Wahl zum SPD-Vorsitz 2019 (Stichwahl)

Olaf Scholz & Klara Geywitz (kein Motto)
1
10%
Norbert Walter-Borjans & Saskia Esken (Standhaft Sozial Demokratisch)
6
60%
Egal, denn auf dem Parteitag am 6. Dezember wird eh ein windiger Satiriker die Wahl torpedieren und den Vorsitz erhaschen
3
30%
Enthaltung
Keine Stimmen
0%
von P-Joker
#1537273
Wolfsgesicht hat geschrieben: Sa 5. Okt 2019, 03:35 Irgendwann kommt dann halt die Wahl, Böhmermann gewinnt und alles war für die Katz xD
Das wird natürlich (zum Glück) nicht so kommen! Dafür müsste er erst mal zum Kandidatenkreis gehören und damit wählbar werden!
Also ich könnte mit dem Möchtegern-Komiker als SPD-Vorsitzender absolut nichts anfangen!
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von Wolfsgesicht
#1537275
Das war jetzt auch nicht todernst gemeint :D
Aber ich glaub schon dass das möglich ist. Und da die Mitglieder als Ganzes abstimmen glaube ich irgendwo wirklich dran, wenn man da 10 Gruppen hat und Böhmermann dagegen antritt, dass das dann reichen könnte. Braucht ja dann nur irgendwas um die 20%. Aber wahrscheinlich würde er Dritter oder so.
So recht glaubt’s ja noch keiner dass der Anfang Dezember zur Wahl stehen wird, irgendwo glaub ich aber dran :D Das wäre irgendwo zu blöde wenn es nicht so enden würde. Nur gewinnen wird er wohl nicht :)

Ich fände es aber irgendwo unsagbar witzig wenn die Kadidaten 2 Monate durchs Land touren und am Ende gewinnt jemand anders :')
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von Neo
#1537308
Wolfsgesicht hat geschrieben: Sa 5. Okt 2019, 14:14Ich fände es aber irgendwo unsagbar witzig wenn die Kadidaten 2 Monate durchs Land touren und am Ende gewinnt jemand anders :')
Wenns nicht die SPD wäre. :'(
Ich hoffe doch echt, dass er besseres zu tun hat und nicht deshalb erstmal ein Jahr (Zwangs)pausiert. :grin:

Bei der CDU fänd ichs lustiger und da werden wirs höchstwahrscheinlich demnächst erleben, halt ohne Tortur und Böhmi, also doch nicht lustig. An AKK kann man nach dem letzten Jahr nicht mehr festhalten. Die Frage ist nur, ob man dann tatsächlich einen Merz bekommt oder Laschet sich bitten lässt. Aber das hatten wir schon.
von thunder49
#1537839
Heute wirds interessant, im Laufe des Tages wird bekannt gegeben welches Duo das Ausscheidungsrennen gewonnen hat
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von Neo
#1537841
Joa, spannend... -_-
425.000 Mitglieder konnten abstimmen, 226.775 Mitglieder (53,3%) haben an der Abstimmung teilgenommen.
versteckter Inhalt:
Bild

Stichwahl:
Klara Geywitz &Olaf Scholz
Saskia Esken &Norbert Walter-Borjans


Die zweite Abstimmung läuft vom 19. bis 29. November.
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von vicaddict
#1537842
Wenn man Twitter Beachtung schenken kann, dann werden viele jetzt Option B wählen. Einfach weil Option B nicht Olaf Scholz ist.
von P-Joker
#1537843
vicaddict hat geschrieben: Sa 26. Okt 2019, 19:14 Wenn man Twitter Beachtung schenken kann, dann werden viele jetzt Option B wählen. Einfach weil Option B nicht Olaf Scholz ist.
Ich glaube auch das Saskia Esken & Norbert Walter-Borjans klar gewinnen werden.
Die die Ansichten der Fans der bisherigen anderen Duos dürften sich doch wesentlich mehr mit diesen beiden decken.
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von Neo
#1537844
Hätte man Twitter Beachtung schenken können, dann wären Olaf und Klara gar nicht erst in der Stichwahl :D
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von vicaddict
#1537845
Nur, wenn das sehr deutliche Niederlage für Scholz werden würde, also sagen wir mal alles unter 40:60, dann ist er doch auch dermaßen beschädigt, dass er abdanken kann.

Allein, dass er als Vizekanzler, Finanzminister und langjähriges Gesicht der Partei mit Ach und Krach auf Platz 1 liegt und das nur mit knapp 1/5 aller Stimmen, spricht doch Bände. Wobei ich es jetzt auch spannend fände, wenn sich die anderen Kandidaten jetzt positionieren und jemanden endorsen würden. Dass man neue Gesichter sehen will, wurde durch diese Wahl aber sehr deutlich.
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von Neo
#1537846
Der Vollständigkeit halber: Die Umfrage lief bis Sa Okt 26, 2019 19:32.
Insgesamt abgegebene Stimmen : 7
versteckter Inhalt:
Je 1 Stimme / 14%
  • *Olaf Scholz & Klara Geywitz (kein Motto)
    *Gesine Schwan & Ralf Stegner (Leidenschaftlich – echt sozialdemokratisch.)
    *Nina Scheer & Karl Lauterbach (Sozial.Ökologisch.Klar.)
    *Boris Pistorius & Petra Köpping (kein Motto)
    *Michael Roth & Christina Kampmann (Mit Herz und Haltung. Gemeinsam den Aufbruch wagen.)
    *Norbert Walter-Borjans & Saskia Esken (Standhaft Sozial Demokratisch)
    *Das pfiffigste Motto entscheidet! Warte also bis Olaf und Co. nachgezogen haben
Keine Stimmen / 0%
  • *Hilde Mattheis & Dierk Hirschel (#MachtVeränderungMöglich)
    *Karl-Heinz Brunner (kein Motto)
    *Um Gottes Willen, natürlich keiner!


Neue Umfrage jetzt. Hoffe da auf eine regere Beteiligung. :yum:
von thunder49
#1537862
Ich kann für die SPD nur hoffen das da bis zum 6. Dezember noch jemand wie Phönix aus der Asche kommt. Denn mit den beiden Kandidatenpaaren ändert sich nix, das kann man sicher sagen.

Wenn ich mich dennoch zwischen diesen beiden Paaren entscheiden müsste würde ich ganz klar das Duo Borjans/Esken wählen, aber nicht weil ich von dieser Paarung achso überzeugt bin. Ich wünsche der SPD einfach nur das sie den Weg aus der GroKo findet, nur den wirds mit Scholz an der Spitze nicht geben
von Kerouac
#1537867
Meine Spannung hält sich in Grenzen. So richtig hat der innenparteilicher Wahlkampf auch nicht gezogen, wenn man sich die stark gesunkene Wahlbeteiligung mit denen der letzten beiden Abstimmungen vergleicht. Irgendwie wirken diese Abstimmungen auch ziemlich inflationär. Jetzt wird wieder im November abgestimmt, und was passiert danach? Dann will die SPD je nach Wahlausgang wieder die Mitglieder fragen zur GroKo befragen.

Von Twitter kann man nicht auf irgendein Ergebnis schließen. Die meisten SPD-Mitglieder wissen sicherlich nicht mal, was Twitter ist.
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von Neo
#1537871
Wobei ich glaube, dass die Wahlbeteiligung jetzt steigen wird. Viele haben sich wohl enthalten, weil das einfach too much war. Wenn man mal eine der Konferenzen sah, dann merkte man schon, dass man nun nicht wirklich einen klaren Eindruck gewinnen konnte. Die Kandidaten kamen auch kaum zu Wort. Da waren Lauterbach&Scheer noch am deutlichsten, weil die definitiv aus der GroKo wollten und auch sonst einen klaren Linkskurs einschlugen. Die Berichterstattung war auch nicht so prall. Mit einer Stichwahl konnte man rechnen und jetzt wo es nur noch zwei Paare sind, ists auch leichter mit der Entscheidung.

btw: Habe schon vernommen, dass Böhmermann gestern den Rückzug offiziell bestätigte, lasse die Option aber trotzdem mal drin. Wer weiß, was da noch passiert und ob sich doch jemand versucht spontan aufstellen zu lassen.
von thunder49
#1537872
Muss das Duo das die Stichwahl gewinnt eigentlich dann auf dem Parteitag auch nochmal gewählt werden, oder wie läuft das da ab??
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von Neo
#1537873
thunder49 hat geschrieben: So 27. Okt 2019, 15:29 Muss das Duo das die Stichwahl gewinnt eigentlich dann auf dem Parteitag auch nochmal gewählt werden, oder wie läuft das da ab??
Jup. Muss von den Deligierten offiziell bestätigt werden.
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von Neo
#1538152
Eben einen Blick auf Twitter geworfen: Bin mir nicht ganz sooo sicher, ob Esken ihre Sozialismus-Debatte so viel hilft.
Glaube auch tatsächlich, dass das nicht die besten Kandidaten waren. Lauterbach und Scheer schienen mir in wichtigen Fragen so viel kompetenter und klarer zu sein, aber die JuSos haben eben die anderen "Linken" gepusht.
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von vicaddict
#1538169
Egal, wer gewinnt. Das Duo wird ein schwaches Duo sein. Scholz musste zur Wahl getrieben werden, hat hauchdünn die Spitzenposition inne und sieht sich einer breiten Mehrheit gegenüber, die für Duos gestimmt haben, die den Ausstieg aus der GroKo wollten. Und die andern beiden kenne ich bis heute nicht bei ihren Namen. Das sagt viel.

Wenn Scholz das Ding nicht mit 70% gewinnt kann er komplett einpacken, denn das wäre für den Finanzminister und Vizekanzler ein Desaster. Die SPD ist mit all dem Theater nur keinen Schritt weiter. Das ist ja das Dilemma.
von Kerouac
#1538182
Es ist eigentlich egal, wer gewinnt. Am Ende wird das Duo wieder von den eigenen Leuten verschlissen. Ehemalige Parteivorsitzende wie Gabriel und Schulz kommen dann wieder mit wenig konstruktiver Kritik an die aktuelle Parteispitze. Der Jusos-Vorsitzende sagt dann wieder, dass es ihm „scheiß egal“ sei, ob das Duo weiterhin im Amt bleibt, nur um kurze Zeit später den Umgangston in der Partei zu beklagen.

Diese Partei, ihr aktuelles Personal und ihr zukünftiges Personal in Form des Parteinachwuchses kann man komplett vergessen. Die SPD wird sich auch weiterhin im Tal der Tränen befinden.
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von vicaddict
#1538187
Wobei der Nachwuchs noch nie anders war. Das ist doch auch bei der jungen Union nicht anders. Nur ist die Parteiführung so schwach, dass sie dem nichts entgegen zu setzen hat. Man eiert halt auch in Inhaltsfragen hin und her, so dass wenigstens der Nachwuchs wirkt als habe er konkrete Vorstellungen. Auf Scholz und co trifft das ja nicht zu.

Im Grunde kann die SPD nur hoffen, dass sich die CDU demnächst zerfleischt und die Zeichen stehen gut und dann kann man vielleicht vom eigenen Versagen ablenken.

Wobei es bei eventuellen Bundestagswahlen schon interessant wäre, wie die SPD sich verhalten würde, wenn es eine Mehrheit für RRG geben könnte. Drängt man die Grünen zu schwarz-grün und geht endlich in die Opposition, oder macht man den Juniorpartner unter den Grünen und regiert erneut weiter mit? Oder würde man in eine Ampel gehen? Auch die FDP wird sich dem nicht verweigern können.
von thunder49
#1538203
vicaddict hat geschrieben: Oder würde man in eine Ampel gehen? Auch die FDP wird sich dem nicht verweigern können.
Warum sollte sich die FDP einer Ampel nicht verweigern können?? Wenn die FDP in der Vergangenheit etwas ausgeschlossen hat, dann hat sie nach der Wahl auch dazu gestanden, das muß ich ihr trotz meiner Abneigung lassen. FDP und Grüne zusammen auf der Regierungsbank sind für mich ohnehin zumindest im Bund weiter fast unvorstellbar
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von vicaddict
#1538225
Und es hat der FDP seit der letzten Bundestagswahl was gebracht? Nichts. Die sind die einzige nicht-Regierungspartei, die seit 2017 absolut nichts dazu gewinnen konnte. Egal, ob Bund oder Land, die FDP läuft nur als graue Maus rum und das Platzen von Jamaika hängt ihnen schon nach. Man hat ja nicht einmal Personen aufbauen können. Da ist weiterhin nur Lindner und mit Abstand Kubicky.

Die werden bei der nächsten Wahl schon wieder ne klare Zweitstimmenkampagne fahren, aber eigenes Profil haben die nach wie vor nicht.

Der FDP geht es doch ein wenig wie der SPD. Die haben keine Machtoption. Schwarz-gelb wird keine eigene Mehrheit mehr haben, also werden sie sich mit den Grünen anfreunden müssen, sofern sie nicht offen für eine Zusammenarbeit mit Union und AfD werben wollen. Wollen sie das, landen sie aber unter 5%.
von Kerouac
#1538263
Neue Zahlen von der Forschungsgruppe Wahlen:

SPD-Anhänger: Welches Kandidatenpaar wäre für die SPD besser?
Scholz/Geywitz 40 %
Walter-Borjans/Esken 23 %
Kein Urteil 37 %

Für die SPD wäre besser...(alle/SPD-Anhänger)
In Bundesregierung bleiben 50/64
Opposition 44/35
Weiß nicht 6/1

https://www.zdf.de/politik/politbaromet ... n-100.html

Das zeigt mal wieder, dass die SPD-Wähler konservativer und staatstragender sind, als so mancher seiner Parteifunktionäre. Und die eigentlichen SPD-Mitglieder, die überwiegend Rentner sind, sind noch staatsstragender.

vicaddict hat geschrieben: Mi 6. Nov 2019, 21:30 Und es hat der FDP seit der letzten Bundestagswahl was gebracht? Nichts. Die sind die einzige nicht-Regierungspartei, die seit 2017 absolut nichts dazu gewinnen konnte. Egal, ob Bund oder Land, die FDP läuft nur als graue Maus rum und das Platzen von Jamaika hängt ihnen schon nach. Man hat ja nicht einmal Personen aufbauen können. Da ist weiterhin nur Lindner und mit Abstand Kubicky.
Nicht nur die FDP konnte nichts dazu gewinnen, sondern auch die Linke. Abgesehen von der Thüringen-Wahl wurden alle Wahlen krachend verloren, in Ostdeutschland mit sehr starken Verlusten. Die Wähler strömen zu Grünen und AfD. Die Linke hat zwar im Westen leicht hinzugewonnen, sich aber im Osten seit 2009 quasi halbiert. Auf Bundesebene sind die Umfragewerte statistisch nicht signifikant höher als das Ergebnis bei der letzten Wahl. Und dazu kommt noch das gleiche Problem, das die ehemaligen Volksparteien auch haben: Die Wähler der Linken sind steinalt und die Zugewinne durch junge Wähler im Westen können nicht die Verluste im Osten ausgleichen.
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von vicaddict
#1538273
Kerouac hat geschrieben: Fr 8. Nov 2019, 10:14 Nicht nur die FDP konnte nichts dazu gewinnen, sondern auch die Linke. Abgesehen von der Thüringen-Wahl wurden alle Wahlen krachend verloren, in Ostdeutschland mit sehr starken Verlusten. Die Wähler strömen zu Grünen und AfD. Die Linke hat zwar im Westen leicht hinzugewonnen, sich aber im Osten seit 2009 quasi halbiert. Auf Bundesebene sind die Umfragewerte statistisch nicht signifikant höher als das Ergebnis bei der letzten Wahl. Und dazu kommt noch das gleiche Problem, das die ehemaligen Volksparteien auch haben: Die Wähler der Linken sind steinalt und die Zugewinne durch junge Wähler im Westen können nicht die Verluste im Osten ausgleichen.
Gehört zwar nicht zwingend in diesen Thread, aber die Linke ist im Osten dennoch eine "Volkspartei". Hier stärker, da schwächer, aber sie ist etabliert und relevant. Das kann man von der FDP in keinem Bundesland behaupten. Sie agiert überall auf einem niedrigen Level von unter oder über 5%. Selbst unzufriedene CDU Wähler wechseln ja scheinbar lieber zur AfD als zur FDP. Das spricht auch Bände.
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von Neo
#1538274
Das würde ich so nicht behaupten. Man nehme mal NRW und Schleswig-Holstein (da sind die Linken ja gar nicht drin, wie auch BaWü und Bayern), also in den Bundesländern, in denen es läuft. :D Die FDP hat im Süden eben das Problem mit den anderen liberalen Parteien. Die Linkspartei hat im Osten durch ihre Vorgeschichte leichteres Spiel, da ist es für die FDP eben schon ein großer Erfolg, wenn man dort überhaupt irgendwo reinkommt. Halt so wie die Linke im Westen.