Ich kann mir nicht helfen, aber ich lese hier einen Widerspruch...
CommanderNOH hat geschrieben:
Dann erklär mir mal, wie die Spitzenfahrer über mehrere Tage dieses Höllentempo gehen können, ohne irgendwie nachgeholfen zu haben?
...und...
CommanderNOH hat geschrieben:
Ich habe nur gefragt, wie die das Tempo, die Belastung, den Druck bewältigen? Und du unterstellst mir nun, dass ich alle Topfahrer des Dopings verdächtige?
Deine Frage nach dem "Höllentempo" ist eine rhetorische Frage. Du erwartest keine vernünftige Antwort darauf, weil niemand außer einem Radprofi sie dir wahrheitsgemäß beantworten kann (und das weißt du eigentlich auch

). Die Frage dient also in meinen Augen einzig und allein dem Zweck, allen "Spitzenfahrern" Doping zu unterstellen. Da kannst du jetzt auch noch so sehr drumherum rudern.
Wenn man zusätzlich deine vorherigen Beiträge betrachtet, in denen du von "Apotheken-Fahrer" und "Tour de Farce" sprichst... was soll man denn sonst für einen Eindruck bekommen, als dass du allen Spitzenfahrern Doping unterstellen willst?
CommanderNOH hat geschrieben:Ja, das wusste ich. Es geht aber nicht um "so manche" Belastung, sondern in diesem Fall um eine extreme körperliche Belastung, die so weder ein Fußballer noch ein Formel1-Fahrer hat. Ich halte es für schwer vorstellbar, dass die Radsportler diese extremen Belastungen ohne nachzuhelfen bewältigen können.
Du spekulierst dir hier einen zurecht
Zunächst mal ist ein menschlicher Körper mit dem jeweiligen Training zu vielem fähig. Da gibt es Leute, die laufen mehrmals im Jahr einen Marathon, oder bestreiten mehrere Triathlons oder ziehen LKWs auf DSF :shock:
Das sind alles Leistungen, welche die Realität der meisten "normalen" Menschen sprengen - weil sie das ihrem eigenen Körper niemals abverlangen könnten (denken sie). Heißt also, wenn man sich das nicht vorstellen kann, wird man schnell misstrauisch, ob nicht nachgeholfen wurde. Im Radsport ist es nun glücklicherweise so, dass Doping ein brisantes und aktuelles Thema ist. Was liegt also näher, als den Radprofis zu unterstellen, dass sie nachhelfen?
Also nochmal: Es ist Spekulation, dass Radfahrer ihrem Körper tatsächlich "mehr" abverlangen, als Sportler in anderen Sportarten. Viele Extremsportarten sind garantiert noch härter als eine Tour de France. Weiterhin ist es Spekulation, dass die Topfahrer dopen würden. Möglich ist es, aber nur weil man sich solche Leistungen nicht vorstellen kann, und der Sport eine Doping-Vergangenheit/Gegenwart hat, heißt das nicht, dass zwingend nachgeholfen wurde!
vicaddict hat geschrieben:
Es gibt nur eine gewisse Hemmschwelle Doping komplett frei zu geben, denn das wäre ja dem Image abträglich.
Das nicht so sehr. Es ist eher die Angst, dass viele Fahrer es dann mit dem Doping übertreiben würden, und gesundheitliche Schäden davon tragen. Man erinnere sich an den Todesfall 1967, als der Brite Tom Simpson auf einer Bergetappe starb, weil er einen fiesen Doping-Medikamenten Cocktail intus hatte. Damals war Doping noch neu und nicht verboten.
vicaddict hat geschrieben:
Glaubt denn hier wirklich jemand, die Fahrer bzw die Teams hätten an ihrem Verhalten etwas geändert? Dafür ist die ganze Nummer zu groß, zu Prestigeträchtig, dafür geht es um zuviel Geld.
Stimmt auch nicht ganz... es geht mittlerweile nur noch um vergleichbar "wenig" Geld. Wenn eine Mannschaft am Ende der Tour 50.000 Euro eingenommen hat, kann sie sich schon glücklich schätzen. Das Geld muss dann nochmal unter allen Fahrern, Betreuern und Mitarbeitern aufgeteilt werden. Ein Fußballprofi kann über solche Zustände nur müde lächeln. Auch für die meisten Sponsoren ist die Tour ein großes Minusgeschäft.