Allgemeine Diskussionen & TV-Sender, die in keines der anderen Foren passen (z.B. Tele 5, Eurosport, Comedy Central)
von saschap
#35324
Naja, wenn es dich interessiert, dann frage doch in einer Email... vielleicht tun sie es, und wenn nicht: Emails kosten doch kein Porto ;)
von Simenus82
#35337
Ok, ok, kann ja alles sein. -Das mit Haushalten/Personen war mein Fehler.

Und (@ saschap) ist auch alles verständlich erklärt und macht ja auch alles Sinn, aber dennoch... :wink:


Wie ist das nochmal mit 'Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast'.

Und das mit den Wahlen hinkt bei mir nach wie vor. Schliesslich ist da ja die Menge der Auswahl viel geringer als bei den TV-Programmen. Zum einen ist die Wahl eine 'Gewohnheitssache' (zumindest bei vielen, wie ich nun einfach mal behaupte) und die Auswahl ist geringer.

Und selbst wenn es in 5000 Haushalten einen Quotenmesser gibt, weiss man immer noch nicht, ob alle Bewohner auch das sehen können, was sie wollen. (Nur ein Quotenmesser, mehr Bewohner als Fernseher, Wer entscheidet, was gesehen wird, wer 'darf' wann schauen)

Desweiteren kann vergessen werden das Meßgerät auszustellen (auch wenn es mehr oder weniger Überprüft werden kann. -Wer weiss den schon, ob man Di 4 Std Krimis auf RTlL sieht oder doch nebenbei am Computer sitzt oder kocht?).

Bezweifel auch, das O.C. eine 'Stadtserie' ist. Würde das nicht so pauschalisieren. Denke eher, das ist weitestgehend ausgeglichen.
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von AlphaOrange
#35391
Simenus82 hat geschrieben:Und selbst wenn es in 5000 Haushalten einen Quotenmesser gibt, weiss man immer noch nicht, ob alle Bewohner auch das sehen können, was sie wollen. (Nur ein Quotenmesser, mehr Bewohner als Fernseher, Wer entscheidet, was gesehen wird, wer 'darf' wann schauen)
Und genau dieses Verhalten der Testhaushalte ist ebenfalls auf BRD übertragbar. Es ist ja nicht so, dass in allen übrigend Haushalten jeder Bewohner seine eigene Glotze hat.
Simenus82 hat geschrieben:Desweiteren kann vergessen werden das Meßgerät auszustellen (auch wenn es mehr oder weniger Überprüft werden kann. -Wer weiss den schon, ob man Di 4 Std Krimis auf RTlL sieht oder doch nebenbei am Computer sitzt oder kocht?).
Das kann durchaus passieren. Aber viele solcher Fälle dürften als auffällig registriert werden. Und allzu häufig passiert das bestimmt auch nicht.
von saschap
#35398
Sagen wir so: Etwaige Mitgucker, die nicht für Media-Control arbeiten, sind in der Statistik egal ;) Weil die ja eh durch die Hochrechnung mit reinkommen.

Und es ist auch egal, ob nicht alle das sehen können, was sie wollen: Wichtig ist doch, was gesehen wurde (auch weil darauf sich erschließt,welche Werbung geschaut wurde), und nicht, was man theoretisch sehen wollte. Dann bräuchten wir doch keine Quoten für die Werbegeld-Berechnung, dann würde Pro 7 sagen: Ich wette, alle würden gerne O.C. schauen... und Sat.1 würde sagen: ich wette, alle würden gerne VIB schauen usw. ;)

Und sicher, es kann passieren, dass sich jemand nicht an/abmeldet oder ähnliches, beim aufs Klo gehen sich nicht abmeldet usw...

aber sofern die Personen diese Fehler nicht häufig machen, kann es noch in die Statistik einberechnet werden.

Denn sie haben ja z.b. nicht nur eine Mittelstandsfamilie mit 2 Kindern, sondern wahrscheinlich bis zu 50 verschiedene, die sich ähneln...

Bei 13.000 Personen kommt es halt nicht mehr stark auf den einzelnen Zuschauer als umfragewilligen an, sondern nur darauf, dass sich solche Fälle nicht häufen.

Ansonsten: Du kannst gerne den Statistiken mißtrauen, jedoch gibt es meiner Ansicht nach keinen empirischen Grund, weswegen eine Fernsehquote nicht ansatzweise die Wirklichkeit wiederspiegeln sollte.
Und das mit den Wahlen hinkt bei mir nach wie vor. Schliesslich ist da ja die Menge der Auswahl viel geringer als bei den TV-Programmen. Zum einen ist die Wahl eine 'Gewohnheitssache' (zumindest bei vielen, wie ich nun einfach mal behaupte) und die Auswahl ist geringer.
Die Auswahl ist geringer? Aso, weil bei den Statistiken immer nur 5 Parteien und "Sonstiges" steht? :D Also bei bis zu 30 Parteien, die zu einer Wahl antreten, würd ich sagen, ist die Auswahl schon groß genug ;) (die Leute fragen nicht, ob man SPD, CDU/CSU, F.D.P., B90/Grün oder WASG wählen will, sondern fragen: "Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, welcher Partei würden Sie Ihre Stimme geben?" Und dann kannste alles antworten, von PBC über NPD und DKP bis zur Nichtwählerpartei (und auch die SPD oder CDU kannste natürlich nennen).

Und eine Wahl ist auch keine Gewohnheitssache für die meisten, was glaubst du, wie viele am Wahltag erst erfahren: Wie,heute ist Wahl? :D
Die meisten Menschen denken halt nicht politisch und für die bedeutet eine Wahl etwas unerfreuliches, denn dann müssen sie Farbe bekennen...

Außerdem ging es nicht um Wahlen, sondern um Wahlumfragen im Verhältnis zu Fernsehquoten und da du sicher auch noch nie angerufen wurdest, damit sie erfahren, wen du wählen möchtest, würde ich sagen, ist das genauso "ungewohnt" wie einen Quotenkasten am Fernseher zu haben ;)

Tja, ob O.C. eine Stadtserie oder ausgeglichen ist, könnte uns Pro 7 sagen ;) die haben die Quoten... ich schätze es halt vom Inhalt der Serie aus ein, dass sie wohl eher Städter anspricht wie die Landbevölkerung (in der übrigens auch etwas mehr ältere Menschen und etwas mehr Bauern usw. leben, die mit Jugendproblemen wie in O.C. sicher nix am Hut haben) ;)
von Simenus82
#35440
saschap hat geschrieben:
Und das mit den Wahlen hinkt bei mir nach wie vor. Schliesslich ist da ja die Menge der Auswahl viel geringer als bei den TV-Programmen. Zum einen ist die Wahl eine 'Gewohnheitssache' (zumindest bei vielen, wie ich nun einfach mal behaupte) und die Auswahl ist geringer.
Die Auswahl ist geringer? Aso, weil bei den Statistiken immer nur 5 Parteien und "Sonstiges" steht? :D Also bei bis zu 30 Parteien, die zu einer Wahl antreten, würd ich sagen, ist die Auswahl schon groß genug ;) (die Leute fragen nicht, ob man SPD, CDU/CSU, F.D.P., B90/Grün oder WASG wählen will, sondern fragen: "Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, welcher Partei würden Sie Ihre Stimme geben?" Und dann kannste alles antworten, von PBC über NPD und DKP bis zur Nichtwählerpartei (und auch die SPD oder CDU kannste natürlich nennen).

Und eine Wahl ist auch keine Gewohnheitssache für die meisten, was glaubst du, wie viele am Wahltag erst erfahren: Wie,heute ist Wahl? :D
Die meisten Menschen denken halt nicht politisch und für die bedeutet eine Wahl etwas unerfreuliches, denn dann müssen sie Farbe bekennen...

Außerdem ging es nicht um Wahlen, sondern um Wahlumfragen im Verhältnis zu Fernsehquoten und da du sicher auch noch nie angerufen wurdest, damit sie erfahren, wen du wählen möchtest, würde ich sagen, ist das genauso "ungewohnt" wie einen Quotenkasten am Fernseher zu haben ;)

Tja, ob O.C. eine Stadtserie oder ausgeglichen ist, könnte uns Pro 7 sagen ;) die haben die Quoten... ich schätze es halt vom Inhalt der Serie aus ein, dass sie wohl eher Städter anspricht wie die Landbevölkerung (in der übrigens auch etwas mehr ältere Menschen und etwas mehr Bauern usw. leben, die mit Jugendproblemen wie in O.C. sicher nix am Hut haben) ;)
Weiss natürlich, das es mehr als vier, fünf Parteien gibt, aber Wer liest sich denn schon den gesamten Parteienzettel durch und überlegt sich während seiner Wahl 'nehmen wir dochmal diese Partei'. Da ist man bei der entscheidung, was gesehen wird schon flexibler.

Und nur, das sich keiner das Datum einer Wahl merken kann heisst ja nicht, das sie deshalb eine unvoreingenommene Meinung zu den Parteien haben. Grade ältere Menschen sind Gewohnheitswähler und jüngere können (in einem gewissen Umfang) elterlich geprägt sein.

Und was die Wahlumfragen angeht, so wurde ich bereits zwei Mal angerufen. :wink: Da ist die Stichprobe also (vermutlich) wechselnder und wird nicht von einer bestimmten Grundmenge (bei den Quoten eben die mit Messgerät) ausgelost bzw zufällig ermittelt.

Und die Landbevölkerung ist in Deutschland nicht älter, da sie sich lediglich anders zusammensetzt. Außerdem kommt es in (West-) Europa durch zunehmende Suburbanisierung (bzw Dekonzentration) zu einer steigenden Landbevölkerung besonders durch junge Familien mit Kindern.
(Bin angehende Diplom-Geographin :wink: )

Außerdem kann man ja auch nicht wirklich sagen, das die angesprochenen 'Probleme' den durchschnittlichen deutschen Stadt-Teenager ansprechen. :D

Generell sollte O.C. aber auch nur ein Hinweis darauf sein, das ich den Quoten niemals 100%ig trauen würde. Man könnte genauso gut die schwankenden Quoten von Navy C.I.S. oder die hohen Quoten von Verliebt in Berlin nehmen.

Ich meine, ist es nicht komisch, das es obwohl die Messung durch alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen geht Musikantenstadl und was weiss ich eigentlich immer relativ hohe Einschaltquoten haben?

Außerdem 'Zuschauer ab 3 Jahren'...? :wink: Soviel dazu, dass man bewusst fernsehen muss, wenn man den Quotenmesser angeschaltet hat.

Will ja nicht sagen, das die Quotenmessung total unnütz ist. Finde lediglich, das sie überbewertet ist. Schließlich kann man bei Werbung umschalten, vom Fernseher weggehen usw. Warum also so große Beachtung der Quoten?
von saschap
#35485
Naja, es geht nur darum, dass du meintest,man hätte bei einer Wahl(-umfrage) keine große Auswahl ;)

Und deine Theorie,dass ältere eher wählen und jüngere durch die Eltern geprägt wären, ist leider nicht haltbar.
Denn auch bei den Älteren gab es Nichtwähler, die meisten Stammwähler sind mittlerweile gestorben oder zu Wechselwählern geworden (sogar mein Opa, obwohl er SPD geprägt war)...
Und dass die jüngeren ein Wahlvolk wären, stimmt nicht... die prozentuale Anzahl der Jungwähler ist trotz vieler Aktionen weiterhin (also vom Anteil derer, die wählen dürften in ihrer Altersgruppe) geringer als die der älteren, die halt irgendwas wählen.

Zu den Umfragen: Es gibt verschiedene Methoden, Menschen auszuwählen... man kann die Telefonbuchmethode machen und nachträglich die gesammelten Ergebnisse in die einzelnen Gesellschaftsgruppen einteilen (so kann es passieren, dass jemand öfters angerufen wurde), oder man kauft sich vorher schon Daten über Leute, Tel. Nummer, und statistische Daten wie Einkommen usw., und ruft dann gezielt Personen an, die man sich vorher in einem "repräsentativen Spektrum" ausgewählt hat.
Bei den Messgeräten sucht man also, wenn z.b. ein Haushalt das Messgerät abgibt/abgeben muss, einen diesem Haushalt ähnelnden Haushalt, damit die Stichprobe nicht verfälscht wird...
(naja, das lernt man als Geographie-Studentin nicht, sondern eher als Gesellschaftswissenschaftsstudent)

Die Gesellschaftsstruktur beginnt sich zu ähneln, stimmt ;) Dennoch denke ich, dass dennoch im ländlichen Bereich einige andere Situationen sind als in der Stadt. Ich seh das doch selbst: Schon in der Vorstadt hat man oftmals ländlichere Themen als in der Stadt, die einen interessieren... sicher, Parties usw. sind auch in der Vorstadt wichtig, aber es ist halt etwas einfacher als in der Stadt (und die Stadt kann ich dank Salzburg auch kennenlernen).

Wie die schwankenden Quoten zu erklären sind? Dazu muss man auch das Programm der anderen Sender berücksichtigen, wenn es ein starkes Konkurrenzprogramm gibt, dann können auch bestimmte Serienquoten schwanken, vor allem um 20:15...
Dagegen ist z.b. auf den Sendeplätzen von Verliebt in Berlin kaum vergleichbares... im Gegenteil, es passt sehr gut in die Nische zwischen Marienhof und "Gute Zeiten Schlechte Zeiten"... und wenn sogar meine Freundin, die normal keine Daily-Soaps mag, diese Serie mag, einfach weil sie sich wie viele in Lisa gut reinfühlen kann, dann kann ich mir die hohen Quoten schon erklären ;)

Das Musikantenstadl hat auch nachgelassen... und wenn du mal genau schaust, dann ist die Quote bei 14-49 relativ gering :D Denn es geht darüber erst richtig los... und z.b. in Bayern und Österreich ist Volksmusik nunmal kein Randprodukt, und es gibt viele Bayern mit TV. Mich nerven die Volksmusiksendungen auch (naja, MS hat ja das Problem,dass der Moderator bald weg ist), aber was soll man machen, gibt anscheinend noch genug Leute, die das schauen (z.b. mein Opa, Schleswig-Holsteiner durch und durch, und auch Fan von Elvis und Co.)

Mich nervt das Quotengehasche auch...
aber es ist nunmal die einzige Methode, wie man den "Wert" einer Sendung bewerten könnte. In den USA gibt/gab (weiss nicht ob es dass noch gibt) es die Methode, dass neben der Quotenzählung die Sendung auch "bewertet" wurde, aber dass ist subjektiv ohne Ende (da braucht nur ein Anchorman seine Frau verlieren und schon gefällt er vielen nimmer).
Und die Zuschauerzahlen sind halt das, was für die Werbekunden wichtig ist. Denn es ist so: viele zappen nicht weg, manche gehen nur kurz auf Klo, viele schauen echt zu, die Quoten sinken bei der Werbung nicht einmal um die Hälfte (wenn sie überhaupt ein Viertel erreichen), und wenn man die neuen Werbemethoden sieht (diese Werbung mit der Uhr), dann werden die Zuschauer noch mehr an einem Sender gehalten (denn wenn da steht: in 18 sek. geht es weiter, schalt ich doch nicht um)...
von Simenus82
#35495
saschap hat geschrieben: .
(naja, das lernt man als Geographie-Studentin nicht, sondern eher als Gesellschaftswissenschaftsstudent)
Geographie gehört in gewissem Maße zu den Gesellschaftswissenschaften. :wink: Immerhin habe auch ich Statistik-Vorlesungen (genauso wie Soziologie, Ethnologie, Sozialgeographie, Bevölkerungsgeographie,...)

Außerdem habe ich nicht gesagt, dass ältere eher Wählen, sondern lediglich das sie meist bei der Partei bleiben, die sie über Jahre gewählt haben. (Natürlich gibt es Wechselwähler und nicht jeder wählt was seine Eltern wählen).

Zu Stadt-Land: Denke nach wie vor nicht, das es da signifikante Unterschiede gibt. Denn sooo tiefgründig ist O.C. dann auch nicht und Sonne, Strand und Meer kommt überall gut an. 8)

Aber was solls. Wir kommen vom Thema ab. :wink:
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von AlphaOrange
#35624
Simenus82 hat geschrieben:Weiss natürlich, das es mehr als vier, fünf Parteien gibt, aber Wer liest sich denn schon den gesamten Parteienzettel durch und überlegt sich während seiner Wahl 'nehmen wir dochmal diese Partei'. Da ist man bei der entscheidung, was gesehen wird schon flexibler.
Denk' ich nicht.
Genauso wie es die kleinen Parteien gibt, gibt es auch die "kleinen" Sender wie 9live, QVC, nrw.tv etc.
Die werden auch nur von einer Minderheit geschaut.
Die Splitterparteien mit 0,2% Wählerstimmen oder so, werden aber auch gewählt, ebenfalls von sehr wenigen Leuten.
Die Systeme sind also sehr ähnlich.
Simenus82 hat geschrieben:Generell sollte O.C. aber auch nur ein Hinweis darauf sein, das ich den Quoten niemals 100%ig trauen würde. Man könnte genauso gut die schwankenden Quoten von Navy C.I.S. oder die hohen Quoten von Verliebt in Berlin nehmen.
Eine Statistik kann nie 100%ig die Wahrheit wiedergeben. Allerdings sich dieser so genau annähern, dass der Unterschied größtenteils vernachlässigbar ist. Dicke Ausrutscher kann es natürlich immer geben, die Wahrscheinlichkeit ist aber gering (und wenn ich erst daran denke, was die Quantentheorie uns an unglaublichen Möglichkeiten von ungewünschten Zufällen bietet ... aber das ist ein anderes Thema. Sagt nur, dass halt alles möglich ist).
Die Schwankungen bei NCIS halte ich aber für viel zu massiv, um sie als Messfehler abzustempeln.
Simenus82 hat geschrieben:Ich meine, ist es nicht komisch, das es obwohl die Messung durch alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen geht Musikantenstadl und was weiss ich eigentlich immer relativ hohe Einschaltquoten haben?
Das dürfte vor allem daran liegen, dass die jungen Menschen viel viel weniger fernsehen als die älteren. Bei den 14-29jährigen sind's glaub' ich 60 Minuten am Tag, bei den 50+ bestimmt weit über 100 Minuten. (Im Sat.1-Text stehen genaue Angaben).
Simenus82 hat geschrieben:Außerdem 'Zuschauer ab 3 Jahren'...? :wink: Soviel dazu, dass man bewusst fernsehen muss, wenn man den Quotenmesser angeschaltet hat.
Was heißt bewusst fernsehen? Kleine Kinder sind sich wohl nicht bewusst, was genau das alles ist, aber sie sehen die Sendungen und die Werbung (und sind dafür sogar viel empfänglicher als die älteren!)
Simenus82 hat geschrieben:Will ja nicht sagen, das die Quotenmessung total unnütz ist. Finde lediglich, das sie überbewertet ist. Schließlich kann man bei Werbung umschalten, vom Fernseher weggehen usw. Warum also so große Beachtung der Quoten?
Und auch das wissen die Leute von den Werbeagenturen. Zumal ja auch noch genau das Zappingverhalten erfasst wird. Da guckt keiner auf die Gesamtquote und sagt: gut, buchen wir!.
Warum die Quoten so große Beachtung haben? Weil Fernsehen ein wirtschaftliches System ist, dass von seinen Werbekunden lebt und diese wiederum von den potentiellen Zuschauern.
Keine Quote -> keine Zuschauer -> keine Werbung -> keine Kohle
Ganz einfach.
Niemand kann ernsthaft glauben, das Fernsehen ist dazu da, das zu zeigen, was gut ist dem Selbstzweck wegen.

Und noch ein anderer Gedanke:
Es überleben die Sendungen mit den höchsten Quoten, also diejenigen, die von den meisten Zuschauern gesehen werden. Demnach handelt man im Interesse der Mehrheit der Zuschauer. Prinzipiell ist da also nichts verkehrt dran.
(auch wenn ich in konkreten Fällen gerne mal das Gegenteil behaupte :wink: )
von Simenus82
#35865
AlphaBolley hat geschrieben: Und noch ein anderer Gedanke:
Es überleben die Sendungen mit den höchsten Quoten, also diejenigen, die von den meisten Zuschauern gesehen werden. Demnach handelt man im Interesse der Mehrheit der Zuschauer. Prinzipiell ist da also nichts verkehrt dran.
(auch wenn ich in konkreten Fällen gerne mal das Gegenteil behaupte :wink: )
War da nicht was mit dieser Sendung auf Pro7? Die mit Christian Ulmen...Habe den Namen vergessen.

Wurde die nicht wegen schwacher Quoten abgesetzt, und dann wegen massiver Proteste wieder ins Programm genommen? - Es kann also solche 'Fehler' bei der Messung geben. (Weiss jetzt natürlich nicht die genauen Gründe, warum es abgesetzt und dann wieder kam oder wie hoch nun die Quoten warn und wie viele an Pro7 geschrieben haben)

Vielleicht stehe ich einfach auch nur auf Kriegsfuß mit Statistiken, finde Quoten einfach nur überbewertet. :wink:
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von Confuse
#35872
Simenus82 hat geschrieben:War da nicht was mit dieser Sendung auf Pro7? Die mit Christian Ulmen...Habe den Namen vergessen.

Wurde die nicht wegen schwacher Quoten abgesetzt, und dann wegen massiver Proteste wieder ins Programm genommen? - Es kann also solche 'Fehler' bei der Messung geben. (Weiss jetzt natürlich nicht die genauen Gründe, warum es abgesetzt und dann wieder kam oder wie hoch nun die Quoten warn und wie viele an Pro7 geschrieben haben)
Jep das ist richtig. Die Sendung hiess "Mein neuer Freund".
von saschap
#35884
Naja, Zuschauerproteste können manchmal was bewirken, z.b. auch gegen Call II Win in Österreich...

das ist aber eher die Ausnahme, oder hat man "Hire And Fire" wieder reingeholt bei PRO 7, nachdem es abgesetzt wurde? ;)

Und das war kein FEHLER in der Messung... Zuschauerproteste bewirken nur, dass die Sender manchmal Angst bekommen und klein beigeben, weil sonst das mediale Echo zu schlecht wird!

Und manchmal sorgen Zuschauerproteste auch dafür, dass dadurch die Interesse derer, die von der Sendung bisher nix gehört hatten, steigt und damit die Quoten steigen ;)

Glaub mir, wir haben soooooooo viele Zuschauerproteste schon gehabt, damit man Sailor Moon oder Ranma 1/2 wieder bei RTL 2 spielt, und was ist? Das Thema Sailor Moon besteht ja nur aus Ankündigungen und Absagen und wenn man Ranma 1/2 in die Email schreibt, wird sie nicht gelesen!

Es kommt also immer darauf an, wie beeindruckbar der Sender ist ;) Und manche stellen auf stur.

Aber das bedeutet nicht, dass die Messung falsch war oder der Sender falsch misst, sondern einfach, dass nach den ersten Ansichten des Senders die Quoten für seinen Geschmack (oder dem der Werbekunden) zu niedrig waren und nach den Zuschauerreaktionen der Sender lieber weniger Quote hat als ein solches mediales Echo ;).
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von AlphaOrange
#35957
saschap hat geschrieben:Und das war kein FEHLER in der Messung... Zuschauerproteste bewirken nur, dass die Sender manchmal Angst bekommen und klein beigeben, weil sonst das mediale Echo zu schlecht wird!

Und manchmal sorgen Zuschauerproteste auch dafür, dass dadurch die Interesse derer, die von der Sendung bisher nix gehört hatten, steigt und damit die Quoten steigen ;)
Genau so ist es.
Die Sendungen bekommen mehr Aufmerksamkeit, was aber selten für bessere Quoten sorgt.
Der Hauptgrund dürfte im Imageschaden liegen. Sobald die Presse Wind bekommt und die Sache groß ausbreitet, wird's unangenehm. Und wenn sich dann noch geschätzte Persönlichkeiten wie Harald Schmidt einmischen, muss man was unternehmen, um das Feuer zu löschen.
Aber schau dir die wieder ins Programm genommenen Sendungen an: bei fast allen steht zum Zeitpunkt der Wiederaufnahme schon fest, dass und wann sie beendet werden. Mit einem Erfolg kalkuliert da niemand.