XXPlayboyXX hat geschrieben:Vorbilder ?!
Wirklich amüante Komödie, die hier und da den American Pie-Style aufweist.
Die Story ist zwar recht leicht: Entweder du kommst in den Knast oder du leistest gemeinützige Arbeit, aber trotzdem gut umgesetzt.
Sean William Scott spiel wie immer gut, er ist wohl für Komödien geboren, wenn auch sich seine Rollen immer etwas ähneln.
Seinen Kumpel, ein unbekannter Schauspieler, hat das auch gut gemacht. Beide haben gut mitteiandergespielt.
Die "Kleinen" waren nervig, aber das lag wohl an deren Rollen.
Vorallem den kleinen Schwanrzen Jungen hätte ich schlagen können :lol:
Die "Versöhnung" zwischen den Jungs und den Erwachsenen fand ich etwas zu schnell und danach falchte der Film etas ins Kitschige ab, aber es war auszuhalten.
Insgesamt gute 7,5/10
Das ist ja noch sehr freundlich gewertet.
Role Models - Vorbilder
Habe den Film auch neulich gesehen und war doch herbe enttäuscht. Erwartet hatte ich hier eine R-Rated Komödie im Stil von Judd Apatow, aber das hier war bis auf etwas sexuelle Freizügigkeit und ein wenig Gefluche eine stockbrave 0815 Außenseiterkomödie voller nervtötender Klischees (die ganze live Rollenspielgeschichte ist ja wohl fremdschämen hoch 10). Vom Ende kriegt man fast Bauchschmerzen: zuckrig-klebrige Disney-Scheiße
4/10
Und gestern gleich die nächste Enttäuschung in der Reihe:
Trauzeuge gesucht
Diesmal waren mit Jason Segel und Paul Rudd gleich zwei Darsteller in den Hauptrollen, die mir in den wirklich witzigen Filmen Knocked Up - Beim ersten Mal und Forgetting Sarah Marshall gut gefallen haben. Doch erneut ist das hier ein ganz anderer Schlag Humor - wenn man ihn denn findet. Denn so richtig zündende Gags hat der Film nicht. Aus der Idee wurde einfach viel zu wenig Kapital geschlagen und Überraschungen gibt es gleich gar keine. Die Story plätschert linear und mit minimalsten und vorhersehbaren Komplikationen ihrem Happy End entgegen und langweilt dabei immer mehr. Die Charaktere bleiben blass, mehr als ein paar Schmunzler sind leider nicht drin und einige Passagen sind schlicht unglaubwürdig.
5/10
High Fidelity
Samstag beim zappen auf SuperRTL (!?) gefunden und mit Freude mal wieder geschaut. Tolle Dialoge, starke Besetzung bis in alle Nebenrollen und herrlich schräge Charaktere. Definitv Jack Blacks beste Rolle bisher. Ein Film voll grandioser Zitate und pointierter Beziehungswahrheiten.
9,5/10
Blue Crush
Normalerweise halte ich ja nicht viel davon basierend auf den gemutmaßten Wünschen einer Zielgruppe zu schreiben, aber bei Blue Crush hätte sich der Drehbuchautor vielleicht doch mal fragen sollen, was der Zuschauer sich von einem Surferfilm wohl erhofft und erwartet. Vielleicht wäre er dann etwas mehr auf die Idee eines Feel-Good-Movies gekommen und hätte den Anteil an Melodrama etwas gekürzt. Problem 1: Der Film beginnt mit einer emotionaleren Abwärtsspirale, in der Protagonistin Anne Marie privat und beruflich viel einstecken muss. An der Stelle hätte der Film über das Surfen gleich ein gutes Gegenwicht in die posivite Richtung schaffen können, doch stattdessen scheitert sie auch dort - weil sie ein schlimmes Trauma von einem Unfall vor ein paar Jahren hat. Schnüff. Mal ehrlich: wie einfallslos kann man den bitte psychische Hemmnisse einbauen, um den finalen Erfolg herauszuzögern? Und wie einfallslos kann man dann bitte eine Surflehrerin-Schüler-Romanze einbauen, damit die junge Liebe den Knoten zum Platzen bringt? Und wer will sich überhaupt mal Gedulden bis der Knoten in der zweiten Hälfte dann endlich platzt und dafür in der ersten Hälfte immer nur beinahe-coole Surfszenen zu sehen, in denen Anne dann aber doch wieder von ihr Angst eingeholt wird? Hier killt das seichte Drama die Stimmung und verdirbt viele der tollen Sportaufnahmen. Erst gegen Ende kommt man mal in den ungetrübten Genuss von ein paar toll ausgefahrenen Wellen. Zu wenig, zu spät. Wer hier wirklich einen Surferfilm sucht ist leider falsch. Hier gibt es nur eine seichte Hollywoodromanze inklusive aller gängigen Klischees angesiedelt in einem Surfersetting.
5/10
Harry Potter und der Halbblutprinz
Der leider schwächste Potter-Film bisher. Der Halbblutprinz konnte mich leider überhaupt nicht fesseln. Selten hab ich zwei Stunden so aufwendig gefilmter Bilder so ungerührt an mir vorbeiziehen sehen. Regisseur David Yates geb ich dafür keine Schuld. Der Look ist hervorragend getroffen und auch die Regie der einzelnen Szenen und das Spiel seines überwiegend herausragenden Darstellerensembles sind es jedenfalls nicht, die den Film scheitern lassen. Drehbuch und Schnitt versauen es leider komplett. Bei allen bisherigen Potter-Filmen haben die Kürzungen des Buches den Fans weg getan aber den Film erst auf eine akzeptable Länge gebracht. Hier klappt das nicht mehr. Zu viel fehlt, die Story bricht auseinander.
Das Buch hatte in der Story drei große Stützen: Die Erkundung von Voldemorts Vorgeschichte bis zu den Hokruxen, Dracos Plan samt Snapes Pakt und die Liebesgeschichten unter den Freunden. Alle drei Teile wurden radikalst runtergekürzt, so dass massive Lücken entstehen, die man dem Film deutlich anmerkt. Umso mehr, weil die Szenenausgänge auffallend oft schlecht geschrieben und geschnitten sind. Vielfach war ich irritiert von einem Szenenwechsel mit Sprung in Ort und Zeit, der gar nicht vorbereitet war. Im Idealfall bereitet jede Szene schon unterschwellig die nächste als logische Konsequenz vor. Hier erlebt man scheinbar willkürliche Sprünge, so dass der Film zu gar keinem stimmigen Erzählrhythmus findet. Stellenweise fragt man sich, ob da gerade ein Szenenende und Schnitt war oder ob man plötzlich einen 5-Minuten Blackout hatte. Und es nervt auch alle 6-8 Szenen mal für 20 Sekunden Malfoy durch die Gänge schleichen zu sehen, bloß um zu erinnern, dass der auch noch irgendwo irgendwas macht, was aber bis zum Ende gar nicht richtig vorangetrieben wird (außerdem ist der Junge der mit Abstand schlechteste Schauspieler im Ensemble).
Leider fehlt es schon der ziemlich verfahrenen Vorlage an echten Highlights und einem packenden Finale. Die eine große Wendung des Endes dürfte inzwischen schon jeder kennen und ohne das läuft da nicht viel.
Schade drum, vielleicht hätte man schon ab diesem Teil in zwei Filme aufspalten sollen. Denn das ist der erste Potter, der sich an seiner Vorlage totgekürzt hat und im Kino kaum besser funktioniert als ein über zwei Stunden langer Trailer für das Buch.
5/10