US-Fernsehen (inklusive Season- und Pilot-Reviews), britisches Fernsehen etc.
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von little_big_man
#1528092
str1keteam hat geschrieben:Da ich nichts längeres als Trailer über Computer/Tablet oder gar Smartphone schaue, wäre Bandersnatch für mich komplett ausgefallen.
Den Computer/Laptop per HDMI am TV anhängen, dann kann man auch etwas was nur am PC läuft am TV schauen...so als alternative Idee.
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von str1keteam
#1528093
Mew Mew Boy 16 hat geschrieben: Vielen Dank... :D Mein TV ist sogar nur knapp 2 1/2 Jahre alt. Aber ich freue mich wegen dem Mitgefühl. :P
Gern geschehen. Aus der Tiefe meines rabenschwarzen Herzens. :mrgreen:

Wenn das selbst auf so aktuellen Geräten nicht läuft, wundert es mich umso mehr, dass Netflix keine Fassung ohne die interaktiven Elemente streamt. Haben sie bei der simpleren, aber vergleichbaren "Choose your own"-Adventure Spezialfolge von Puss in Boots ja auch geschafft.

https://www.netflix.com/de/title/80151644


little_big_man hat geschrieben:Den Computer/Laptop per HDMI am TV anhängen, dann kann man auch etwas was nur am PC läuft am TV schauen...so als alternative Idee.
Habe ich früher auch so gemacht als ich noch einen TV ohne Mediaplayer hatte, den man per USA füttern kann, aber mittlerweile steht der PC zu weit vom TV entfernt und der bietet auch keine Möglichkeit, um es über Smartphone zu spiegeln. Trotzdem Danke für den Tipp. :wink:


Auch wenn mich Bandersnatch interessiert und ich es weiterhin irgendwann schauen will, erwarte ich von diesem Konzept übrigens weder kurzfristige Offenbarung noch langfristige Revolution. Solange man nur ab und zu zwischen 2 Möglichkeiten wählen kann, ist das im Grunde ja nur eine Virtual Novel, die gerade so viel Aufmerksamkeit fordert, um dich aus der Handlung/Atmosphäre zu reißen, aber weniger Interaktivität bietet als Telltale Games oder mit gefilmten Cutscenes vollgestopfte Sachen wie Myst vor 1000 Jahren. Falls es irgendwann die technischen Möglichkeiten gibt, um größeren Einfluss auf Dialoge, Actionszenen und Charakterentwicklung nehmen zu können, hast du keine/n Film/Serienfolge mehr sondern letztlich wieder ein klassisches PC Adventure/Rollenspiel, das halt direkt über den TV gesteuert wird.
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von AlphaOrange
#1528094
str1keteam hat geschrieben:aber das Netflix nicht mal eine Director's Cut Version zur Verfügung stellt, finde ich geradezu absurd.
Würdest du nicht schreiben, wenn du die Folge gesehen hättest. Die baut thematisch und erzählerisch komplett auf dem Mechanismus aus und würde wenn man die Interaktivität rausnehmt, vollständig auseinanderfallen, wäre in Teilen wohl nicht einmal mehr verständlich. Ein Director's Cut würde in meinen Augen mehr schaden als nutzen.

Zweiter Durchlauf war total enttäuschend. Die Entscheidungen, die wir beim ersten Mal nicht gewählt hatten, führten fast alle direkt zu einem Endpunkt. Gemäß dem Pfaddiagramm, das im Netz zu finden ist haben wir nun auch fast alles durch in zweimal 90 Minuten, wobei der zweite Durchlauf zu 80% aus Wiederholungen vom ersten Mal bestand. Wo da 300 Minuten Material sein sollen, ist mir schleierhaft.
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von Theologe
#1528120
Wir haben gestern auch Gott gespielt, anfänglich fand ich das etwas albern, weil mir ziemlich egal war, welche Frühstücksflocken der Protagonist ist oder welche Kassette er einlegt. Aber je weiter die Geschichte fortschreitet, desto interessanter werden die Entscheidungen und selbst die ersten Entscheidungen haben dann im Rückblick einen Sinn.
Mir hat Bandersnatch richtig gut gefallen. Wir sind zwischendurch ein paar mal zurückgesprungen, weil wir an einem Endpunkt waren, der sich nicht wie das Ende anfühlte. Aber das "ausprobieren" der Entscheidungen hat dann letztlich auch noch einen Aha-Effekt.
von logan99
#1528127
AlphaOrange hat geschrieben:
str1keteam hat geschrieben:aber das Netflix nicht mal eine Director's Cut Version zur Verfügung stellt, finde ich geradezu absurd.
Würdest du nicht schreiben, wenn du die Folge gesehen hättest. Die baut thematisch und erzählerisch komplett auf dem Mechanismus aus und würde wenn man die Interaktivität rausnehmt, vollständig auseinanderfallen, wäre in Teilen wohl nicht einmal mehr verständlich. Ein Director's Cut würde in meinen Augen mehr schaden als nutzen.
Sehe ich ganz und gar nicht so.

Ich hatte mir direkt nach erscheinen den Film auf Netflix mit interaktiver "Steuerung" angesehen. Das war ganz interessant, aber auch mühsam, weil einfach kein wirklicher Sehfluss entstand. Es hatte mehr was von einem Story-Spiel (was es auf gewisse Art zwar sein will, aber nicht so richtig funktioniert). Problematisch war es dann, wenn man "zurück" wollte/musste, um ein paar andere Pfade zu gehen. Das ist einfach komplett misslungen mMn und am Ende mehr frustrierend als innovativ.

Aus dem Grund hatte ich mir mal die ~1 1/2h lange Fassung aus dem Netz gezogen und mir vorhin angeschaut. Der Cut ist zwar nicht perfekt und bei 1-2 Pfaden etwas unschön gelöst, aber im Gesamten entfaltet der Film eine viel größere Wirkung, weil durch die ständigen Sprünge zurück, um neue Pfade zu gehen, der immer größere werdende Wahnsinn des Hauptakteurs deutlich intensiver vermittelt wird, als wenn ich "per Hand" wählen und dann alle vorherigen Ereignisse nochmals in voller Länge anschauen muss, die eigentlich für den neuen Pfad nicht von Relevanz sind, sondern nur reduntant zu dem schon Gesehenen.

In dem Cut waren die Sprünge zurück bis hin zum neuen Pfad in einer Art Schnelldurchlauf gelöst, online auf Netflix hätte ich für bestimmte Pfade neustarten und mir nochmals viele Inhalte komplett ansehen müssen. Ich hatte mir anschließend mal das im Netz existierende PAP Diagramm angeschaut und muss sagen, dass ich in den 1 1/2h eigentlich alle relevanten Enden gesehen habe und das schnitttechnisch nur in wenigen Momenten eher suboptimal gelöst wurde.

Für mich war das auf jedem Fall das deutlich bessere Seherlebnis, weil man in einem Durchgang, praktische alle Pfade durchlaufen hat und dadurch die Intensität der Story, die auf dem darin dargestellten Spielprinzip aufbaut, einfach um ein vielfaches größer war, als die manuelle Steuerung auf Netflix. Das man dem Zuschauer die Wahl gibt, bestimme Entscheidungen zu treffen (wie in der erzählten Story rund um das Spiel), soll natürlich der Clou sein, aber der Film wirkt dadurch nicht stärker, weil es einfach nicht gut umgesetzt ist. Hier schafft es der Cut einfach besser, die Komplexität der Entscheidungsmöglichkeiten in Verbindung mit der Story rund um das Spiel, und den daraus steigenden Wahnsin zu vermitteln.

Von daher ist es also durchaus möglich, einen DC anzubieten, wenn man wollte, ohne wirklich das Erlebnis zu schmälern, im Gegegenteil, die Wirkung des Plots könnte man mit einem gescheiten Schnitt der Pfade sogar noch steigern. Wenn das ein Scene-Cut schon sogut hinbekommt dann wäre das für einen Regisseur sicherlich problemlos möglich gewesen.
Theologe hat geschrieben:Wir haben gestern auch Gott gespielt, anfänglich fand ich das etwas albern, weil mir ziemlich egal war, welche Frühstücksflocken der Protagonist ist oder welche Kassette er einlegt. Aber je weiter die Geschichte fortschreitet, desto interessanter werden die Entscheidungen und selbst die ersten Entscheidungen haben dann im Rückblick einen Sinn.
Nicht alle Entscheidungen haben einen größeren Sinn und Einfluß auf die Story, gerade die beiden ersten sind eigentlich völlig irrelevant, egal welche Wahl man trifft - das hat man auch zwischdrin immer mal wieder.
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von AlphaOrange
#1528133
logan99 hat geschrieben:Sehe ich ganz und gar nicht so.
Auf inhaltlicher Ebene:
versteckter Inhalt:
Fremdbestimmung ist das zentrale Element des Films und die Steuerung des Hauptcharakters durch den Zuschauer explizit in die Handlung eingebunden, etwa wenn Stefan davon redet, dass er sich bei der Auswahl seiner Frühstücksflocken und seiner Musik ferngesteuert fühlt oder wenn er sich gegen manche Kommandos durch den Zuschauer körperlich wehrt. All das entfaltet seinen Witz und seine Metaebene doch erst dadurch, dass da tatsächlich jemand vor dem Fernseher sitzt und ihn steuert. Wenn Stefan dem Wahn verfällt, ferngesteuert zu sein ohne dass das tatsächlich der Fall ist oder gezeigt wurde (denn im eigentlich Filmmaterial passiert das ja nicht), wird das Kernelement meiner Meinung nach komplett unverständlich.
logan99 hat geschrieben:Ich hatte mir direkt nach erscheinen den Film auf Netflix mit interaktiver "Steuerung" angesehen. Das war ganz interessant, aber auch mühsam, weil einfach kein wirklicher Sehfluss entstand. Es hatte mehr was von einem Story-Spiel (was es auf gewisse Art zwar sein will, aber nicht so richtig funktioniert). Problematisch war es dann, wenn man "zurück" wollte/musste, um ein paar andere Pfade zu gehen. Das ist einfach komplett misslungen mMn und am Ende mehr frustrierend als innovativ.
Das fand ich widerum ganz und gar nicht so.
Die Steuerung war sehr elegant, die Entscheidungen so sauber wie möglich in den Sehfluss eingebunden (natürlich sind die entsprechenden Szenen etwas gestreckt, um dem Zuschauer Zeit zu verschaffen, aber besser als so geht es imo gar nicht) und der Rücksprung bei Dead Ends so komfortabel wie möglich.
logan99 hat geschrieben:In dem Cut waren die Sprünge zurück bis hin zum neuen Pfad in einer Art Schnelldurchlauf gelöst, online auf Netflix hätte ich für bestimmte Pfade neustarten und mir nochmals viele Inhalte komplett ansehen müssen.
Du schreibst doch, du hättest zuvor die interaktive Version auf Netflix gesehen?! Dort ist das aber exakt genauso gelöst. Nach dem Ändern einer vorherigen Entscheidung wirst du via Schnelldurchlauf auf deinen neuen Pfad geführt. Das wird in dem Cut, den du gesehen hast vermutlich einfach 1:1 aus Netflix übernommen sein. Davon ab fand ich genau das auch sehr elegant gelöst.
logan99 hat geschrieben:Ich hatte mir anschließend mal das im Netz existierende PAP Diagramm angeschaut und muss sagen, dass ich in den 1 1/2h eigentlich alle relevanten Enden gesehen habe und das schnitttechnisch nur in wenigen Momenten eher suboptimal gelöst wurde.
Hab ich auf Netflix auch geschafft. Daher meine große Verwunderung, wo die angeblichen 300 Minuten Filmmaterial sein sollen.
logan99 hat geschrieben:Nicht alle Entscheidungen haben einen größeren Sinn und Einfluß auf die Story, gerade die beiden ersten sind eigentlich völlig irrelevant, egal welche Wahl man trifft - das hat man auch zwischdrin immer mal wieder.
Die ersten beiden sind quasi "Tutorial". Der Zuschauer bekommt zwei simple Entscheidungen zur Hand, um sich mit der Steuerung auszuprobieren und sich nicht zu ärgern, wenn er direkt bei einer wichtigen Entscheidung zu dösig ist, seine Fernbedienung zu benutzen. Ist Best Practice ist ähnlichen Videospielen. Und zumindest die Frühstücksflocken kommen später nochmal vor, allerdings auch da ohne Relevanz für die Story.
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von Theologe
#1528135
AlphaOrange hat geschrieben:
logan99 hat geschrieben:Nicht alle Entscheidungen haben einen größeren Sinn und Einfluß auf die Story, gerade die beiden ersten sind eigentlich völlig irrelevant, egal welche Wahl man trifft - das hat man auch zwischdrin immer mal wieder.
Die ersten beiden sind quasi "Tutorial". Der Zuschauer bekommt zwei simple Entscheidungen zur Hand, um sich mit der Steuerung auszuprobieren und sich nicht zu ärgern, wenn er direkt bei einer wichtigen Entscheidung zu dösig ist, seine Fernbedienung zu benutzen. Ist Best Practice ist ähnlichen Videospielen. Und zumindest die Frühstücksflocken kommen später nochmal vor, allerdings auch da ohne Relevanz für die Story.
Die Entscheidung welche Flocken gegessen werden, sind nicht Storyrelevant, sondern nur, dass man die Entscheidung trifft, weil der Protagonist die Flocken als Beispiel dafür nennt, dass er keine eigenen Entscheidungen trifft.
von logan99
#1528137
AlphaOrange hat geschrieben: Auf inhaltlicher Ebene:
versteckter Inhalt:
Fremdbestimmung ist das zentrale Element des Films und die Steuerung des Hauptcharakters durch den Zuschauer explizit in die Handlung eingebunden, etwa wenn Stefan davon redet, dass er sich bei der Auswahl seiner Frühstücksflocken und seiner Musik ferngesteuert fühlt oder wenn er sich gegen manche Kommandos durch den Zuschauer körperlich wehrt. All das entfaltet seinen Witz und seine Metaebene doch erst dadurch, dass da tatsächlich jemand vor dem Fernseher sitzt und ihn steuert. Wenn Stefan dem Wahn verfällt, ferngesteuert zu sein ohne dass das tatsächlich der Fall ist oder gezeigt wurde (denn im eigentlich Filmmaterial passiert das ja nicht), wird das Kernelement meiner Meinung nach komplett unverständlich.
Ich sehe darin keine große Metaebene, deren Wirkung allein durch die manuelle Entscheidung der verschiedenen Pfade entfaltet wird. Gerade weil man je nach Wahl irgendwann auf ein Ende stößt und dann u.a. wieder von Beginn an starten muss, um eine andere Richtung einzuschlagen, wird man mMn irgendwann komplett rausgerissen aus dem Gesamterlebnis und bekommt so als Zuschauer gar nicht die Gesamtheit der Story mit. Denn seien wir ehrlich, wie viele spielen alle Szenarien durch? Doch die wenigsten. Viele schauen es einmal und gut ist und haben dann vielleicht 2 Enden gesehen.

In meinen Augen kommt der steigende geistige Zerfall und der Wahn von Stefan in dem Cut deutlich besser rüber, weil man hier alles als ein Ganzes präsentiert bekommt, aber einem dennoch der Clou mit den verschiedenen Entscheidungsmöglichkeiten aufgezeigt wird, die u.a. ja auch dafür sorgen, dass Stefan auf mentaler Ebene immer weiter im Verlauf abbaut und an seinem geistigen Zustand zweifelt.

Ob nun ich als Zuschauer direkt den "Knopf" drücke, um einen Pfad einzuschalgen, oder mir das durch einen Cut abgenommen wird, macht in der Wirkung in meinen Augen keinen Unterschied, denn ich weiß ja sowohl als reiner Zuschauer als auch als "aktiver Part", dass die Wege schlussendlich vorgegeben sind. Für mich hat das auf jeden Fall in filmischer Form mit den ganzen aufbereiteten Erzählsträngen deutlich besser gefallen und ich war mehr im Geschehen drin, als aktiver Part, wo ich ständig rausgerissen wurde.
AlphaOrange hat geschrieben: Das fand ich widerum ganz und gar nicht so.
Die Steuerung war sehr elegant, die Entscheidungen so sauber wie möglich in den Sehfluss eingebunden (natürlich sind die entsprechenden Szenen etwas gestreckt, um dem Zuschauer Zeit zu verschaffen, aber besser als so geht es imo gar nicht) und der Rücksprung bei Dead Ends so komfortabel wie möglich.
Ist wohl Ansichtssache. Sicherlich ist die reine Integration gut umgesetzt, aber man wird halt in dem Moment aus der Welt kurz rausgerissen, um selbst aktiv zu werden. Mich hat das durchaus gestört. Und das man bei bestimmten Entscheidungen in eine Sackgasse geführt wurde, ist auch nicht wirklich elegant gelöst mMn.
AlphaOrange hat geschrieben: Du schreibst doch, du hättest zuvor die interaktive Version auf Netflix gesehen?! Dort ist das aber exakt genauso gelöst. Nach dem Ändern einer vorherigen Entscheidung wirst du via Schnelldurchlauf auf deinen neuen Pfad geführt. Das wird in dem Cut, den du gesehen hast vermutlich einfach 1:1 aus Netflix übernommen sein. Davon ab fand ich genau das auch sehr elegant gelöst.
Ich das ganze auf Netflix nur 2mal versucht durchzuspielen, war dann aber genervt, weil man für eine Änderung der Entscheidung auf einer höheren Ebene, eben nicht einfach zurückspringen konnte, sondern den Film neustarten musste - zumindest habe ich keine andere Möglichkeit gefunden. Da vorspulen nicht geht, hat sich das dann natürlich entsprechend immer gezogen, eh man dann wieder am Punkt war, wo man den Pfad ändern wollte. Was du hier beschreibst konnte ich immer nur auf die nächste höhere Ebene anwenden, aber nicht wenn es eben 3-4 Schritte zurückgehen sollte.
AlphaOrange hat geschrieben: Die ersten beiden sind quasi "Tutorial". Der Zuschauer bekommt zwei simple Entscheidungen zur Hand, um sich mit der Steuerung auszuprobieren und sich nicht zu ärgern, wenn er direkt bei einer wichtigen Entscheidung zu dösig ist, seine Fernbedienung zu benutzen. Ist Best Practice ist ähnlichen Videospielen. Und zumindest die Frühstücksflocken kommen später nochmal vor, allerdings auch da ohne Relevanz für die Story.
Schon klar, aber du hast das später auch ab und an nochmal, z.B. im zweiten Gespräch mit der Therapeutin, wo man zwischen Fingernägeln beißen und was anderem entscheiden konnte, da war es auch völlig schnuppe und führte zum gleichen nächsten Schritt.
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von Theologe
#1528138
@Logan

Irgendwie scheint da was bei deiner interaktiven Version nicht geklappt zu haben. Wir konnten immer, wenn eine Entscheidung zum Ende führte, an den entsprechenden Scheideweg zurückspringen und bis dahin wurde das gesehene im Schnelldurchlauf abgespielt.
Das haben wir bestimmt 5-6x gemacht.
von logan99
#1528139
Das konnte ich auch, ich meinte wenn man mehrere Pfade zurückspringen wollte, und nicht nur zum letzten Entscheidungspunkt. Zb. wenn ich bei der Frage "Wer ist da?" den Netflix-Pfad gewählt und mir das entsprechende Ende angesehen habe, dann aber doch gern noch wissen würde was passierte wäre, wenn ich viel früher Collin gefolgt wäre anstatt zum Psycho-Doc zu gehen. Das ging bei mir nur, wenn ich den gesamten Film neu gestartet habe.
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von AlphaOrange
#1528141
Wir konnten über die Fernbedienung jederzeit "Previous Decisions" ansteuern und dahin zurückspringen. Habs allerdings nicht ausprobiert, ob das genauso problemlos klappt.
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von Nerdus
#1528308
Joah. Habe es inzwischen auch einmal durch, hat mich ehrlich gesagt nicht umgehauen. Ich hätte lieber eine normale Staffel gehabt. Oder einen normalen Bandersnatch-Film. Dass das interaktive Element der Story oder der Erzählweise viel hinzufügt, könnte ich so jetzt auch nicht unterschreiben. Ich glaube nicht, dass man dadurch wirklich was verloren hätte, wenn man einen normalen Film gemacht hätte mit der gleichen Prämisse, aber vielleicht bin ich auch einfach nicht die Zielgruppe :|
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von LittleQ
#1528319
Ich schaus gerade an. Mir gefällt es echt gut :shock: :lol:
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von Neo
#1529732
Haben es nun auch endlich mal gesehen und sind jetzt nach ca. ~100 Minuten auch durch. Mich hats so gar nicht gerissen und hatte schon nach dem ersten Durchlauf keine Lust mehr. Das hat alles Hand und Fuß und würde ich das Skript so lesen, würde ich es auch total toll finden, aber gepackt hat mich das null. Kein Wow-Effekt, nichts, was einen nun wirklich überrascht oder erheitert und irgendwie habe ich auch das Gefühl so ein Konzept schon vor Jahren zigfach bei YT'bern gesehen zu haben, wenn natürlich auch qualitativ nicht so gut, mit weniger Pfaden und entsprechend dem Umstand mehrerer Videos auch nicht so flüssig. Trotzdem hatte ich da damals mehr Freude dran, weil es in diesem Rahmen eben noch neu oder besser gesagt originell war.

Auch mir wäre da ein Film oder gar eine neue Staffel lieber gewesen. Da hätte ich auch gerne auf den Fremdbestimmungsgag verzichtet. Hat mir nichts gegeben. :?
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von Fernsehfohlen
#1533427
Rasant, wie ich nun mal in meinem Serienkonsum bin, habe ich nun tatsächlich auch mal die vierte Staffel geschafft. Meine Eindrücke zu den Folgen, sofern es noch jemanden interessiert. ^^

Achso, ich nehme keine Rücksicht auf SPOILER.

1. USS Callister
Eigentlich so überhaupt nicht mein Metier, aber bei aller Albernheit und trotz der auf mich relativ abwegig erscheinenden Zukunftsvision inmitten einer "Star Trek"-Hommage, die ich mangels Interesse kaum erfasst haben dürfte, fühlte ich mich doch zumindest gut unterhalten - zumindest bis zur großen Weltraum-Verfolgungsjagd, die mir dann doch zu blöd wurde. Ganz lustig, aber relativ substanzarm.
6/10

2. Arkangel
Hier war ich etwas verärgert, wie wenig aus der starken Exposition herausgeholt wurde. Der feuchte Technik-Traum der modernen Helikopter-Mama war erstmal ganz spannend und wirkte - vom Filter vielleicht einmal abgesehen - auch realitätsnah, weshalb ich mir schnell viele Gedanken zur Problematik der Technik gemacht habe. Auch die Figur der Mutter war meines Erachtens jetzt auch nicht zu überzeichnet und kontrollsüchtig, sondern ein relativ realistisches Abbild eines Elternteils, das eine traumatische Erfahrung gemacht hat und danach im ständigen Konflikt zwischen Behütung und Freiheitsermöglichung seines Kindes ist. Fand ich erstmal alles sehr stimmig und interessant.
Leider wirkte die Folge aber nicht intelligent zu Ende gedacht. Ich hätte es bedeutend spannender gefunden, stärker auf die psychologische Komponente sowohl bei Mutter als auch Tochter einzugehen, anstatt im letzten Drittel beide Figuren doch noch zu einer überzeichneten Karikatur ihrer selbst verkommen zu lassen, um so einen effekthascherisches "Duell" am Ende stehen zu haben. Gut gedachte und anfangs auch gemachte Folge, die leider hintenraus hysterisch und blutleer wird.
7/10

3. Crocodile
Hier fand ich das Ende noch bescheidener als bei "Arkangel" - nur mit dem Unterschied, dass ich es bei dieser Folge nicht einmal wirklich bedauert habe, da mir schon die Geschichte nicht so recht zusagte und ich auch die Figuren nicht wirklich interessant fand. Hier fand ich auch die Technik-Komponente überhaupt nicht reizvoll in die Handlung eingebettet und spätestens ab dem Moment, wo Madame zur Fließband-Mörderin mutiert, hatte mich die Folge ziemlich verloren. Aber die Landschaftsaufnahmen waren schön. :grin:
4/10

4. Hang the DJ
DER Lichtblick dieser Staffel. Diese Vision, dass Menschen wissen, "wie viel Zeit ihnen noch bleibt", fand ich in anderer Ausführung schon in dem Film "Das brandneue Testament" emotional extrem aufwühlend und hatte entsprechend ziemlich lange an diesem Film zu knabbern. In dieser Folge wiederum haben mein Herz und mein Hirn permanent "gearbeitet": Auf der einen Seite haben es die beiden Hauptcharaktere auf Anhieb geschafft, mich für sich zu gewinnen, auf der anderen Seite war ich in einem permanenten inneren Disput, ob ich diese Technologie nun gutheißen oder verachten soll - und bin diesbezüglich bis zum Ende nicht zu einem klaren Ergebnis gekommen. Man kann ja meines Erachtens sogar hinterfragen, ob die Folge nun zu einem positiven oder negativen Ende gekommen ist, wenngleich das für mich eine relativ klare Sache ist (positiv).
Ja, ganz tolle, anrührende und interessante Folge. Kleine Kritik: Ich hätte mir während der "Ausprobierphasen" etwas weniger eindimensionale Partner für die beiden Hauptcharaktere gewünscht. Die humorbefreite Schreckschraube des Mannes war mir ebenso zu viel Klischee wie der selbstverliebte Grinsestecher, mit dem die Frau neun Lebensmonate verschwendet hat.
9/10

5. Metalhead
Bei dieser Folge habe ich weniger über das Für und Wider der Technologie nachgedacht, die ja so eindimensional konzipiert war, dass sie dazu auch wenig Anlass gab, als viel mehr darüber, wie viel Minimalismus so ein Film / eine Serie aushalten kann, bis er / sie für den Betrachter völlig bedeutungslos wird. Ich meine, stylisch ist die Folge ja mit ihrem Schwarzweiß-Look, und die Verfolgungsjagd zwischen Mensch und Maschine ist ja auch durchaus spannend anzuschauen. Nur... das wars dann halt auch irgendwie schon.
Bei "Metalhead" fehlte mir persönlich Kontext, Kontext und nochmal Kontext. Wer ist diese Frau und warum soll ich darauf hoffen, dass sie überlebt? Was sind diese Hunde, was war ihr ursprünglicher Zweck und warum sind sie so entartet? Und warum heult diese Frau minutenlang in ein Walkie Talkie, wenn ihr doch eh niemand antwortet und sie weiß, dass Metal-Dog sie dadurch orten kann? Ja, man kann auch der Meinung sein, dass die Antworten auf diese Fragen egal sind, aber ganz ehrlich... so, wie es umgesetzt wurde, ist diese Folge auch komplett egal. Killer-Maschinen, die Menschen verfolgen, sind nun wirklich ein alter Hut und keine Zukunftsvision des 21. Jahrhunderts. Und so bleibt "Metalhead"... hübsch anzuschauen. Jo.
5/10

6. Black Museum
Irgendwie schade, dass die zweitbeste Folge dieser Staffel aus meiner Sicht eine Kurzgeschichten-Sammlung ist, die mich sehr an Stephen King plus Technik erinnert hat, aber diese Resteverwertung von drei netten Ideen, bei denen es nicht zu eigenen Folgen gelangt hat, hat mich immerhin ziemlich gut unterhalten (vor allem die des schmerzlüsternen Arztes). Das Ende war im Grunde vorhersehbar, habe ich aber erst ziemlich spät durchschaut und jo... als Staffelfinale kann man das durchaus so machen.
7,5/10


Insgesamt aber eine ernüchternde Staffel, die meines Erachtens nur eine Folge beinhaltet, die man wirklich gesehen haben sollte ("Hang the DJ"). "Black Museum" ist gute Unterhaltung, "Arkangel" hat eine tolle Prämisse, verliert sich dann aber leider im Mittelmaß, "USS Callister" ist... Geschmackssache, mir aber insgesamt zu klamaukig, "Metalhead" ist gelebter Emotionsminimalismus mit müder, abgenutzer Technologiekritik, die in die Apokalypse führt und "Crocodile" hätte man vielleicht lieber als Werbefilm für Winterurlaube konzipieren sollen. Zum Glück ist "Black Mirror" so konzipiert, dass jede Folge eine neue Entdeckung ist - sonst wäre ich definitiv bei "Crocodile" und "Metalhead" und wahrscheinlich auch ziemlich schnell bei "USS Callister" ausgestiegen, hätten diese Geschichten Staffellänge gehabt.

Gesamtwertung Staffel 4: 6,5/10

Staffel 1: 8/10
Staffel 2: 8/10
Staffel 3: 7,5/10


Fohlen
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von Fernsehfohlen
#1533598
So, habe nun auch die fünfte Staffel gesehen. Nunja, bringen wir es hinter uns.

1. Striking Vipers
Eine etwas seltsame Folge über zwei befreundete Männer, die in einem Kampf-Videospiel in die Rollen der sich duellierenden Figuren schlüpfen und sich ineinander verlieben - was die beiden vor die Frage führt, ob sie auch im realen Leben (bislang unterdrückt) homosexuell sind. Fand ich relativ abstrus vom Grundgedanken her, unterhalten wurde ich aber zumindest. Trotzdem eine der weniger gelungenen Folgen dieser Serie, die jetzt (2-3 Tage nach dem Schauen) auch schon wieder so gut wie vergessen ist.
6/10

2. Smithereens
Hat mir alles in allem noch am besten gefallen, dieses Plädoyer gegen die sehr reale und sehr aktuelle Gefahr des "Smombietums", bei dem die ganze Welt nur noch wie blöd auf ihr Smartphone glotzt und ihre Umwelt überhaupt nicht mehr wahrnimmt. Die Entführung war durchaus spannend inszeniert und der Hauptdarsteller dieser Folge war richtig stark, das gesamte Grundsetting leider aber daran, dass eine solche Geiselnahme nur für einen Anruf mit einem Mark-Zuckerberg-Verschnitt schon unrealistisch anmutet - und der Inhalt der großen finalen Unterhaltung nun aus meiner Sicht den gesamten Aufwand auch nur bedingt gerechtfertigt hat. Ansonsten ordentliche Folge.
7/10

3. Rachel, Jack and Ashley Too
Puh, das war richtig trashiger Rotz - und das gar nicht mal wegen Miley Cyrus, die in der Rolle des von außen gesteuerten und auf butterweich getrimmten Pop-Püppchens, das aus dieser Plastikwelt ausbricht, eine ziemlich gute Wahl ist und die Rolle auch glaubwürdig spielt. Aber aus dieser von platten Klischeebildern nur so strotzenden Geschichte wird hintenraus ein wahrlich lächerliches, albernes Schauspiel, das mich weder belustigen noch unterhalten und schon gar nicht ins Nachdenken bringen konnte. Zu abwegig die Technologie bzw. deren Entwicklung im Laufe der Folge, zu trashig das letzte Drittel der Folge und zu vorhersehbar das Ende. Meines Erachtens ein neuer Tiefpunkt in der "Black Mirror"-Geschichte.
3/10


Joar, also... das war jetzt mal so gar nichts. Alle drei Folgen sind weit davon entfernt, große Must-Sees zu sein, die Momente, in denen ich über die jeweilige Technologie nachgedacht und von deren dystopischen Entwicklung gefesselt war, lassen sich an einer Hand abzählen und Innovationen schien es in dieser Staffel nur noch in Form der Öffnung zum Trash (in der ersten Folge latent, in der dritten in dramatischer Weise) zu geben. So brauche ich diese Serie nicht. Übrigens rechtfertigt der jeweilige Inhalt dieser Folgen auch in keinem Fall eine Länge von über einer Stunde.

Also ich sehe das Format gerade auf einem sehr bedenklichen Weg.

Gesamtwertung Staffel 5: 5/10

Staffel 1: 8/10
Staffel 2: 8/10
Staffel 3: 7,5/10
Staffel 4: 6,5/10


Fohlen
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von Neo
#1533807
Muss zu meinem Bedauern feststellen, dass ich die Serie bzw. die einzelnen Episoden nie (zumindest nicht hier im Thread) bewertet habe. Hätte schwören können, dass ich das mal niedergeschrieben hatte... -_-


Striking Vipers
Hat mich auch nicht gelangweilt, aber auch hier hat man ja echt nichts ausgereizt oder mal ein bisschen weiter gedacht. So war das ziemlich low.
Was mich am meisten störte: Ey, man hat die Möglichkeit zig Charas zu spielen und sich ein anderes Geschlecht zu geben und der eine bleibt trotzdem bei dem Asiaten? Ich hätte alles durchgespielt! Und es wäre mir auch total bumms, ob Männlein oder Weiblein oder Geschlecht XY gegen mich bzw. mit mir gespielt hätte, weil die Charas doch eh anders ausschauen und ihre eigenen Stimmen haben. :information_desk_person_tone1:
6,5/10 Punkten

Smithereens
Vor der Episode hatte ich am meisten Angst. Ich mag Andrew Scott einfach so gerne und schauspielerisch hat er definitiv nicht enttäuscht, aber auch hier hat man zu wenig aus der Geschichte gemacht. Was für eine unfassbar langweilige Thematik (ausgelutschter gehts doch kaum) und der Grund der Entführung war dementsprechend lame.
Die Episode hat aber davon profitiert, dass ich Dussel unaufmerksam war und dachte, dass das Hauptthema das 'Digitale Erbe' wäre (hätte man auch wahnsinnig gut mit seiner Story verbinden können, aber geschenkt) und einfach fest davon überzeugt war, dass er nur an das Passwort kommen wollte, so gabs für mich einen, wenn auch schlechten, Twist. Den Boss fand ich übrgens ziemlich cool, ebenso den die irren Gespräche zum Ende. Bin mir unschlüssig, wie das gesehen werden soll, aber ich hake das für mich komplett als Satire ab. Very British eben. Fand dementsprechend dann auch den Schluss ganz gut.
6/10

Rachel, Jack and Ashley Too
Ach Gott. Das war mies. Miley gut gespielt und passte auch perfekt rein, aber ihre Story hat man so gar nicht gebraucht. Lieber das KI Thema besser behandeln und sich auf das den Roboter konzentrieren. Der hätte z.B. die Schwestern entzweien können. Ich hatte ja zweimal kurz Hoffnung (Gitarrenspiel und Stecker ziehen), aber die wurde gleich zerschlagen. Für die Niedlichkeit des Roboters gibts einen Punkt und 2, weil ich die Familie und den Mausservice (der Wagen :heart_eyes_cat:) so toll fand. Unrealistisch ist das mit dem Roboter und dem Hirn und das sich untereinander verknüpfen ja nun nicht, aber die Story war halt einfach schlecht.
3/10

Die letzten Staffeln haben zumindest immer ein Highlight gesetzt und man hatte da auch immer das Gefühl etwas beleuchtet zu bekommen, worüber man sich so noch keine Gedanken machte oder manche Episoden haben es geschafft, durch eine gewisse Härte oder Emotionalität zu flashen. Hier war das eher so, dass man bei den Themen schon weiter ist und die Episoden stark ausbaufähig findet. So gings mir zumindest und ich stehe wohl nicht alleine da.
Kann auch überhaupt nicht nachvollziehen, weshalb man da keine guten Schreiberlinge findet bzw. die Plots so durchwinkt. Nun denn.
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von Wolfsgesicht
#1533896
Wundert mich dass bei euch die Folge 2 so „gut“ ankam...ich fand sie wirklich fürchterlich langweilig. Die komplette Story ist in 2 Sätzen zusammenfassbar. Ich war direkt auf dem Trichter als rauskam seine Frau ist tot, dass er schuld war. Ich fand’s wirklich *schnarch*

Dem gegenüber hab ich mich erwischt wie am Tag darauf den Song aus folge 3 im Kopf gesummt habe...
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von Neo
#1533908
Ich vermute mal, dass der Beweggrund (mehr oder minder) jedem aufmerksamen Zuschauer relativ klar sein dürfte - ich habe nicht dazugehört. Der Weg ist bei der Bewertung eben das Ziel. Das war halt gut geschrieben und geschauspielert, ändert aber natürlich nichts am eher langweiligen Thema.


Wolfsgesicht hat geschrieben: Di 25. Jun 2019, 06:49 Dem gegenüber hab ich mich erwischt wie am Tag darauf den Song aus folge 3 im Kopf gesummt habe...
Der Song ist aber auch echt Plastik-Pop at it's best. Habe jeher auch den Tab geöffnet. :smile_cat:
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