US-Fernsehen (inklusive Season- und Pilot-Reviews), britisches Fernsehen etc.
#1556114
Theologe hat geschrieben: Mi 3. Jul 2019, 13:10 The Man In The High Castle: S3
Die 3. Staffel fand ich schwächer als die beiden Staffeln davor. Aber unterm Strich war das immer noch ordentlich. Meines Erachtens verliert sich die Serie ein wenig zu sehr in Nebenschauplätzen. Wenn die Frau des Reichsmarschalls zum Psychologen geht, dann ist das zwar für die Beziehung der beiden wichtig, aber um das sinnvoll zu beleuchten, müsste die Serie tiefgründiger sein. Die Serie möchte das aber gar nicht und dann ist so eine Tiefe, in der jeder stehen kann, eher langweilig. Generell wirkt die 3. Staffel ein wenig so als wolle man die Story strecken, denn wirklich voran ging es nicht.
Mit der kommenden 4. Staffel bekommt die Serie dann aber ihr geplantes Ende.
7/10
Ich habe gerade einige Reviews gelesen, die besagen, dass S4 und vor allem die letzte Episode von "The Man In The High Castle" so unglaublich miserabel seien, dass es die ganze Serie retroaktiv kaputt macht (Episode 4x10 hat eine 5er Wertung bei IMDd!!!), deshalb habe ich hier im Forum nach Reviews gesucht.

@Theo: Hast du die Serie mal noch beendet und kannst etwas dazu schreiben?
#1556136
little_big_man hat geschrieben: Mi 28. Apr 2021, 20:56 @Theo: Hast du die Serie mal noch beendet und kannst etwas dazu schreiben?
Ich hab die letzte Staffel noch nicht gesehen, aber ich wollte mich tatsächlich demnächst mal dran setzen. Ich werde berichten.

Medici: Masters of Florence: S1 [Rai 1]
Richard Madden, Dustin Hoffman und Brian Cox was will man mehr, habe ich mich gefragt. Die Antwort lautet Dustin Hoffman und Brian Cox, beide haben nur sehr kleine Rollen. Dustin Hoffman nur in Flashbacks und das eigentlich auch nur in den ersten 3 Folgen. Der Rest ist ein langweiliger Klon von Serien wie The Tudors, The Borgias oder Borgia. Man bekommt zwar die genretypischen Intrigen, Liebschaften und die politischen Ränkespiele, aber das ist durchweg uninspiriert inszeniert. Die Serie beginnt mit dem Tod des Familienoberhaupts und Teil der Staffelhandlung ist die Aufklärung des Mordes an ihm. Das vergisst man aber ganz leicht, weil es zum einen irgendwie nicht wichtig scheint und zum anderen auch nur alle paar Folgen mal thematisiert wird.
Ich denke, dass ich das für mich als Minserie abhake und die anderen beiden Staffeln nicht mehr gucken werde.
4/10

Castle Rock: S1 [Hulu]
Auch nicht der ganz große Wurf, aber schon irgendwie besser als The Stand. Diese vermischt Stephen King Versatzstücke und bastelt daraus eine eigene Welt, vieles werde ich wahrscheinlich gar nicht erkannt haben, weil ich mit den meisten Werken nicht so vertraut bin, aber das ist vielleicht auch ein Vorteil, weil es keine falschen Erwartungen schürt.
Ohne jetzt auf den Inhalt einzugehen, ist die erste Staffel im Kern ein Familiendrama, das mit übernatürlichen und Thriller-Elementen angereichert wurde.
7/10

The Falcon and the Winter Soldier [Disney+]
Das war mehr oder weniger das, was ich von Marvel erwartet hatte, bevor WandaVision kam. Die Serie ist vom Ablauf deutlich konventioneller. Es gibt eine konkrete Gefahr, ausgehend von einer terroristischen Gruppe und die beiden Protagonisten sind auf geheimer Mission, um die Terroristen zu stoppen. Die Action ist zwar häufig nur auf Faustkämpfe beschränkt, die sind aber gut choreographiert, es gibt aber auch einzelne große Actionsetpieces, die dann über das normale TV Erlebnis hinausgehen.
Die Serie hat ein wenig das Problem, das sie als Film wahrscheinlich besser funktionieren würde und auch wenn die 6 Episoden mehr Platz für die Charakterentwicklung erlauben und es diese auch gibt, verheben sich die Autoren ein wenig. Gemessen an den Themen wie systematischer Rassismus, ist das nicht tiefgründig genug, aber das soll es eben auch nicht sein, weil man eine andere Zielgruppe hat. Eine Gratwanderung die missglückte.
Das Hauptproblem der Serie sind aber die Terroristen, die Anführerin ist cartoonisch böse, aber null charismatisch. Unterm Strich ist das aber von allen Marvelserien, die es bisher so gab, eine der besseren.
7,5/10
#1556138
Theologe hat geschrieben: Do 29. Apr 2021, 17:54
little_big_man hat geschrieben: Mi 28. Apr 2021, 20:56 @Theo: Hast du die Serie mal noch beendet und kannst etwas dazu schreiben?
Ich hab die letzte Staffel noch nicht gesehen, aber ich wollte mich tatsächlich demnächst mal dran setzen. Ich werde berichten.
Danke. Ich bin gestern mal alle schon beendeten Serien auf meiner Nachholliste durchgegangen und habe mir die Review-Scores der jeweils letzten Episode bei IMDb angeschaut. Dabei sind mir 2 Serien negativ ins Auge gestochen, wo ich jetzt meine Zweifel habe, ob ich sie wirklich beginnen will im Wissen, dass ihr Ende enttäuschend ist. Die eine Serie war eben "The Man in the High Castle" und die andere war "The 100", wo sogar die letzten 4-5 Episoden der 7. Staffel alle desaströse Review-Scores haben bei IMDb. Weiss jemand, was da los war am Ende dieser Serie? Ich glaube da habe ich hier im Forum auch nie etwas gelesen darüber...oder hat jemand hier S7 von "The 100" gesehen?

Die restlichen 20-30 Serien, deren Finale-Episode-Score ich geprüft habe, haben den Test alle "bestanden" und dürfen auf meiner Nachholliste verbleiben... ;)
#1556141
little_big_man hat geschrieben: Do 29. Apr 2021, 18:57 Danke. Ich bin gestern mal alle schon beendeten Serien auf meiner Nachholliste durchgegangen und habe mir die Review-Scores der jeweils letzten Episode bei IMDb angeschaut. Dabei sind mir 2 Serien negativ ins Auge gestochen, wo ich jetzt meine Zweifel habe, ob ich sie wirklich beginnen will im Wissen, dass ihr Ende enttäuschend ist. Die eine Serie war eben "The Man in the High Castle" und die andere war "The 100", wo sogar die letzten 4-5 Episoden der 7. Staffel alle desaströse Review-Scores haben bei IMDb. Weiss jemand, was da los war am Ende dieser Serie? Ich glaube da habe ich hier im Forum auch nie etwas gelesen darüber...oder hat jemand hier S7 von "The 100" gesehen?
Zu "The 100": Habe die letzte Staffel Anfang des Jahres gesehen und würde nicht sagen, dass sie hinten heraus qualitativ eingebrochen wäre. Man hat zwei Dinge anders als sonst gemacht: Einerseits war die Erzählweise teilweise etwas gewöhnungsbedürftig (Folgen, die einen klaren Fokus auf einzelne Handlungsstränge hatte) und andererseits hat man durch das geplante Ende sich einiger langjähriger Figuren entledigt. Bei letzterem war sicher der eine oder andere Fan-Favorit dabei, was die schlechten Bewertungen erklären könnte. Ansonsten hat "The 100" die Höhepunkte aus S2 + S3 danach nie wieder erreicht, ist nach kleinem Knick aber immer noch auf einem Niveau geblieben.

Die Serie kann man sich also durchaus anschauen. Man muss nur wissen, dass man am Anfang (S1) noch ein wenig sehr klischeehaft unterwegs war, danach hat man sich zumindest etwas mehr getraut. Wenig Budget, hübsche Menschen und jede Menge 0815-Sci-Fi-Sachen muss man ebenso mit ein rechnen. Hört sich vielleicht negativer an es gemeint ist, aber ich denke, dass man bei der Serie schnell weiß woran man ist. Das kann man mögen oder eben nicht.
#1556143
Fernsehsucht hat geschrieben: Do 29. Apr 2021, 20:46Zu "The 100": Habe die letzte Staffel Anfang des Jahres gesehen und würde nicht sagen, dass sie hinten heraus qualitativ eingebrochen wäre. Man hat zwei Dinge anders als sonst gemacht: Einerseits war die Erzählweise teilweise etwas gewöhnungsbedürftig (Folgen, die einen klaren Fokus auf einzelne Handlungsstränge hatte) und andererseits hat man durch das geplante Ende sich einiger langjähriger Figuren entledigt. Bei letzterem war sicher der eine oder andere Fan-Favorit dabei, was die schlechten Bewertungen erklären könnte. Ansonsten hat "The 100" die Höhepunkte aus S2 + S3 danach nie wieder erreicht, ist nach kleinem Knick aber immer noch auf einem Niveau geblieben.

Die Serie kann man sich also durchaus anschauen. Man muss nur wissen, dass man am Anfang (S1) noch ein wenig sehr klischeehaft unterwegs war, danach hat man sich zumindest etwas mehr getraut. Wenig Budget, hübsche Menschen und jede Menge 0815-Sci-Fi-Sachen muss man ebenso mit ein rechnen. Hört sich vielleicht negativer an es gemeint ist, aber ich denke, dass man bei der Serie schnell weiß woran man ist. Das kann man mögen oder eben nicht.
Danke für das Feedback. Ich muss aber ehrlich sagen, dass das gerade so ein "pet peeve" (ich finde nur das dämlich klingende Wort "Lieblingsärgernis" als deutsche Übersetzung dafür) von mir ist, wenn Creators das Wissen um die finale Staffel dafür missbrauchen, einfach beliebig Charaktere zu killen für den kurzen Schockeffekt, die man sonst ganz offensichtlich nicht gekillt hätte. Das hat bei mir damals vor langer Zeit mit der finalen Staffeln von "The Sopranos" begonnen (und damit meine ich nicht die kontroverse finale Szene, die ich toll fand, sondern vieles was davor in der Staffel kam), wo es mir zum ersten Mal offensichtlich aufgefallen ist. Und so gerne ich auch habe, wenn eine Serie durch die Ankündigung einer finalen Staffel regulär beendet werden kann, so mühsam ist es, wenn die Creators dieses Wissen so unsinnig missbrauchen, um Charaktere noch schnell respektlos zu entsorgen. Ich will damit definitiv nicht sagen, dass es nicht auch gut geschriebene, sinnvoll in die Story eingebettete Charaktertode geben kann in finalen Staffeln - ganz im Gegenteil, oft gibt es dort sogar die besten solchen Szenen. Aber ich finde einfach, dass die "lazy" geschriebenen und storytechnisch unsinnigen Charatkertode in finalen Staffeln leider massiv überproportional vertreten sind quer durch die Serienlandschaft von vielen modernen Vertretern bis zurück zu "The Sopranos" (oder eigentlich sogar bis "Oz", welches ich persönlich einfach erst später beendet habe).

Sorry für diesen "Offtopic-Rant", aber das hat mich schon so viele Jahre in finalen Staffeln genervt, dass ich das jetzt einfach mal loswerden musste, ohne natürlich eine Ahnung zu haben, wie "sinnvoll" vs. "lazy" es bei "The 100" zuging... ;)
#1556144
little_big_man hat geschrieben: Do 29. Apr 2021, 21:31
Fernsehsucht hat geschrieben: Do 29. Apr 2021, 20:46Zu "The 100": Habe die letzte Staffel Anfang des Jahres gesehen und würde nicht sagen, dass sie hinten heraus qualitativ eingebrochen wäre. Man hat zwei Dinge anders als sonst gemacht: Einerseits war die Erzählweise teilweise etwas gewöhnungsbedürftig (Folgen, die einen klaren Fokus auf einzelne Handlungsstränge hatte) und andererseits hat man durch das geplante Ende sich einiger langjähriger Figuren entledigt. Bei letzterem war sicher der eine oder andere Fan-Favorit dabei, was die schlechten Bewertungen erklären könnte. Ansonsten hat "The 100" die Höhepunkte aus S2 + S3 danach nie wieder erreicht, ist nach kleinem Knick aber immer noch auf einem Niveau geblieben.

Die Serie kann man sich also durchaus anschauen. Man muss nur wissen, dass man am Anfang (S1) noch ein wenig sehr klischeehaft unterwegs war, danach hat man sich zumindest etwas mehr getraut. Wenig Budget, hübsche Menschen und jede Menge 0815-Sci-Fi-Sachen muss man ebenso mit ein rechnen. Hört sich vielleicht negativer an es gemeint ist, aber ich denke, dass man bei der Serie schnell weiß woran man ist. Das kann man mögen oder eben nicht.
Danke für das Feedback. Ich muss aber ehrlich sagen, dass das gerade so ein "pet peeve" (ich finde nur das dämlich klingende Wort "Lieblingsärgernis" als deutsche Übersetzung dafür) von mir ist, wenn Creators das Wissen um die finale Staffel dafür missbrauchen, einfach beliebig Charaktere zu killen für den kurzen Schockeffekt, die man sonst ganz offensichtlich nicht gekillt hätte. Das hat bei mir damals vor langer Zeit mit der finalen Staffeln von "The Sopranos" begonnen (und damit meine ich nicht die kontroverse finale Szene, die ich toll fand, sondern vieles was davor in der Staffel kam), wo es mir zum ersten Mal offensichtlich aufgefallen ist. Und so gerne ich auch habe, wenn eine Serie durch die Ankündigung einer finalen Staffel regulär beendet werden kann, so mühsam ist es, wenn die Creators dieses Wissen so unsinnig missbrauchen, um Charaktere noch schnell respektlos zu entsorgen. Ich will damit definitiv nicht sagen, dass es nicht auch gut geschriebene, sinnvoll in die Story eingebettete Charaktertode geben kann in finalen Staffeln - ganz im Gegenteil, oft gibt es dort sogar die besten solchen Szenen. Aber ich finde einfach, dass die "lazy" geschriebenen und storytechnisch unsinnigen Charatkertode in finalen Staffeln leider massiv überproportional vertreten sind quer durch die Serienlandschaft von vielen modernen Vertretern bis zurück zu "The Sopranos" (oder eigentlich sogar bis "Oz", welches ich persönlich einfach erst später beendet habe).

Sorry für diesen "Offtopic-Rant", aber das hat mich schon so viele Jahre in finalen Staffeln genervt, dass ich das jetzt einfach mal loswerden musste, ohne natürlich eine Ahnung zu haben, wie "sinnvoll" vs. "lazy" es bei "The 100" zuging... ;)
Naja, ohne zu viel zu sagen: Das Sterben wichtiger Charaktere gehörte durchaus zur DNA der Serie. Das waren auch nicht immer nur nette Nebencharaktere, sondern durchaus von Anfang an Hauptdarsteller. Einige waren sogar sehr beliebt. Das hat sich von Anfang bis Ende durchgezogen. Wobei man handlungstechnisch durchaus den einen oder anderen Charakter relativ lange hat am Leben lassen, gerade weil sie vielleicht zu beliebt waren. Am Ende hat man dann eventuell das nachgeholt was schon längst überfällig war, aber im Rahmen des Vertretbaren. Mich hat da nichts bei gestört und es war nicht nur des Schocks wegen. Man könnte sogar eher argumentieren, dass man viel zu oft Tode angedeutet hatte, - über die gesamte Serie hinweg - die dann aber nicht kamen.

Das Letztendliche Finale, also die letzte Folge, war im Übrigen etwas verschwurbelt. Kein Reinfall, aber eben auch kein denkwürdiges Finale. Man hat gegen Ende der Staffel versucht die Charaktere ihre Konflikte mal etwas anders lösen zu lassen als sonst. War in Ordnung und als Abschluss solide.
#1556173
little_big_man hat geschrieben: Mi 28. Apr 2021, 20:56 Ich habe gerade einige Reviews gelesen, die besagen, dass S4 und vor allem die letzte Episode von "The Man In The High Castle" so unglaublich miserabel seien, dass es die ganze Serie retroaktiv kaputt macht (Episode 4x10 hat eine 5er Wertung bei IMDd!!!), deshalb habe ich hier im Forum nach Reviews gesucht.
Meine kurzes Review in diesem Thread gefunden?
Ich wusste, dass ich was zu S4 geschrieben hatte. Die Suchfunktion des Forums hat den Beitrag nicht gefunden. Jedenfalls bei mir. Dann so gesucht und doch noch gefunden (Seite 53).
Kurz: Ich fand S4 besser als S3 (die schwächste Staffel), aber das Ende (#410) war tatsächlich Murks.
#1556174
redlock hat geschrieben: Sa 1. Mai 2021, 14:46
little_big_man hat geschrieben: Mi 28. Apr 2021, 20:56 Ich habe gerade einige Reviews gelesen, die besagen, dass S4 und vor allem die letzte Episode von "The Man In The High Castle" so unglaublich miserabel seien, dass es die ganze Serie retroaktiv kaputt macht (Episode 4x10 hat eine 5er Wertung bei IMDd!!!), deshalb habe ich hier im Forum nach Reviews gesucht.
Meine kurzes Review in diesem Thread gefunden?
Ich wusste, dass ich was zu S4 geschrieben hatte. Die Suchfunktion des Forums hat den Beitrag nicht gefunden. Jedenfalls bei mir. Dann so gesucht und doch noch gefunden (Seite 53).
Kurz: Ich fand S4 besser als S3 (die schwächste Staffel), aber das Ende (#410) war tatsächlich Murks.
Hm nein, dein Review ist in meiner Suche auch nicht aufgetaucht. Sehe aber auch keinen Schreibfehler, verstehe also nicht ganz, warum der Beitrag nicht gefunden wird...aber danke für den Hinweis...und ich habe die Serie nachdem ich mich noch etwas mehr informiert habe jetzt gestrichen von meiner Liste, da waren einfach zu viele "red flags" dass ich mich am Ende darüber nerven würde die Zeit investiert zu haben.

PS: Ich wollte zuerst vorschlagen, dass es ev. am farbigen Titel liegt, dass die Forensuche es nicht findet, aber den anderen farbigen Titel (West of Liberty) im gleichen Posting findet es problemlos.
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von Theologe
#1556238
Brooklyn Nine-Nine: S2
Ich fand die erste Staffel schon super, aber bin dann irgendwie in der 2. Staffel ins Hintertreffen geraten und hab dann nicht weitergeguckt. Jetzt habe ich auf Netflix die Show wieder aufgenommen und ich liebe sie.
Für mich gibt es keinen Ausfall bei den Figuren, wobei einige auch nur wohl dosiert auftauchen dürfen. Scene stealer ist natürlich immer Andre Braugher.
9/10

Damnation [USA Network]
Ich wusste zwar, dass nicht alles aufgelöst wird, aber ich stehe einfach auf (Neo)Western und da gibt Damnation eine gute Figur ab. Hier wird eine eigene kleine Welt aufgebaut und die Intrigen, Gaunereien und Gewaltausbrüche machen Spaß.
Die meisten Handlungsstränge der ersten Staffel werden zwar zu einem Abschluss gebracht, aber letztlich gibt es noch einen Cliffhanger, auch wenn klar ist, wie der aufgelöst worden wäre.
7,5/10
#1556248
redlock hat geschrieben: Sa 1. Mai 2021, 14:46
little_big_man hat geschrieben: Mi 28. Apr 2021, 20:56 Ich habe gerade einige Reviews gelesen, die besagen, dass S4 und vor allem die letzte Episode von "The Man In The High Castle" so unglaublich miserabel seien, dass es die ganze Serie retroaktiv kaputt macht (Episode 4x10 hat eine 5er Wertung bei IMDd!!!), deshalb habe ich hier im Forum nach Reviews gesucht.
Meine kurzes Review in diesem Thread gefunden?
Ich wusste, dass ich was zu S4 geschrieben hatte. Die Suchfunktion des Forums hat den Beitrag nicht gefunden. Jedenfalls bei mir. Dann so gesucht und doch noch gefunden (Seite 53).
Kurz: Ich fand S4 besser als S3 (die schwächste Staffel), aber das Ende (#410) war tatsächlich Murks.

Die Suchfunktion des Forums hat bei mir noch nie was richtiges gefunden.... O:-) ;)


@Theologe:

Andre Braugher's Stammsprecher, der ja auch beispielsweise Denzel Washinton gesprochen hatte - Leon Boden - ist ja leider verstorben! Keine Ahnung, wer ihn jetzt spricht! Ich kann mit Washington ohne Boden nun mal gar nicht vorstellen! :relieved:
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von ultimateslayer
#1556339
Boah geil, das Forum lebt ja noch! Voll gut! :grinning:
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von str1keteam
#1556356
ultimateslayer hat geschrieben: So 9. Mai 2021, 09:54 Boah geil, das Forum lebt ja noch! Voll gut! :grinning:
Naja, lebt ist übertrieben, aber es ist noch online ... und selbst das war vor 3 Jahren nicht zu erwarten. :')

Wie kommt das Forum zu der Ehre? Bist du zum Bürgermeister von Wien gewählt worden und willst jetzt vorsorglich alle Kommentare löschen, für die du heute gecancelt werden würdest? ^^
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von ultimateslayer
#1556358
little_big_man hat geschrieben: So 9. Mai 2021, 10:27
ultimateslayer hat geschrieben: So 9. Mai 2021, 09:54 Boah geil, das Forum lebt ja noch! Voll gut! :grinning:
Welcome back! Schon fast 3 Jahre seit deinem letzten Beitrag, wie doch die Zeit vergeht.

Dann kannst du jetzt ja 3 Jahre Reviews nachholen... ;)
Boah, ich hab so wenige Serien geschaut in den letzten Jahren, was wohl auch mit der Grund ist warum ich abgetaucht bin (und die Tatsache, dass ich mein Studium beendet, meinen Job gekündigt und das Land für ein halbes Jahr verlassen hab).

@str1ke (holy shit, hab ich diese Phrase lang nicht mehr geschrieben, ich krieg grad einen Nostalgie-Boner) Also, lustigerweise gab es zwei Quotenmeter-Reminder innerhalb von nem Monat. Der erste kam tatsächlich von dir, weil ich nen E-Mail Reminder für das SSC 3839 gekriegt hab. Da war ich schonmal baff, dass es das noch gibt und du noch teilnimmst und hab tatsächlich kurz überlegt, teilzunehmen, aber dann natürlich vergessen. Aber hauptsächlich, weil Quotenmeter scheinbar teil von diesem riesen Passwort-Hack vor ein paar Wochen war und Google mir gesagt hat, ich soll das Passwort ändern. Jetzt hab ich die letzten Tage etliche alte Accounts gelöscht bzw. die Passwörter geändert.

Sorry, dass ich den Thread hier so gehyjacked hab, aber hey, nennen wir es ein Season Review von meinem Leben. Oh und ich weiß nicht ob irgendjemand im Internet diese Meinung schon gepostet hat, aber GoT S8, kind of shitty. :') :')

Und ja, ich hoff ihr habt alle den Böhmermann gesehen, Österreich ist offiziell eine Bananenrepublik.

Mann, ich find's grad echt geil, dass es Urgesteine wie den Theo, str1ke, lbm und redlock noch gibt. Den Sentinel hab ich auch irgendwie herumgeistern sehen, dass Theo dem noch nicht zu nem vorzeitigen Schlaganfall verholfen hat, ist ein Wunder. Jetzt muss ich echt mal bisschen durch browsen. Das meine Nachhollliste noch existiert und in Verwendung ist, ist mindestens unter den Top 3 der größten Accomplishments meines Lebens.
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von str1keteam
#1556368
ultimateslayer hat geschrieben: Mo 10. Mai 2021, 07:11 ...was wohl auch mit der Grund ist warum ich abgetaucht bin (und die Tatsache, dass ich mein Studium beendet, meinen Job gekündigt und das Land für ein halbes Jahr verlassen hab).
Demnächst in Narcos: Austria. ^^
Der erste kam tatsächlich von dir, weil ich nen E-Mail Reminder für das SSC 3839 gekriegt hab. Da war ich schonmal baff, dass es das noch gibt und du noch teilnimmst und hab tatsächlich kurz überlegt, teilzunehmen, aber dann natürlich vergessen.
Der SSC war von Mitte 2018-2020 auch im Kälteschlaf. Wahrscheinlich durch die Corona-Maßnahmen haben der SSC und das Blitz-Musik-Quiz ein kleines Revival erlebt, aber das ist zuletzt schon wieder abgeflaut. Im Gegensatz zu früheren Quotenmeter-Hochzeiten gibt es keinen Raum nach unten. Eine Karte aus dem Kartenhaus heraus und das Gebilde bricht schneller zusammen als Kevin Spaceys Karriere.

Wie man sieht, schaffe ich es bei den Staffelreviews aber auch kaum noch, mich aufzuraffen.
Zur Feier der Rückkehr des verlorenen Sohnes:

Ich bin z.B. gerade fast mit Jupiter's Legacy auf Netflix durch. Eigentlich unglaublich wie eine Adaptation eines Mark Millar (Kick-Ass, Kingsman, Wanted) Comics unter der Führung von Steven S. DeKnight (Spartacus, Daredevil) so ein zäher Murks werden konnte. Das die Serie darunter leidet, dass es in den letzten Jahren schon einige ambitionierte und überlegene Anti-Superhelden Epen im PayTv und Streamingbereich gab (von Watchmen über The Boys bis hin zu Amazons Invincible. Selbst das MCU hatte mit John Walker in The Falcon & The Winter Soldier einen ersten ernsthaften Versuch), war zu erwarten, aber das ich mich nur der Vollständigkeit halber durch die Staffel kämpfen muss, hätte ich nie kommen sehen.

Jupiter's Legacy wird auf 2 ständig wechselnden Zeitebenen erzählt. 1929, die 7 Folgen darauf hinarbeitet, wie die Elterngeneration ihre Kräfte bekommt und eine noch ereignisärmere Jetzt-Zeit, um die lappigen Kinder und die altgewordenen Pioniere, die bis dahin genau 1 nennenswerte Actionszene aufgefahren hat. Die Serie scheint sich für den Godfather der Superhelden-Welt zu halten, aber außer ein paar interessanten Gedankenansätzen hier und dort, ist da nicht genug Fleisch am Knochen. Normalerweise würde ich so einen Slow Burn begrüßen, der sich eine ganze Staffel Zeit nimmt, um die Zuschauer richtig in die Welt eintauchen zu lassen. Selbst wenn es die Superhelden-Welt nicht neu erfindet. Die Charaktere und der Großteil des Casts sind dafür aber viel zu schwach. Auch die Diskussionen über die Verantwortung von Superhelden hat man schon eleganter umgesetzt gesehen und der Generationenkonflikt übersteigt selten CW-Niveau. Da auch die Inszenierung nur flaches Network-Niveau ohne Flair und dichte Atmosphäre bietet, bin ich froh wenn ich mit den letzten beiden Episoden (insgesamt 8, die auch meist nur knapp über 40 Minuten laufen) durch bin. Wie es bei Streaming-Dramen oft so ist, zieht es zum Staffelende langsam an und ich könnte mir vorstellen, dass die Ausgangssituation für Staffel 2 und das Wissen um den Showrunner-Wechsel innerhalb der Staffel ihr noch eine zweite Chance bei mir erkaufen könnten, aber die muss mich dann spätestens mit Folge 2 von einer Kurskorrektur überzeugen. Staffel 1 ist aktuell auf Kurs 4,5/10.
Aber hauptsächlich, weil Quotenmeter scheinbar teil von diesem riesen Passwort-Hack vor ein paar Wochen war und Google mir gesagt hat, ich soll das Passwort ändern. Jetzt hab ich die letzten Tage etliche alte Accounts gelöscht bzw. die Passwörter geändert.
Wat? ...habe ich ehrlich gesagt gar nicht mitbekommen. Wäre dann wohl keine schlechte Idee das Passwort nach 100 Jahren mal auszutauschen. Immerhin nutze ich das nirgendwo doppelt.
Und ja, ich hoff ihr habt alle den Böhmermann gesehen, Österreich ist offiziell eine Bananenrepublik.
Inoffiziell wussten wir das doch schon immer. Aber keine Bange, sobald Söder Bundeskanzler ist, wird er Österreich und die Schweiz als Bundesland 17-18 eingemeinden. ^^
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von LittleQ
#1556369
Ich fand Jupiter's Legacy eigentlich ganz angenehm. Nichts Besonderes, aber ich kam damit klar.

Mein Problem ist wohl eher, dass ich mittlerweile satt bin, was Heldensachen angeht. Bis vor einigen Jahren galt das nur fürs Kino, jetzt trifft das auch immer mehr auf Serien zu. Aber nicht nur das Superhero-Genre.
Ich hab neulich einen Artikel über Netflix gelesen. Dass Netflix dem Untergang nahe ist, wie dort behauptet, würde ich zwar nicht zustimmen, aber das Netflix immer mehr zu einem Massenanbieter wird, der einfach immer wieder neues, belangloses Zeug raushaut und somit die Leute langweilt, ist etwas, dem ich mittlerweile zustimmen kann.
In der breiten Masse an Sachen, die es zu sehen gibt, finde ich, trotz der Auswahl, immer seltener etwas, dass mich total anspricht.
Jupiter's Legacy wäre eine Serie, die ich vor 6 oder 7 Jahren womöglich noch richtig gefeiert hätte. Mittlerweile binge ich so eine Serie weg, nehme sie zur Kenntnis und vergesse sie ein paar Wochen später wieder komplett.

Ich frage mich, ob dieser Umstand Netflix irgendwann zum Problem werden könnte.
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von str1keteam
#1556372
LittleQ hat geschrieben: Mo 10. Mai 2021, 18:13 Ich fand Jupiter's Legacy eigentlich ganz angenehm. Nichts Besonderes, aber ich kam damit klar.
Bei mir kam erschwerend hinzu, dass ich direkt vorher Invincible https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ ... 65614.html gesehen habe und das hat nicht nur einen ums 100-fach höheren Unterhaltungswert, es hat auch eine deutlich interessantere oder zumindest sympathischere Sammlung von Charakteren und gewitztere Dialoge. Das kam bei Fans und Kritikern sehr gut an (98 % bei rottentomatoes, 8,9/10 auf imdb), wurde direkt um Staffel 2-3 verlängert und wird hoffentlich ein Vorbote für allgemein mehr Vielfalt in der US-Animationsbrache, insbesondere R-Rated Animationsdramen, die als live-action-Serie nur schwer in voller Größe umsetzbar sind. Jupiter's Legacy dürfte mit den 2 Zeitlinien, die diverse aufwendige Sets, Effekte und Kostüme benötigen nicht billig gewesen sein, aber oberste Liga ist das Budget nicht. Wobei ich den Großteil der einfallslosen Regie zuschreibe.

Ich hab neulich einen Artikel über Netflix gelesen. Dass Netflix dem Untergang nahe ist, wie dort behauptet, würde ich zwar nicht zustimmen, aber das Netflix immer mehr zu einem Massenanbieter wird, der einfach immer wieder neues, belangloses Zeug raushaut und somit die Leute langweilt, ist etwas, dem ich mittlerweile zustimmen kann.
In der breiten Masse an Sachen, die es zu sehen gibt, finde ich, trotz der Auswahl, immer seltener etwas, dass mich total anspricht.
Jupiter's Legacy wäre eine Serie, die ich vor 6 oder 7 Jahren womöglich noch richtig gefeiert hätte. Mittlerweile binge ich so eine Serie weg, nehme sie zur Kenntnis und vergesse sie ein paar Wochen später wieder komplett.

Ich frage mich, ob dieser Umstand Netflix irgendwann zum Problem werden könnte.
Ich würde nur insoweit zustimmen, dass Netflix durch die Masse an Stoffen und Genres logischerweise die geringste Trefferquote hat. Persönlich ist mir das zuletzt auch zu viel minderwertiger Genrekram auf SYFY-Füller-Level, Soaps und Young Adult-Scheiß im CW Stil, der nur dazu da ist, um jede Woche etwas raushauen zu können. Schaue ich mir meist gar nicht erst an. Das ist aber kein Problem, es muss ja nicht alles nach meinem Geschmack sein, solange sie für mich unterm Strich trotzdem noch mit Abstand die meisten guten bis sehr guten eigenproduzierten Serien, Miniserien und Filme im Programm haben.

In solchen Artikeln wird sich zu oft auf die US-Einstünder konzentriert und die vielen starken internationalen Serien, Animationsserien und Halbstünder vergessen. Gibt z.B. keine Serien, denen ich in naher Zukunft so sehr entgegenblicke wie Castlevania Staffel 4 und noch mehr Love, Death & Robots Staffel 2. The Queen's Gambit war mein Top-Serienereignis 2020. Unter den Filmen ist enorm viel vergessenswerter Schrott, aber auch jedes Jahr einige Oscarkaliber, unterhaltsamer Popcorn und Genrefilme, die für einen Kinoerfolg zu nischig sind. Ozark habe ich noch nicht begonnen und The Crown interessiert mich nicht, aber damit haben sie auch unter den Prestige-Dramen weiterhin 2 der größten Award-Player der letzten Jahre gestellt.

Nein, insgesamt würde ich also keineswegs in einen Totengesang einstimmen. Außer Disney, die spätestens seit der Verknüpfung mit dem Erwachsenenprogramm von Star in Rekordzeit von der Ergänzung zum weltweiten Konkurrenten Nr. 1 aufgestiegen sind, gibt es auch noch keine echte Davids am Horizont, die Goliath zu Fall bringen könnten. Apple hat ein paar gute Serien, kann man aber noch nicht ernst nehmen. HBO muss international erst mal die Rechte zurück bekommen, die momentan bei SKY liegen. Amazon muss zeigen, dass der Streamingdienst nicht nur Köder für Prime-Käufer der Verkaufsseite ist.

Dennoch braucht Netflix dringend mal wieder einen Hit in Stranger Things Regionen, denn auf dem Gebiet erzielt Disney Plus mit den Star Wars und MCU-Serien regelmäßig mehr Aufmerksamkeit. Amazon könnte mit Herr der Ringe ein Monster landen. Insbesondere bei möglichen Aushängeschildern hat Netflix in den letzten Jahren oft am falschen Ende gespart (Big Budget auf dem Level der größten Serien von Disney, Amazon, HBO und Apple bekommen eigentlich nur The Crown, Stranger Things und überflüssigerweise einige der Ryan Murphy und Shonda Rhymes Produktionen) und nur biederen Durchschnitt anstatt des möglichen Volltreffers produziert (The Witcher, Locke & Key, Jupiter's Legacy).

Die Pipeline der nächsten Jahre beherbergt einige Sachen, die diese Entwicklung korrigieren könnten. Bei der Benioff & Weiß Adaption von Liu Cixins Trisolaris-Trilogie (aka Die Drei Sonnen aka The Three-Body Problem) habe ich keine Bedenken, dass die alle Mittel erhält. Da wird es eher schwierig den relativ kopflastigen Hard-Sci-Fi Stoff als massentaugliche Serie zu adaptieren und eine faire Chance von Hatern zu bekommen. Bei den Cowboy Bebop, Avatar , Resident Evil, Sandman und One Piece Realserien oder der von den Duffer-Brüdern produzierten Adaption von Stephen King & Peter Straubs Talisman hoffe ich, dass es nicht wieder so endet wie bei den oben monierten Serien. Sweet Tooth https://www.youtube.com/watch?v=0fxTe8pn5hc ist nischiger, passt aber auch in die Liste und hat Sleeper-Hit Potential, wenn es nicht verkorkst wurde oder in der Masse untergeht.
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von ultimateslayer
#1556430
str1keteam hat geschrieben: Mo 10. Mai 2021, 15:44
Der SSC war von Mitte 2018-2020 auch im Kälteschlaf. Wahrscheinlich durch die Corona-Maßnahmen haben der SSC und das Blitz-Musik-Quiz ein kleines Revival erlebt, aber das ist zuletzt schon wieder abgeflaut. Im Gegensatz zu früheren Quotenmeter-Hochzeiten gibt es keinen Raum nach unten. Eine Karte aus dem Kartenhaus heraus und das Gebilde bricht schneller zusammen als Kevin Spaceys Karriere.
Ich mach mal keine Versprechungen, aber falls es nochmal eines gibt, hätte ich eigentlich durchaus auch Bock, das war eigentlich immer ganz lustig.

Ich bin z.B. gerade fast mit Jupiter's Legacy auf Netflix durch.
Netflix hat ein bisschen einen Superhelden-Fluch. Das Marvel Light Universe hat mit DD eigentlich gut angefangen. Aus heutiger Sicht, ist das eigentlich unvorstellbar, aber das war eine der ersten "echten" Superheldenserien die nicht auf CW gelaufen ist. Aber das Ganze hat dann ziemlich schnell an Fahrt verloren und Defenders war bestenfalls ein lauwarmer Trockenfurz. Umbrella Academy war auch nur solala (aber unfassbar pretty gemacht). Mittlerweile hat so ziemlich jeder Streamer mindestens eine High-Profile Superheldenserie (The Boys auf Amazon, Disney+ kotzt jetzt alle 2 Monate was neues raus, HBO hat Watchman vollbracht) nur Netflix kriegts nicht recht auf die Reihe.
Inoffiziell wussten wir das doch schon immer. Aber keine Bange, sobald Söder Bundeskanzler ist, wird er Österreich und die Schweiz als Bundesland 17-18 eingemeinden. ^^
Ich bin ziemlich sicher sowas hatten wir mal vor 70 Jahren und es war nicht soo mega prickelnd.

@Sentinel Oh danke! :blush:

Dennoch braucht Netflix dringend mal wieder einen Hit in Stranger Things Regionen, denn auf dem Gebiet erzielt Disney Plus mit den Star Wars und MCU-Serien regelmäßig mehr Aufmerksamkeit. Amazon könnte mit Herr der Ringe ein Monster landen. Insbesondere bei möglichen Aushängeschildern hat Netflix in den letzten Jahren oft am falschen Ende gespart (Big Budget auf dem Level der größten Serien von Disney, Amazon, HBO und Apple bekommen eigentlich nur The Crown, Stranger Things und überflüssigerweise einige der Ryan Murphy und Shonda Rhymes Produktionen) und nur biederen Durchschnitt anstatt des möglichen Volltreffers produziert (The Witcher, Locke & Key, Jupiter's Legacy).
Ich hab das schon vor 3 Jahren gesagt und es ist leider immer noch wahr, Netflix hat's immer noch nicht geschafft einen Welthit zu produzieren. Also ein Game of Thrones, LOST, TWD, Sherlock, Breaking Bad. Und ich will jetzt nicht wieder das alte "Das geht heutzutage nicht mehr, disperses Publikum blabla"-Argument hören. Disney hat das jetzt schon zweimal geschafft, einmal mit The Mandalorian und einmal mit Wandavision. Zugegeben, die haben halt so ziemlich die größten IPs aller Zeiten hinten dran hängen, aber a) hat Netflix mit The Witcher auch schon eine ziemlich große IP komplett in den Sand gesetzt und b) bin ich überzeugt, dass die richtige Show das auch ohne hinkriegen würde. Ein paar Mal haben sie eh schon dran gekratzt. 13 Reasons Why und Stranger Things sind schon nah dran gewesen, aber zu schnell wieder in der Obskurität verschwunden. The Crown könnte man argumentieren, aber das ist für mich eher so auf dem Level von Serien wie Handmaid's Tale oder This is Us. Schon ein ziemlicher internationaler Hit, aber kein kulturelles Phänomen.
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von Sarge
#1556432
Jupiter's Legacy (Netflix) - Season 1

Vorweg: Ich kenne die Comicvorlage nicht, insofern kann ich auch nicht beurteilen, wie nahe die Serien-Umsetzung dieser gefolgt ist.
Insgesamt fand ich Jupiter's Legacy recht gut, allerdings gab es für mich störende Punkte: Das war zum einen der Aufbau mit den beiden Zeitebenen (1920er, Gegenwart), zwischen denen ständig gewechselt wurde. Ich habe nichts dagegen, wenn es einen Mehrwert bringt. Das konnte ich hier aber nicht erkennnen. Stattdessen konnte man sich weder in die eine, noch die andere Zeitebene richtig einfühlen. Den 1920er Teil fand ich dabei ansprechender, weil es ein Retro-Abenteuer-Feeling hatte. In der Gegenwart hingegen, war man als Zuschauer etwas verloren, was es nun mit den ganzen Supermenschen auf sich hatte. Auch verstehe ich nicht so ganz, warum die Kinder der ersten Superhelden alle so jung sind, wenn doch der Superhelden-Big Bang schon so lange her ist.

Der zweite Punkt, den ich bemängeln würde, war die kurze Laufzeit. Viele Netflix-Serien könnte man um ihre Längen kürzen - hier hingegen war knapp bemessenen 8 Episoden Schluss, wo man sich gerade mal in die Welt von Jupiter's Legacy reingefunden hatte. Auch gab es zwar einen Schlusstwist (der nicht so schwer zu ahnen war), aber ein richtiger Höhepunkt als Season Finale fehlte mir.
Unter dem Zeitmangel leidet auch das Worldbuilding und die Figurenzeichnung. Die ursprünglichen Superhelden haben ja Probleme, sich die Namen der Nachrücker zu merken, und genau das gleiche Problem hat man als Zuschauer auch.
Insgesamt gesehen eine Serienstaffel, die Potential verschenkt hat und deswegen leider in der Flut an Superhelden-Serien nicht zur A-Liste gezählt werden kann.
Für Genrefans ein Kann, aber noch kein Muss. Evtl. mit weiteren Staffeln.
6/10


Star Trek Discovery (via Netflix) - Season 3
Review mit Spoilern hier.
4,5/10
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von LittleQ
#1556444
Die Bande aus der Baker Street - Season 1 - Netflix

Ich finde die Idee unglaublich gut. Sherlock meets Supernatural war für mich unheimlich gelungen und hat mich im Laufe der Staffel immer mehr eingefangen. Ich mag die Figuren, die Neuinterpretation als Dämonenjäger und natürlich auch Sherlocks ungewohnte Rolle als "Versager". Gab ein paar Kleinigkeiten, die mich gestört haben und sicherlich war nicht alles perfekt gedacht oder gemacht, aber für mich wars ein toller Ausflug! Leider bekam die Serie keine übermäßigen Kritiken, was ich wirklich schade fand.

Mit Bedauern musste ich letzte Woche dann lesen, dass die Serie von Netflix nicht verlängert wird. Netflix hemmt mittlerweile immer häufiger meine Lust auch ausgefalleneren Serien/Ideen eine Chance zu geben, weil es mich extrem nervt, wenn man diese nach ein oder zwei Staffeln einfach einstellt.
Wenn ich dann mit irgendeiner Serie anfange, ist immer die Furcht da, dass ich diese zu sehr mögen könnte und Netflix mich dann wieder mit einem großen F*** YOU enttäuscht. So geschehen mit den Baker Street Kids. Das Ende ist zwar kein totaler Cliffhanger, aber nicht wirklich fertig erzählt und wird deshalb auch keine Serie sein, die ich in Zukunft wieder ansehen will. Enttäuscht mich gerade einfach sehr.
:grimacing:

8,5/10
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von Wolfsgesicht
#1556447
LittleQ hat geschrieben: So 16. Mai 2021, 02:00 Die Bande aus der Baker Street - Season 1 - Netflix

Mit Bedauern musste ich letzte Woche dann lesen, dass die Serie von Netflix nicht verlängert wird. Netflix hemmt mittlerweile immer häufiger meine Lust auch ausgefalleneren Serien/Ideen eine Chance zu geben, weil es mich extrem nervt, wenn man diese nach ein oder zwei Staffeln einfach einstellt.
Wenn ich dann mit irgendeiner Serie anfange, ist immer die Furcht da, dass ich diese zu sehr mögen könnte und Netflix mich dann wieder mit einem großen F*** YOU enttäuscht.
Mecker noch drei mal, vielleicht erhört dich Netflix dann endlich und nimmt es wieder ins Programm. xD
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von redlock
#1556459
Girls5eva -- Staffel 1 (Peacock)

8 Folgen; Nettolaufzeit zw. 26 und 32 Minuten

Nachdem ein DJ den Hit einer fünfköpfigen Girlgroup, die um die Jahrtausendwende ihre(n) Erfolg(e) hatte, erfolgreich wiederverwertet, entschließen sich die vier überlebenden Mitglieder der Gruppe ein Comeback zu versuchen. Ein nicht so einfaches Unterfangen nach 20 Jahren ''in der Versenkung.''
Herz und Kopf des ganzen ist die von Sara Bareilles gespielte Dawn. Aber auch die anderen Mitglieder der Gruppe lernen wir im Verlauf der Staffel besser kennen. Jede hat so ''ihre'' Folge. Aber Dawn hält den Laden zusammen.
Die Staffel startet stark, hängt in der Mitte ziemlich durch, um sich dann am Ende wieder zu steigern. Die acht Episoden lassen sich sehr ''flüssig'' gucken. Eine zweite Staffel würde ich gerne sehen. Wegen des Hängers in der Mitte ist für S1 aber leider nicht mehr als
6,5/10 drin.


Harrow -- Staffel 3 (ABC, Australien)

10 Folgen; Nettolaufzeit jeweils knapp 51 Minuten

Die Staffel bleibt bei dem Konzept der beiden vorherigen. Ein Kriminalfall der sich durch die gesamte Staffel zieht, und dazu die Fälle der Woche.
Die dritte Staffel, auch sie spielt in Brisbane und Umgebung, ist glücklicherweise deutlich besser als die vermurkste zweite, was an dem Fall lag, der sich durch die zweite Staffel zog.
Jedenfalls, S3 bietet wieder sehr solide Krimikost und Ablenkung in subtropischer Umgebung. Der Fall der sich durch die Staffel zieht wird am Ende aufgelöst. Das Staffelfinale funktioniert ebenfalls als Serienfinale.


Für S3: 7/10


Wynonna Earp -- Staffel 4 (Syfy)

12 Folgen, ausgestrahlt in zwei Blöcken à 6 Folgen. Finale Staffel.

Die Serie war von Anfang an ''inclusive'' und ''diverse.'' Und natürlich auch ''feministisch.'' Die ersten drei Staffeln war das ganz natürlich und unaufgeregt gemacht und erzählt. Leider fühlte sich die Macherin aber in der letzten Staffel genötigt diese Botschaft(en) mit dem Holzhammer unter das Publikum zu bringen. Das war einfach nur nervig und grausam.

Die beiden Staffelhälften haben jeweils einen Handlungsbogen, und Folge #406 hätte auch als Serienfinale gepasst.
Die erste Hälfte der Staffel war die schwächste der gesamten Serie. In der zweiten lief die Serie dann (fast) wieder zu alter Form auf.
Das Ende ist gut gelungen und schließt die Serie sehr zufriedenstellend ab.
Wer das Genre mag sollte sich die Serie, trotz der schwächeren letzten Staffel, nicht entgehen lassen.


Für S4: 6,5/10
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