US-Fernsehen (inklusive Season- und Pilot-Reviews), britisches Fernsehen etc.
Benutzeravatar
von ultimateslayer
#811643
Also tschuldigung, aber ein paar Antworten (für die ich ja auch durchaus dankbar bin) entschädigen nun wirklich nicht für diese impertinente Ansammlung an ausgemachten Scheißdreck, die man als LOST-Fan momentan ertragen muss.

Und ich kann euch auch sagen, warum einige von uns genau jetzt so drastisch werden: Weil das gottverdammte Finale schon an die Tür klopft! All der Murks der uns vorgesetzt wird, muss wohl oder übel den Weg zur allerletzten LOST-Folge ebnen. Und deswegen ist dieser Drehbuchalbtraum unverzeihlich.
Wäre das in der 3. Season so gewesen (und es gab immer schon Abschnitte die ähnlich lächerlich gewirkt haben) hätte es noch genug Zeit gegeben, die Fehler auszumerzen.
Benutzeravatar
von AlphaOrange
#811654
keynwar hat geschrieben:Musst du nicht, denn international und vor allen Dingen in amerikanischen Foren ist man wesentlich begeisterter als hier. Allgemein ist das hier das Forum, in dem mit ziemlichem Abstand am meisten geweint wird :P
Aber nur in diesem Thread. Schau mal in den Sky-Thread, da überschlagen sich unsere netten Mituser derzeit vor Begeisterung über die sensationelle sechste Staffel.
Benutzeravatar
von ultimateslayer
#811659
AlphaOrange hat geschrieben:
keynwar hat geschrieben:Musst du nicht, denn international und vor allen Dingen in amerikanischen Foren ist man wesentlich begeisterter als hier. Allgemein ist das hier das Forum, in dem mit ziemlichem Abstand am meisten geweint wird :P
Aber nur in diesem Thread. Schau mal in den Sky-Thread, da überschlagen sich unsere netten Mituser derzeit vor Begeisterung über die sensationelle sechste Staffel.
Wird ihnen schon noch vergehen :D
von Adrianm
#811663
Dann bist du wohl auf kompletten anderen Seiten als ich unterwegs, denn in den Foren, in denen ich lese, überwiegen die negativen Kritiken alle deutlich.
US-"Mainstream"Seiten bewerten im allgemeinen positiv, due user auch. Denn der "Standardzuschauer" wird in vielen Fällen einfach auch nicht mehr alles wissen/über einige Sachen hinwegsehen können und bekommt dadurch eigtl. ne gute Staffel zu sehen.

Eigentlich traurig, wie wenig Richard/Ben (macht der noch was?!) wussten und wissen, dass niemand FLocke mal ne Frage stellt, dass Sayhid einfach mal frisst, dass das Locke-Rauchmonster scheinbar auch(?) außerhalb der Insel längst verweste Leute wiederbeleben können soll, dass Brunnen innerhalb von zwei Folgen schrumpfen, dass man zu 6. meint, bei Widmore einbrechen und das U-Boot klauen zu können, dabei aber eigentlich schon am Dharma-Megazaun scheitern müsste, da man diesmal keinen Other(in diesen Fall Widmorer) dabei hat, der öffnen kann, dass Jack erst ohne große Fragen einen FLocke-Verrat anzettelt, dann aber dramatisch schwimmen geht... und einiges mehr.

Jeder möge selbst bewerten, ob er darüber hinwegsieht und so eigentlich eine nette Staffel betrachtet, sich daran aufhängt und so eine Staffel weiterguckt, die ihm nicht gefällt oder eine Mischung befolgt.

Andererseits wäre der Thread hier dann nicht mehr halb so lustig =)
Benutzeravatar
von McKing
#811677
Adrianm hat geschrieben: Jeder möge selbst bewerten, ob er darüber hinwegsieht und so eigentlich eine nette Staffel betrachtet, sich daran aufhängt und so eine Staffel weiterguckt, die ihm nicht gefällt oder eine Mischung befolgt.
Die ersten 3 Staffeln fand ich genial. Da hab ich aber auch noch erwartet, dass wir halbwegs realistische Antworten bekommen. "die insel ist der korken" antworten gehen mir ehrlich gesagt am Arsch vorbei :roll: Da müssen sie noch konkreter werden. Die whispers haben die auch mal eben in einer Minute abgehakt und das auch mehr als lächerlich. Bisher waren die Sideways mega langweilig. Die letzte Folge wurde wenigstens etwas interessant, als alle Fäden zusammenführen, aber das entschädigt nicht, wie einige vor mir schon gesagt haben, 12 Folgen von langweiligen Sideways. Eigentlich hätte LOST schon nach der 4. Staffel aufhören müssen, wenn ich mir das so überlege. Und wenn ich weiter überlege, dass es auch mehr Staffeln hätten werden können bin ich ganz froh, dass es bald vorbei ist.
Benutzeravatar
von AlphaOrange
#811679
Adrianm hat geschrieben:dass man zu 6. meint, bei Widmore einbrechen und das U-Boot klauen zu können
Na, die glaubten doch, sie hätten einen Deal mit Widmore. Das wird ja am Ende recht deutlich als es heißt "the deal is off".
McKing hat geschrieben:Die whispers haben die auch mal eben in einer Minute abgehakt und das auch mehr als lächerlich.
Manchmal frag ich mich allerdings, was ihr eigentlich erwartet.
Dass die Whispers wohl von den Toten stammen, war seit mehreren Staffeln relativ klar. Dass das, was sie sagen, dann nicht 100pro passt, kann ich verschmerzen (und müsste ich mir sowieso erst einmal anlesen). Und der Durchschnittszuschauer merkt das sowieso nicht.
Und dass Christian = Smokey ist, war auch schon lange klar. Da auf eine spektakuläre neue Wendung zu hoffen, ist/war total naiv. Dass Smokey dann recht seltsame Entscheidungen traf ... ist das was neues? Ben, Jacob etc. tun alle ständig völlig sinnlose Dinge, um ihre Ziele zu erreichen. Das ist alles andere als gutes Storytelling, aber Smokey-Christian stellt da wahrlich keine Ausnahme dar.
von Plem
#811783
AlphaOrange hat geschrieben:Und dass Christian = Smokey ist, war auch schon lange klar. Da auf eine spektakuläre neue Wendung zu hoffen, ist/war total naiv. Dass Smokey dann recht seltsame Entscheidungen traf ... ist das was neues? Ben, Jacob etc. tun alle ständig völlig sinnlose Dinge, um ihre Ziele zu erreichen. Das ist alles andere als gutes Storytelling, aber Smokey-Christian stellt da wahrlich keine Ausnahme dar.
Naja, blöde Entscheidungen kann ich ja noch vertragen, aber das erklärt trotzdem nicht wie Christian Michael auf dem Frachter erscheinen konnte, obwohl Locke sagt, dass er nicht über Wasser reisen kann. Es ist ja nicht so als ob diese Regel schon vor Staffeln eingeführt wurde und man es vergessen hat. Das mit dem Wasser hat er selbst erst vor einigen Folgen gesagt.
Benutzeravatar
von Holzklotz
#811789
Es kann doch mehrere Christians geben?
Ein "Toter" - die Leiche ist doch auf der Insel? (Oder ist bekannt, dass die Gefangenen auf der Insel dort gestorben sein müssen oder ob das Leichen-gebunden ist? Und außerdem... Michael ist ja auch nicht auf der Insel abgenippelt, geistert da trotzdem rum?? Ach keine Ahnung...)
Und dann halt Locke...

Wie man das auflösen könnte...
von Stefan
#811910
keynwar hat geschrieben:Mimimimimimimimi!
ach so ja stimmt .. da hast du natürlich vollkommen geschnallt, was hier vor sich ging :roll: das war alles total ernst gemeint und so. :!: :!: und theologe hass ich sowieso total :!: :!: :!: und wenn du mich jetzt anfängst zu mobben dann sag ich das sentinel und wir gründen die "mobb me not" liga :lol:

----

so nachdem ich diesen unnötigen kommentar mit ner unnötigen Antwort bediente, back on topic:

ich denke einfach es gibt bei Fans 2 Gruppen - eine Gruppe, die einfach schaut nimmt was kommt und jene, die auch aufgrund der Mystery rund um die Show schauen und die sich halt auf gestellte Fragen auch zumindest irgendwelche Antworten erwarten - ich höre relativ viele US Podcasts und ich muss sagen, selbst bei diesen Leuten sind die Meinungen stark geteilt - eigentlich ähnlich wie hier im Forum

die Antwort auf die Kritik von Grupppe 1 ist meist "man darf sich halt keine Antworten erwarten, es geht doch um die Charaktere" .. und selbst solche Antworten kann ich selbst überhaupt nicht verstehen, da sich fast alle Charaktere diese Season total OOC verhalten. und die Sideways in Sachen Charakterentwicklung ja mal ein Schlag ins Gesicht jedes Fans ist.

Und ich denke mal die kirtisierten Punkte sind (meist) legitim und warum sollte man sie nicht ansprechen? Damit schadet man ja niemandem. Und es erwartet ja auch kein Mensch, dass sich hier alle einig sind - wann waren wir das schonmal? Selbst jetzt gibt es hier noch Leute, die HEROES schauen .. das sagt doch alles :lol: :lol:

also - in diesem Sinne, live long and prosper :!:

und @theologe: grrrrr :twisted: :lol:

edit: @alpha: ich las übrigens, dass Darlton nicht NACH sondern VOR dem Finale bei Kimmel sind und das falsch "verstanden wurde". sie werden nach dem Finale weiterhin zu ihrer "absoluten funkstille" stehen, damit das "Finale für sich sprechen kann"
Benutzeravatar
von Theologe
#811916
Stefan hat geschrieben: ich denke einfach es gibt bei Fans 2 Gruppen - eine Gruppe, die einfach schaut nimmt was kommt und jene, die auch aufgrund der Mystery rund um die Show schauen und die sich halt auf gestellte Fragen auch zumindest irgendwelche Antworten erwarten - ich höre relativ viele US Podcasts und ich muss sagen, selbst bei diesen Leuten sind die Meinungen stark geteilt - eigentlich ähnlich wie hier im Forum
Die Gruppe, die nimmt was kommt, will auch Antworten nur eben nicht auf jeden Kleinkram. Man muss auch mal Fünfe gerade sein lassen. Natürlich finde ich es bescheuert, wenn Desmonds Brunnen über nach aufgefüllt wird, aber über sowas kann ich angesichts der Spannung hinwegsehen. Wenn ich so pingelig wäre und mich über jedes Detail aufregen würde, das mir negativ auffällt, würde ich mich vielleicht auch in eine Negativstimmung quatschen. Zumal ich oft den Eindruck habe, dass der eine oder andere hier nur nachplappert, je nachdem ob der erste Post zur neuen Folge positiv oder negativ war.
von DonnieDarko
#811982
Ehrlich gesagt, ich gehöre wohl zur zweiten Gruppe. Großartige Antworten bezüglich der zahlreichen Rätsel der Serie erwarte ich schon lange gar nicht mehr, wobei ich mich bei der Claire-Storyline doch irgendwie am Kopf kratze. Da verschwindet sie in der vierten Staffel im Dschungel und lässt ihr Baby irgendwo liegen, reist anscheinend nicht durch die Zeit, obwohl sie auf der Insel ist, kehrt verrückt zurück und ist mit dem Virus infiziert, dann ist sie aber doch wieder auf der Seite der anderen, nachdem Kate sie überredet...was geht da überhaupt ab? Die Autoren sagen ja selbst, dass ihnen eine Auflösung für die Charaktere am Wichtigsten ist und eine Antwort auf die Frage, was da mit Claire abgeht, gehört für mich persönlich doch dazu. Gegen Ende der vierten Staffel gab es ja die Spekulation, dass sie verschwand, weil sie irgendwie bei der Explosion des Hauses starb, die gefällt mir ehrlich gesagt besser als diese Ungereimtheiten bei ihrer Story, weil ich irgendwie nicht ganz verstehe, was ihre ganze Story seit Charlies Tod sein soll.

Jacks Entwicklung innerhalb der Serie und auch innerhalb der letzten Folge fand ich eigentlich ziemlich schlüssig. Natürlich war der Moment auf dem Boot mit Sawyers "spring ins Wasser, runter von meinem Boot" etwas over the top und melodramatisch, aber seine Handlungen ergeben für mich Sinn. Man hat ja schon innerhalb der Folge gesehen, dass er nicht 100%ig hinter Sawyers Plan steht, noch bevor er ihn wirklich umgesetzt hat und die anderen zum Strand geführt hat. Da stört mich doch schon eher, dass Sun und Jin sich am Ende bei ihrem emotionalen Wiedersehen in einer Fremdsprache artikulieren und nicht in ihrer Muttersprache. :lol:

Ich denke mal, dass die Mehrheit der Fans am Ende der Serie unzufrieden damit sein wird wie die Serie geendet ist und das hätte man sich schon bei Beginn der Serie denken können. Die Serie wurde mit ihrem Einfluss auf die Popkultur ja am Anfang auch z.B. mit Akte X verglichen, ein treffender Vergleich, wenn man bedenkt wie schlecht das Akte X-Finale damals aufgenommen worden ist. Das Lost-Finale wird sich wohl definitiv in der Kategorie der enttäuschenden finalen Folgen populärer Genre-Serien irgendwo zwischen Akte X und BSG einordnen lassen. Trotzdem wird das nichts daran ändern, dass LOST die TV-Landschaft veränderte und sechs Jahre lang eine der am meisten diskutierten Serien im US-Fernsehen war, was auch eine Flut an mehr oder weniger erfolglosen/erfolgreichen Lost-Kopien (Invasion, Surface, Threshold, Flash Forward, V, Heroes) auslöste.
von Plem
#811999
DonnieDarko hat geschrieben:Ich denke mal, dass die Mehrheit der Fans am Ende der Serie unzufrieden damit sein wird wie die Serie geendet ist und das hätte man sich schon bei Beginn der Serie denken können.
Was für ein Quark :roll: Wenn ich das gedacht hätte, hätte ich wohl kaum nach der ersten Folge weitergeschaut und der Großteil der Zuschauer bestimmt auch nicht. Wenn Lost nur zwei oder drei Staffeln gedauert hätte, könnte ich mir vorstellen, dass man eine gute Geschichte erzählt bekommen hätte. Die Sachen, die in Season 1 eingeführt wurden, waren eigentlich alle gut und logisch erklärbar, ohne sich in zig Widersprüche zu verstricken, die Größtenteils nur wegen den späteren Staffeln entstanden sind.

Wenn man sich Lost ansieht, hätte man die Handlung eigentlich auch in einer Staffel abhandeln können. So sehr ich Staffel 2 bis 4 mochte, waren diese vollkommen unnötig. Von 5 will ich gar nicht erst reden. Man hätte einfach nur zeigen können, dass ein paar Menschen auf einer Insel abstürzen. Sie finden heraus, dass ein uralter Krieg zwischen einem Mann namens Jacob und MiB herrscht. Einer von ihnen soll der Nachfolger werden. Ende. Dharma, die Others und das ganze Zeug sind in dem momentanen Lost vollkommen belanglos, was vor allem dadurch ersichtlich ist, dass man nie richtig definitive Antworten über sie bekommen hat.
Benutzeravatar
von AlphaOrange
#812011
Plem hat geschrieben:Wenn man sich Lost ansieht, hätte man die Handlung eigentlich auch in einer Staffel abhandeln können. So sehr ich Staffel 2 bis 4 mochte, waren diese vollkommen unnötig. Von 5 will ich gar nicht erst reden.
Lost S1 ist aber eine komplett andere Serie. Und - soweit kann man den sagenumwobenen Masterplan wohl glauben - war von vornherein nur der Nährboden für das, was noch kommen sollte.
Ich finde, die Staffel 1 bis 3 waren Lost wie es sein sollte. Und imho war es ausgerechnet dieser gefeierte 3-Staffel-Deal der Knackpunkt. Ab S4 waren die Story Arcs überhaupt nicht mehr ordentlich in die Mythologie eingepflegt, die Charaktere handeln seither nur noch so, wie der Autor es ihnen befiehlt. Ständig bilden sich willkürlich irgendwelche neuen Grüppchen, die überhaupt kein Ziel verfolgen oder sich blind irgendeinem "Anführer" anvertrauen, der eigentlich überhaupt keinen Plan hat.
Man hätte Lost super mit der vierten Staffel beenden können, wenn man sie etwas anders angegangen wäre (insbesondere im Hinblick auf die FF). Dann wäre das Ende mit dem Verlassen der Insel vielleicht etwas konventioneller ausgefallen, hätte uns aber die späteren Wendungen erspart, dass die Geretteten plötzlich doch wieder auf die Insel wollen - und dann plötzlich wieder weg wollen - und den kannten FS-Mist natürlich erst recht.
Benutzeravatar
von McKing
#812035
AlphaOrange hat geschrieben: Man hätte Lost super mit der vierten Staffel beenden können, wenn man sie etwas anders angegangen wäre (insbesondere im Hinblick auf die FF). Dann wäre das Ende mit dem Verlassen der Insel vielleicht etwas konventioneller ausgefallen, hätte uns aber die späteren Wendungen erspart, dass die Geretteten plötzlich doch wieder auf die Insel wollen - und dann plötzlich wieder weg wollen - und den kannten FS-Mist natürlich erst recht.
So sehe ich es auch, wie ich es oben auch schon geschrieben habe.
Staffel 1 war super (zu der Zeit). Die Insel war das Thema.
Staffel 2 war sehr sehr gut. Der Bunker war das Thema.
Staffel 3 war super. Die Others waren das Thema.
Die Themen von Staffel 4 und 5 kann ich so gar nicht direkt sagen :roll:
Das war einfach Mist danach. Klar, jede Folge fand ich immer noch spannend und war Nummer 1 auf der täglichen to do liste, aber einen gewissen Reiz haben sie verloren.
Ein Finale was so geht wäre im nachhinein besser gewesen als dieser von Metaphern geprägtes geblubber die letzten zwei Staffeln lang...:
Staffel 3, Oceanic 6 wird gerettet, miserables leben danach, sehen sich an das abenteuer zurück, wollen die anderen überlebenden von der insel holen und beim versuch geht irgendwie die insel hoch und die anderen können nicht gerettet werden... Und die ff zeigen während der staffel das miserable leben und das ende in stücken, so wie man es von damages kennt.
Benutzeravatar
von Holzklotz
#812040
Ich mag Season 6.

Wenn ich jetzt aber darüber nachdenken m+üsste, wann ein Ende einzuordnen sei, dass vor S6 stattfinden müsste, würde ich S5 noch mieinbeziehen. Einfach den Flocke-Teil ein bisschen umbauen, den Opener von S6 an das Ende von "The Incident" packen, als Juliet auf die Bombe schlägt und Aus die Maus. Durch die Zeitreise gab es klasse Momente Dinge aufzuklären, emotionale Brücken zur Season 1 zu schlagen usw.. Wenn ich darüber nachdenke, fände ich es nicht schlecht, wenn S6 auch noch Zeitreise wäre und in dieser Art und Weise der Konflikt Jacob vs. MiB eingebaut worden wäre. Naja... :wink:
von franz-josef
#812078
zu christian auflösung.Ich bin mir eigentlich sicher das locke gelogen hat,er hat auch kurz gezögert bei seiner antwort und naja sonst würde die ganzen erscheinungen der letzten staffeln keinen sinn ergeben deswegen glaube(hoffe) ich dass da noch wendung kommt.
von zvenn
#812727
Plem hat geschrieben:Ich hab endlich eine Gif gefunden :lol: :lol: :lol:
Könnte ich mir stundenlang ansehen :oops: :lol:
Ist der fliegende Kerl echt Foxy oder nur ein sehr sehr ähnlich aussehender Stunt-Foxy :shock:
Benutzeravatar
von RickyFitts
#812890
DonnieDarko hat geschrieben:Ehrlich gesagt, ich gehöre wohl zur zweiten Gruppe. Großartige Antworten bezüglich der zahlreichen Rätsel der Serie erwarte ich schon lange gar nicht mehr,

Die Autoren sagen ja selbst, dass ihnen eine Auflösung für die Charaktere am Wichtigsten ist und eine Antwort auf die Frage, was da mit Claire abgeht, gehört für mich persönlich doch dazu.

Ich denke mal, dass die Mehrheit der Fans am Ende der Serie unzufrieden damit sein wird wie die Serie geendet ist und das hätte man sich schon bei Beginn der Serie denken können. Die Serie wurde mit ihrem Einfluss auf die Popkultur ja am Anfang auch z.B. mit Akte X verglichen, ein treffender Vergleich, wenn man bedenkt wie schlecht das Akte X-Finale damals aufgenommen worden ist. Das Lost-Finale wird sich wohl definitiv in der Kategorie der enttäuschenden finalen Folgen populärer Genre-Serien irgendwo zwischen Akte X und BSG einordnen lassen. Trotzdem wird das nichts daran ändern, dass LOST die TV-Landschaft veränderte und sechs Jahre lang eine der am meisten diskutierten Serien im US-Fernsehen war, was auch eine Flut an mehr oder weniger erfolglosen/erfolgreichen Lost-Kopien (Invasion, Surface, Threshold, Flash Forward, V, Heroes) auslöste.
Wollte mich ja eigentlich mit abschließenden Einschätzungen zur gesamten Serie bis nach dem Finale zurückhalten, aber bei dem Post muss ich auch mal alle meine Einsprüche erheben.

Fangen wir mal von hinten an:
Was du da als Lost-Kopien listest sind einfach alle Genre-Serien im Bereich Mystery/Sci-fi, die mit Lost einzig gemeinsam haben, dass sie alle Serials sind. Da und auch generell finde ich den Einfluss von Lost absolut überschätzt. Welche Show hat sich denn schon in den letzten 6 Jahren wirklich an Lost orientiert? Eigentlich keine. All die gemeinsamen Elemente gehen schon auf davorliegende Formate zurück. V ist ein Remake, Heroes orientiert sich am Superhelden-Boom mit viel X-Men Anleihe, Surface ist eher eine Monster-Mystery und bei Invasion und Threshold sinds Alien-Szenarien. Lostiges find ich da so gar nicht drin.

Was die Erwartungshaltung an das Ende angeht finde ich den Akte X Vergleich auch sehr ungünstig. Bei Akte X hat man schon in der Serienmitte gemerkt, dass sich da eher von Folge zu Folge vorangeschrieben wurde. Außerdem hat es als Semi-Procedural, das wenn überhaupt auf eine einzige und klar benannte finale Antwort zusteuerte (Alienbeweis ja/nein), nie eine so konstante Mythologie angedeutet wie Lost. Das Finale von Akte X ist auch eher daran gescheitert, dass man sich erneut um eine klare Antwort auf die Kernfrage herumgewunden hat. Bei Lost kriegt man die letzte Frage ja nichtmal mehr sauber artikuliert so sehr fasert das alles aus. Da könnte es tatsächlich mehr auf das BSG Debakel hinauslaufen. Das hat sich am Ende nämlich einfach dagegen entschieden als Genre-Serie zu enden und hat unplausible Esoterik statt moralbelastete Sci-fi-Konfliktlösung geliefert.

Ähnlichkeit zu Lost besteht hier aber darin, dass man bei BSG immer wieder einen großen Masterplan geteasert hat und vermittelte, dass die Autoren von Anfang an genau wussten, wo sie hinwollen. Exakt das hat man uns bei Lost ja auch seit Season 1 versucht weiszumachen und mit wohl größeren Erfolg als bei jeder anderen Serie. Das ist aber vor allem eine Marketingleistung, die geschickt eine Internetcommunity eingebunden hat, die akribisch jeden Brotkrumen auf einer scheinbaren Fährte zur großen Erleuchtung gestreut war. Dummerweise laufen viele dieser Bröselspuren jetzt ins Leere und sowas enttäuscht natürlich die eigenhändig angefütterten hardcore-fans. Bei der Vollmundigkeit, mit der sich die Autoren in Podcasts und auf Convention-Panals produziert haben, haben sie sich die Messlatte selbst zu hoch gesteckt. Und wenn der Plot bröckelt ist die Standardformel "its a character drama" auch nur eine artsy-fartsy Luftblase von Autoren, die ihre eigene Hybris nicht eingestehen wollen.

Worin besteht also die große Leistung von Lost? Eigentlich nur im Teasern mit vagen Andeutungen und einem außergewöhnichen Setting. Dramaturgisch war Lost für mich nie top notch. Dafür war der Ausgangscast zu breit und typisiert (man erinnere sich allein an die flachen Charakterzeichnungen von Shannon, Claire, Charlie etc.) Und um die auszubauen hat man sich dramaturgisch sehr simpler und nachteilbehafteter Mittel bedient.

Episodenfokus auf eine Figur ist ja im Prinzip nicht schlecht auch wenn es bei einer Ensemble-Serie natürlich eleganter wäre alle Charaktere parallel zu entwickeln. Das ist natürlich sehr anspruchsvoll für die Autoren und wird nur von echten Topserien wie Six Feet Under oder Damages wirklich gut erreicht, die sich dann auch zurecht character drama nennen dürfen. Genre-Serien tun sich da eher schwer dran (die leidig-kitschige BSG Melodramatik) oder überwerfen sich mit Figurenmotivationen und gehen völlig baden (Heroes). Da macht es sich Lost aber gleich noch eine Nummer einfacher, indem man nicht nur Episodenfokus macht sondern die einzelne Figur gleich in einem herausgelösten Flashback vorstellte, der inhaltlich maximal indirekt mit der Inselhandlung verknüpft war. Das fand ich von Anfang an dramaturgisch ganz schön billig, vor allem weil einem meist ziemlich abgeschmackte Nebengeschichten präsentiert wurden. Es fällt mir schwer zu glauben, dass irgendjemand Lost wegen diesen Charaktergeschichtchen geschaut hat. Dem wirklich interessanten Mythologie-Part hat das immer nur Sendezeit geklaut und den fiesen Kaugummi-Stretch-Eindruck verschärft. Erzähltempo ist auch nicht gerade eine Stärke von Lost. Warum also schaut man bis jetzt weiter? Weil man den Machern abgekauft hat, dass wir eine zufriedenstellende Auflösung der Fragen bekommen würden.

Wie das ausgeht, kommentier ich dann aber wirklich erst in ein paar Wochen.
Benutzeravatar
von Theologe
#814841
RickyFitts hat geschrieben:Da macht es sich Lost aber gleich noch eine Nummer einfacher, indem man nicht nur Episodenfokus macht sondern die einzelne Figur gleich in einem herausgelösten Flashback vorstellte, der inhaltlich maximal indirekt mit der Inselhandlung verknüpft war. Das fand ich von Anfang an dramaturgisch ganz schön billig, vor allem weil einem meist ziemlich abgeschmackte Nebengeschichten präsentiert wurden.
Ja, das stimmt. Die Flashbacks haben im Grunde den Effekt gehabt, die Folgen mit Material zu füllen, damit man auch seine ca. 20 Folgen voll bekam, nicht selten ein Problem von Serials. Aber zumindest teilweise waren die Flashbacks hilfreich dabei, die Motive der Figuren nachvollziehen zu können. Natürlich war es nach dem 3. Jack-Flashfback nicht mehr nötig zu zeigen, dass er alles "fixen" will, aber grundsätzlich fand ich das nicht uninteressant. Und die Flashbacks haben zumindest dazu geführt, dass man beim ersten Flashforward von Jack einen tollen WTF-Moment hatte, als Kate aus dem Auto stieg.
#815848
versteckter Inhalt:
http://www.serienjunkies.de/news/lost-janney-26202.html

Allison Janney wird die Rolle der "Frau" in der nächsten LOST-Folge spielen. Jacobs oder MiBs Mutter?
  • 1
  • 117
  • 118
  • 119
  • 120
  • 121
  • 148