US-Fernsehen (inklusive Season- und Pilot-Reviews), britisches Fernsehen etc.
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von redlock
#1551557
Theologe hat geschrieben: So 8. Nov 2020, 11:14
redlock hat geschrieben: So 8. Nov 2020, 10:39 Trackers -- Staffel 1 (Showtime/ZDF)
Der Sender heißt Showmax. Die Serie ist neben dem ZDF auch von HBO produziert, da wäre Showtime eine komische Senderwahl.
Geändert :grin:
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von Theologe
#1551629
Mr. Mercedes: S2
Die zweite Staffel kann mit der ersten leider nicht ganz mithalten. Das ist immer noch eine gute Serie, aber das Katz- und Mausspiel der ersten Staffel funktioniert nicht mehr so gut und die leicht übernatürlich Komponente, wird zwar sehr dezent eingebaut, aber passt trotzdem nicht so richtig zu dem, was in der ersten Staffel etabliert wurde.
Unverändert gut ist Bill Hodges als Polizist im Ruhestand, dem könnte ich den ganzen Tag zuschauen.
7,5/10
von Sentinel2003
#1551702
redlock hat geschrieben: So 8. Nov 2020, 19:52
Theologe hat geschrieben: So 8. Nov 2020, 11:14
redlock hat geschrieben: So 8. Nov 2020, 10:39 Trackers -- Staffel 1 (Showtime/ZDF)
Der Sender heißt Showmax. Die Serie ist neben dem ZDF auch von HBO produziert, da wäre Showtime eine komische Senderwahl.
Geändert :grin:

Ich hatte bei den "Trackers" schon mitte der 1.Folge keinen Bock mehr...keine ahnung, warum. aber es war so eine sehr komische Atmosphäre....zudem mag ich es nicht sonderlich, wenn Serien fast NUR in Südafrika spielen....
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von redlock
#1551778
Sentinel2003 hat geschrieben: Do 12. Nov 2020, 22:31 Ich hatte bei den "Trackers" schon mitte der 1.Folge keinen Bock mehr...keine ahnung, warum. aber es war so eine sehr komische Atmosphäre...zudem mag ich es nicht sonderlich, wenn Serien fast NUR in Südafrika spielen....

Gerade dies fand ich mal eine nette Abwechslung.



Darkness -- Schatten der Vergangenheit (OT: Den som dræber – Fanget af mørket); Staffel 1 (Arte)

Achteilige dänische Serie, Laufzeit pro Folge ~45 Minuten

Eine typische Serie aus dem Genre ''nordic noir.'' Die Handlung dreht sich um Entführungen, Vergewaltigungen und Mord, und wie aus Opfern Täter werden. Als Zugabe die persönlichen Probleme des Chefermittlers.
Die Geschichte war spannend und packend. Ich fand sie allerdings stellenweise auch ziemlich brutal. Da wurden einige Opfer, hauptsächlich Frauen und Mädchen so richtig ''durch den Wolf gedreht.'' Phasenweise keine leichte Kost.
Die Handlung ist in sich abgeschlossen. Mit dem Personal (dem Ermittler und der Profilerin) lässt sich aber leicht eine neue Geschichte erzählen.


Für S1: 7,5/10
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von LittleQ
#1551910
Supernatural Season 15 (The CW)

15 Jahre...spannende Zeit...viele Höhen, fast noch mehr Tiefen, aber ein solider Abschluss :)

7/10
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von Theologe
#1551979
Space Force [Netflix]
Das ist ein absoluter Volltreffer und das schon in der ersten Staffel. Der Humor ist unverkennbar der aus The Office und Parks And Recreation, man verzichtet nur auf den Mockumentary Stil. Das Ensemble, angeführt von Steve Carell und John Malkovich, ist fantastisch und funktioniert bereits mit der ersten Episode. Das wird nur besser und besser.
Space Force füllt das Vakuum (see what I did there?), das Silicon Valley und Veep hinterlassen haben.
9/10

The Crown: S4
Aus irgendeinem Grund gehe ich voll auf diese Serie ab, obwohl ich für die Adelswelt rein gar nichts übrig habe. Die 4. Staffel war zwar wieder etwas schwächer als die 3. bzw. der Fokus auf Charles und Diana war nicht so nach meinem Geschmack. Dennoch gab es wieder viele Geschichten aus dem Leben der Windsors, die mich gefesselt haben. Gillian Anderson als Maggie Thatcher war eine tolle Ergänzung zum Cast.
8/10
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von little_big_man
#1551981
Theologe hat geschrieben: Di 24. Nov 2020, 18:27 Space Force [Netflix]
Das ist ein absoluter Volltreffer und das schon in der ersten Staffel. Der Humor ist unverkennbar der aus The Office und Parks And Recreation, man verzichtet nur auf den Mockumentary Stil. Das Ensemble, angeführt von Steve Carell und John Malkovich, ist fantastisch und funktioniert bereits mit der ersten Episode. Das wird nur besser und besser.
Space Force füllt das Vakuum (see what I did there?), das Silicon Valley und Veep hinterlassen haben.
9/10
Interessant, bisher habe ich dazu eigentlich nur sehr durchzogene bis negative Meinungen gelesen (Metacritic Score steht bei lausigen 49), da geht dein Review jetzt ja gerade diametral in die andere Richtung. Muss ich also vielleicht doch zumindest mal im Hinterkopf behalten und schauen, wie sich die Reviews in S2 entwickeln...
von Johnny
#1551982
Theologe hat geschrieben: Di 24. Nov 2020, 18:27 The Crown: S4
Aus irgendeinem Grund gehe ich voll auf diese Serie ab, obwohl ich für die Adelswelt rein gar nichts übrig habe. Die 4. Staffel war zwar wieder etwas schwächer als die 3. bzw. der Fokus auf Charles und Diana war nicht so nach meinem Geschmack. Dennoch gab es wieder viele Geschichten aus dem Leben der Windsors, die mich gefesselt haben. Gillian Anderson als Maggie Thatcher war eine tolle Ergänzung zum Cast.
8/10
Bei mir ist es genau umgekehrt. Für mich war Staffel 4 wieder auf dem Niveau der ersten beiden Staffeln und damit eine Steigerung zu Staffel 3, bei der ich das Material doch etwas dünn fand. Die Serie ist durchgehend hochwertig produziert mit tollen Kulissen und Kostümen, aber die Royals hatten einfach in den 70ern nicht so viel spannendes zu erzählen, sodass sich einiges doch sehr gezogen hat. Staffel 4 hatte jetzt wieder viel zu bieten, Diana und Margaret Thatcher (wobei mir Gillian Anderson hier fast zu satire-mäßig rangegangen ist) haben viel frischen Wind gebracht und man konnte die Staffel in einem Rutsch weggucken. Muss aber auch sagen, dass ich mich von Beginn an auf die Diana/Charles-Geschichte gefreut habe.

Von mir gibt es 8,5/10 Punkten.


Außerdem habe ich noch I May Destroy You geschaut. Hochgelobte Serie, aber mich hat sie nicht ganz erreicht. Michaela Coel hat ein wirklich starkes und originelles Drehbuch geschrieben und behandelt ein zeitgemäßes und wichtiges Thema mit tiefgehenden Figuren und vielen Tabubrüchen. Ich persönlich konnte mich aber nicht ganz mit diesen urbanen Millenials identifizieren und mich die meiste Zeit eher distanziert gefühlt. Die letzte Folge hat mir aber sehr gut gefallen, da hat man ein sehr unkonventionelles Ende geschrieben.
7,5/10
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von Neo
#1552030
The Handmaid's Tale - Staffel 3 (Hulu)
Die Serie ist echt eine Freude und konstant auf einem hohen Level.
9/10 Punkten


#martyisdead (MALL. TV)
Eine tschechische Miniserie, die bei den international Emmys ausgezeichnet wurde. Die acht Episoden gehen zwischen 12-15 Minuten und sind somit schnell weggebingt.

Marty ist tot. Der Jugendliche wurde von einem LKW überfahren, vor den er sich in scheinbar selbstmörderischer Absicht geworfen hat. Sein trauernder Vater will die Freunde seines Sohnes über die sozialen Medien vom Unglücksfall in Kenntnis setzen, macht aber auf dem Account seines Sohnes eine schreckliche Entdeckung: Marty war offenbar ein höchst aktiver Cyberbully gewesen, was die Umstände seines Todes in einem völlig neuen Licht erscheinen lässt.

Vor ein paar Jahren gab es mal diesen Hype um Horror-Chatprotokolle und Handyspiele wie bspw. Sara is missing und daran lehnt die Serie offensichtlich* an. Das gelingt auch sehr gut und ist spannend anzuschauen. Man muss wohl ein bisschen ausblenden, dass Facebook nicht mehr ganz die große Nummer bei den jungen Leuten ist (glaube ich zumindest), aber sonst ist da vieles stimmig.
Nächstes Jahr gehts mit #annaismissing* und wenn ichs nicht komplett verpeilen sollte, werde ichs mir auch anschauen.
8/10 Punkte
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von str1keteam
#1552073
Theologe hat geschrieben: Di 10. Nov 2020, 16:48 Mr. Mercedes: S2
Die zweite Staffel kann mit der ersten leider nicht ganz mithalten. Das ist immer noch eine gute Serie, aber das Katz- und Mausspiel der ersten Staffel funktioniert nicht mehr so gut und die leicht übernatürlich Komponente, wird zwar sehr dezent eingebaut, aber passt trotzdem nicht so richtig zu dem, was in der ersten Staffel etabliert wurde.
Unverändert gut ist Bill Hodges als Polizist im Ruhestand, dem könnte ich den ganzen Tag zuschauen.
7,5/10
Staffel 2 beruht auf der schwächsten Vorlage (Buch 3) und war für mich auch die schwächste Staffel. bzw. "auch" wird für dich nur zutreffen, wenn du mit Kate Mulgrews Charakter in Staffel 3 leben kannst.

Die meisten Änderungen und neuen Charaktere, die Kelley eingebracht hat, waren klar zum Vorteil der Geschichte (wie z.B. Bill von Beginn eine Gesprächspartnerin in Ida zu geben oder Mr. Mercedes etwas menschlicher zu zeichnen), aber dieser neu erfundene Charakter sticht schon ziemlich aus der vorher etablierten Welt heraus und erinnert mehr an Fargo oder eine R-Rated Version einer kauzigen Picket Fences Figur als an Stephen King Weirdos. Mir hat das schwarze Humor gefallen, aber das wird sicherlich auch einigen Fans die Staffel versaut haben.

Ich hoffe immer noch, dass das völlig überraschend abgesetzte The Outsider (gute Kritiken, Buzz für Cynthia Erivo und Ben Mendelsohn und immerhin 1 Emmy-Nominierung für Jason Bateman + ständig steigende Quoten, die zum Ende der Staffel Live-SD besser waren als bei allen anderen ersten HBO Staffeln seit Westworld. King hatte schon über die neuen Drehbücher von Richard Price geschrieben und die Verlängerung als reine Formalie bezeichnet.) eine neue Heimat findet, aber könnte vielleicht sogar noch besser damit leben, wenn das Bill Hodges/Holly Gibney Universum in der David E. Kelley Variante weitergeführt wird. Die HBO Version war ebenfalls großartig besetzt, spannender und hochwertiger inszeniert und hat die düstere Seite der Welt atmosphärischer eingefangen, aber Mr. Mercedes konnte durch die humorvollen Momente und die Freundschaften rund um Bill Hodges mit einer größeren emotionalen Bandbreite punkten.
von Johnny
#1552098
Als großer The Good Wife-Fan habe ich mich jetzt mal nach langer Wartezeit an The Good Fight herangetraut. Es ist ja immer so eine Sache mit Spinoffs, aber das hier funktioniert ganz gut.

Ich wusste, dass hier vor allem Diane Lockhart im Fokus stehen soll, hätte aber erwartet, dass man sich doch mehr aus dem TGW-Universum entfernt und sie zum Beispiel in Kalifornien oder so ein neues Leben beginnt. So gibt es doch wirklich eine Menge alter Charaktere die zurückkehren und ihre Gast- und Nebenrollen wieder aufnehmen. Das ist aus Fansicht einerseits schön, wenn man etwas in Erinnerungen schwelgen kann. Andererseits wäre etwas Abwechslung von den traditionellen Chumhum -Geschichten sicher auch ganz nett gewesen. Insgesamt kommt die Serie deutlich moderner daher als TGW, obwohl zwischen S7 und S1 ja nur ein Jahr lag. Mir gefällt auch, dass man hier noch mehr auf zeitaktuelle und relevante Themen setzt, als das schon bei TGW passiert ist. Die neuen Charaktere gefallen mir bis auf Rose Leslie (das ständige Overacting...) alle sehr gut. Bleibe auf jeden Fall dran und würde Staffel 1 jetzt mal 7,5/10 Punkten geben.
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von AlphaOrange
#1552100
The Rain S3
Hätte man damals vielleicht doch nach der 1. Staffel beenden sollen. Die war noch angenehm schräg, die weiteren beiden Staffeln brauchen in ihrer absurden Melange aus Wissenschaft, SciFi und Fantasy aber jeweils einen Jahresvorrat Suspension of Disbelief. Staffel 3 beginnt mit zwei optisch richtig starken Folgen, um dann noch schlimmer in der Langeweile zu versinken als zuvor. Die Story ist so oder so banane. Wenn man sie dann eine Staffel lang in einem kargen Bau ohne Set Deko erzählt wird das nicht besser. Der Schluss ist wie zu erwarten war völlig wirr, aber .. wie gesagt .. das war zu erwarten.
4.5 / 10

Utopia US
Ohne Staffelangabe, weil Amazon ja in Rekordgeschwindigkeit bereits den Stecker gezogen hat. War irgendwie abzusehen.
Utopia hat ein paar wirklich gute Elemente. Das Intro gibt genau den Ton vor, den die Serie hätte haben sollen. Die Darstellerin von Jessica Hyde finde ich top. Das war's eigentlich schon.
Ansonsten weiß die Serie selbst nicht, was sie sein will. Eine Kopie der UK-Version, außerdem verstörend, aber dann doch irgendwie handzahmer. Offenbar will man die Antagonistenseite deutlich ausbauen, geht dann aber doch sklavisch die exakten Beats der Vorlage ab. Abgesehen vom Ende, das mich aber auch eher verwirrt zurücklässt.
Optisch und akustisch dem Original meilenweit unterlegen. Und außerdem ist Arby ist als Figur so verhunzt worden, dass sich alles andere sowieso nicht mehr zu diskutieren lohnt.
Da es losgelöst von der Vorlage streckenweise durchaus fesseln kann:
6 / 10

Disenchantment S2
Habe ich lange, lange vor mir hergeschoben, weil ich mit Staffel 1 große Probleme hatte. Das Setting klickte nicht und den roten Faden habe ich weder verstanden noch fand ich ihn interessant (das hat sich vermutlich auch gegenseitig bedingt). Staffel 2 macht nach zähem Auftakt das einzig richtige: Es schmeißt den mythischen Ballast nahezu komplett von Bord, führt mehr wiederkehrende Schauplätze ein und erzählt abgeschlossene Geschichten. Eigentlich ging ich davon aus, dass die beiden Staffeln in einem Rutsch produziert wurden, aber es fühlt sich wirklich nach Lernkurve an. Dafür finde ich das Staffelfinale, das wieder an die Rahmenhandlung anknüpft, wieder recht unbefriedigend.
7.5 / 10
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von redlock
#1552131
The Pleasure Principle -- Geometrie des Todes (Arte)

Internationale Co-Produktion (PL,CZ,UK) von 2019; zehn Teile; Laufzeit jeweils 52-55 Minuten
(So wie die Serie auf Arte lief, könnte sie in den USA ungeschnitten nur im pay tv laufen)

In Warschau, Prag und Odesa werden insgesamt drei Frauenleichen bzw. deren Körperteile gefunden. Zunächst ermitteln die örtlichen Mordkommissionen alleine. Doch schnell finden die aus Prag und Warschau heraus, dass ihre Fälle zusammenhängen. Später dann auch der aus der Ukraine.
Die Serie nimmt sich Zeit, die einzelnen (Chef-)Ermittler im Rahmen der Gesamthandlung vorzustellen. Natürlich haben die alle, vor allem die Dame aus Warschau und der Kerl aus Odesa, so ihre persönlichen Probleme.
Die Handlung ist spannend und packend und etwas verwickelt. Es im ''binge Modus'' zusehen, ist empfehlenswert.
Die Handlung ist in sich abgeschlossen. Von der Ermittlerin aus Warschau und dem aus Prag würde ich gerne mehr sehen.

Eine wirklich gute Krimiserie, an Schauplätzen, die man im dt. TV nicht oft sieht.


---->8/10


Wasteland -- Verlorenes Land (Pustina) (MDR)

Tschechische Dramaserie aus 2016 für HBO Europe; acht Teile; Laufzeit jeweils ~55 Minuten

Die 14 jährige Tochter der (nebenberuflichen) Bürgermeisterin des Dorfes Pustina, in Grenznähe zu Polen liegend, und, ganz wichtig, am Rand eines tschechischen Braunkohle Tagebaus*, verschwindet spurlos. Hat es was damit zu tun, dass die Bürgermeisterin gegen den Verkauf der Häuser und Grundstücke ist, die der Tagebau zur Erweiterung benötigt? Sie ist damit im Dorf in der Minderheit. Oder haben die Insassen eines Erziehungsheims für Jungen in der Nähe mit dem Verschwinden zu tun? Oder die lokalen Meth Köche und Dealer?
Ich fand den Krimifall stark. Packend, spannend, fesselnd. (8/10 bis 8,5/10). Was mir aber ab der vierten Folge richtig auf die Nerven ging, waren diese typischen Dinge, die ''HBO Serie(nstoffe)'' schreien. Sachen, die typisch für die Dramaserien des Senders sind, die auf Awards aus sind. Nebenbei, die Handlung könnte genauso in einem der Trumpwählenden Bundesstaaten im mittleren Westen spielen. Außerdem, eine Kürzung der Episodenzahl um ein, zwei Eps hätte nicht geschadet.
Nichtsdestoweniger, wer die Premiumprodukte von HBO mag, kann hier unbesorgt reinschauen. Der Fall um die vermisste Tochter wird übrigens aufgeklärt.


---->7/10


Disclosure: Ich lebe selbst in der Nähe eines vorrückenden Braunkohle Tagebaus. Deshalb wurde meine Neugier auf diese Serie geweckt. Gleiches dürfte für den MDR gelten, in dessen Sendegebiet es die ja auch gibt. Für den Krimifall selbst spielt der Tagebau allerdings keine Rolle. Es geht eher um die wirtschaftliche Macht der Firma, die ihn betreibt.
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von redlock
#1552268
The Queen's Gambit -- Staffel 1 (Netflix)

7 Folgen; unterschiedliche Laufzeiten; von ~46 Minuten bis ~66 Minuten

Ganz, ganz starkes, spannendes und packendes (Sportler-)Drama um unsere Heldin, Schachgenie Beth Harmon, und ihren Weg vom Erlernen des Schachspiels im Keller eines ''christlichen Waisenhauses'' bis in die Weltspitze über einen Zeitraum von etwa 10 Jahren bis Ende der 1960ziger. Neben ihren kometenhaften Aufstieg kämpft Beth mit Alk, Drogen und ihrem Kindheitstrauma (vor dem Waisenhaus passiert).
Anya Taylor-Joy spielt Beth grandios. Im Gegensatz zu Kollege Johnny (siehe Seite 61) fand ich aber nicht, dass man in der Mitte hätte kürzen können. Auch bin ich mit dem Ende zufrieden bzw. fand es gelungen. Wenn ich was kritisieren müsste, dann, dass die Schachspiele fast immer Gewinner/Verlierer hatten. Das Partien zwischen absoluten Topspielern oft in einem Remis enden, wurde etwas unterschlagen. Und die CGI in Moskau waren billig. Aber das ist Kritik auf hohem Niveau und eigentlich auch Nebensache.
Unterm Strich ist ''The Queen's Gambit'' nämlich eine der besten Serien der letzten Jahre.


Für S1: 9/10
von Sentinel2003
#1552277
redlock hat geschrieben: Do 3. Dez 2020, 20:33 The Queen's Gambit -- Staffel 1 (Netflix)

7 Folgen; unterschiedliche Laufzeiten; von ~46 Minuten bis ~66 Minuten

Ganz, ganz starkes, spannendes und packendes (Sportler-)Drama um unsere Heldin, Schachgenie Beth Harmon, und ihren Weg vom Erlernen des Schachspiels im Keller eines ''christlichen Waisenhauses'' bis in die Weltspitze über einen Zeitraum von etwa 10 Jahren bis Ende der 1960ziger. Neben ihren kometenhaften Aufstieg kämpft Beth mit Alk, Drogen und ihrem Kindheitstrauma (vor dem Waisenhaus passiert).
Anya Taylor-Joy spielt Beth grandios. Im Gegensatz zu Kollege Johnny (siehe Seite 61) fand ich aber nicht, dass man in der Mitte hätte kürzen können. Auch bin ich mit dem Ende zufrieden bzw. fand es gelungen. Wenn ich was kritisieren müsste, dann, dass die Schachspiele fast immer Gewinner/Verlierer hatten. Das Partien zwischen absoluten Topspielern oft in einem Remis enden, wurde etwas unterschlagen. Und die CGI in Moskau waren billig. Aber das ist Kritik auf hohem Niveau und eigentlich auch Nebensache.
Unterm Strich ist ''The Queen's Gambit'' nämlich eine der besten Serien der letzten Jahre.


Für S1: 9/10

Wollte ich erst gar nicht gucken, aber schon ihre junge Darstellerin, wo Sie mit 9 ins Kinderheim kommt, hat mich total gefesselt!! Ich war von Folge 1 an sofort drin....wollte aber diese leideer nur 7 Folgen nicht auf einmal gucken, bin momentan mitten in Folge 3, wo Sie mit ihrer "Mutter" zu diesem Turnier gefahren ist....
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von LittleQ
#1552532
Cobra Kai -- Staffel 1 & 2 (Youtube Red / Netflix)

Ich hab mich doch ein bisschen geziert, dem Ganzen dann aber eine Chance gegeben. Ich finde die Serie bisher toll und kann kaum darauf warten, bis Season 3 auf Netflix zu sehen ist.

Beide Staffeln
8/10
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von Nataku
#1552564
Ich habe in den letzten Wochen einige kürzere Serien durchgesuchtet, daher auch von mir mal wieder ein paar Bewertungen.

Ramy S.1+2 (Hulu)
Ramy würde ich am ehesten als Master of None im muslimischen Umfeld bezeichnen.
Worum es geht: „Der ägyptisch-amerikanische Ramy aus erster Generation kämpft darum, das Leben als 20-Jährigen mit muslimischen Glauben mit einem politisch geteiltes New Jersey-Viertel in Einklang zu bringen.“
Die Mischung aus Comedy und Drama weiß zu gefallen, auch wenn die zweite Staffel gefühlt deutlich ernstere Töne anschlägt. Insgesamt lebt die Serie ganz klar von den interessanten Charakteren im Familienumfeld und dem sympathischen Schauspiel von Ramy Youssef als etwas verplanten aber irgendwie doch immer gutherzigen Ramy.
Besonders gelungen fand ich die personenspezifischen Einzelfolgen, in denen Ramy in der Regel keine oder nur eine kleine Rolle spielt (vor allem die Folgen der Mutter in Staffel 1 und 2 fand ich sehr gelungen). Hierin liegt aber auch ein kleiner Kritikpunkt, da fast die Hälfte der zweiten Staffel (4 von 10 Folgen) vorrangig mit Nebencharakteren verbracht wird. Die Folgen sind zwar gut und zumeist wirklich interessant, aber dennoch fehlte mir in Staffel 2 etwas die Entwicklung von Ramy selbst. Der Cast ist insgesamt eventuell auch etwas zu groß für eine doch eher kleine Serie (man hat allein 5 Familienmitglieder + 2 weitere Verwandte und dann noch den Freundeskreis von Ramy bestehend aus 3 weiteren Personen). Dazu kommen dann noch einige weitere Nebencharaktere und das alles im Format von 20-30 Minuten Episodenlänge.
Wer aber auf etwas erwachsenere Coming of Age Geschichten steht, Serien wie Master of None mag und mit Untertiteln kein Problem hat (es wird recht häufig arabisch gesprochen), der findet in Ramy eine durchaus gelungene Serie.
S.1 – 8.5/10
S.2 – 8/10



What We Do in the Shadows S.1+2 (FX)
Die Serie What We Do in the Shadows spielt im gleichen Universum wie der gleichnamige Film aus 2014, nur mit 5 neuen Hauptcharakteren. Wer noch nie was davon gehört hat: es geht um eine Gruppe Vampire, die in einem Haus eine WG bilden und wie sie ihren Alltag leben. Von der Machart ist es quasi eine Workplace Comedy im Mockumentary Stil ala The Office oder Parks and Recreation.
Und der Vergleich passt hier meiner Meinung nach sehr gut. What We Do in the Shadows glänzt mit super sympathischen Charakteren und einer sehr lustigen fortlaufenden Handlung mit teils abstrusen Geschichten rund um das Leben der Vampire (inklusive ihren Dienern, Werwölfen, Geistern (?) und Hexen). Dazu gibt es dann noch einige coole Gastdarsteller in beiden Staffeln (u.a. Mark Hamill), die sich harmonisch in das Gesamtbild der Serie einfügen.
Staffel 2 fand ich insgesamt noch einen kleinen Tick besser als Staffel 1, die Höchstwertung bleibt dort nur verwehrt, weil mit Folge 8 meiner Meinung nach eine ziemliche Gurke dabei war.
Insgesamt kann ich die Serie aber wirklich jedem Comedy Fan empfehlen. Wer nach einem würdigen Nachfolger von The Office oder Parks and Recreation sucht, wird hier fündig (auch wenn es thematisch natürlich eine deutlich andere Richtung einschlägt).
S.1 – 8.5/10
S.2 – 9/10


The Undoing (HBO)
Die neue HBO Miniserie The Undoing ist schwierig zu beschreiben, ohne zu viel von der Geschichte zu spoilern. Die Serie ist hochwertig produziert und hat einen namenhaften Cast (u.a. Hugh Grant, Nicole Kidman, Lily Rabe). Leider merkt man recht schnell, dass die Geschichte in die typischen Crime Fallen tappt (aka wir präsentieren in den letzten Minuten jeder Folge eine schockierende Wendung/Situation, die dann meist in der darauffolgenden Episode eher harmlos aufgelöst wird). Dennoch funktioniert das bis zur vorletzten Episode recht gut, sodass ich bis dahin auch relativ gespannt die Serie verfolgt habe. Das Finale fällt dagegen leider sehr stark ab. Von der Auflösung kann man halten was man will, die Umsetzung fand ich jedoch wenig gelungen (Spoiler:
versteckter Inhalt:
mit der Verfolgungsjagd ala O.J. Simpson…
).
Aufgrund dessen fällt es mir auch schwer, hier eine Empfehlung zu geben. Mit einem besseren Finale wäre das sicher eine 8, so kann ich nicht mehr als 6.5 dafür geben.
6.5/10

Big Mouth S.4 (Netflix)
Big Mouth Staffel 4 ist more of the same, was in diesem Fall aber auch nicht schlimm sein muss. Die Folgen im Sommercamp waren super, das neu gebildete Pärchen aus 2 bekannten Charakteren wusste die gesamte Staffel zu unterhalten. Die Geschichte rund um Nick Starr fand ich leider weniger gut, aber insgesamt ist es dennoch wieder eine super Staffel geworden mit gefühlt zu wenigen Episoden.
8/10

UnREAL S.4 (Lifetime / Hulu)
Die Staffel lag ne ganze Weile bei mir rum, aber nun habe ich die 8 Episoden endlich nachgeholt und die Serie abgeschlossen. Wer die ersten 3 Staffeln gesehen hat, weiß im Grunde, was ihn erwartet. Eine ziemlich trashige guilty pleasure Serie, die den Alltag eines Produktionsteam einer Reality Show ala „Der Bachelor“ darstellt. Staffel 4 geht dabei nach der Devise, was passiert, wenn wir Rachel noch abgedrehter und skrupelloser als Quinn machen.
Dadurch geht leider ein bisschen die Balance flöten, die es in den vorherigen Staffeln zwischen den beiden gab (wo eher Quinn „böse“ war und Rachel eher zweifelnd). In Staffel 4 gibt es einige bekannte Gesichter der vorherigen Staffeln und 2 relevante neue Charaktere (Tommy und Candy), die gut ins Universum passen.
Die Serie lebt aber weiterhin von den sehr guten Leistungen der beiden weiblichen Hauptdarsteller Shiri Appleby und Constance Zimmer. Die 8 Episoden schauen sich geschmeidig weg und wissen im Grunde durchgehend zu unterhalten. Einige begonnene Storystränge werden leider etwas schnell und lieblos aufgelöst/fallen gelassen, aber eventuell lag das auch an der verkürzten Länge der Staffel. Das Finale hat mich am Ende zwar etwas enttäuscht zurückgelassen, schließt die Serie aber dennoch zufriedenstellend ab.
7/10
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von redlock
#1552649
Halifax: Retribution (Nine Network, Australien)

7 Episoden; die Erste knapp 73 Minuten, die restlichen knapp 44 Min. Netto-Laufzeit

Sequel einer australischen Krimiserie (wohl eher einer TV-Film Reihe, da die Eps 90 bis 120 Min. Bruttolaufzeit hatten) um die forensische Psychaterin Jane Halifax, die in Australien von 1994 bis 2002 lief und damals auf insgesamt 21 Episoden kam.

Jane Halifax, damals wie heute gespielt von Rebecca Gibney (eine feste Größe im australischen TV seit den 1990zigern), arbeitet an der Uni in Melbourne als Professorin und hat mit der Polizei nichts mehr zu tun. Als ein Scharfschütze scheinbar wahrlos Menschen in der Stadt erschießt, wird sie von einem alten Bekannten (gespielt von Anthony LaPaglia), der die Untersuchung leitet, in die ermittelnde Sonderkommission geholt.
Das ist eine der beiden Haupthandlungen. Der zweite Handlungsfaden ist die Rückkehr der Mutter (ebenfalls von einer festen Größe des austr. TV gespielt) ihrer Stieftochter. Die Bio-Mama sorgt für einigen Stress.
Das ist jetzt eine Vermutung (bin zu faul die alten Ep-Guides zu lesen), gibt es ein Wiedersehen mit drei alten Bekannten (Fällen) aus den Folgen der 1990zigern.

Diese (Mini-)Serie bietet neben guter und ziemlich spannender Krimikost auch sehr solides Familiendrama. Mich hat es gut unterhalten, und mit nur sieben Folgen passte es perfekt in meinen vollgestopften Zeitplan. Wäre bei einer Fortsetzung -- beide Haupthandlungsfäden sind in sich abgeschlossen -- sicherlich wieder dabei.


---->7,5/10
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von AlphaOrange
#1552661
The Wilds S1 (Amazon Prime)
Lost meets 13 Reasons Why meets Das Experiment centers Women Empowerment in Young Adult Mystery Drama
Neun weibliche Teenager stürzen auf dem Weg zu einem Retreat Center mit dem Privatflieger in den Ozean, können sich aber auf eine verlassene Insel retten.
Ich bin mir sicher: Zur guten alten Network-Hochzeit wäre das auf dem richtigen Sender - völlig zu Recht - ein Breakout Hit gewesen. Bei Amazon natürlich nicht, die konnten Hype noch nie.
The Wilds ist Ultra High Concept, regelrecht überproduziert, das ist ein absolutes Prestige-Produkt. Da sitzt jede Dialogzeile, die Regie ist detailversessen, jede einzelne verdammte Szene hat eine perfekte Bildkomposition. Die komplette Staffel ist ein erzählerisch sauber durchstrukturiertes Puzzle, erzählt auf drei Zeitebenen und parallelen Perspektiven, die Beats sitzen an den richtigen Stellen, als Zuschauer fühlt man sich nie um eine Antwort betrogen, Geheimnisse werden nicht unnötig und unsinnig gehütet. The Wilds hascht nicht nach sensationellen Twists. Wenig von den großen Enthüllungen ist unvorhersehbar, das meiste angedeutet oder zwangsläufig. Und der Cast ist auch prima und schafft erstaunlich schnell Sympathien für die ganze Gruppe - und das obwohl man von den Figuren initial erstmal überhaupt keine mag.
Hier sind die Kritikpunkte oder Vorwarnungen: Product Placement. Das kann man in der ersten Hälfte der Staffel getrost als schamlos bezeichnen. Spoiler: mehr oder weniger ernährt sich die Gruppe die ersten Folgen von gigantischen Coke-Zero-Vorräten.
Nummer 2: Das hier ist ein Teenage Girls Drama und es spielt das bis zum Anschlag aus. Hier wird rumgebitcht (vielleicht einmal mehr als nötig), es gibt ständige Breakdowns und aggressive Ausbrüche, Smalltalk über Sex, Masturbation, Menstruation. Es gibt eine Szene, wo eines der Mädels am Wegesrand halt macht, um zu pinkeln. Ich persönlich finde das wunderbar authentisch, aber man kann das sicher anders sehen.
Damit zusammenhängend: das Grundthema Women Empowerment ist dominant. Für mehr dazu muss ich zwingend hinter die Spoiler Wall gehen. Und zwar massive Spoiler!!!!

Nochmal: ich spoiler hier alles!! Erst Staffel gucken, dann lesen!
versteckter Inhalt:
Die gesamte Staffel/Serie dreht sich um die Befreiung vom Patriarchat, um den experimentellen Beweis, dass aus einer reinen Frauengruppe eine bessere Gesellschaft entsteht, wenn man sie von männlichen Einflüssen befreit. Die Figur der Gretchen propagiert das massiv und die Serie suggeriert spätestens im Staffelfinale, dass diese jungen Frauen allesamt Leidtragende eines patriarchalischen Systems waren (was bei den meisten kaum nachvollziehbar ist). Mit der Twilight of Adam Kontrollgruppe kommt die Serie jetzt eigentlich auch nicht mehr darum herum, eine tatsächliche Antwort zu geben.
Mich lässt das noch ein bisschen ratlos oder rätselnd zurück. Einerseits kann ich mit solcher ultrafeministischer Propaganda überhaupt nicht. Andererseits zeigt die Serie nicht unbedingt einen Beweis der These. Die "Zivilisation" in der Mädchengruppe nach über drei Wochen ist erbärmlich. Man gammelt ungewaschen, verbrannt und schutzlos am Strand rum, hat die Unterkunft verloren und nie wieder aufgebaut und wäre ohne zusätzliche Intervention von außen verhungert und erfroren. Die Zukunftsebene deutet zudem an, dass Shelby den Verstand verliert, Rachel ihre rechte Hand und Martha nicht überlebt. Vom feministischen Utopia kann man wohl eher nicht sprechen. Der kurze Blick auf die Jungs-Gruppe zeigt immerhin ein ordentliches Feuer, so schlecht scheint es bei denen nicht zu laufen. Und dann darf man natürlich auch nicht vergessen, dass Gretchen hier immerhin die Antagonistin ist.
Ich sehe da also deutlich mehr Facetten als es auf den ersten Blick den Anschein macht.

Ich hatte ein paar Anlaufschwierigkeiten (finde Leahs Hintergrund am schwächsten und der wird direkt in Folge 1 erzählt), dann hab ich's durchgesuchtet. Für mich die beste Serie des Jahres, für sowas gucke ich Serien.

9.5 / 10

PS: Warum Amazon den Episoden, die im Englischen nach den Tagen benannt sind ("Day One", "Day Three", "Day Six") und damit eine gute Orientierung geben, die mir beim Schauen fehlte, im Deutschen völlig inkonsistente neue Titel gibt ("Der Absturz", "Rachel" und sogar einen neuen englischen), da fehlt mir jedwedes Verständnis.
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von Theologe
#1552662
The Mandalorian: S2
Die zweite Staffel fand ich sogar noch etwas besser als die erste. Gesehen habe ich die am Wochenende in 2x 4 Episoden Schichten, ich hätte da wirklich keine Lust auf wöchentliche Ausstrahlung gehabt, dafür sind die Folgen zu kurz.
Die Serie bleibt eine Mischung aus SciFi Western und Rollenspiel-Quests und hat dabei viele tolle Gastauftritte. Visuell ist das auf aller höchstem Niveau und muss sich bei Ausstattung und Effekten wirklich nicht vor Kinoproduktionen verstecken. Mit Regisseuren wie Jon Favreau, Peyton Reed und Robert Rodriguez fährt man da auch Regisseure auf, die sonst eher die großen Effektkracher filmen.
9/10

The Fugitive [Quibi] - Drama
Genau wie 'Most Dangerous Game' (von denselben Machern) ist The Fugitive eigentlich ein Film, der in 14 Häppchen geteilt wurde. Man bedient sich bei der Grundidee bei der Serie bzw. dem Film, verzichtet aber auf ein Remake. Man hat also nicht Dr. Kimble auf der Flucht, sondern eine neue Geschichte. Boyd Holbrook wird eines Terroranschlags verdächtigt und während der versucht seine Unschuld zu beweisen, macht der Bulle Kiefer Sutherland jagt auf ihn.
Stilistisch wirkt das wie ein richtig guter Network-Pilot von vor 15-20 Jahren, nur eben mit einem Abschluss der Geschichte. Aber man lässt auch wirklich kein Klischee aus und so ist das zwar durchaus unterhaltsam, aber alles andere als originell.
7/10

The Moodys: S1
Denis Leary und Familie feiern Weihnachten und natürlich gibt es dabei jede Menge Familienstress. Mit 6 Folgen ist die Comedy schnell erzählt und durchaus unterhaltsam, aber jetzt schon die zweite Serie von Denis Leary nach Rescue Me, die nur solala ist.
6/10

Ozark: S3
Die Serie performt für mich auf konstant hohem Niveau. Wobei ich das Gefühl habe, dass man die Spirale etwas zu weit gedreht hat. Man läuft Gefahr, dass eine Serie über Normalos, die sich mit Gangstern eingelassen haben, zu einer reinen Gangsterserie wird. Das ist ein sehr schmaler Grat. Die Performances der Schauspieler sind weiterhin klasse, die Spannung bleibt durchweg hoch. Ich freue mich auf die finale Staffel.
8/10
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von Wolfsgesicht
#1552672
AlphaOrange hat geschrieben: Mo 21. Dez 2020, 14:34 The Wilds S1 (Amazon Prime)
Hab da erst elegant einen Bogen drumrum gemacht, da ich mir dachte dass das ziemlich klassisches Teenie Material ist. War direkt an „The 100“ erinnert und hab mir gedacht „ach noch sowas“.
(Ich hab „The 100“ aber gemocht, kommt aber sehr auf meine Phase an.)

Und du rätst mir jetzt es zu schauen? :D
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von AlphaOrange
#1552679
Wolfsgesicht hat geschrieben: Mi 23. Dez 2020, 00:13Und du rätst mir jetzt es zu schauen? :D
Ich rate eigentlich nie grundsätzlich, dass man etwas schauen sollte. Ich habe auch bei The Wilds direkt überlegt, wem ich das empfehle und es sind bloß zwei Personen übrig geblieben (beides Frauen, auch das ist leider kein Zufall). Man sollte sich halt bewusst sein: Teen Drama ist Motor und Treibstoff von The Wilds. Das ist kein "wir erleben einen supernatural mindfuck nach dem anderen"-Lost und auch kein "Post-Apocalyptics Fantasy Battlefield"-The100.

Ich hab The 100 auch lange Zeit gemocht (bin im Laufe von S5 raus, die ich einfach unansehbar fand). Aber vor allem dafür, wie kompromisslos man mit der eigenen Serienwelt umging, furchtlos vor kompletten Game Changern, wie tief für Teen-Network-Verhältnisse man in den Gore ging und wie das alles funktionierte, weil da Leute hintersteckten, die sich mit Leidenschaft epischem Erzählen verschrieben hatten, obwohl das Budget dafür zehnmal nicht hätte ausreichen dürfen und einfach ständig All-In gingen.
Das ganze Teendrama hingegen war nie authentisch. Hättest du die Teenies gegen Erwachsene getauscht, es hätte sich die gleiche Story ergeben. The 100 war eine Serie mit Teens, keine Serie über Teens. Dafür waren die Bücher zu seicht und die Figuren zu flach. Ab S2 ergab es nicht einmal mehr innerhalb der Serie noch einen Sinn, weshalb der Erzählfokus auf denen lag. The Wilds hat eine Authentizität in seinen Figuren, die The 100 nie im Ansatz hatte. Dafür stellt sie sie aber auch stark in den Fokus. Tauschst du bei The 100 die Teens gegen Erwachsene, dann ändert sich nicht. Tauschst du bei The Wilds die Teens gegen Erwachsene, dann bricht die gesamte Serie in sich zusammen.
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von redlock
#1552738
Seite 1 bis hier aktuell


Kurze Anmerkung:
Dank an AlphaOrange für die ausführliche Review zu ''The Wilds.'' Hat es mir sehr einfach gemacht zu entscheiden ob ich der Serie eine Chance geben soll oder nicht.
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