- Sa 27. Mär 2010, 23:11
#799665
Ich muss mal wieder eine Geschichte erzählen die mich nervt:
Samstagmorgen.8,38 Uhr.Bahnhof Rheine.Eine Gruppe ahnungsloser Rheiner Teenager betritt den Regionalexpress in Richtung Hannover um sich dort einen schönen Tag zu machen.Doch diese Idylle wird jäh zerstört.Eine vierköpfige Familie,samt dem Rothaarigen Sohn Kevin mit Brille,vielleicht 25 Jahre alt,betritt den Vierer hinter der Teenagergruppe.Der Schrecken beginnt!
Die 4köpfige Familie besteht aus Kevin mit Freundin samt Eltern.
Die Freundin,schwarze Fingernägel aber relativ gepflegtes Äußeres sonst,und aus den Eltern Kevins.Prompt bekommt einer der Rheiner "Touristen", aufgrund eines Mangel an Ohrendemolierern-auch mp3 Player oder ähnliches gennant-,mit was für ein Leben die Familie besitzt.Zum einen wäre da Kevin,der händeringend einen neuen Job sucht und sich bald ans Bewerbung schreiben machen will fürs nächste Jahr.
Sofort beginnt einen aufgeregte Arbeitsmarktdiskussion.Kevins Vater,seiner Stimme nach zu beurteilen ein Raucher,fordert seinen Sohn auf einfach mal wieder die Läden abzuklappern.In diesem Falle sind mit "Läden" Aldi,Lidl etc. gemeint.Doch die kluge Freundin setzt ein:"Aber im kaufmännischen siehts im Moment schlimm aus."
"Stimmt,wie wärs mit einem Job als Lagerist?!",fragt die Mutter,schwarze lange Haare,die sich bis dato zuruck gelehnt hat.
Scheinbar abwesend lenkt dann der "arbeitswillige" Kevin das Thema,da sich der Zug in Bad Oeynhausen befindet,auf das Panzermuseum Bad Oeynhausen.Nach Recherchen meinerseits,meint er wohl er das "Auto und Technica"Museum Bad Oeynhausen.Ein Panzermuseum ist nur in Munster vorhanden.
Kevin hat dieses,was auch immer Museum,mit Freund Peter besucht.
Nachdem dieses keinen Anklang findet in der restlichen Reisegruppe kommentiert Kevin von nun an jeden an der Strecke sich befindenen Supermarkt.Für die,es soll ja welche gebe,Analphabeten im Zug sagt er immer die Namen:"Netto";"REWE","PENNY";"KAUFLAND";"EDEKA" usw.
Ob es sich dabei aber um eine Überpfüfung der eigenen Sprachkenntnisse handelte,ist bis heute nicht überliefert.
Es könnte ja sein,dass diese Prüfung nötig ist da man zu viel gezockt hat.
Aber nein,das ist ja nicht schön.Wenn man den ganzen Tag zockt am PC,dann fährt man in der Spielstraße,wo man,was Kevins Freundin mehrfach wiederholte,nur 7-10 Kmh fahren darf,40 kmh.Diese Missetat ,die ja sonst keiner macht, hat ein nicht namentlich benennbarer Freund des Paares vollbracht.
Wahrscheinlich haben diese Taten auch die Großeltern der beiden weiterezählt,die ja immer alles weitererzählen.
Die Großeltern denken ja auch dass man angeblich hinter dem Mond leben würde,denn sie fragen ob Onkel Axel am Sonntag die beiden überhaupt mit ihren ganzen Sachen mitnehmen kann.Dieses stellen die Oma und der Opa in Frage.Ich auch!
Wie kommt man auch nur auf den Schluss,dass man hinter dem Mond lebt wenn man tatsächlich fragt wie ein Zug mitbekommt dass ein Fernreisezug(kurz:ICE)vorbei muss und deshalb freie Bahn braucht,in folgedessen der Regionalexpress eine Pause einlegen muss.
Natürlich per Funk,aber Kevin denkt wahrscheinlich dass man immer einen Reiter losschickt der von der Bahnhauptzentrale zum Regioexpress reitet und da ein Telegramm hinterlegt,dass man halten muss da ein Fernreisezug freie Bahn braucht.
Nein,aber wie kommt man nur zu dem Schluss dass man hinterm Mond leben würde?!
Naja,nachdem die Reisetruppe den Tag gut vollbrachte,stand der Rückweg an.
Nach Querelen um die nicht vorhandene Gültigkeit eines Niedersachentickets in der Westfalenbahn hatten die Schüler sich in einen Regiozug gezwängt,der von dem Rest übergebliebenen vollgetrunkenen Fussballfans aus Köln überfüllt war.
Hinter der Reisetruppe hatte sich es Helmut,Glatze 40 Jahre alt,bekennender Bayernfan und ein rafinierter Wetter zusammen mit einer Reisetruppe Fussballfans bequem gemacht.
Fortan gings los:
Nach einer herzzereißenden Diskussion über Fussball wurde(fast) gewettet.
Helmut wettete dass er einem von den Fussballfans in seine Hosetasche pinkeln würde,ohne dass diese Nass würde.Sie wetteten um einen einstelligen Geldbetrag.
Wem diese Wette noch nicht noch doof genug vorkäme,wird eines besseren gelehrt oder wie man sagen würde:"DAS GEHT BESSER!"
Helmut wettete gegen wiederum einen Fussballfan,dass er es nicht schaffen würde mit "Keiner Hose mehr" zum Anzeigenlicht im Zug,also der Anzeige wo das nächste Reiseziel angezeigt wurde in einem Neonlicht,schaffe und wieder zurück.Dieses Mal um 10 Euro.
Dabei dürfe der Fussballfan von keinem anderem Fahrgast berührt werden.
Gesagt getan und helmut hatte aller Anschein nach verloren doch dann holte er das Ass aus dem Ärmel.
Die Betonung liege auf "Mehr",er meinte damit dass dieser Fussballfan eine Hose mehr an bräuchte um zu gewinnen.Da er aber immer noch die selbe Anzahl an Hosen trug,hatte Helmut gewonnen.Jeder hatte es verstanden dass der Fussballfan nackt wiederkommen sollte.
Nachdem sich dann eine Zeit lang jeder über diesen achsotollen Witz den Schnabel weggelacht hatte,kam dann die Zeit der Witze.Welche alle in diesem Stadium abliefen:
"Chuck Norris hat es als einziger geschafft Arielle die Meerjungfrau zwischen die Beine zu fassen."
Diese Witze wurden langweilig,das Endziel Rheine kam näher und die Themen wurden spannender.
Am Ende wurde über Homosexualität gestrittten,ob der eine von den Fussballfans nicht schwul wäre,seine Haltung wärs zumindestens.
Und jeder hat ja angeblich eine schwule Neigung in sich.Aber Helmut mag keine Schwulen obwohl er auch ein wenig was für die Fussballfangruppe empfände.
Als die Gruppe der Rheiner Teenager dann endlich diese illustre Gesellschaft hinter sich gelassen hatte war man einfach nur noch glücklich.