US-Fernsehen (inklusive Season- und Pilot-Reviews), britisches Fernsehen etc.
#1541281
Mal beide Seasons angesehen.
Altered Carbon Season 1 würde ich gerne auf 9/10 ändern. Finde ich doch noch ein Stück besser als beim ersten Durchsehen.

Altered Carbon Season 2 (Netflix):

Ich wünschte, ich könnte sagen, dass das lange Warten sich gelohnt hat. Hat es auch, aber irgendwie auch nicht. Ein bisschen fühlt sich Altered Carbon über lange Strecken an wie True Detectives Season 2. Auch wenn es ein Wiedersehen mit einigen Figuren gab (bzw. hier kein gänzlich neues setting vorliegt), fehlt Season 2, ähnlich wie bei TD, dieses gewisse etwas, dass es besonders macht.

Zwei Dinge sind dabei ausschlaggebend
1. ohne Joel Kinnaman, der ja wiederum nur ein "Avatar" für den auch in Season 2 auftauchenden Kovac war, fehlt einfach das Gesicht, mit dem ich Altered Carbon verbinde. Anthony Mackie ist zwar gut, aber einfach nicht in der Lage zu vermitteln, dass es sich hier um die gleiche Person (Kovac) handelt. Und
2. ist die Story nicht so spannende wie in Season 1. Die Kriminalgeschichte aus dem ersten Teil hat mich einfach nur total gefesselt, während die Season 2 Story über weite Strecken eher durchschnittlich erscheint. Vielleicht auch deshalb, weil ich kein Fan davon bin, wenn Story-Überbleibsel aus der vorherigen Season wieder aufgegriffen werden (Jaeger). Da hätte ich mir einfach mehr gewünscht.

Während Poe in Season 2 leider eher ein Schatten-Dasein fristet, fand ich es toll Quell mit einer größeren Rolle zu sehen. Auch Simone Missick als Kopfgeldjägrerin hat mir wirklich gut gefallen. Zum Ende hin gibt es auch einen kleinen, wenn auch keinen übermäßigen Plottwist und auch wird es am Ende nochmal spannend, wenn aufgelöst wird, wieso weshalb warum.

Alles in allem waren die 8 Folgen unterhaltsam, sicherlich auch besser, als vieles, dass ich sonst sehe. Aber ein bisschen Enttäuschung ist schon da. Hat mich einfach nicht so umgehauen, wie ich es gehofft habe bzw. das Gefühl, dass man jetzt nochmal eine Schippe drauflegt, hat sich leider nicht eingestellt.


7/10
#1541309
little_big_man hat geschrieben: Mi 1. Jan 2020, 20:36
redlock hat geschrieben: Mi 1. Jan 2020, 19:36 Freue mich auf Staffel 5, die diesen Monat beginnt.
Dann kommt die Absetzung also in 3, 2, 1, ....

(Denn jeder erfolgreichen SyFy Show wurde bisher nach der 5. Staffel der Stecker gezogen.)
...jetzt:
https://deadline.com/2020/03/the-magici ... 202872947/
#1541352
little_big_man hat geschrieben: Di 3. Mär 2020, 18:06
little_big_man hat geschrieben: Mi 1. Jan 2020, 20:36
redlock hat geschrieben: Mi 1. Jan 2020, 19:36 Freue mich auf Staffel 5, die diesen Monat beginnt.
Dann kommt die Absetzung also in 3, 2, 1, ....

(Denn jeder erfolgreichen SyFy Show wurde bisher nach der 5. Staffel der Stecker gezogen.)
...jetzt:
https://deadline.com/2020/03/the-magici ... 202872947/
Na hoffentlich endet es ohne Cliffhanger.
#1542009
Netflix, Prime, AMC, Apple...

Ich bin froh über alle Streamer und Premium Cabler mit qualitativem Content, aber in der Dichte ist es, auch ohne Game of Thrones, noch HBO, auf die man sich am meisten verlassen kann.

The Deuce: S2
Die zweite Staffel setzt qualitativ nahtlos an die starke erste Staffel an und wie immer bei David Simons Serien, wird einem ein fantastischer Einblick in ein besonderes Milieu abseits der Norm geboten. Egal ob die namhaften Darsteller wie James Franco und Maggie Gyllenhaal oder die eher unbekannteren, alle gehen in ihren Figuren auf und liefern ein Puzzlestück zum großen Ganzen.
9/10

Silicon Valley: S6
Leider hatte die letzte Staffel dieser grandiosen Comedy nur recht wenige Episoden, aber die hatten es wieder in sich. Nach Veep geht die zweite sensationelle Comedy von HBO zu Ende. Ich hoffe, dass Avenue 5 ein würdiger Ersatz sein kann.
Silicon Valley ist eine must see Serie und gehört zu den besten Sitcoms die je gemacht wurden.
9/10

Succession: S1 [HBO]
Die Serie hatte ich zwar immer auf dem Schirm, aber nie so die richtige Muße. Kürzlich war dann Brian Cox bei Real Time zu Gast und hat mir irgendwie Lust auf die Serie gemacht, obwohl es gar nicht um die Show ging. Die erste Staffel war auf jeden Fall gelungen. Wir haben hier Dallas, Denver Clan, Falcon Crest... als düsteres Familiendrama. Brian Cox spielt eine Mischung auf Rupert Murdoch und Trump, der seine Familie fest im Griff hat, aber seine erwachsenen Kinder durch seine harte Hand auch regelmäßig dazu treibt gegen ihn zu intrigieren. Während die großen Primetime Soaps der 80er das Leben der Reichen gefeiert hat und man sich als Zuschauer daran ergötzen konnte, zeigt Succession großartig auf wie pervers dieser verschwenderische Lebensstil wirklich ist und wie verdorben die Menschen, die ihn pflegen.
8/10
#1542420
McMafia: S1 [BBC One / AMC]
Ich hatte jetzt keine großen Erwartungen, aber etwas mehr hätte es schon sein dürfen. Weder als Familiendrama noch ans Gangsterdrama funktioniert McMafia sonderlich gut. Die ersten beiden Episoden und die letzten beiden waren durchaus unterhaltsam. Aber in den vier Episoden dazwischen wurde mir zu viel Wasser getreten.
5,5/10

Unbelievable [Netflix]
Nachdem Kaitlyn Dever vor Jahren in Justified als extrem talentierte Jungdarstellerin überzeugte, musste sie wohl erst mal in Tim Allens Sitcom Last Man Standing Geld verdienen. Jetzt durfte sie endlich wieder glänzen. In diesem Crime Drama über einen Serienvergewaltiger passt alles. Neben Chernobyl und When They See Us die dritte Top Miniserie aus dem letzten Jahr.
9/10
#1542467
68 Whiskey -- Staffel 1 (Paramount)

Die Serie hat mich prächtig unterhalten. Sie hat mich an jene ''Militärserien'' aus den 1960zigern und 1970zigern erinnert, die humorvoll waren und wo man nicht so patriotisch war, wie ab den 1980zigern. Dass dies eine ganze Reihe von Zuschauern, in der heutigen Zeit mit ihrer ganz speziellen politischen''Atmosphäre,'' nicht gut finden, ist klar.
Wie gesagt, mir hat die Staffel um die Chaotentruppe des Feldhospitals richtig gut gefallen.
Die Staffel endet allerdings mit einem Cliffhanger.


Für S1: 7,5/10


Babylon Berlin -- Staffel 3 (Sky1)

Die dritte Staffel hat mir etwas besser gefallen als S2. Die Mischung aus Krimifall und historischem Drama (die Weimarer Republik hatte keine Chance bei den Gegnern und Schwächen in der Verfassung) passt und ist weiterhin hochklassig produziert. Die Darsteller sind ebenfalls weiterhin sehr gut.
Was mit nicht gefiel, und zu einen halben Punkt Abzug in der Staffelwertung führt, waren diese ''Wir machen hier Kunst und wollen den Grimme Preis'' Szenen in fast allen Folgen. Szenen, wo die Schauspieler praktisch Übungen aus dem Schauspielunterricht durch exerziert haben. Fand ich einfach fürchterlich.
Nichtsdestoweniger, ''Babylon Berlin'' bleibt weiterhin eine Empfehlung.


Für S3: 7,5/10


Carter -- Staffel 2 (Bravo, Kanada)

Auch in S2 eine unterhaltsame ''feel good'' Krimiserie aus Kanada mit gut aufgelegten Darstellern.
Running gag: Sich über sich selbst und das Genre der TV Krimiserien lustig zu machen.


Für S2: 6,5/10


Fortunate Son -- Staffel 1 (CBC, Kanada)

Acht Teile, Nettolaufzeit knapp 44 Minuten.

Wir schreiben das Jahr 1968 und eine amerikanische Anti-Kriegs-Aktivistin ist mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im Teenageralter nach Kanada gezogen. Dort hilft sie in einer Kirchengruppe weiterhin amerikanischen Wehrdienstverweigern und Deserteuren den US Behörden zu entkommen. Die kanadischen Behörden drücken ein Auge zu, solange es nicht auffällig gemacht wird und die Jungs nicht auffällig werden.
Die zweite Hauptrolle spielt ein US Soldat, der in Vietnam in einem ''friendly fire'' Zwischenfall verwickelt ist, und von einem CIA Agenten gezwungen, okay, erpresst, wird für ihn zu arbeiten. Die CIA setzt den Jungen (man, der Darsteller könnte der jüngere Zwillingsbruder von Tom Welling sein) auf die Aktivistin an.
Im Laufe der acht Folgen erfahren wir, was die Aktivistin samt Familie veranlasst hat nach Kanada abzuhauen, wie der junge Soldat in den Zwiespalt zwischen Loyalität gegenüber den USA und der Familie, die ihn aufnimmt und hilft, gerät. Weitere Handlungsstränge drehen sich um die Tochter, die beruflich erfolgreich sein möchte, und ihrem Bruder, der voll der Anti-Establishment Bewegung an- und abhängt. Weniger gelungen ist der Teil um den Ehemann, der sich in einer persönlichen Krise befindet.

Viel Geschichte für acht Teile. Manchmal zuviel. Die teils sehr harsche (kanadische) Kritik an der Serie kann ich jedoch nicht nachvollziehen. (Da regt man sich z.B. auf, dass der Grenzübergang so nicht existiert hat; dass sich eine kanadische Serie über eine US Familie dreht). Für mich war's ein gutes Familiendrama vor dem Hintergrund einer bewegenden, sich ändernden Zeit.
Die Darsteller sind meistens bekannte Gesichter aus der kanadischen Schauspielergilde.
Die Staffel endet mit einer Szene um den Sohn, die man entweder als Cliffhanger und Aufmacher für S2 sehen kann, oder als puren Zufall, der sich dann in nichts auflöst.


Für S1: 7,5/10


Nurses (2020) -- Staffel 1 (Global, Kanada)

Nix ''Rookie Blue!'' Das war das frühe ''Grey's Anatomy,'' allerdings dreht es sich nicht um Ärzte sondern um das Pflegepersonal.
5 Pfleger stehen im Mittelpunkt. Mir war das Ganze insgesamt einen Tick zu ''pc'' und endete oft zu positiv. Okay, man will die Zuschauer nicht vergraulen, wenn alle abkratzen. Aber, wie bei GA, ist die Erfolgsrate einfach zu hoch.
Habe die zehn Folgen durchgehalten, wegen der sympathischen Darstellern und Figuren, und weil ich wissen wollte, wie's den Figuren am Ende ergeht.
Die Staffel ist in sich abgeschlossen.


Für S1: 6/10
#1542501
Bloodride - Season 1 (Netflix)

Norwegische Horror-Anthologie. Hat vom Look and Feel das gewisse Etwas. Skandinavisch hat sowas ja dann doch nochmal einen anderen Flair, einen anderen Erzählton und hier insbesondere auch einen teils abstrusen Humor. Wirklicher Horror ist selten, dafür nimmt sich das Ding auch einfach zu wenig ernst und strapaziert die Suspension of Disbelief maximal.
Leider: während ich nach der ersten Folge noch ziemlich angetan war, geht es danach den Bach runter. Da fehlt der Feinschliff, da sitzen die Twists nicht richtig, die Charaktere bleiben blass, die Geschichten bleiben zu konventionell und man ahnt die meisten Twists hundert Meilen gegen den Wind. Das ist ein Grundproblem, weil zumindest drei der Folgen bloß die ganze Zeit auf den Twist zuarbeiten, der dann nicht zündet. Und die Rahmenhandlung ist gar keine, sondern einfach nur ein visueller Gimmick.
6 / 10

Offervilje: So hätte ich gerne die ganze Serie gehabt. Regional angehaucht, gruseliges Setup, schräger Humor. 8/10
Tre syke brødre: Viel zu konventionell erzählt und das Ende wirkt wie drangetackert. 5/10
Karakterdrap: Völlig abstrus mit mehreren kräftigen Brüchen in der Geschichte. 3/10
Rottefelle: Hätte als gelungener Heist-Thriller durchgehen können, hätte man am Ende nicht noch einen draufsetzen müssen. 7/10
Gammelskolen: Hält lange Zeit eine gute Atmosphäre und enttäuscht dann mit dem Ende umso mehr. 5/10
Elefanten i rommet: Ähnlich wie die beiden Episoden davor. Bedient das Krimi-Genre gut, langweilt dann mit dem Twist. 6/10
#1542845
Picard - Season 1 (Amazon Prime)

Tolle show mit einigen Schwächen. Zu Beginn ein bisschen fad und auch die Nebenfiguren sind nicht so meines, aber dennoch sehr unterhaltsam und mit einem, für mich, starken Ende.
8,5 / 10
#1542882
Titans: S1 [DC Universe]
Man merkt schon, dass es eine Berlanti-Serie ist, man orientiert sich stilistisch an dem was ich von Arrow kenne, wobei der Härtegrad noch etwas nach oben geht.
Während ich Arrow bei nach 1 1/2 Staffeln genug hatte, weil es einfach zu viele Folgen für zu wenig Stoff war, funktioniert das bei Titans 11 Episoden deutlich besser. Da wird weniger Wasser getreten. Die erste Staffel beschäftigt sich in erster Linie damit, dass die Figuren vorgestellt werden und das Team zusammengestellt wird und so konnte man sogar den Backdoor Pilot für Doom Patrol einbauen, ohne zu gezwungen zu wirken.
7,5/10

The Witcher [Netflix]
Das war leider deutlich näher an Xena als es mir lieb war. Mehr durchgehende Handlung und weniger Auftrag der Woche hätte auch nicht geschadet. Henry Cavill als Witcher ist nicht übel, aber auch ein wenig zu gewollt cool und so hat die Serie zwar durchaus einen gewissen Unterhaltungswert und einer zweiten Staffel gebe ich eine Chance. Aber so war das erstmal eine Enttäuschung.
6,5/10

Veronica Mars: S4 [Hulu]
Den Film brauchte ich nicht, aber gefallen hat er mir dennoch. Damit hatte ich dann auch den Abschluss, den die Serie nicht wirklich bekam. Jetzt also eine 4. Staffel, die nicht brauchte und die wieder richtig Laune gemacht hat. Dank schneller und witziger Dialogen werden düstere Themen in lockeren Ton abgehandelt, wie man es von früher kennt und wenn Tochter und Vater auf Verbrecherjagd gehen macht das einfach Spaß. Alte Bekannte gibt es genauso zu sehen wie neue Gesichter und mit J.K. Simmons, als Verdächtiger/Bromance von Keith ist da das beste.
versteckter Inhalt:
Das Ende mit Logans Tod hat mir überhaupt nicht gefallen, weniger weil ich so ein Shipper bin, sondern weil ich die kreative Begründung, dass weitere VM-Abenteuer ohne Ehemann leichter umzusetzen sind, für Unsinn halte.
Jetzt hoffe ich, dass Rob Thomas und Kristen Bell ihren Plan umsetzen können, um alle paar Jahre eine 6-to-10-Episode Mystery zu veröffentlichen.
8/10
#1542888
Mr. Robot (Staffel 1)

Eine total tolle Serie. Hacksequenzen werden realistisch dargestellt, durch den schizo wird die Serie sehr unberechenbar. Tolle Kameraführung die ich so bei einer Serie nie gesehen hab, schön zusammengebastelt. Hat kaum Tiefen.

9/10

(Warum ist die Staffel eigentlich im anderen Thread? Ende Juni bis Anfang September 2015 wäre für mich hier)

Mr. Robot (Staffel 2)

Weiterhin schön komplex durch die schizo, hat hier allerdings Tiefen durch unnötige Folgen und sehr viel Leerlauf. Trotzdem gut. Schön find ich ja weiterhin die Kommunikation mit dem Zuschauer.

8/10

Mr. Robot (Staffel 3)

Zieht deutlich an im Vergleich zur Staffel 2. Niveau der ersten Staffel.

9/10
#1542896
Wolfsgesicht hat geschrieben: Sa 28. Mär 2020, 20:03 (Warum ist die Staffel eigentlich im anderen Thread? Ende Juni bis Anfang September 2015 wäre für mich hier)
Die Network-Season beginnt erst im September, in Ausnahmefällen Ende August, und das war früher eben immer der Gradmesser.
#1542959
Weiß ich das jetzt auch :D hab dazu nix gefunden wann das Fernsehjahr beginnt.

Mr. Robot (Staffel 4)
Nachdem die erste Staffel durchgängig sehr gut, die zweite durchgängig gut und die dritte wieder durchgängig sehr gut war, schwankt die vierte Staffel. Keine der Staffeln zuvor hatte Folgen die meterhoch herausstachen, an die man am Ende der Staffel vor allem dachte. Natürlich gab es Folgen die etwas mehr in Erinnerung blieben aufgrund der Machart (die Folge mit Alf zum Beispiel, weil es eine Sitcom-Folge war), aber selten aufgrund abweichender Qualität in der Erzählung oder des vermittelten Inhalts. Es war immer sehr homogen.
In der letzten Staffel hingegen ist ein Drittel gut, ein Drittel sehr gut, und ein Drittel Überragend.
Hatte zwischendurch mal Hänger oder Leerlauf wie in Staffel 2, dann mal wieder das Feeling der Staffel 1 und dann (Folge 7 und das komplette Finale mit Folge 11 bis 13) waren für mich die überragenden Folgen der kompletten Serie.
Die Art wie die Geschichte aufgezogen wird, wie die Kamera umherfährt (was mir so noch bei keiner Serie aufgefallen ist) und wie einfach alles passt...
Somit habe ich Folgen die 8/10 sind, aber auch Folgen die 11/10 sind. Der Staffel im gesamten gebe ich dennoch:

9/10
Benutzeravatar
von Neo
#1542963
AlphaOrange hat geschrieben: So 1. Mär 2020, 00:50Pastewka S10
Neos Enttäuschung (ausführlich im Amazon-Thread) kann ich nicht nachvollziehen. [...]
8.5 / 10
Ja, ich sag mal, nach dem Rewatch würde ich meine Wertung auch gerne um zwei Punkte nach oben korrigieren. Hat mir dann doch wesentlich besser gefallen. Vielleicht tat die Stückelung ganz gut oder das schauen mit einer weiteren Person oder (nach der ersten Enttäuschung) die runtergeschraubten Erwartungen.
Nun denn: 7/10 Punkte


Freud (Netflix)

Ich fasse mich kurz: Man muss ein bisschen reinkommen, dann sind die ersten 1-4 Episoden ganz annehmbar, danach für mein Dafürhalten wirklich mies. Zu viel Mystik und Okkultismus, der am Ende nicht mal wirklich Sinn ergibt (alles für die mittelprächtigen Bilder und das 'Uuuhhh-uhhhh'). Dazu zwanghaftes freud'sches Psycho-Dropping, denn man muss dem Namen ja irgendwie gerecht werden. Dachte zuvor, dass die Kritiker vielleicht ein wenig übertreiben, da alle sicher besser im Freud-Stoff sind (als der geneigte Zuschauer) und deshalb so überkritisch, zumal gegen ein wenig Mystik doch auch wirklich nichts einzuwenden ist und man das gut mit der Zeit und dem damaligen Blick auf psychische Erkrankungen verbinden kann, aber das war halt echt nichts. Hatte da mehr erwartet, zumal ich 4 Blocks so sehr mag.

Was man bekommt: Schöner Wiener Schmäh, ein nettes Set, platte Charaktere, viele pseudo-ästhetische Bilder, die man schon tausendmal (und vor allem viel besser) gesehen hat, Szenen, die schockieren sollen, aber eben, da auch schon zig Mal gesehen, etwas lame wirken, ein bisschen Folklore, viel Düsterheit und viel zu wenig Mercedes Müller (!), die ich irgendwie total gerne sehe, wenn auch unbewusst, und deren Namen ich erstmal googlen musste...
Was man (neues) bekommt: Nichts wirklich Gutes. Okay, das mit dem Opernsänger war ganz nett.

Eben auf der Wiki-Übersicht die Kritiken überflogen. Die von der FAZ ist super unterhaltsam. Ganz so schlimm fand ich die Serie aber doch nicht. :')

Naja, irgendeinen Preis werden die schon hinterhergeworfen bekommen. Fortsetzung brauchts aber wirklich nicht.
5/10 Punkte
#1543044
Wage es nicht - Season 1 (Netflix)

Eine Drama-Thriller(-Psychoe)-Serie über eine Cheerleader-Truppe einer Kleinstadt, die von einer neuen Trainerin geleitet wird, die sie zu den Meisterschaften führen will.
Was mir an der Staffel gefällt sind die Figuren, die in den Episoden oft irgendwie die Rollen wechseln. Mal psychopathisch, mal liebenswert(er), mal völlig gemein und dann wieder menschlich. Besonders hervorstechend fand ich Marlo Kelly, die den Cheerleader-Captain Beth spielt und sofort mit der neuen Trainerin aneinander gerät und man nie weiß, wer den Richtungsstreit gewinnt, zumal die Trainerin es gut versteht Beths beste Freundin auf ihre Seite zu ziehen. Die Entwicklungen in der Staffel find ich gut gemacht und das Ende ist super stark.
Jetzt einfach mal hoffen, dass Season 2 noch kommt. So wie ich das verstehe, wird hier ein Buch verfilmmt, dessen erste Hälfte der Inhalt von Season 1 ist.

8/10
#1543153
Vampires - Season 1 (Netflix)

Aus meiner Sicht ist diese französische Vampir-Serie leider eine verpasste Gelegenheit. Sah es zunächst noch so aus, als könnte man mal eine andere Sichtweise auf den alten Mythos bekommen, so bleibt es leider auf kleinere kulturelle Differenzen beschränkt. Es wird mehr geraucht und die Besetzung ist nicht so makellos schön, wie bei US-Serien. Aber leider bleibt die Story altbacken. Im Grunde bauen die Autoren darauf, uns Informationen in homöopathischen Dosen zu verabreichen, damit es spannender bleibt und ihre Innovationsarmut kaschiert wird.

Gier nach Blut, Gier nach Macht - zwischendrin saugen und füttern alle einander, während etwas von Genen gefaselt wird, die dafür verantwortlich sein sollen. Letztlich macht das aber fast keinen Unterschied zum gewohnten Vampir-Setting.

Insofern kann man sich's als Genrefreund ansehen, aber wer darauf verzichtet verpasst nichts.
Für eine zweite Staffel bin ich eher skeptisch (obwohl die Serie sicher sehr billig war). Endet mit einem mittleren Cliffhanger.

5/10


Ramy - Season 1 (HULU)

Die Dramedy hat mich extrem positiv überrascht. Es gibt einen erfrischenden Einblick in eine muslimische Familie, die aus Ägypten in die USA eingewandert ist. Das ist sehr abwechslungsreich, weil man sich nicht nur auf die Hauptfigur beschränkt, sondern auch Episoden für die restlichen Familienmitglieder eingebaut hat. Dabei gibt es viel Humor, aber auch durchaus viel Einfühlsamkeit in die individuellen Probleme.
Beste Episode ist dabei ein Rückblick in Ramy's Teenagerjahre, als er sich mit dem Problem herumschlägt, dass er nicht weiss, wie man masturbiert. Diese alberne Ausgangslage verändert sich plötzlich, als der 11.September passiert.

Mich erinnerte die Serie mit ihren wechselnden Perspektiven und der tollen Mischung aus Humor und Menschlichkeit sehr an 'Atlanta'

9,5/10
#1543159
The Sinner: S2
Wie auch in der ersten Staffel dreht sich hier alles um einen Fall und die einzige Verbindung ist der Ermittler Harry Ambrose, der nicht nur schnell einen vermeintlich eindeutigen Fall abschließen will, sondern bei der Suche nach einem Motiv einer größeren Sache auf der Spur ist. Schauspielerisch ist das durch die Bank grandios, auch der Kinderdarsteller kann da mithalten und Bill Pullman als Ambrose ist zwar durchaus ein gebrochener Mensch, aber auch nicht das Klischee vom gebrochenen Cop. Carrie Coon sehe ich auch immer gern. Den letzten Twist hätte es meiner Ansicht nach nicht gebraucht, zum einen hatte ich da etwas kommen sehen, zum anderen trägt der nichts zur eigentlichen Story bei, sondern soll einfach schockieren.
7,5/10

Narcos: S3
Die 3. Staffel von Narcos verlagert das Geschehen von Medellin nach Cali, aber im Grunde bleibt alles beim alten DEA und überzeugte kolumbianische Gesetzeshüter sehen sie Gewalt durch das Kartell und Korruption ausgesetzt. Agent Pena ist jetzt der Erzähler und der Kampf gegen Windmühlen beginnt von vorn.
Ich finde es zwar weiterhin etwas lästig, dass man fast durchgehend auf Untertitel angewiesen ist, aber die Inszenierung ist weiterhin spannend und mit dem Sicherheitschef des Cali Kartells, hat man eine interessante neue Figur, mit der man mitfiebern kann.
8/10
#1543252
Manhunt - Season 2 - Deadly Games (Spectrum)

Die zweite Staffel der True-Crime-Anthologieserie widmet sich nach dem Unabomber einem weiteren Bombenleger. Dieser verübt u.a. einen Anschlag auf die olympischen Spiele in Atlanta.
Wie auch in der ersten Staffel ist es der Spannung sehr förderlich, wenn man vorher eher wenig über den Fall bzw. die Personen weiss.
Die Erzählweise ist dabei langsam und detailreich. Man bekommt ein rundes Bild über die Hauptpersonen und vor allem die Verhältnisse, unter denen die Ermittlungen stattfanden. Das FBI kommt ja bekanntlich in vielen Filmen und Serien sehr schlecht weg, und hier kann man nachvollziehen, warum das so ist.
Trotz des unbekannten (?) Senders Spectrum ist die Produktion rundum gelungen und ich fand die 10 Episoden gut genutzt, um die Geschichte zu erzählen.

7,5 / 10

PS: Season 1 aus 2017 - Wertung ebenfalls 7,5
#1543287
Star Trek: Picard
Nach dem starken Auftakt bummelt die erste Staffel ein paar Folgen zu lang herum, wenn es um die Zusammenstellung der Crew geht. Generell hätte ich da auf eine Zusammenstellung verzichtet, sondern eher Picard mit einer fertigen "Charter Crew" kombiniert. Look und Feel haben mir sehr gut gefallen und vor allem ein gutes Stück besser als Discovery. Hier wird Star Trek weitergedacht und nicht unnötig neu erfunden.
8/10
#1543373
Star Trek: Picard - Season 1

Das Timing stimmte leider in der ersten Season noch nicht. Zu lange hielt man sich an Nebenschauplätzen auf, dafür wirken die beiden Finalfolgen etwas gehetzt. Die Nebenfiguren fand ich recht interessant, obwohl man deren Backstory nur kurz aufgreift. Für Trekkies gibt es jede Menge Fanservice, der teilweise zu dick aufträgt (Riker's Funktion beim Finale).
Technisch ist das wunderbar in Szene gesetzt und macht viel Hoffnung auf die kommenden beiden Staffeln.

7/10


Unorthodox (Netflix-Miniserie)

Wer gerne in fremde Kulturen eintaucht, sollte einen Blick auf diese Miniserie werfen. Nach der wahren Geschichte einer orthodoxen Jüdin aus New York, die aus ihrer strengen Glaubenswelt ausbricht.
In der Serie flieht sie nach Berlin und will dort neu anfangen. Währenddessen sind ihr Mann und ein orthodoxer Helfer mit Spielsucht auf ihren Fersen.
In der Serie wird größtenteils Yiddisch gesprochen, das sollten Untertitel-Hasser vorher wissen.
Ich fand die Darsteller wirklich stark und bei der detailgetreuen Darstellung der orthodoxen Community hat man sich wohl viel Mühe gegeben. Ein ruhiges, berührendes Drama in 4 Teilen.

8/10
#1543480
Im Titel fehlt noch die 2020 :D

Dickinson (Apple TV+)
Hab die Serie schon mal gesehen, und mit einer „7,5“ bewertet.
Allein der Umstand dass ich sie nach 5 Monaten ein zweites Mal sehe spricht für sich.
Ich find die Serie weiterhin total erfrischend und ich feiere einfach diesen schwarzen Humor. Dieser Mix aus Biografie einer Poetin aus dem 19. Jahrhundert und der modernen Musik und modernem Jugend-Sprech ist einfach geil. :D Ein wunderbarer 5 Stunden Quickie für zwischendurch.
Leider total vorhersehbar und ohne irgendwelche Kanten. Flutscht so durch.
Also eine Serie die viele total öde finden werden, viele so naja und vielleicht ein par Leute ganz/sehr gut.
Objektiv bleibt es eine ~6 bis 7. Ich hab mich aber irgendwo in die Serie verknallt.

8,5

See (Apple TV+)
Hab’s jetzt zu Ende. Hier spricht hingegen der Umstand dass ich die Serie Monate lang hab liegen lassen Bände.
Die Story ist mal dumm, mal richtig gut. Die Optik ist toll, die Grundidee gefällt mir auch.
Mich stört nur die teilweise etwas zu saubere Optik und die Geschichte reißt bisher keine Bäume aus. Allerdings ist das für mich bei Staffel 1 nicht so entscheidend. Manchmal bekommen Serien erst ab Staffel 2 eine gewisse Stärke und die ist hier absehbar. Dazu sind die Zeitsprünge zu Beginn der Serie etwas enorm.
Die Serie ist nicht spannend, sie ist aber interessant. Man identifiziert sich auch kaum mit den Charakteren.
Hoffe die Serie kriegt in der nächsten Staffel noch einen Schub, aber ich bin zumindest mit Staffel 1 nicht ganz warm geworden.

6,5
#1543656
Haus des Geldes, Teil 1 + 2 (Antena 3 / Recut: Netflix)
Nach unzähligen Empfehlungen bin ich erst sehr, sehr spät dazu gekommen, mir die Serie anzusehen und war direkt angetan. Die meisten Charaktere schaffen einen großartigen Balanceakt zwischen Verbrecher und Sympathieträger, was den ungewöhnlichen Blickwinkel der Serie erst möglich macht. Die Erzählung ist ungeheuer straff, ständig passiert etwas ohne dass die Show ins Comichafte abgleitet. Wirklich gutes TV made in europe.
8 / 10

Haus des Geldes, Teil 3 (Netflix)
Leider etwas mutlos. Man sieht, dass Netflix nochmal ordentlich Budget reingebuttert hat. Allerdings auch, dass man krampfhaft versucht, den Erfolg der ersten Staffel zu wiederholen, indem man sie möglichst eng nachzeichnet, was beim Ensemble zu geradezu hanebüchenen Kunstgriffen führt. Das Staffelfinale taktet so hoch wie nie zuvor, allerdings bin ich mir noch nicht sicher, ob mir die Richtung gefällt, in die das geht.
7 / 10

Tales From The Loop (Amazon)
Definitiv nicht "Kids on Bikes" wie ich es mir nach dem Rollenspiel ausgemalt hatte. Tales ist ein episches Kunstwerk, eine Zelebrierung der großen Fragen des Seins und dabei auch einfach eine unfassbar depressive Veranstaltung. Ich kann mich an keine Serie erinnern, die ihren Figuren in so kurzer Zeit so viel Unheil angetan hat und das bei einer Show, in deren Zentrum vor allem Kinder und Jugendliche stehen.
Für mich ein ganz großes Highlight, hat mich tatsächlich sehr stark erinnert an "The Leftovers". Aber ich verstehe dennoch jeden, der hiermit nichts anfangen kann. Der fehlende Punkt geht für die komplett verunfallte Episode 7 drauf.
9 / 10
#1543754
I am not okay with this (Netflix)

Von den Machern von „The End of the f***ing World“, das merkt man auch.
Am Ende nicht ganz so süß, aber mit mehr Potential. Das Potential wird nur in Staffel 1 überhaupt nicht angepackt. Die Serie ist schlussendlich nett, aber absolut verzichtbar.

6/10
#1543940
Locke & Key, Staffel 1 (Netflix)
Die Comicvorlage kenne ich nicht, daher kann ich in Sachen Vergleich nichts beitragen.
Vviel Narnia, ein wenig Supernatural-Einschlag. Eine leichte Affinität zu Teendrama und eine gewisse Toleranz zur Suspension of Disbelief sollte vorhanden sein, sonst wird das hier keinen Spaß machen. Locke & Key ist eine dieser Serien, in denen das Übernatürliche nicht Teil der alltäglichen Welt ist, aber erstaunlich schnell von allen Beteiligten als normal akzeptiert wird, auch wenn sie es im ersten Moment für verrückt halten. Dass eine Comicvorlage dahinter liegt zeigt sich darin, dass es ab und an ein paar sehr schräge Ideen gibt (ich nenne mal Evil Kinsey als Beispiel), die deutlich aus dem Rahmen fallen. Insgesamt ist das aber schon sehr auf Narnia-hafte Märchenatmosphäre glattgebügelt. Vielleicht in der langen Produktionsgeschichte doch durch ein paar Hände zuviel gegangen.
Wirklich enttäuscht hat mich das Staffelfinale. In höchstem Maße antiklimatisch und vorhersehbar.
Handwerklich okay. Die VFX reißen keine Bäume aus, dafür ist die Kameraarbeit recht schön, die immer mal wieder versteckte Schlüsselmotive ins Bild zaubert.
7 / 10
#1543959
Sharp Objects [HBO]
Nach den ersten 2-3 Episoden tendierte ich schon in Richtung prätentiöses Drama, dass den Zuschauer mit seinen Flashbacks Substanz vorgaukeln will, zumal der zu Grunde liegende Kriminalfall nahezu bedeutungslos scheint.
Das dreht sich das aber komplett und es entfaltet sich ein packendes Drama. Der Crime-Anteil ist dabei zwar nicht unwichtig, aber in erster Linie ist das ein Familiendrama und zwar ein richtig gutes. Warum man dafür einen so ungünstigen Einstieg wählte, bleibt mir schleierhaft, aber die Serie bekam ja noch die Kurve.
8/10

GLOW: S2
Unterhaltsame Dramedy, die ich in zwei Tagen durchgebinged habe. Ich mag die Mädels und ihre verrückten Auftritte. Marc Maron rundet das mit seiner schrulligen Art perfekt ab.
8/10
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