[color=#006600][url=http://www.kreativarena.eu][img]http://img259.imageshack.us/img259/8751/littlekoj5.png[/img][/url][b] Episodenkritik: [size=117]1x02 - Das Ende der Welt[/size][/b][/color][color=#8CAAC6] hat geschrieben:[/color]Kritik:
Und direkt ein Highlight! Das meiste von dem, was ihm Pilot noch falsch lief, wurde hier genau richtig gemacht. Von nun an ist auch ein Teaser vorhanden und der ist bei The End Of The World exzellent umgesetzt mit einem gewissen Gänsehautcharakter, was vor allem Christopher Eccleston zu verdanken ist, als er den Monolog des Doktors über das Ende der Welt führt.
Von nun an wird der Zuschauer komplett in die fremde Welt des Universums geworfen, noch viel fremder als man sie aus den meisten anderen Sciencefiction-Serien kennt. Hier findet eigentlich die wirkliche Einführung in das statt, was dieses Universum zu bieten hat. Keine der Figuren wirkt klischee- oder schablonenhaft, selbst die von 802 Schönheitsoperationen gezeichnete Cassandra steht durch die groteske Überzeichnung der damit geübten Kritik am Schönheitswahn weit über dem moralisierenden Klischee. Storymäßig kann die Episode ebenso punkten, vor allem in der zweiten Hälfte, als der Doctor den Fall aufklärt. Erstmals gibt es wirklich tragische Momente, vor denen man im Pilot noch so stark zurückgeschreckt ist. Auch die Figur des Doctors erhält viel mehr Tiefe und Abgründe, die in den weiteren Folgen noch stärker vertieft werden. So sticht die Szene, in der er die böse Cassandra gegen Roses Bitte mit der bloßen Bemerkung "Everything has its time" an Austrocknung sterben lässt, deutlich hervor und zeigt, dass der neunte Doktor durchaus ein sehr zweischneidiger Charakter ist. Auf der einen Seite selber noch fasziniert von den Möglichkeiten des Universums und mit einem nahezu debilen Grinsen der Gefahr entgegnend, auf der anderen ein äußerst bitterer Charakter, wenn es darum geht, Unrecht aufzuhalten. Mit der Zerstörung der Erde würde die Episode dann ein passendes Ende finden, doch es gibt noch eine Szene oben drauf, die es in sich hat. Der Doctor lehrt der desillusionierten Rose die Vergänglichkeit der Dinge, außerdem tauchen wir ein in die Gründe für die Härte im Charakter des Doctors: ein Krieg hat seine Heimatwelt zerstört und alle Timelords außer ihm getötet. Ein Thema, das noch weit genauer beleuchtet werden wird in der Staffel.
Fazit:
Die Story ist gut, wenn auch nicht bis zur Perfektion ausgefeilt. Der Ort der Handlung hat ein enormes eigenes Flair, eines das passender nicht gewählt sein könnte zum Thema der Episode. In Sachen Charakterzeichnung und Entwicklung einer leichten Rahmenhandlung geht die Folge viel weiter als der Pilotfilm und lässt dabei den munteren Tenor dieses hinter sich ohne dabei ihren Humor ("iPod") zu verlieren. Ein frühes Highlight der Serie!
9 / 10 Punkte
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Die nächsten Folgen sind leider wieder deutlich schwächer, die erste Staffel ist da meiner Meinung nach ziemlich schwankend.
Ein paar Worte zur Synchro:
Find ich im Großen und Ganzen recht gelungen. Die Stimmen sind nicht so dolle, wobei man Ecclestone nun auch nicht plötzlich einen neuen Sprecher geben konnte. Bei Rose hätte es dagegen nicht unbedingt schon wieder die immergleiche "weiblich, unter 20, möglichst blond"-Stimme sein müssen (EDIT: ist gar nicht die Sprecherin, die ich dachte, aber die Stimme ist sehr ähnlich).
Die Übersetzung ist ordentlich, dass hier und da eine Anspielung auf der Strecke bleibt, liegt in der Natur der Sache. Über den "Überschalldreher" werden sich jetzt einige Hardcore-Fans jede Woche auf's neue aufregen, aber ich finde, es klingt recht nett.