Naja, es geht nur darum, dass du meintest,man hätte bei einer Wahl(-umfrage) keine große Auswahl
Und deine Theorie,dass ältere eher wählen und jüngere durch die Eltern geprägt wären, ist leider nicht haltbar.
Denn auch bei den Älteren gab es Nichtwähler, die meisten Stammwähler sind mittlerweile gestorben oder zu Wechselwählern geworden (sogar mein Opa, obwohl er SPD geprägt war)...
Und dass die jüngeren ein Wahlvolk wären, stimmt nicht... die prozentuale Anzahl der Jungwähler ist trotz vieler Aktionen weiterhin (also vom Anteil derer, die wählen dürften in ihrer Altersgruppe) geringer als die der älteren, die halt irgendwas wählen.
Zu den Umfragen: Es gibt verschiedene Methoden, Menschen auszuwählen... man kann die Telefonbuchmethode machen und nachträglich die gesammelten Ergebnisse in die einzelnen Gesellschaftsgruppen einteilen (so kann es passieren, dass jemand öfters angerufen wurde), oder man kauft sich vorher schon Daten über Leute, Tel. Nummer, und statistische Daten wie Einkommen usw., und ruft dann gezielt Personen an, die man sich vorher in einem "repräsentativen Spektrum" ausgewählt hat.
Bei den Messgeräten sucht man also, wenn z.b. ein Haushalt das Messgerät abgibt/abgeben muss, einen diesem Haushalt ähnelnden Haushalt, damit die Stichprobe nicht verfälscht wird...
(naja, das lernt man als Geographie-Studentin nicht, sondern eher als Gesellschaftswissenschaftsstudent)
Die Gesellschaftsstruktur beginnt sich zu ähneln, stimmt

Dennoch denke ich, dass dennoch im ländlichen Bereich einige andere Situationen sind als in der Stadt. Ich seh das doch selbst: Schon in der Vorstadt hat man oftmals ländlichere Themen als in der Stadt, die einen interessieren... sicher, Parties usw. sind auch in der Vorstadt wichtig, aber es ist halt etwas einfacher als in der Stadt (und die Stadt kann ich dank Salzburg auch kennenlernen).
Wie die schwankenden Quoten zu erklären sind? Dazu muss man auch das Programm der anderen Sender berücksichtigen, wenn es ein starkes Konkurrenzprogramm gibt, dann können auch bestimmte Serienquoten schwanken, vor allem um 20:15...
Dagegen ist z.b. auf den Sendeplätzen von Verliebt in Berlin kaum vergleichbares... im Gegenteil, es passt sehr gut in die Nische zwischen Marienhof und "Gute Zeiten Schlechte Zeiten"... und wenn sogar meine Freundin, die normal keine Daily-Soaps mag, diese Serie mag, einfach weil sie sich wie viele in Lisa gut reinfühlen kann, dann kann ich mir die hohen Quoten schon erklären
Das Musikantenstadl hat auch nachgelassen... und wenn du mal genau schaust, dann ist die Quote bei 14-49 relativ gering

Denn es geht darüber erst richtig los... und z.b. in Bayern und Österreich ist Volksmusik nunmal kein Randprodukt, und es gibt viele Bayern mit TV. Mich nerven die Volksmusiksendungen auch (naja, MS hat ja das Problem,dass der Moderator bald weg ist), aber was soll man machen, gibt anscheinend noch genug Leute, die das schauen (z.b. mein Opa, Schleswig-Holsteiner durch und durch, und auch Fan von Elvis und Co.)
Mich nervt das Quotengehasche auch...
aber es ist nunmal die einzige Methode, wie man den "Wert" einer Sendung bewerten könnte. In den USA gibt/gab (weiss nicht ob es dass noch gibt) es die Methode, dass neben der Quotenzählung die Sendung auch "bewertet" wurde, aber dass ist subjektiv ohne Ende (da braucht nur ein Anchorman seine Frau verlieren und schon gefällt er vielen nimmer).
Und die Zuschauerzahlen sind halt das, was für die Werbekunden wichtig ist. Denn es ist so: viele zappen nicht weg, manche gehen nur kurz auf Klo, viele schauen echt zu, die Quoten sinken bei der Werbung nicht einmal um die Hälfte (wenn sie überhaupt ein Viertel erreichen), und wenn man die neuen Werbemethoden sieht (diese Werbung mit der Uhr), dann werden die Zuschauer noch mehr an einem Sender gehalten (denn wenn da steht: in 18 sek. geht es weiter, schalt ich doch nicht um)...