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von LittleQ
#1562993
The Gray Man

Der erste gute Netflix-Film, an den ich mich erinnern kann. Ich mochte zwar auch "don't look up", aber bisher hatte ich noch keinen Film gesehen, der mich so unterhalten hat. Natürlich ist die Story eher flach, lebt einfach von der Action. Aber für nen Mittagsfilm wars gut. Passt für mich

7/10
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von Wolfsgesicht
#1562996
Swiss Army Man

Bekannt ist der Film vor allem dadurch, dass Paul Dano mit einem furzenden Daniel Radcliffe als Leiche umherläuft.
Ich habe mir deutlich mehr versprochen von diesem Film, da die Regisseure erst gerade mit Everything Everywhere All at Once ein Brett ins Kino geschmissen haben, aber das hat mir doch rückblickend gezeigt wie sehr sie sich entwickelt haben seit Swiss Army Man.
Der Film reißt ganz grob den Sinn des Lebens an und versucht sich ein bisschen an philosophischen Gedanken, aber sonderlich tief geht er hier eigentlich nicht.
Überzeugt hat mich vor allem das Schauspiel der beiden, man kann die Bindung geradezu greifen.
Ansonsten fand ich ihn aber so Mittel, hätte durchaus mehr drauß werden können.

6/10

Der Marsianer - Rettet Mark Watney

Diesen Film schaue ich mindestens jährlich, gestern also zum vierten oder fünften Mal.
Das hat nichts damit zu tun, dass dieser Film so unfassbar gut ist (denn das Rad erfindet er nicht neu) aber ich liebe ihn einfach. Ich habe eine riesige Sci-Fi Schwäche und habe zu der Zeit als der erschien Luft- und Raumfahrtinformatik studiert, daher ist dieser Film schon von seiner Grundgeschichte her sehr positiv konotiert bei mir.
Ich find ihn visuell toll und die Geschichte hat sehr viele Ebenen und Twists, sodass ich eigentlich jedes jahr wieder bei 0 starte - ich vergesse sehr viel aus diesen Film.
Ist so ein Liebhaber-Schinken von mir.

9/10
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von Burpie
#1563037
The Princess (Disney+)
Zusammenfassung: Prinzessin Johanna Wick arbeitet sich durch die Soldaten des gehassten Ehemanns in spe, um Familie und Königreich zu retten.
Knallige Action, amüsant und flott. Außer den Feuer-CGI, die wie Tele 5 aussehen, gibt's nichts auszusetzen.
9/10
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von Fernsehfohlen
#1563055
Everything Everywhere All At Once (2022)

Waschsalonbesitzerin Evelyn Wang (Michelle Yeoh) geht im Chaos ihres Alltags unter. Der bevorstehende Besuch ihres Vaters (James Hong) überfordert sie, die Wünsche der Kunden bringt sie an ihre Grenzen und die anstehende Steuererklärung wächst ihr komplett über den Kopf. Der Gang zum Finanzamt ist unausweichlich. Doch während sie mit ihrer Familie bei der Steuerprüferin (Jamie Lee Curtis) vorspricht, wird ihr Universum im wörtlichen Sinn durcheinandergewirbelt. Raum und Zeit lösen sich auf und sie und ihre Mitmenschen haben plötzlich weitere Leben in diversen Parallelwelten. Im Multiversum soll Evelyn die Welt vor dem unbekannten Bösen retten.

Dieser Film der von mir sehr geschätzen Produktionsgesellschaft A24 ist von einem vergleichsweise bodenständigen Beginn und Ende abgesehen über weite Strecken seiner knapp 140-minütigen Laufzeit vor allem kompromissloser Wahnsinn, bei dem einem teilweise fast die Birne durchknallt angesichts der zahlreichen audiovisuellen Absurditäten, die auf den Zuschauer abgefeuert werden. Ich habe wirklich noch nicht viele Filme gesehen, die derart absurd, witzig, kreativ und überdreht sind. Das ist alles mit so viel Liebe zur Filmkunst und zur Kreation eines einzigartigen Filmerlebnisses gemacht, dass ich eigentlich kaum etwas Kritisches dazu sagen möchte.

Für mich persönlich muss ich aber festhalten, dass ich mich an manchen Stellen einfach ein wenig überfordert fühlte und den Einzeluniversen quasi gar nicht mehr folgen konnte - was aber glaube ich von Dan Kwan und Daniel Scheinert auch so intendiert ist. Bei vielen langen Actionsequenzen bin ich wie so oft gedanklich ein wenig abgeschweift, wobei die Kämpfe hier nun wirklich sehr abwechslungsreich und pittoresk choreografiert sind. Und für meinen Geschmack hätten auch die dramatischen Elemente rund um eine Einwandererfamilie, deren "American Dream" ebenso in sich zusammenzufallen droht wie das Miteinander an kommunikativen Inkompetenzen, auch einen größeren und geerdeteren Raum einnehmen dürfen (weshalb meine persönliche Lieblingsszene wohl auch jene ist, in der zwei Felsbrocken minutenlang tonlos über den Sinn ihrer Existenz sinnieren).

Ich glaube aber, dass alle diese Kritikpunkte eher mir selbst bzw. meinem Geschmack anzulasten sind und der Film hier nichts falsch macht. Er ist einfach sehr speziell und an vielen Stellen kaum greifbar. Was man ihm aber kaum absprechen kann, ist seine kreative Inkontinenz, seine Wurschtigkeit gegenüber narrativen und inszenatorischen Hollywood-Konventionen und eine ganz große Liebe zu gutem, abgedrehtem Kino. Und das ist alles ganz wunderbar, so schwer ich mich partiell auch damit getan habe, dem Geschehen in diesem Multiversum noch irgendwie zu folgen.

8/10


Fohlen
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von Burpie
#1563065
Prey (Disney+)
Ja!
Zwar gibt es für mich nur die ersten beiden Predator-Filme und den Rest halte ich für zertifizierten Müll, aber diese Neuauflage hat mir gefallen. Keine Gattling-Guns oder Atomexplosionen, sondern mit Tomahawk und Steinschlossflinte treten Comanchen und Franzosen 1719 gegen den Jäger aus dem All an.
Okay, manche Tier-CGI sind nicht der Brüller, insgesamt aber haben mir die Darsteller und Aufnahmen gefallen. Die Handlung war angenehm gerafft, kein Seelen- oder anderer Schmerz/Schmalz, das Ziel war von vornherein klar.
Gut fand ich das neue, eher simple Design des Predadators.
Passende Musik von Sarah Schachtner (Assassins Creed-Games).
Allerdings - wenn kein Autor mehr mit einer wirklich bahnbrechenden Idee zu diesem Franchise kommt - lasst die Figur in Ruhe, denn es ist absolut kein Fleisch mehr am Knochen.
8/10
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von Wolfsgesicht
#1563068
The Rescue (National Geographic / Disney+)
Eine Dokumentation über die Rettung der Fußballmannschaft in Thailand, die in einer gefluteten Höhle gefangen waren.

Sie ist fantastisch, man ist bei dieser Rettung quasi dabei. Ich könnte nicht mal sagen welches Material in Höhlen nachgedreht haben, kann’s mir nur logisch erschließen.
Die Erzählstruktur ist schön gewählt und die Dramatik echt spürbar, mir ist die Spucke weggeblieben.
Diese klassischen Intervieweinschübe sind überhaupt nicht störend, das Voice-Over aber schon. Hab’s daher in Englisch geschaut.

Aber mal was anderes, lässt sich super anschauen und könnte sogar im Kino funktionieren.
Tipp!

Kleiner Hinweis: Mit „Dreizehn Leben“ kommt noch die dramatisierte Fassung als Film raus, also mit Schauspielern. Ich weiß aber beim besten Willen nicht was die dramatisieren wollen, schaut lieber das hier falls ihr damit liebäugelt den Film zu sehen.

9/10
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von LittleQ
#1563069
Prey

7/10
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von Wolfsgesicht
#1563097
Nope

Zwei Geschwister haben eine Ranch für Filmpferde und versuchen sich hier über Wasser zu halten. Aber als plötzlich merkwürdige Dinge vor sich gehen wittert gerade die Schwester Em zuerst die Chance viel Geld daraus schöpfen zu können. Aber es entwickelt sich dann doch etwas anders…

Der Film genoss eine sehr interessante Trailerkampagne, die nicht so wirklich verriet worum es ging. Und auch als ich im Film saß hörten meine Fragezeichen auf nicht weniger zu werden - das liebe ich und habe ich viel zu selten.
Aber was ist das jetzt für ein Film? Das ist gar nicht so leicht zu beantworten, denn er bedient sich vieler Genres (Western, Horror, Thriller, Sci-Fi(?), Mystery, Komödie) hat jetzt aber kein dominantes Genre. Gleich vorab: Die Horror-Komponente empfinde ich als vernachlässigbar, was schon die FSK 12 deutlich machen dürfte. Er hat an manchen Stellen eine Stimmung die einen voller Anspannung an den Kinositz fesselt und weniger die genretypischen Jumpscares (im Gegenteil, er macht sich drüber lustig).
Ansonsten würde ich sagen sind vor allem Mystery und Komödie die vorherrschenden Genres und der Western eher die Kulisse. Er ist aber sehr intelligent in der Mischung all dieser Genres.

Die Prämisse des Films mochte ich sehr. In den ersten 2/3 des Films rätselt man fleißig mit und wird vom Film ständig an der Nase herumgeführt. Man weiß ja wie ein Film eine Situation meistens auflöst oder weiterspinnt und er lässt einen häufig genug glauben dies auch genau so zu tun. Dann bricht er allerdings gerne die Erwartungshaltung mit einem „Nope“. Der Humor hat bei mir gut funktioniert, empfand die Menge auch als sehr angenehm.
Das letzte Drittel wird etwas schwieriger, denn hier ist dem Zuschauer jetzt alles bekannt und der Film fängt an eine andere Frage zu behandeln. Der interessante Teil des Films kommt also zum Stillstand und tatsächlich lässt er hier doch deutlich nach und dürfte auch hier nicht jedem gefallen. Ich stand hier doch eher zwischen den Stühlen und weiß nicht so wirklich ob mich gerade das Ende jetzt zufriedenstellt oder nicht.
Und ich befürchte auch aus diesem Grund wird der Film beim zweiten Mal mit diesem Wissensvorsprung eine ganz andere Wirkung haben.

Aber mal ehrlich - wann habt ihr zuletzt einen guten Mystery Film gesehen? Die sind doch eher rar gesät und beschränken sich meistens auf Serien. Ich denke als Mystery-Fan ist das Ding hier ein Pflichtfilm für euch.

8/10

Liebesdings

Als Gegenpol zu Nope dann die klassische romantische Komödie mit Elyas M´Barek.
Gerade die feministische Botschaft geht mir etwas auf den Keks. Gibt halt Filme die Geschichten erzählen und Filme die eine Botschaft haben. Und gerade die letzteren sind mir häufig zu dünn. Es beschränkt sich hier glücklicherweise auf Stand-Up Anteile im Film, wobei mir der 8-minütige Stand-Up Block in der Mitte auch gerne etwas kürzer hätte geraten können, was soll der da? Wirkte halt wie eine Entscheidung einer Regisseurin die da auf Krampf eine Botschaft in einen Film reinpressen will.
Am Ende ist die selbsternannte Feministin eine die sich einen Bummsbus wünscht und besitzt eigentlich auch sonst keine prägnante feministische Charakterhaltung, weil der Rom-Kom Zuschauer wünscht sich halt doch die klassische Lovestory aus Mann und Frau. Dagegen wirkt das Umfeld ausnahmslos aufgezwungen, denn jeder ist drüber und eigentlich auch total divers, bunt, polysexuell. Elyas und Lucie Heinze wirken als cis-heteros geradezu exotisch.

Abseits davon ist er nicht besonders lustig macht aber wenigstens in seiner Geschichte ein bisschen was anders um dann am Ende doch alles so wie immer zu machen.
Hat mich solide und erwartbar unterhalten.

5/10
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von Burpie
#1563111
Dayshift (Netflix)
Jamie Foxx als moderner Vampirjäger in Los Angeles. Die Fights sind Champions League, der Rest 08/15 und man kann mit Fortsetzungen rechnen.
6,5/10

Crazy Rich (Netflix)
Keine Ahnung, warum aber mir als altem, weißen Mann hat diese RomCom von/mit/über Asiaten zwischen Amerika und Singapur richtig gut gefallen. Manche Dinge nahm man ernst, viele sehr leicht, aber immer unterhaltsam.
9/10
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von Wolfsgesicht
#1563133
Palm Springs (Amazon Prime)

Eine Zeitschleifen-Komödie mit Andy Samberg (Brooklyn Nine Nine) und Christin Millioti (How I Met Your Mother - die besagte Mutter/zukünftige von Ted) die erstaunlich gut funktioniert. Gerade die Chemie der beiden Hauptdarsteller ist fantastisch gut, die Geschichte ist schön und ist vielleicht die erste Zeitschleifen-Nummer seit Jahren die man gut gucken kann.

8/10
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