, aber ich weiß auch wieder, warum ich die ersten ca. 10 Bücher durchgesuchtet habe. Trotz der starken Ähnlichkeiten im Aufbau und bei einigen Charaktergerüsten ist die von Jordan erschaffene Fantasywelt groß und detailliert genug, um ihren eigenen Reiz zu entfalten. (zumindest in der Aufbauphase, in der man zusammen mit den Dorftrampeln auf ihrer ersten großen Reise regelmäßig mit neuen Reizen und Erkenntnissen konfrontiert wird. Einer der wichtigsten Gründe, der gegen Moiraine aka Gandalfine als Haupcharakter spricht, die in den ersten Büchern tatsächlich nicht mal zu den Point of View Charakteren zählt. Als die Handlung später anfing auf der Stelle zu treten und der Fokus zunehmend auf Soapelemente gelegt wurde, traten Jordans Schwächen stärker zu Tage und das Lesen wurde vom durchrasen zum durchkämpfen. Ich hoffe mal, dass es in der zweiten Hälfte irgendwann wieder besser wird, so dass ich es im zweiten Anlauf bis zur Ziellinie schaffen kann.)


Konkret zum Recasting: Die Besetzung von Mat (wie auch Perrin, Moiraine und Lan) hat mir zumindest optisch ziemlich gut gefallen (im Gegensatz zu Rand, der zu sehr nach TheCW aussieht.), aber wenn der Ersatz was taugt, wird es mich so früh im Verlauf wahrscheinlich nicht groß stören. Zum einen kenne ich beide Schauspieler nicht und Mat wächst ja auch erst mit der Zeit aus der Rolle des reinen Comic Relief heraus.

Bei z.B. Game of Thrones war der Wechsel von Daario 1 (Staffel 3 Ed Skrein mit lächerlicher blonder Langhaar-Perücke) zu Daario 2 (ab Staffel 4 Michiel Huisman mit dunklen Haaren und Bart ) trotz des optischen Radikal-Reboots sogar ein Gewinn. (die meisten anderen Recastings in GOT hat man wegen der kleinen Rollen und langen Zeit zwischen den Auftritten nicht mal bemerkt, wenn man nicht gerade vor jeder neuen Staffel einen kompletten Rewatch eingelegt hat.)

Bei Spartacus fand ich den Ersatz zwar leider deutlich schwächer als Andy Whitfield, aber ein Grund die Serie deshalb nicht zu schauen, sollte das nicht sein. Die Prequel-Staffel Gods of the Arena ist davon ja sowieso nicht direkt betroffen. Wobei ich gar nicht voraussagen könnte, ob dir die Serie überhaupt gefällt.
#1558790
str1keteam hat geschrieben: Do 23. Sep 2021, 22:45Als die Handlung später anfing auf der Stelle zu treten und der Fokus zunehmend auf Soapelemente gelegt wurde, traten Jordans Schwächen stärker zu Tage und das Lesen wurde vom durchrasen zum durchkämpfen. Ich hoffe mal, dass es in der zweiten Hälfte irgendwann wieder besser wird, so dass ich es im zweiten Anlauf bis zur Ziellinie schaffen kann.)
Also von den 14 englischen Büchern fand ich die ersten 6 wirklich gut, dann fing es in den Büchern 7-10 stark an auf der Stelle zu treten, weil einfach zu viele parallelen Storystränge abzuarbeiten waren und es deshalb bei jedem einzelnen Strang kaum weiter ging. Ich bin auch bis heute der Meinung, dass Bücher 7/8 sowie 9/10 eigentlich jeweils nur ein einzelnes Buch hätten sein sollen und das auf Druck des Verlages nicht möglich war (reine Spekulation meinerseits), denn mit etwas mehr Zeit und Kürzungen hätten 7/8 und 9/10 zwei gute statt vier mühsame Bücher sein können. Mit Band 11 fühlte es sich dann erstmals wieder nach leichter Besserung an, aber wirklich gut waren dann erst wieder die Bände 12-14, welche teils von Brandon Sanderson fertiggestellt wurden, welcher meiner Meinung nach auch einfach nochmals der deutlich bessere Autor ist als Robert Jordan, es aber trotzdem geschafft hat die Bücher so zu beenden, dass es sich nicht anfühlte wie ein anderer Autor. Also kurz gesagt es lohnt sich definitiv dran zu bleiben bis zum Ende, auch wenn ich dir natürlich eher die englischen Audiobücher empfohlen hätte, welche grossartig von Michael Kramer und Kate Reading gelesen sind.
#1559038
Es ist irgendwie erschreckend, wie wenig ich mittlerweile an neuen Serien mitbekomme, die nicht von irgendwelchen Streaming-Anbietern stammen oder zumindest dort vertrieben werden.
Vor 10 Jahren hat man sich wie Bolle auf jede neue TV Season gefreut. Jetzt hat das für mich an Relevanz völlig verloren. Täusche ich mich, oder sind die ganzen großen Networks ein bisschen ins Hintertreffen geraten?

Ich habe gerade auch ein bisschen nach Serienneustarts gesucht, aber nichts aufregendes gefunden. Dass die 4400 scheinbar eine Neuauflage erhalten, ist so ziemlich die spannenste News, die ich gefunden habe :)
#1559381
Vor 2 oder 3 Jahren sind die ja mit Batwoman an den Start gegangen. Die Serie war furchtbar, aber ich hab jetzt mal weitergelesen, was bisher so passiert ist und es scheint ja ein mega krasses Drama hinter den Kulissen stattgefunden zu haben. Ihr Charakter wurde einfach neu gecastet und in der Serie wurde es mit einer Operation erklärt :') :') :') :') :') :') . Sie soll wohl einen Kollegen ge-me-toot haben und jetzt geht die Schlacht in die nächste Runde, indem Warner und Co-Workers ihr Fehlverhalten vorgeworfen haben.
Was für ein Theater ':)
#1560613
Es geht weiter mit dem Trend der "Limited-Sequels" mit eigenem Serientitel, der wohl damals mit 24 gestartet wurde. Nach:
- 24: Live Another Day
- Gilmore Girls: A Year in the Life
- Prison Break: Resurrection
- Back to the Rafters (dürfte wohl den wenigsten etwas sagen, aber habe ich heute gerade beendet bei Amazon Prime)
- Dexter: New Blood

Kommt jetzt neu hinzu:
- Justified: City Primeval

Ich habe sicher noch einige andere vergessen, bzw. einige haben es (noch) nicht über die Gerüchteküche hinaus gebracht, wie z.B. "Weeds 4.20"...

PS: Falls hier jemand mitliest (Ghostwriter als Threadersteller oder ein Admin/Mod), der den Threadtitel anpassen könnte, dann wäre das inzwischen schon gleich doppelt überfällig. ;)
#1560623
Mehr Raylan Givens ist jetzt schon die beste Nachricht des Jahres. Ich finde es aber schon irgendwie lustig, dass man im TV jetzt auch auf klassische Fortsetzungen setzt. Law & Order startet demnächst wieder und auch wenn das keinen neuen Namen hat, ist es eben doch eine wiederbelebte Show. CSI: Vegas, Heroes: Reborn, The X Files, Fuller House, Veronica Mars, Arrested Development, Will & Grace, Reno911...

Dazu noch ganz klassische Remakes wie MacGyver. Man hat schon das Gefühl, dass die linearen TV-Sender ein letztes Aufbäumen erleben und das mit bekannten IPs, weil man damit vielleicht sogar ein paar Zuschauer zurückgewinnt, die man ans Streaming verloren hat.

Ich warte immer noch auf ER und The West Wing.
#1560624
Stimmt, "Heroes: Reborn" würde auch noch auf obige Liste gehören. Die klassischen Fortsetzungen mit neuen Staffeln habe ich da jetzt nicht mitgezählt, genauso wenig wie die "unlimited" Sequels. Bei den klassischen Fortsetzungen bin ich z.B. noch auf S3 von Party Down gespannt.
#1560627
Der endgültige Startschuss (gemunkelt wurde ja schon länger) kam zum perfekten Zeitpunkt für mich, weil ich seit 1 Woche das Hörbuch zu Elmore Leonards "Raylan" höre. Ein kurioser Bastard aus Buch zur Serie und Fortsetzung seiner eigenen Geschichten. Raylan Givens, Harlan und die ganze Justified Welt beruhen bekanntlich auf Elmore Leonards Kurzgeschichte "Fire in the Hole", aber in "Raylan" hat er sich 2012 (1 Jahr vor seinem Tod) auch direkt von der Serie beeinflussen lassen und z.B. Boyd wieder auferstehen lassen, der bei ihm gestorben war(das Schicksal sollte er ja auch im Serienpiloten erleiden, aber Goggins war zu gut). Da die Serie aber einige Charaktere remixed hat, kann das hier leicht verwirren, wenn z.B. der Bennett-Klan einen Patriarchen anstatt einer Matriarchin (dargestellt in der Serie von Character-Actress Margo Martindale) hat und die Historie ganz anders ist als in der Serie. Während andere Plots aus dem Buch in spätereren Staffeln der Serie remixed worden (wie der Nierenraub).

Naja, langer Rede, gar kein Sinn. Das Buch erinnert mich daran, was für eine fantastische Serie und Adaptation Justified war. Den lakonischen Ton, den Humor und die speziellen Dialoge Elmore Leonards perfekt eingefangen und die Welt um Harlan sinnvoll erweitert.
Natürlich ist es auch eine ganz besondere Freude, dass Timothy Olyphant glücklicherweise keine Angst davor hat (nach u.a. Deadwood, Justifed, Mandalorian und Tarantino) auf den Westernhelden festgelegt zu werden. Es gibt aktuell einfach keinen Schauspieler, der besser auf Helden passt, die unter der ruhigen Schale eine gefährlich brennende und mühsam unterdrückte Wut mit sich herumtragen. (ein paar Bösewichte sind vergleichbar gut wie Vincent "Kingpin" D'Onofrio, aber unter klassischen Leading Man ist das ein rares Gut.)





Bei den ganzen x-Jahre oder gar Jahrzehnte später Fortsetzungen* überrrascht es, dass es immer noch keine ernsthaften Bestrebungen bei The Shield gab. Wobei ich das auch mit noch mehr Sorge als Freude betrachten würde, denn im Gegensatz zu Dexter (die letzten 2 New Blood Folgen fehlen mir noch) kann es da fast nur schlechter werden.

*(neben den von euch Genannten und zig weiteren Sachen - wie dem nicht nur für alte Fans empfehlenswerten Masters of the Universe: Revelation - könnte man ja auch noch die immer häufiger werdenden Serienfortsetzungen von Filmen wie Cobra Kai (Karate Kid), The Dark Crystal: Age of Resistance, Ash vs Evil Dead, Chucky, MacGruber oder bald Alien, The Continental (John Wick) Gremlins: Secrets Of The Mogwai, Hellraiser, Willow oder Time Bandits nennen. Durch die Verquickungen von Streamern mit alten Filmstudios (wie Paramount+, Peacock (Universal) oder bald amazon (MGM) ) wird das Ausschlachten von selbst nur mittelerfolgreichen Filmen in Zukunft sicher noch deutlich häufiger vorkommen.

Hoffentlich dann auch ab und zu von Sachen, bei denen ich seit Jahren auf eine Serien-Fortsetzung (oder Reboot) mit dem Budget und den erzählerischen Möglichkeiten von modernen Streamingserien warte. Wie Starship Troopers, The Warriors, The Wanderers, Gangs of New York, Goonies, Critters oder Jugger (Blood of Heroes).
Da bei Mad Max auf absehbare Zeit nur Furiosa ins Kino kommt und George Miller nicht mehr ewig arbeiten wird, könnte man uns Tom Hardys "Young" Mad Max wenigstens als Serienevent gönnen, bevor er älter ist als Mel Gibson zum Start von Fury Road. Für Ghostbusters, Robocop, Predator oder Men in Black mag es im Kino nicht mehr zum großen Korkenknallen reichen, aber während optisch würdige Serienableger früher am Budget und Zensurauflagen gescheitert sind/ wären, haben u.a. die Star Wars und MCU Serien gezeigt, dass der Wechsel mittlerweile auch für höher budgetiertes Popcorn-Kino ohne große Verluste möglich ist. Für Indiana Jones wäre das nach Harrison Fords letztem Ausflug wohl auch die beste Chance auf einen Neuanfang. Im Gegensatz zur schnarchigen Young Indy-Serie aus den 90ern könnte man jetzt auch Abenteuer anstatt dröge Geschichtsstunden zeigen. Bei Conan hat sich nach dem Wechsel von amazon zu Netflix auch schon ewig nichts mehr gerührt. ...
#1560628
str1keteam hat geschrieben: Sa 15. Jan 2022, 21:38
Bei den ganzen x-Jahre oder gar Jahrzehnte später Fortsetzungen* überrrascht es, dass es immer noch keine ernsthaften Bestrebungen bei The Shield gab. Wobei ich das auch mit noch mehr Sorge als Freude betrachten würde, denn im Gegensatz zu Dexter (die letzten 2 New Blood Folgen fehlen mir noch) kann es da fast nur schlechter werden.
Von The Shield sollten sie die Finger lassen. Das war einfach das perfekte Ende. Zumal ich auch nicht sehe, dass sie Shawn Ryan bekommen und ob Kurt Sutter so schnell nochmal was für FX machen darf, steht auch in den Sternen.
#1560630
Noch schlimmer fand ich ja das Gerücht, dass HBO über ein Six Feet Under Sequel nachdenken sollte. Wie um alles in der Welt wollen sie nach diesem Serienfinale das machen? Bitte auch dort die Finger davon lassen!

Hat übrigens jemand den Sopranos Prequel-Film geschaut? Ich bisher nicht, aber scheinbar scheint man dort jetzt auch über ein Serien-Sequel des Prequels nachzudenken. Wobei Prequels eben immer das Problem haben, dass sie sehr eingeschränkt sind darin, wohin die Story sich entwickeln kann, falls es über mehrere Jahre läuft.
#1560631
little_big_man hat geschrieben: So 16. Jan 2022, 00:12 Noch schlimmer fand ich ja das Gerücht, dass HBO über ein Six Feet Under Sequel nachdenken sollte. Wie um alles in der Welt wollen sie nach diesem Serienfinale das machen? Bitte auch dort die Finger davon lassen!

Hat übrigens jemand den Sopranos Prequel-Film geschaut? Ich bisher nicht, aber scheinbar scheint man dort jetzt auch über ein Serien-Sequel des Prequels nachzudenken. Wobei Prequels eben immer das Problem haben, dass sie sehr eingeschränkt sind darin, wohin die Story sich entwickeln kann, falls es über mehrere Jahre läuft.
Der Film war ein ordentlicher Gangsterfilm. Einige von den bekannten Figuren waren sehr gut getroffen, vor allem Junior, Silvio wirkte allerdings wie ein Parodie. Das passte gar nicht. Um Tony geht es im Prequel nur nebenbei. Mit Mittelpunkt der Geschichte steht Chris' Vater. Du kannst dir den Film auf jeden Fall gut ansehen. Er ist nicht schlecht, aber der ganz große Wurf ist es auch nicht.

Ich war übrigens geflasht, als ich mir das Wortspiel im Filmtitel aufgefallen ist.

PS: Das Six Feet Under Gerücht hat mich regelrecht schockiert. Eine Neuauflage wäre schon zum Scheitern verurteilt, aber eine Fortsetzung wäre inhaltlich absurd.
#1560634
Ach ja, den Sopranos Film muss ich ja auch noch gucken. Hab noch nicht mal El Camino gesehen. Oder die letzten 3 Staffeln True Blood, das ja auch bald wiederauferstehen soll. :')

Während das zumindest kurzfristig einen gewissen Erfolg haben würde, sehe ich bei Six Feet Under neben der nicht vorhandenen kreativen Notwendigkeit auch rein wirtschaftlich weder den Sinn einer Fortsetzung noch einer neuen Serie mit einer anderen Leichenbestatterfamilie unter dem Six Feet Under-Banner. Persönlich hätte ich da auch abhängig von der restlos abgeschlossenen Geschichte gar keine große Lust drauf. Die Erinnerung an die perfekte Montage im Serienfinale verschleiert gerne, dass die Serie in Staffel 3 und 4 einige extrem nervige Plots und Jump the Shark-Momente hatte. Zumindest für mich, aber die große Kritikerliebe war zwischenzeitlich auch schon stark erkaltet und außer über das Finale wird über die Serie praktisch nicht mehr geredet.

Letztlich ist aber natürlich immer die Umsetzung entscheidend. Da denke ich dann immer an Better Call Saul zurück und versuche zumindest einen offenen Geist zu behalten. Ein Spin-Off Drama um das Comic-Relief schien wie eine der dämlichsten Ideen aller Zeiten und stattdessen wurde es eine der besten Serien seiner Ära. (bei der ich natürlich auch mehrere Staffeln hinterherhänge.)

Bei How I Met Your Father würde mich ein qualitativer Erfolg auch stark überraschen. In den Trailern sieht das wie eine der mittelprächtig bis lausigen Sitcoms aus, die CBS als HIMYM-Ersatz gestartet hat, aber die höchstens 1 Staffel überlebt haben. Mit dem Unterschied das die damals bessere Casts hatten. Erinnert sich noch jemand an Mad Love (Jason Biggs, sarah Chalke, Tyler labine, Judy Greer)? Nein, ich auch nicht und ich habe alle Folgen gesehen.

HIMYF unterliegt schon dem Denkfehler das HIMYM wegen dem Gimmick erfolgreich gewesen wäre. Das hat natürlich nicht geschadet, aber für ein Gimmick allein kann man sich nichts kaufen. Das trägt keine 9 Staffeln. Das trägt nicht mal 10 Folgen, wenn das Fundament nicht solide ist. Der Schlüssel waren Cast, Charaktere und die Sprüche/Catchphrases, die oft viral gingen. Deswegen hätte mir auch das Ende die Mutterserie nicht im geringsten vermiesen können, selbst wenn ich es so schlecht wie viele andere Fans gefunden hätte. (Gestört hat mich nur, dass HIMYM bereits ab Staffel 4 oder 5 abgebaut hat. U.a., weil man uns ewig Barney/Robin verkaufen wollte, obwohl die nie Chemie hatten. ) Testen werde ich es natürlich trotzdem, weil gute Comedys (also echte Comedys, keine Dramedys oder halbstündige Dramen. davon gibt es mehr gute Shows als man sehen kann.) dieser Tage rar sind (die Networks können es kaum noch, der Rest versucht es abseits von Animation nur sehr selten und hat bei diesen Versuchen keine bessere Quote als die ehemaligen BIg 4), aber es kann mich nur positiv überraschen.
#1560637
Die Kritiken für How I Met Your Father sind auch schon ziemlich mies. Davon werde ich nichts gucken. Ich habe auch nie verstanden, dass die Mutterserie (!) von vielen auch hier im Forum, als es noch viele gab, behandelt wurde wie Lost. Wer die Mutter ist war mir immer egal. Es war eine gute Sitcom im Stil von Seinfeld und Friends, nur eben nicht ganz so gut.

Seinfeld habe ich gerade im Rewatch. Meine Frau hatte das nie gesehen und weil sie mir Pastewka näher gebracht hat, zeige ich ihr jetzt wo das alles angefangen hat. Seinfeld hat ihr schon mal gefallen. Mal abwarten, ob wir es anschließend mit Curb versuchen.
Aber zum Thema gute Comedy, da lohnt es sich wirklich mehr Seinfeld, Friends oder King of Queens den xten Durchlauf zu geben, statt sich auf 10 Episoden pro Jahr von etwas mittelmäßigem einzulassen. The Office ist jetzt auch auf Netflix. Das hatte ich mal mit ihr begonnen, aber sie möchte (fast) nichts auf Englisch gucken. Vielleicht ertrage ich The Office auf Deutsch.
Steve Carell auf Englisch kann ich dann allerdings nächsten Monat wieder genießen, wenn Space Force in die 2. Runde geht. Das fand ich fantastisch, entgegen den durchwachsenen Kritiken.
#1560638
HIMYM finde ich heute noch großartig. Ja, das Ende ist kacke, weil genauso wie es genial war, das neun Jahre im Voraus zu planen, es dumm war, es neun Jahre im Voraus zu planen. Finde dramatischer, dass die gesamte letzte Staffel ungenießbar ist.
Aber so eine Serie fehlt mir echt und ich würde mir zu sehr wünschen, dass HIMYF da aushelfen kann. Dasselbe Konzept nochmal in Grün - wenn's witzig und clever ist, gerne.

Leider hat das Sitcom-Genre meiner Meinung nach am Meisten am Untergang des linearen TVs gelitten. So viele Sitcoms leben davon, dass sich das Ensemble einspielt, der Humor organisch aus den Figuren kommt, sich Running Gags entwickeln, die Zuschauer die Figuren und Figurenklischees intensiv kennenlernen, damit sie sich humoristisch brechen lassen. Für ein Milieu, das alle zwei Jahre zehn Folgen ermöglicht, sind SItcoms nicht geschaffen (allerhand Ausnahmen bestätigen die Regel, sind meist aber auch anders konzipiert als solch klassische Ensemble-Sitcoms).
Und allein aus dem Grund erwarte ich von HIMYF auch wieder nichts Großes.
#1560642
Ich war sehr froh, dass ich damals bei der Erstausstrahlung "The Middle" verschmäht habe. So konnte ich eine für mich "neue" Serie mit vielen Staffeln genießen und eben auch mit entsprechender Episodenanzahl. Ich glaube nicht, dass wir sowas wie Friends oder How I Met Your Mother im heutigen Serienzeitalter nochmal erleben werden.
Man darf auch nicht vergessen, dass viele alte Sitcoms um einen Stand Up Comedian geformt waren. Damals war es das höchste gut, wenn ein Comedian seine eigene Sitcom bekommt, um die dann in die Syndication zu bringen. Das war meist im fünften Jahr der Fall. Wenn jetzt eine Serie 5 Jahre läuft hat sie weniger als die Hälfte der Episoden.
Was auf der Dramaseite ein Gewinn war, hat Sitcoms, wie wir sie kennen zerstört.

Positiv ist natürlich, dass man dann auch mal was ganz anderes wie Louis C.K. bekommt, der eben nicht "King of Queens" macht, sondern eine experimentelle Show, aber ein Ersatz ist das nicht.
#1560643
Theologe hat geschrieben: So 16. Jan 2022, 09:24 Vielleicht ertrage ich The Office auf Deutsch.
Es gibt viele Comedys, die trotz Verlusten bei Wortspielen auch in der Synchro zu genießen sind. Serien wie Seinfeld, Simpsons, Bundys, KOQ, Scrubs und co. haben die meisten unter uns schließlich so kennen und lieben gelernt. Auch bei einigen heutigen Serien wie Modern Family oder Ted Lasso, die ich erst im O-Ton und beim Rewatch auf Deutsch gesehen habe, gelang der Wechsel trotz der Gewöhnung an die anderen Stimmen problemlos.

The Office zählt leider nicht dazu. Ich hatte damals in die ersten 2 Folgen auf Super-RTL hineingeschaut, um zu sehen, ob ich die Deutschsehern empfehlen kann, aber die Synchro fand ich absolut grottig und unerträglich. Muss mehr an einer lieblos und billig hingeschluderten Synchronarbeit liegen als an den Sprechern, denn die sind zwar unpassend gewählt (besonders Steve Carrell), aber keine Amateure. Neben dem Erfolg von Stromberg, das in Staffel 1 genau wie das US-Remake sehr dicht am UK-Original lag und dem falschen Sender war das der Sargnagel für die Erfolgsaussichten im deutschen TV. Vielleicht ist es nicht so schlimm, wenn man ohne Vorbelastung herangeht, aber ich fürchte du wirst es hassen und deine Frau wird die Show nicht annähernd so gut finden, wie es im Original oder mit einer guten Synchro der Fall gewesen wäre.


Bei Sitcoms oder generell klassischen Live-Action Comedys dürfte es in der Tat schwer fallen nochmal einen Klassiker mit über 100 Folgen und hohem Rewatch-Faktor zu schaffen. Die wenigen Versuche von Netflix in dem Bereich (also die Comedys mit 2x 10 Folgen pro Jahr) waren fast alle tiefer als CBS-Shows gezielt. Fuller House-Level. (R.I.P. Bob Saget) Da vermittelten schon die Trailer den Eindruck, dass nicht mal versucht wurde, eine gute Comedy zu kreieren, sondern dass man nie mehr als billiges Algorithmus-Futter für einen harten Kern abladen wollte.

The Ranch war dabei schon die einzige positive Ausnahme. Für eine Multicam aufwendig produziert, altmodisch, aber mit der Ambition es erzählerisch an die Streamingzeit anzupassen. Wenn auch nicht immer unbedingt gut gemacht. Der Humor war oft schmerzhaft flach und die Serie war vor allem wegen der Chemie des Casts und den dramatischen Elementen um Sam Elliott sehenswert. Die Nascar Serie mit Kevin James und die Kathy Bates Kiffercomedy von Chuck Lorre waren darüber hinaus die einzigen Streaming-Sitcoms, von der ich mehr als den Trailer oder den Piloten gesehen habe. Beide zu Recht nach 10 bzw. 20 Folgen eingestellt, denn die waren auf dem Fließbandlevel wie diese hingewixten F/X Comedys a la Anger Management, von denen gleich 88 Folgen auf einen Schlag bestellt wurden.

Während es immer noch möglich sein sollte pro Jahr 20 Folgen von einer Comedy mit Stand Alone Episoden zu produzieren, glaube ich aber auch, dass selbst die besseren Examplare nicht mehr an Hochzeiten der Sitcom-Ära anknüpfen könnten. Die Aufmerksamkeit von Serienerfindern/Showrunnern wurde schon immer nach wenigen Staffeln einer Erfolgsshow auf neue Serien gelenkt, aber durch die unglaubliche Fülle an Serien bekommt heute gefühlt jeder Hinterbänkler-Schreiberling nach 1-2 Staffeln direkt das Angebot eine eigene Serie als Showrunner zu übernehmen. Solche All Star Writer's Rooms wie bei früheren Hits sind deshalb kaum noch langfristig möglich. Schon gar nicht mit einem Arbeitsaufwand, der nicht mehrere Projekte pro Jahr erlaubt.

Wenn man Animationscomedys, Nischencomedy und Dramedys zusammen zählt, kann ich mich zwar nicht über die Comedy-Landschaft beschweren. Mittlerweile kommen ja selbst aus Deutschland immer mal wieder gute Vertreter (Jerks als aktueller Nordstern, aber auch KBV kann sich sehen lassen. Die Wespe hatte ich ebenfalls schon vorgemerkt und das "Extras"- Meta-Remake mit Kida Khodr Ramadan wird hoffentlich nicht verhunzt). Da gibt es weltweit insgesamt nicht nur mehr Bandbreite, sondern auch mehr Qualität als früher, aber ja, ich hätte gerne auch mal wieder so eine Sitcom, bei der die Staffel nicht schon wieder vorbei ist, bevor man richtig mit den Figuren warm geworden ist. Superstore (ebenfalls sehr schlechte Synchro, von dem wenigen zu urteilen, was ich so beim zappen mitbekommen habe) war da der letzte Vertreter, der diesen Nerv voll für mich getroffen hat, aber selbst das kam nie an die Hochzeiten von The Office, Scrubs oder HIMYM heran.

btw. ich möchte mal wissen wie viel Koks Taylor Sheridan verbraucht. Der klatscht ja nicht einfach nur seinen Namen auf Projekte wie Berlanti oder Murphy, sondern schreibt bisher alle Folgen von Yellowstone, 1883 und Mayor of Kingstown selbst (und ohne klassischen Writer's Room), inszeniert zudem viele Folgen, schreibt und inszeniert nebenbei noch Filme und erweitert sein Imperium immer weiter. Sowas hat man seit den koksseligen 80ern/90ern kaum noch gesehen. Kurt Sutter muss insgeheim schon etwas neidisch sein. :') Hoffen wir mal, dass dessen kommende Western-Serie auf Netflix die Erwartungen erfüllen kann, die Bastard Executioner damals so arg enttäuscht hat.
#1560644
Ich bin mal gespannt was Taylor Sheridan da noch so an Serien plant. 6666 wurde schon in Yellowstone vorbereitet. In 1883 hatten zwei Hollywoodstars Gastauftritte bei denen auch (Limited) Serien im Gespräch sind. Paramount+ wird den richtig melken. Die ärgern sich wahrscheinlich immer noch schwarz, dass sie die Streamingrechte für Yellowstone an Peacock verkauft haben.
#1560645
Ich verfolge eigentlich kaum noch, was auf den Networks läuft und habe glaube ich auch keine Network-Serie, die in den letzten 3-4 Jahren gestartet ist gesehen, aber ich bin kürzlich mal über den Trailer der neuen Sitcom vom Superstore Creator gestolpert und diese Serie sieht noch am ehesten danach aus, als ob sie das Potential hätte in die Fussstapfen der grossen Workplace Comedies zu treten, nachdem Superstore und B99 zu Ende gingen.

American Auto

Ob sie wirklich gut ist und die Chance auf Langlebigkeit bekommt, muss sich natürlich noch zeigen...