Und jetzt erkläre mir bitte, inwiefern dieser Film der britischen BBC etwas über die deutsche Phantastik-Szene aussagt?
Ich spreche alleine vom Zuschauerinteresse.
Das Deutsche "Phantastik... liegt am Boden". Ja liegt's am Zuschauer oder an den Machern? Meinst Du die Frage beantworten zu können, wenn Du nicht Gegenbeispiele hervorkramst? Dass das ein BBC-Film ist, zeigt doch genau, wo das Problem liegt. Also am Zuschauer liegt's bestimmt nicht.
Dann: Die "deutsche Phantastik-Szene" gibt's per se nicht. Daher habe ich impliziert, dass Du von den Zuschauern sprichst. Oder redest Du von "Raumfahrer Tichy"? Oder was? Wo? Welche Phantastik? Raumschiff Orion? Keine Ahnung. Da liegt nichts am Boden, weil es einfach inexistent ist.
Was nun folgt: das "Zuschauer"-Argument wird bestimmt zigfach als Entschuldigung herhalten müssen. Da wollen wir doch mal vorbeugen.
Alleine beim Spannungsaufbau in "Die Grenze": nein, es ist irgendwie alles von Beginn an reingepappt und ein "Bedrohungsszenario" ist das alles nicht. Als Zuschauer hatte ich nie ein ungutes Gefühl, bzw. habe auch nie mit einem Protagonisten mitgefiebert.
Ein Was-Wäre-Wenn-Filmchen mit der Al Qaida und richtiger Terrorbekämpfung wäre durchaus interessanter gewesen. Stattdessen wirft man "Al Qaida", "Wirtschaftskrise", "Nazis", "Linke", "Kindergartensektierer" in einen Topf und wundert sich, dass der Zuschauer den Brei nicht schluckt.
Ich diskutiere aber bestimmt nicht im Detail mit, weil ich schon während des ersten Filmes ausgestiegen bin und mich eher noch am Abend mit Darjeeling Limited vergnügt habe... ein schöner, kleiner und preiswerter Film ohne jegliche Phantastik. LOL...