ProSieben, Sat.1, kabel eins, sixx, Sat.1 Gold, ProSieben Maxx, kabel eins Doku
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von Black Panther
#212605
Oliver C. hat geschrieben:Habe mir gestern Teil 2 auf Kabel 1 angeschaut, und war begeistert, auf jeden Fall ne Klassr deutsche Produktion, nur schade das sie floppte.
Das war wirklich spannend, und das Erzähl Tempo war auch nicht zu langsam. :wink:
Lol... das war Teil 1, zumindest laut DWDL! :lol: Ich wollte mir alle 4 Teile hintereinander ansehen, aber wenn Kabel1 zu blöd ist, den 2. Teil zu zeigen, interessiert mich der Film auch nicht mehr. Schade eigentlich, vielleicht wäre er eine gute Abwechslung zum sonstigen Einheitsbrei gewesen.... :roll:
von Bierko
#212649
Ich habe diesen Mehrteiler nicht angeschaut. Hat mich irgendwie nicht gereizt, was ich in der Vorschau gesehen hab :roll: Vielleicht ist man als 24 Fan aber auch einfach zu verwöhnt :lol:
von Familie Tschiep
#212731
adrian hat geschrieben:Ich bin auch für gut gemachte Fiction, aber bei BO ist das leider nicht
der Fall. Ich will das auch gerne belegen, weil es hier einige User gefordert haben.

Fangen wir mal damit an, dass diese angeblich so hochkomplexe
Fiction hauptsächlich folgende Schauplätze hat: Wohnung Paul Novak,
Haus Novak Bruder, Haus Paul, Polizeiwache, Bürohaus, Haus drogenjunkie, Straßenecke Wedding, türkischer Supermarkt, Billardhalle, Klo in der Billardhalle.

Für den Zuschauer sehen die Schauplätze so aus, als wären sie jeweils
an ein und demselben Tag gefilmt worden. Die establing
shots sind immer die gleichen. Es ist ein Armutszeugnis kein lebendiges Bild der Großstadt Berlin zu zeigen. Da wurde offensichtlich am falschem Ende gespart. In jeder Folge von VIB bekomme ich mehr von der Stadt
zu sehen. So wirkt das eben überhaupt nicht authentisch. Hier ist es
versäumt worden die Geschichte glaubwürdig an einem Ort anzusiedeln.
(Selbst QM hat das bemängelt.)

Wann spielt diese Geschichte? Spielt sie in der Jetztzeit? Spielt sie in der
Vergangenheit? Die Polizisten fahren Wagen wie vor 25 Jahren und sind
entsprechend gekleidet. Aber irgendwie passt das mit den Handys und anderen Teilen der Handlung nicht zusammen (beispielsweise die daten-cd und Internet).Hier ist klar versäumt worden die Geschichte
klar in einer Zeit zu verorten.

Kein klarer Ort, keine klare Zeit, keine glaubwürdige Geschichte.

Teile der Handlung sind haarsträubend. Novaks Bruder würde in seiner
Position niemals türkische Drogendealer aus dem Gefängnis holen, weil
er damit nicht nur sein gesellschaftliche Stellung riskiert, sondern auch
die Chancen dieser seltsamen Partei bei der Wahl riskierte. Er handelt
also nicht konsequent als Charakter. Das Handeln der türkischen Drogengang ist unfreiwillig komisch. Ich glaube niemals, dass türkische
Drogendealer zwei Junkies nach Weißensee bestellen, wo sie zufällig auch ihre Kohle verstecken. Die haben dort nichts verloren. Ich weiß nicht, wie
gut ihr Berlin kennt, aber grundsätzlich verstecken Drogendealer ihr Geld
nicht dort, wo sie nicht die Kontrolle über das Gebiet haben und lassen sich an einem völlig unsicheren Ort(kommen aus Wedding, gehen nach Weißensee?) auf Überraschungen ein. Der afrikanische Prophet vor dem
Bürogebäude, das Drogenversteck in der Unterführung. Alle diese kleinen
Details ergeben kein stimmiges Bild.

Paul Novak ist insgesamt auch nicht konsequent, in dem, was er weiß, und
was er nicht weiß. Ich habe die Erklärung der Ärztin gehört und war mehrmals erstaunt, was er trotz dieser Erklärung wusste. Ich finde heir wurde auch keine konsequente Linie gefahren.

Der Hauptkritikpunkt ist allerdings , dass es den Machern nicht gelungen ist, eine tragende Hauptfigur zu schaffen. Paul steht eindeutig im Schatten von Boris, der aber eigentlich nicht die Hauptfigur ist. Viel zu lange lässt man Paul wie eine Kind durch die Gegend tapsen und erst am Ende des 2(!) Teiles kommt eine Ahnung von Spannung auf. Das ist viel zu spät. Spätestens nach dem ersten Teil hätte es einen Cliffhanger geben müssen, der einen bei der Stange hält. Der blieb aus.

Wenn die einen Thriller machen wollten, dann haben Sie bitteschön an die bekannten Regeln für Thriller zu halten. Da muss jede Szene die Spannung höher schrauben und da kann man und darf man nicht, Gesülze
über Aragon(grauenhafter Dialog) mehrmals wiederholen. So gibt es keinen roten Faden der Handlung. Ohne einen
wirklichen Protagonisten gibt es eben keine spannende Geschichte.

Und genau das haben die Zuschauer abgestraft. Zu recht. Wer in so vielen Aspekten völlig versagt, hat auch keine Zuschauer verdient.

(Schönen Gruß auch an Manuel Weiss, der meint, die Zuschauer derart runterputzen zu müssen.)
Ich weiß nicht, aber du erwartest zu viel Realismus und lässt dich nicht auf die Geschichte ein. Wenn man als Berliner konkret über die Geschichte nachdenkt, findet man bestimmt Lücken, aber die meisten sind keine Berliner.
Ob Personen so handeln würden? Ich würde mit dem Nie sehr vorsichtig sein. Du denkst zu logisch, Menschen handeln fast nie logisch. Ich glaube, die haben für ihre Geschichte tatsächlich Vorbilder gehabt. Ich erinnere nur an Schill.
von adrian
#212842
Familie Tschiep hat geschrieben:
Ich weiß nicht, aber du erwartest zu viel Realismus und lässt dich nicht auf die Geschichte ein. Wenn man als Berliner konkret über die Geschichte nachdenkt, findet man bestimmt Lücken, aber die meisten sind keine Berliner.
Ob Personen so handeln würden? Ich würde mit dem Nie sehr vorsichtig sein. Du denkst zu logisch, Menschen handeln fast nie logisch. Ich glaube, die haben für ihre Geschichte tatsächlich Vorbilder gehabt. Ich erinnere nur an Schill.
Ich erwarte zu viel Realismus, aber soll den Machern zu Gute halten, dass sie sich (angeblich) an realen Vorbildern orientiert haben???

Was ich meine, ist nachvollziebares, konsequentes Handeln eines Charakters und das muss sehr wohl eine innere Logik haben. Menschen
mögen irrational handeln, aber darin müssen sie ihrer eigenen Logik folgen.

Ich habe meine Kritikpunkte klar genannt, auch auf Deine Bitte hin. Ich lasse mich wegen der genannten Kritikpunkte nicht auf die Handlung ein.
Das Beispiel mit den Stadteilen zeigt, wie bedenkenlos hier mit wichtigen Details umgegangen wird. Da wurden sich keine Gedanken darüber gemacht. Ich nenne das Schlampigkeit.

Sehr gute Fiktion ist alles, nur nicht schlampig, sondern sorgfältig bis ins kleinste Detail. Also, das Gegenteil von Blackout....
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von markymarc05
#212878
adrian hat geschrieben:
Familie Tschiep hat geschrieben:
ch habe meine Kritikpunkte klar genannt, auch auf Deine Bitte hin. Ich lasse mich wegen der genannten Kritikpunkte nicht auf die Handlung ein.
Das Beispiel mit
Iden Stadteilen zeigt, wie bedenkenlos hier mit wichtigen Details umgegangen wird. Da wurden sich keine Gedanken darüber gemacht. Ich nenne das Schlampigkeit.

Sehr gute Fiktion ist alles, nur nicht schlampig, sondern sorgfältig bis ins kleinste Detail. Also, das Gegenteil von Blackout....
Vielen Dank für die wirklich ausführliche Auflistung deiner Kritikpunkte. So recht nachvollziehen kann ich sie leider trotzdem nicht. Ich habe den Eindruck, zu hältst dich zu sehr mit Nebensächlichkeiten auf, und verlierst dabei das wesentliche aus den Augen. Bei dieser Akribie frage ich mich , ob es überhaupt TV-Filme geben kann, die deinen Ansprüchen genügen. Ich sehe mir recht viele an, z.B. auch viele Tatorts, und im direkten Vergleich finde ich, das es sehr wenige gibt, die formal und inhaltlich dem Standard von Blackout entsprechen.

Darüber hinaus, glaube ich, hast du vieles nicht verstanden. Du kritisierst Dinge, die m.E. nicht etwa aus "Schlampigkeit", sondern ganz bewusst als Stilmittel eingesetzt wurden. Dazu gehören z.B die wenigen Handlungsorte und die verkürzten Dialoge, die wie ich finde eine ungeheuer starke (beklemmende) Atmosphäre erzeugen.

Du bemängelst die abgebliche Profillosigkeit eines Protagonisten, der gerade dabei ist, sich selbst neu kennen zu lernen, und dabei selbstverständlich erst nach und nach, mit fortschreitendem Erkenntnisgewinn, an Profil gewinnt.

Du kritisierst, dass sich der Film nicht an die allgemeinen Regeln für Thriller hält, und übersiehst, worum es eigentlich geht, nämlich der Darstellung eines eigenen kleinen Kosmos, mit ganz unterschiedlichen Charakteren, die eng miteinander verknüpft sind, und den Einfluss ihrer Handlungsweisen aufeinander. Du vermisst den "roten Faden" und ignorierst, dass der Film bewusst auf einen episodenhaften Aufbau setzt, und sich Zeit nimmt, in die unterschiedlichen Welten der handelnden Personen einzutauchen.

Ich würde BO auch nicht unbedingt als Thriller bezeichnen (und vielleicht war es auch falsch vom Sender, ihn als solchen anzukündigen). Mich erinnert er vielmehr stark an Soderbergs "Traffic", einer meiner absoluten Lieblingsfilme der letzten Jahre.

Über Geschmack kann man ja nun streiten, und wenn einem so etwas nicht gefällt, dann ist das eben so. Aber rein formal betrachtet ist BO für TV-Verhältnisse ein kleines Meisterstück, das sich sehr viel Zeit dafür nimmt, seine Figuren einzuführen und ihre Geschichten zu erzählen. Das so etwas nicht gewürdigt wird, war vielleicht sogar abzusehen. Schade ist es trotzdem.
von Bierko
#212988
Super Quoten gestern :lol: :wink:
von TV_Experte
#213353
370.000 Zuschauer
Ist wirklich unter Ausschluss der Öffentlichkeit
von adrian
#213370
markymarc05 hat geschrieben:
Vielen Dank für die wirklich ausführliche Auflistung deiner Kritikpunkte. So recht nachvollziehen kann ich sie leider trotzdem nicht. Ich habe den Eindruck, zu hältst dich zu sehr mit Nebensächlichkeiten auf, und verlierst dabei das wesentliche aus den Augen. Bei dieser Akribie frage ich mich , ob es überhaupt TV-Filme geben kann, die deinen Ansprüchen genügen. Ich sehe mir recht viele an, z.B. auch viele Tatorts, und im direkten Vergleich finde ich, das es sehr wenige gibt, die formal und inhaltlich dem Standard von Blackout entsprechen.

Darüber hinaus, glaube ich, hast du vieles nicht verstanden. Du kritisierst Dinge, die m.E. nicht etwa aus "Schlampigkeit", sondern ganz bewusst als Stilmittel eingesetzt wurden. Dazu gehören z.B die wenigen Handlungsorte und die verkürzten Dialoge, die wie ich finde eine ungeheuer starke (beklemmende) Atmosphäre erzeugen.

Du bemängelst die abgebliche Profillosigkeit eines Protagonisten, der gerade dabei ist, sich selbst neu kennen zu lernen, und dabei selbstverständlich erst nach und nach, mit fortschreitendem Erkenntnisgewinn, an Profil gewinnt.

Du kritisierst, dass sich der Film nicht an die allgemeinen Regeln für Thriller hält, und übersiehst, worum es eigentlich geht, nämlich der Darstellung eines eigenen kleinen Kosmos, mit ganz unterschiedlichen Charakteren, die eng miteinander verknüpft sind, und den Einfluss ihrer Handlungsweisen aufeinander. Du vermisst den "roten Faden" und ignorierst, dass der Film bewusst auf einen episodenhaften Aufbau setzt, und sich Zeit nimmt, in die unterschiedlichen Welten der handelnden Personen einzutauchen.

Ich würde BO auch nicht unbedingt als Thriller bezeichnen (und vielleicht war es auch falsch vom Sender, ihn als solchen anzukündigen). Mich erinnert er vielmehr stark an Soderbergs "Traffic", einer meiner absoluten Lieblingsfilme der letzten Jahre.

Über Geschmack kann man ja nun streiten, und wenn einem so etwas nicht gefällt, dann ist das eben so. Aber rein formal betrachtet ist BO für TV-Verhältnisse ein kleines Meisterstück, das sich sehr viel Zeit dafür nimmt, seine Figuren einzuführen und ihre Geschichten zu erzählen. Das so etwas nicht gewürdigt wird, war vielleicht sogar abzusehen. Schade ist es trotzdem.

Wer ernsthaft das Meisterwerk Traffic im Atemzug mit einem Schrott wie Blackout nennt, der hat weder Traffic noch Blackout verstanden, um noch höflich zu bleiben.

Formal betrachtet ist Blackout Mist, auch für TV-Verhältnisse.

Ich habe mir den Schluss angeschaut und ich war sehr amüsiert, dass die Macher tatsächlich so bescheuert waren, die Disc in der Kiste des afrikanischen Propheten auffinden zu lassen. Ich habe das schon vorher vermutet und befürchtet, aber bin echt baff, dass keiner in der Runde gesagt hat: "Leute habt ihr sie noch alle!? Das können wir doch echt
nicht bringen." So etwas hätte man unzählige Male sagen müssen.

Hat aber keiner und so ist das Ergebnis eine einzige Katastrophe.
Blackout ist auf ganzer Linie gescheitert.

Ich finde das sehr schade. Besonders der hervorragende Cast tut mir
leid.

Sei´s drum, vielleicht bekommen nächsten Mal kompetente Leute
Kohle in die Hand, um wirklich sehr gute Fiction zu machen.
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von Danny
#213395
adrian hat geschrieben: Wer ernsthaft das Meisterwerk Traffic im Atemzug mit einem Schrott wie Blackout nennt, der hat weder Traffic noch Blackout verstanden, um noch höflich zu bleiben.

Formal betrachtet ist Blackout Mist, auch für TV-Verhältnisse.

Ich habe mir den Schluss angeschaut und ich war sehr amüsiert, dass die Macher tatsächlich so bescheuert waren, die Disc in der Kiste des afrikanischen Propheten auffinden zu lassen. Ich habe das schon vorher vermutet und befürchtet, aber bin echt baff, dass keiner in der Runde gesagt hat: "Leute habt ihr sie noch alle!? Das können wir doch echt
nicht bringen." So etwas hätte man unzählige Male sagen müssen.

Hat aber keiner und so ist das Ergebnis eine einzige Katastrophe.
Blackout ist auf ganzer Linie gescheitert.

Ich finde das sehr schade. Besonders der hervorragende Cast tut mir
leid.

Sei´s drum, vielleicht bekommen nächsten Mal kompetente Leute
Kohle in die Hand, um wirklich sehr gute Fiction zu machen.
Ich finde man kann den Aufbau durchaus mit Traffic vergleichen. Vor allem die ersten Folgen haben mich stark an Traffic erinnert.

>>> Der nachfolgende Text beinhaltet die Auflösung des Films. Lesen auf eigene Gefahr. <<<

Aber, und da geb ich dir Recht, der Schluss war Mist. Allen voran der 8. Tag. Das war irgendwo ein total bekloppter Abschluss. "Heute muss alles aufgeklärt werden, egal wies aussieht." Scheint das Motto gewesen zu sein. Zu schnell, zu hektisch, zu schlampig. Das mit der Kiste war der Höhepunkt. Dass die Tochter von Boris die "kindliche" Zeugin war, war vorauszusehen seit das erste Mal von der Zeugin gesprochen wurde. Dass Turgut sich nicht einfach so verabschiedet war klar, dafür war er zu lange einer der Hauptprotagonisten. Auch dass Boris nicht überlebt, war von vornerein abzusehen. Übrigens stellt ein Mord von hinten glaub ich nicht die vermeintliche Ehre wieder her.
Bei Traffic, an dem sich der Film mMn deutlich orientiert hat, zeigt das Ende, dass ein Schlag gegen die Drogenmafia nicht alles sofort zum Guten wendet. Den halbherzigen Versuch dies bei BO zu realisieren, in dem man Born durch Christoph ersetzt, ist ist mehr als misslungen. Lieber hätten sie alle festgenommen. Christoph hat über den ganzen Film immer wieder "Schwächen" gezeigt, wie soll er da den skrupellosen Born ersetzen?

Also ich fand den Film im Großen und Ganzen gut, aber der Abschluss war hundsmiserabel.
von Familie Tschiep
#213482
markymarc05 hat geschrieben:
adrian hat geschrieben:
Familie Tschiep hat geschrieben:
ch habe meine Kritikpunkte klar genannt, auch auf Deine Bitte hin. Ich lasse mich wegen der genannten Kritikpunkte nicht auf die Handlung ein.
Das Beispiel mit
Iden Stadteilen zeigt, wie bedenkenlos hier mit wichtigen Details umgegangen wird. Da wurden sich keine Gedanken darüber gemacht. Ich nenne das Schlampigkeit.

Sehr gute Fiktion ist alles, nur nicht schlampig, sondern sorgfältig bis ins kleinste Detail. Also, das Gegenteil von Blackout....


Darüber hinaus, glaube ich, hast du vieles nicht verstanden. Du kritisierst Dinge, die m.E. nicht etwa aus "Schlampigkeit", sondern ganz bewusst als Stilmittel eingesetzt wurden. Dazu gehören z.B die wenigen Handlungsorte und die verkürzten Dialoge, die wie ich finde eine ungeheuer starke (beklemmende) Atmosphäre erzeugen.

Du bemängelst die abgebliche Profillosigkeit eines Protagonisten, der gerade dabei ist, sich selbst neu kennen zu lernen, und dabei selbstverständlich erst nach und nach, mit fortschreitendem Erkenntnisgewinn, an Profil gewinnt.
Diese beiden Punkte unterstütze ich ausdrücklich. Die Reduzierung der Handlungsorte war für mich auch ein künstlerisches Mittel.

Natürlich habe ich meine Mängel. Ich hätte mich mehr auf die Position des Hauptprotagonisten gestürzt und Paul langsam die Welt entdecken lassen.
von adrian
#213559
Die Reduzierung der Handlungsorte war kein künstlerisches Mittel.
Das war eine Maßnahme, um die Kosten gering zu halten. So ist
das eben in einer Produktion. Wahrscheinlich war der Cast dann doch zu teuer. Was hätte man auch damit künstlerisch aussagen wollen und können?

Aber wie ich schon geschrieben habe, ist das nicht einmal mein
Hauptvorwurf an die Macher, sondern nur ein weiterer Indiz für
die Schlampigkeit des Projekts.

Der Hauptkritikpunkt ist die völlig daneben geratene Geschichte und
darin teilen die meisten meine Meinung. Der Schluss war eine Frechheit
und Zumutung.

Ich glaube kaum, dass jemand von der ersten bis zur letzen Minute mit Paul mitgefiebert hat und am Ende sagt, dass war eine tolle, spannende, packende Geschichte, von der ich mehr sehen will. Wenn selbst Leute,
die bis zum Schluss durchgehalten haben, sagen das war totaler Käse,
ist wirklich furchtbar viel schief gelaufen.

Blackout ist faktisch ein totaler Flop, ein Quotendesaster, ein abschreckendes Beispiel, wie man es nicht machen sollte.

Da hilft auch kein Vergleich mit Traffic oder Hinweise auf angeblichen künstlerischen Absichten, unterm Strich steht der (leider) missratene Versuch eine spannende Geschichte zu erzählen.

Ich hoffe SAT1 und alle anderen beteiligten lernen aus den Fehlern und macht es das nächste Mal besser.
von Familie Tschiep
#213669
Was man mit wenigen Spielstätten erreichen kann? Man schafft eine dunkle, bedrohliche und lethargische Atmosphäre. Je abwechslungsreicher die Orte, um so mehr Dynamik gewinnt die Geschichte. Gerade die Bilder halte ich für herausragend.
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von little_big_man
#213881
Bin immer noch der Meinung, dass Blackout ein sehr guter Film war, stimme aber zu, dass der Schluss äusserst unbefriedigend war. Den Grund sehe ich jedoch darin, dass ich stark davon ausgehe, dass Sat1 sich die Möglichkeit einer Fortsetzung offen lassen wollte (was nun ja leider kein Thema mehr sein kann). Warum sonst hätte man den Oberboss laufen lassen?

Was ich nicht ganz verstanden habe: Warum hat der Komplize von Mehmet ihn am Ende verpfiffen? :?:
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von Danny
#213885
little_big_man hat geschrieben: Was ich nicht ganz verstanden habe: Warum hat der Komplize von Mehmet ihn am Ende verpfiffen? :?:
Ich schätze weil sein Bruder an ner Überdosis Heroin gestorben ist. Daraufhin wollte er wohl damit nichts mehr zu tun haben.
von müll101
#215678
nicht lesen wenn man den film noch sehen möchte was ich aber nicht glaube




ich denk die ganze zeit das der mörder der polizist war?
oder war es einfach einer von den turgut oder wie der heißt leuten
von müll101
#216755
ja der mörder von lilli
änelt ein bisschen dem einem drogenfander
schau ich mir 8 stunden den film an und dann ist der mörder eine dem man kaum gesehen hat
von Manuel Weis
#216774
Ähm, wieder nein. ;-)
versteckter Inhalt:
Das eigentlich Interessante war ja, dass man dachte, der Mörder käme aus den Reihen von Born. Dass es dann doch die Drogenmafia war, war am Ende wirklich nicht abzusehen und daher - finde ich - ein gutes Ende.
von müll101
#216792
ich fands ja auch nicht schlecht
war natürlich überraschend
man hat halt immer gerästelt wer es sein könnte
und dann kommt am schluss jemand den man nie gesehen hat
hätten wir wenigstes jemand von der drogenmafia nehmen sollen der auch ein hauptcharkater gespielt hat
von Fukurokuju
#216877
Naja man hat ihn glaub ich ein paar Mal bei Turgut gesehen oder? Naja war, aber schon überraschen, aber das es dann eher einer von seinen Leuten macht ist ja klar...

Hatte der Kerl auch irgendwie Probleme? War nämlich zu genial, als er auch sein Büchlein aufgeschalgen hat. ^^

Traurig fand ich, aber die Sache mit Boris :(
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von Black Panther
#351028
Kabel eins versucht es ein Jahr später noch einmal mit Black Out. Genauer gesagt am 1 November. Diesmal werde ich sicher dabei sein und ich bin gespannt! Hoffentlich schaffen sie es diesmal, die echte 2. Folge zu zeigen und nicht wieder die 1. :roll:
Zuletzt geändert von Black Panther am Do 16. Aug 2007, 19:54, insgesamt 1-mal geändert.
von scoob
#351029
Black Panther hat geschrieben:Kabel eins versucht es ein Jahr später noch einmal mit Black Out. Genauer gesagt am 1., 8. und 11. November. Diesmal werde ich sicher dabei sein und ich bin gespannt! Hoffentlich schaffen sie es diesmal, die echte 2. Folge zu zeigen und nicht wieder die 1. :roll:

Kabel-eins-Website über Black Out
Das sind noch die Daten vom letzten Jahr. :lol: Bis zum November 2007 gehen noch gar nicht die Planungen.
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von Black Panther
#351042
Das ist mir dann auch aufgefallen.... :lol:

hier steht aber schon was von 1. November... *hoff*
von scoob
#351047
Black Panther hat geschrieben:Das ist mir dann auch aufgefallen.... :lol:

hier steht aber schon was von 1. November... *hoff*
Ne, das ist definitiv eine Fehlinformationen. Das "Blackout" aber irgendwann einmal wiederholt wird, will ich aber nicht ganz ausschließen. Da wird aber wohl noch einige Zeit vergehen.
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von Black Panther
#351074
Markus hat geschrieben:
Black Panther hat geschrieben:Das ist mir dann auch aufgefallen.... :lol:

hier steht aber schon was von 1. November... *hoff*
Ne, das ist definitiv eine Fehlinformationen. Das "Blackout" aber irgendwann einmal wiederholt wird, will ich aber nicht ganz ausschließen. Da wird aber wohl noch einige Zeit vergehen.
Ah okay, ich gehe davon aus, dass Quotenmeter dann sowieso davon berichten wird. :)