ProSieben, Sat.1, kabel eins, sixx, Sat.1 Gold, ProSieben Maxx, kabel eins Doku
von Kalinkax
#495552
AlphaOrange hat geschrieben:
godfather2109 hat geschrieben:Also ich hab ja wirklich gehofft, dass "Unschuldig" mal ein bisschen was selbstständiges haben wird, in Interviews wurde meine ich auch betont, dass man sich nicht auf ein US-Original bezieht...
Ich habe die Folge gestern leider nicht ganz gesehen, aber ich muss sagen dass sie mich doch stark an Cold Case erinnert hat, besonders die Rückblenden...
[...]
Interessant wäre es zB gewesen, den Charakter von Neldel als einen Charakter wie House zu zeichnen, der zwar ein juristisches Genie ist, sich aber eigentlich gar nicht für die Fälle interessiert.
Und somit gleich von mehreren US-Serien abzukupfern und hier als House-Kopie an den Pranger gestellt zu werden? ;)

Hab die Pilotfolge verpasst, dafür aber gestern eingeschaltet und es hat mir sehr gut gefallen. Allzu deutlichen Ähnlichkeiten zu Cold Case, von denen hier viele reden, kann ich nicht entdecken. Und als qualitativ schlechter als die US-Vorbilder empfinde ich es auch nicht.
genau, so isses
entweder rein abgekupfert oder zu wenig, was soll das?
man sollte doch einer deutschen Produktion, die schon vor 4 Jahren ausgedacht wurde, die sich an eine erfolgreiche Machart orientiert, nicht sofort runterreden :roll:
Benutzeravatar
von Tangaträger
#495560
Unschuldig - 1x02 - Machtspiele

Mit der zweiten Folge zeigen sich eindeutige Verbesserungen. Sowohl Story, Schauspiel und Dialoge sind besser als in der ersten Folge.
Der Fall war interessant, wenn auch nicht so ganz mein Fall gewesen; der Ausflug in den SM-Club hatte auch was von leichtem Humor. Die Charaktere zeichnen sich langsam, auch die Verhältnisse zueinander geraten so allmählich in Glaubwürdigkeit.
Die Rückblenden sind gut gemacht und nicht unbedingt an Cold Case erinnernd, da diese doch eher "Fetzen" sind, die in die Folge reingeworfen sind und nicht einen kompletten Handlungsstrang einnehmen.
Allerdings bin ich mit einer Sache unzufrieden. Wir haben als Hauptcharakter eine Anwältin, in der Hinsicht würde ich mir auch mehr anwaltsbetonte Themen wünschen. Denn diese ganze Serie vergammelt doch zu sehr zu einem 0815-Krimi mit Handlungen, die schon x-mal durchgekaut wurden. Vielleicht würden Themen, die sich vor Gericht abspielen, mehr und bessere Dialoge fördern, doch ich glaube, in der Hinsicht bekommen wir hier nichts zu sehen.
Die Episodentitel sind im Übrigen auch ziemlich solala - da wünsche ich mir auch mal Kreativität.

8/10
Benutzeravatar
von str1keteam
#495566
Kalinkax hat geschrieben: entweder rein abgekupfert oder zu wenig, was soll das?
man sollte doch einer deutschen Produktion, die schon vor 4 Jahren ausgedacht wurde, die sich an eine erfolgreiche Machart orientiert, nicht sofort runterreden :roll:
Erstens waren derartige Crime Serien schon vor 4 Jahren alles andere als innovativ und zweitens ist dieses heranhängen an Erfolgskonzepte eines der größten Probleme der deutschen Prime Time Serienlandschaft. Man kann sich ja ohne weiteres an internationalen Entwicklungen orientieren, aber doch bitte an außergewöhnlichen und hierzulande unbekannten Projekten. Wie Stromberg oder Pastewka. Darauf zu hoffen, das die x-te Variante eines ausgelutschten und überpräsenten Themas trotz minderwertiger Qualität (verglichen mit den Vertretern aus den USA) Erfolge einfährt nur weil es in Deutschland spielt, ist schon reichlich naiv. Der ZDF Zuschauer mag alles einschalten was aus deutschen Landen stammt und auf einem etablierten Programmplatz läuft (sonst wäre das immerhin ambitionierte KDD schon tot), aber für die Pro 7 Zielgruppe ist der vertraute Schauplatz kein Vorteil. Schon gar nicht in einer Crimeserie.
godfather2109 hat geschrieben:Interessant wäre es zB gewesen, den Charakter von Neldel als einen Charakter wie House zu zeichnen, der zwar ein juristisches Genie ist, sich aber eigentlich gar nicht für die Fälle interessiert.
Eine plumpe House Kopie müsste es nun nicht gerade sein. Das wäre genau so wie die RTL Monk Kopie gefloppt und mit Shark gibt es schon einen House im Gerichtssaal, aber die Charakterzeichnung ist auch so ein Makel. Die deutschen Produzenten und Programmverantwortlichen betonen immer wieder wie wichtig starke und originelle Hauptcharaktere für eine Serie sind, aber über kleinere Makel (meist Alkohol- und Eheprobleme) und oberflächliche Kindheitstraumata aus der Mottenkiste geht es bei den Ecken und Kanten nicht hinaus. Im Grunde doch alles Supermänner und Frauen, die selbstlos alles für den Job opfern und meist Erfolg dabei haben.
von Kalinkax
#495575
ich stimme Dir zu....
ich bin auch kein ZDF - Zuschauer....

aber der Ton macht die Musik :roll:
ein bißchen freundlicher gehts wohl auch oder ist Dein Ava Deine Gesinnung? :wink:

ich hasse es, wenn man deutsche Serien, die sich bemühen, den deutschen Markt mit Story, Machart und Schauspielern zu errreichen, derart runterzieht, wie Du
das Fernsehen wird nicht neu erfunden, geb doch mal einer deutschen Serie eine Chance und häng nicht nur Ami-Serien hinterher :roll:
oder erfinde doch mal eine eigene erfolgreiche deutsche Serie..bla, bla
Bild
Benutzeravatar
von Tangaträger
#495577
Kalinkax hat geschrieben: ich hasse es, wenn man deutsche Serien, die sich bemühen, den deutschen Markt mit Story, Machart und Schauspielern zu errreichen, derart runterzieht, wie Du
das Fernsehen wird nicht neu erfunden, geb doch mal einer deutschen Serie eine Chance und häng nicht nur Ami-Serien hinterher
Aber es ist doch eindeutig zu erkennen, dass "Unschuldig" die Trends nachgeht, die im US-TV auch herrschen: Handkamera, schneller Soundtrack, Crimehandlungen...
Dass da Vergleiche mit Serien aus Übersee auftauchen, ist völlig normal
Kalinkax hat geschrieben:oder erfinde doch mal eine eigene erfolgreiche deutsche Serie..bla, bla
Ich hätte da einige Storys, die sich für eine Serie eignen, allerdings nicht für deutsches Publikum geeignet :wink:
Kalinkax hat geschrieben:aber der Ton macht die Musik
Da fällt mir noch was ein, was ich erwähnen wollte: Der Score von "Unschuldig" ist zwar gut, aber man sollte ihn nicht zu oft und zu lang einsetzen. Ich fühlte mich schon wie bei einer Mark-Snow-Serie, dessen Score ja nicht mehr aufhören wollte...
Benutzeravatar
von AlphaOrange
#495580
Tangaträger hat geschrieben:
Kalinkax hat geschrieben: ich hasse es, wenn man deutsche Serien, die sich bemühen, den deutschen Markt mit Story, Machart und Schauspielern zu errreichen, derart runterzieht, wie Du
das Fernsehen wird nicht neu erfunden, geb doch mal einer deutschen Serie eine Chance und häng nicht nur Ami-Serien hinterher
Aber es ist doch eindeutig zu erkennen, dass "Unschuldig" die Trends nachgeht, die im US-TV auch herrschen: Handkamera, schneller Soundtrack, Crimehandlungen...
Dass da Vergleiche mit Serien aus Übersee auftauchen, ist völlig normal
Aber es ist doch so:
Hält man sich davon fern, dann wird sofort genörgelt, die Serie sei weit entfernt von US-Standards und man solle mal nach Übersee schauen, was da alles möglich ist.
Nimmt man die Trends auf, dann wird genörgelt, es würde ja nur plump kopiert.
Oder um es im Goldenen Gesetz der deutschen Serie zusammenzufassen: "Egal was man macht, es war hinterher eh falsch."
von Berlin - Abschnitt 40
#495581
Tangaträger hat geschrieben:Allerdings bin ich mit einer Sache unzufrieden. Wir haben als Hauptcharakter eine Anwältin, in der Hinsicht würde ich mir auch mehr anwaltsbetonte Themen wünschen. Denn diese ganze Serie vergammelt doch zu sehr zu einem 0815-Krimi mit Handlungen, die schon x-mal durchgekaut wurden. Vielleicht würden Themen, die sich vor Gericht abspielen, mehr und bessere Dialoge fördern, doch ich glaube, in der Hinsicht bekommen wir hier nichts zu sehen.
Dasselbe habe ich auch schon gedacht. Abgesehen davon, dass Dr. Winter ihre Mandanten, die Klienten genannt werden, im Gefängnis besucht deutet nichts auf den Beruf der Anwältin hin. Auch das "Arbeitszimmer" der drei Helden sieht nicht wirklich aus wie eine Anwaltskanzlei. Auch ist unklar ob und in welcher Form Lorenz und Krüger für sie arbeiten. Freiberuflich oder als Angestellte, wäre gar nicht so uninteressant, denn schließlich müssen die ja alle ihren Lebensunterhalt verdienen.
Grundsätzlich ist die Serie zwar nicht schlecht gemacht, aber ich verstehe nicht, weshalb die Serie so tolle Kritiken bekommt. Auch ich sehe nicht wirklich das Neue, das Besondere, an diesem Format.
Nur weil vermutlich kaum ein ProSieben-Zuschauer die ZDF-Serie "Ein Fall für zwei" wird die Behauptung das wäre alles so neu auch nicht richtiger. Man hat hier lediglich noch einen Forensiker hinzugefügt, die Anwältin ist eine Frau und der Detektiv ist ein paar Jahre jünger als Josef Matula.
Außerdem finde ich das Format auch relativ spannungsarm. Es passiert einfach nicht viel, und schon gar nichts überraschendes. Zunächst jammert Iris Böhm über die Ungerechtigkeit die ihr wiederfahren ist und etwas später und weiter in Selbstmitleid zerfließend möchte sie Winter & Co. stoppen.
Da waren die jüngst gefloppten Sat.1-Serien GSG 9 oder Deadline doch wesenlich spannender und insgesamt besser.
von Kalinkax
#495583
"Außerdem finde ich das Format auch relativ spannungsarm. Es passiert einfach nicht viel, und schon gar nichts überraschendes. Zunächst jammert Iris Böhm über die Ungerechtigkeit die ihr wiederfahren ist und etwas später und weiter in Selbstmitleid zerfließend möchte sie Winter & Co. stoppen.
Da waren die jüngst gefloppten Sat.1-Serien GSG 9 oder Deadline doch wesenlich spannender und insgesamt besser."

darüber :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: kann ich nur lachen
von godfather2109
#495585
str1keteam hat geschrieben:
Kalinkax hat geschrieben: entweder rein abgekupfert oder zu wenig, was soll das?
man sollte doch einer deutschen Produktion, die schon vor 4 Jahren ausgedacht wurde, die sich an eine erfolgreiche Machart orientiert, nicht sofort runterreden :roll:
Erstens waren derartige Crime Serien schon vor 4 Jahren alles andere als innovativ und zweitens ist dieses heranhängen an Erfolgskonzepte eines der größten Probleme der deutschen Prime Time Serienlandschaft. Man kann sich ja ohne weiteres an internationalen Entwicklungen orientieren, aber doch bitte an außergewöhnlichen und hierzulande unbekannten Projekten. Wie Stromberg oder Pastewka. Darauf zu hoffen, das die x-te Variante eines ausgelutschten und überpräsenten Themas trotz minderwertiger Qualität (verglichen mit den Vertretern aus den USA) Erfolge einfährt nur weil es in Deutschland spielt, ist schon reichlich naiv. Der ZDF Zuschauer mag alles einschalten was aus deutschen Landen stammt und auf einem etablierten Programmplatz läuft (sonst wäre das immerhin ambitionierte KDD schon tot), aber für die Pro 7 Zielgruppe ist der vertraute Schauplatz kein Vorteil. Schon gar nicht in einer Crimeserie.
godfather2109 hat geschrieben:Interessant wäre es zB gewesen, den Charakter von Neldel als einen Charakter wie House zu zeichnen, der zwar ein juristisches Genie ist, sich aber eigentlich gar nicht für die Fälle interessiert.
Eine plumpe House Kopie müsste es nun nicht gerade sein. Das wäre genau so wie die RTL Monk Kopie gefloppt und mit Shark gibt es schon einen House im Gerichtssaal, aber die Charakterzeichnung ist auch so ein Makel. Die deutschen Produzenten und Programmverantwortlichen betonen immer wieder wie wichtig starke und originelle Hauptcharaktere für eine Serie sind, aber über kleinere Makel (meist Alkohol- und Eheprobleme) und oberflächliche Kindheitstraumata aus der Mottenkiste geht es bei den Ecken und Kanten nicht hinaus. Im Grunde doch alles Supermänner und Frauen, die selbstlos alles für den Job opfern und meist Erfolg dabei haben.
Um diese Charakterzeichnung gehts mir ja im Grunde.
Wie geschrieben, finde ich den unschuldigen Vater, der Selbstmord beging nicht sehr originell. Ansonsten scheint der Hauptcharakter keine auffälligen Schwächen zu haben, und so etwas langweilt mich dann eben.
Ausserdem finde ich erstmal gar nicht, dass Shark ein House im Gerichtssaal ist, denn der grosse Unterschied ist dass House gegen seinen Willen "normale" Patienten behandeln muss, während Shark ja freiwillig die Seite gewechselt hat. Die Ähnlichkeit der beiden sehe ich jetzt nur in ihren Zynismus bzw. Sarkasmus...
Meine Kritik an der Serie bezieht sich auch gar nicht so sehr auf die Thematik "Unschuldige hinter Gittern", das ist ja durchaus verschieden als Cold Case.
Es stört mich nur, dass mich der Stil sehr stark an Cold Case, auch von der Farbgestaltung her, erinnert. Und die Rückblenden hat man sich nunmal auch von Serien wie Cold Case oder Criminal Minds abgeschaut. Da die US-Serien für die Produktion aber nunmal mehr Geld zur Verfügung haben, sieht das da fast immer auch besser aus. Daher finde ich es Quatsch, wenn Serien wie Unschuldig oder RIS den Stil von US-Serien kopieren, denn qualitativ wird es da nie ranreichen und im Zweifel entscheidet sich der Zuschauer wohl für das bekannte US-Original, in diesem Fall Cold Case. Daher sollte sich meiner Meinung nach die Serie mehr auf die Geschichten konzentrieren und starke Charaktere liefern, die ich hier nicht sehe. Ich sehe in dieser Serie einfach nichts, dass so speziell wäre als dass ich die Serie in meinen Wochenablauf einplanen sollte.
Dann habe ich noch einen Kritikpunkt: Hier auf Quotenmeter hat der Produzent der Serie besonders das Tempo der Serie betont, ihm zufolge hätte jede Szene einen Sinn und würde die Handlung voranbringen. Das finde ich nicht, die Serie ist für meinen Geschmack im allgemeinen ruhig und eher gemächlich.
Dennoch ist die Serie ja jetzt im Grossen und Ganzen nicht schlecht gemacht. Für deutsche Verhältnisse sieht die Serie ganz gut aus, aber eben nur für deutsche Verhältnisse. Eine deutsche Serie wird nicht erfolgreich sein, nur weil sie deutsch ist. Sie müsste sich mehr von der Masse abheben und etwas bieten, dass der Zuschauer bei US-Serien eben nicht besser zu sehen bekommt.
Daher prophezeihe ich bereits jetzt einen Flop der RTL-Serie Dr. Molly, da sehe ich bereits in den Inhaltsangaben dass der Zuschauer nur ein schlechtes, deutsches House serviert bekommt.
Benutzeravatar
von AlphaOrange
#495595
godfather2109 hat geschrieben:Und die Rückblenden hat man sich nunmal auch von Serien wie Cold Case oder Criminal Minds abgeschaut.
Als ob es erst seit ein paar Jahren Rückblenden gäbe.
Du kannst eine Serie nicht der Kopie bezichtigen, nur weil sie Rückblenden verwendet, dass ist ein altbekanntes Stilmittel.
godfather2109 hat geschrieben:Da die US-Serien für die Produktion aber nunmal mehr Geld zur Verfügung haben, sieht das da fast immer auch besser aus. Daher finde ich es Quatsch, wenn Serien wie Unschuldig oder RIS den Stil von US-Serien kopieren, denn qualitativ wird es da nie ranreichen
Allgemein stimmt das oft.
Im Falle von "Unschuldig" imo nicht. Wo genau siehst du den qualitativen Unterschied aufgrund geringerem Budget?
godfather2109 hat geschrieben:Daher prophezeihe ich bereits jetzt einen Flop der RTL-Serie Dr. Molly, da sehe ich bereits in den Inhaltsangaben dass der Zuschauer nur ein schlechtes, deutsches House serviert bekommt.
Das ist wenn ich mich recht erinnere eine Sat.1-Serie und man braucht wahrlich kein Prophet sein, den Flop verherzusehen 8)
Benutzeravatar
von str1keteam
#495603
Kalinkax hat geschrieben: aber der Ton macht die Musik :roll:
ein bißchen freundlicher gehts wohl auch oder ist Dein Ava Deine Gesinnung? :wink:
hmm..ich hab mir meinen Beitrag jetzt noch 2 mal durchgelesen, aber nichts gefunden, das als unfreundlich oder zu schroff aufgefasst werden könnte. Außer du bist Senderchef oder der Produzent/Autor von Unschuldig und gehst deshalb davon aus das dieser Satz
Darauf zu hoffen, das die x-te Variante eines ausgelutschten und überpräsenten Themas trotz minderwertiger Qualität (verglichen mit den Vertretern aus den USA) Erfolge einfährt nur weil es in Deutschland spielt, ist schon reichlich naiv.
an dich gerichtet war. :lol:
ich hasse es, wenn man deutsche Serien, die sich bemühen, den deutschen Markt mit Story, Machart und Schauspielern zu errreichen, derart runterzieht, wie Du
das Fernsehen wird nicht neu erfunden, geb doch mal einer deutschen Serie eine Chance und häng nicht nur Ami-Serien hinterher :roll:
Natürlich kann man das Fernsehen immer wieder neu erfinden bzw. auffrischen. (Die außergewöhnlichen US-Serien landen hier ja meist gar nicht im TV oder floppen im Nachtprogramm unter Ausschluß der Öffentlichkeit.) Dazu braucht es aber Mut und langen Atem. Wenn man hingegen immer nur versucht auf aktuelle Erfolgswellen aufzuspringen anstatt Trends zu setzen, braucht man sich nicht wundern, dass das Produkt beim Start schon wieder out ist.

Warum sollte ich mir einen alten Stiefel im deutschen Gewand anschauen, wenn mich schon besser geschriebene und besetzte US-Fließbandware wie Shark, Numbers oder CSI anödet? Mir ist es vollkommen egal woher die Serie stammt. Sie muss eine eigene Stimme und eine gewisse Klasse haben. Stromberg, Pastewka, Dr. Psycho, Blackout oder die ein oder andere Wedl Miniserie sind die raren Beispiele, das es auch in Deutschland möglich ist (obwohl es sich bei den ersten beiden um direkte Kopien handelt).
oder erfinde doch mal eine eigene erfolgreiche deutsche Serie.
Ok. Für Pro 7: Eine deutsche Variante der Feuerwehrtragikomödie Rescue Me mit Jochen Vogel in der Denis Leary Rolle. So, Serie erfunden. Viel länger kann der Pitch zu "Die unlösbaren Fälle des Herrn Sand" auch nicht gedauert haben. :mrgreen: Ich bin nicht so und leg noch eine für ARD/ZDF obendrauf: Eine Serie, die an einer Brennpunktschule spielt, die nach einem Schüleramoklauf wiedereröffnet wird. Das bietet reichlich Potential für interessante Charaktere und Konflikte und sogar eine gewisse soziale Relevanz. Mit Götz George als Rektor reichts vielleicht sogar für 2 Staffeln. :lol:
von Kalinkax
#495616
danke für Deine Vorstellung :wink:
aber irgendwie landest Du für mich bei "Arte"
Dein AVA ist aber sau cool :mrgreen:
Bild
von godfather2109
#495621
AlphaOrange hat geschrieben:
godfather2109 hat geschrieben:Und die Rückblenden hat man sich nunmal auch von Serien wie Cold Case oder Criminal Minds abgeschaut.
Als ob es erst seit ein paar Jahren Rückblenden gäbe.
Du kannst eine Serie nicht der Kopie bezichtigen, nur weil sie Rückblenden verwendet, dass ist ein altbekanntes Stilmittel.
godfather2109 hat geschrieben:Da die US-Serien für die Produktion aber nunmal mehr Geld zur Verfügung haben, sieht das da fast immer auch besser aus. Daher finde ich es Quatsch, wenn Serien wie Unschuldig oder RIS den Stil von US-Serien kopieren, denn qualitativ wird es da nie ranreichen
Allgemein stimmt das oft.
Im Falle von "Unschuldig" imo nicht. Wo genau siehst du den qualitativen Unterschied aufgrund geringerem Budget?
godfather2109 hat geschrieben:Daher prophezeihe ich bereits jetzt einen Flop der RTL-Serie Dr. Molly, da sehe ich bereits in den Inhaltsangaben dass der Zuschauer nur ein schlechtes, deutsches House serviert bekommt.
Das ist wenn ich mich recht erinnere eine Sat.1-Serie und man braucht wahrlich kein Prophet sein, den Flop verherzusehen 8)
Zu Nummer 1: Es geht ja nicht um die Rückblenden an sich, es ist halt nur so, dass die bei ähnlich gelagerten Serien wie eben Cold Case auch verwendet werden. Mit Rückblenden und der Farbgebung, die insgesamt sehr bläulich ist, ähnelt es Cold Case halt für mich schon. Dadurch kommt es dann vielleicht auch bei einigen zu Vergleichen mit Cold Case, obwohl die Thematik ja nicht exakt die gleiche ist.
Nummer 2: Dazu habe ich natürlich nicht genügend Einblick in die Budgets und Kosten der Serie. Ich gehe aber einfach mal davon aus, dass weniger Geld als für eine US-Serie zur Verfügung steht, wodurch dann vielleicht weniger an Originalschauplätzen gedreht werden kann, weniger prominente Gaststars verpflichtet werden können, etc...Im Nachhinein ist es natürlich schwer zu sagen, ob die Serie mit mehr Kapital besser aussehen würde. Auch wenn die Serie relativ hochklassig aussieht, setzen die finanziellen Grenzen vielleicht auch kreative Grenzen, aber um das genau einschätzen zu können haben wir wohl zu wenig Einsicht in die Materie.
Nummer 3: Ja, da hab ich mich wohl vertan, ist von Sat.1. Wenigstens sind wir uns einig dass das nix werden kann^^
Benutzeravatar
von AlphaOrange
#495662
godfather2109 hat geschrieben:Nummer 2: Dazu habe ich natürlich nicht genügend Einblick in die Budgets und Kosten der Serie. Ich gehe aber einfach mal davon aus, dass weniger Geld als für eine US-Serie zur Verfügung steht, wodurch dann vielleicht weniger an Originalschauplätzen gedreht werden kann, weniger prominente Gaststars verpflichtet werden können, etc...Im Nachhinein ist es natürlich schwer zu sagen, ob die Serie mit mehr Kapital besser aussehen würde. Auch wenn die Serie relativ hochklassig aussieht, setzen die finanziellen Grenzen vielleicht auch kreative Grenzen, aber um das genau einschätzen zu können haben wir wohl zu wenig Einsicht in die Materie.
Die Frage bezog sich konkret auf "Unschuldig". Wenn du meinst, dass es qualitativ nicht an die US-Vorbilder heranreicht, hätte ich dafür auch gerne konkrete Beispiele. "Großes Budget = viel Qualität" ist ja bei weitem kein Naturgesetz, wie uns viele (auch US-)Serien gelehrt haben, wo man sich als Zuschauer fragen musste, was eigentlich mit dem großen Budgets passiert ist.
Prominente Gaststars sind für mich übrigens kein Qualitätsmerkmal.
Benutzeravatar
von Arcticat
#495668
So heiß wie hier über die Serie diskutiert wird müsste man meinen dass die EInschaltquoten besser sind :lol: :mrgreen:
von Familie Tschiep
#495698
str1keteam hat geschrieben:
ich hasse es, wenn man deutsche Serien, die sich bemühen, den deutschen Markt mit Story, Machart und Schauspielern zu errreichen, derart runterzieht, wie Du
das Fernsehen wird nicht neu erfunden, geb doch mal einer deutschen Serie eine Chance und häng nicht nur Ami-Serien hinterher :roll:
Natürlich kann man das Fernsehen immer wieder neu erfinden bzw. auffrischen. (Die außergewöhnlichen US-Serien landen hier ja meist gar nicht im TV oder floppen im Nachtprogramm unter Ausschluß der Öffentlichkeit.) Dazu braucht es aber Mut und langen Atem. Wenn man hingegen immer nur versucht auf aktuelle Erfolgswellen aufzuspringen anstatt Trends zu setzen, braucht man sich nicht wundern, dass das Produkt beim Start schon wieder out ist.

Warum sollte ich mir einen alten Stiefel im deutschen Gewand anschauen, wenn mich schon besser geschriebene und besetzte US-Fließbandware wie Shark, Numbers oder CSI anödet? Mir ist es vollkommen egal woher die Serie stammt. Sie muss eine eigene Stimme und eine gewisse Klasse haben. Stromberg, Pastewka, Dr. Psycho, Blackout oder die ein oder andere Wedl Miniserie sind die raren Beispiele, das es auch in Deutschland möglich ist (obwohl es sich bei den ersten beiden um direkte Kopien handelt).
oder erfinde doch mal eine eigene erfolgreiche deutsche Serie.
Ok. Für Pro 7: Eine deutsche Variante der Feuerwehrtragikomödie Rescue Me mit Jochen Vogel in der Denis Leary Rolle. So, Serie erfunden. Viel länger kann der Pitch zu "Die unlösbaren Fälle des Herrn Sand" auch nicht gedauert haben. :mrgreen: Ich bin nicht so und leg noch eine für ARD/ZDF obendrauf: Eine Serie, die an einer Brennpunktschule spielt, die nach einem Schüleramoklauf wiedereröffnet wird. Das bietet reichlich Potential für interessante Charaktere und Konflikte und sogar eine gewisse soziale Relevanz. Mit Götz George als Rektor reichts vielleicht sogar für 2 Staffeln. :lol:
Da machst es dir aber ziemlich einfach. Ich glaube, etwas mehr Zeit geben sie sich schon. Die meiste Zeit geht wohl darauf, die Leute zu überzeugen, dass die eigene Idee die meisten Zuschauer bringt.
Benutzeravatar
von Atum4
#495709
Mir ist bei der Letzten Folge die ich gesehen habe/ haben werde aufgefallen das die Darsteller sich vor laufender Kamera fast nie bewegen!? Sie sitzen "schnitt" sie stehen in einem Raum "schnitt" sie sitzen in einem Büro :?

Ist es teurer beim dreh wenn sie sich auch mal bewegen würden?
Benutzeravatar
von Tangaträger
#495744
Atum4 hat geschrieben:Mir ist bei der Letzten Folge die ich gesehen habe/ haben werde aufgefallen das die Darsteller sich vor laufender Kamera fast nie bewegen!? Sie sitzen "schnitt" sie stehen in einem Raum "schnitt" sie sitzen in einem Büro :?

Ist es teurer beim dreh wenn sie sich auch mal bewegen würden?
Ach komm, sie sind doch bei einem Dialog die Treppe runtergelaufen :lol:
Benutzeravatar
von vanhelsing
#495784
Und Clemens Schick ist in beiden Folgen mit dem Moped vorgefahren.
Finde es gut, das man erst nach und nach was über die Charaktere erfährt. Somit dann hoffentlich auch irgendwann über das Anstellungsverhältnis der beiden "Assistenten" ...
Cool auch, das die als Einspieler immer ein Restaurant in Berlin eigen, wo ich schön des öfteren gegessen habe. (Wenn ich mich nicht täusche).
von (chris)
#495787
Also mir hat auch die zweite Folge gut gefallen.
Bin nur was die Quoten angeht etwas schockiert, aber da das ja bei anderen Sendern auch der Fall war, hoffe ich, dass es nächste Woche wieder besser wird...
Benutzeravatar
von vanhelsing
#495887
Naja, ist doch klar, dass die Quoten purzeln, wenn plötzlich so ein dämliches Fussballspiel so hohe Quoten macht.
Nächste Woche die Quoten werden schon wieder nach oben gehen.
von Möppe
#495901
nein, jedenfalls nicht merklich. Sorry, aber warum sollte es der Serie anders gehen als den anderen davor. Dummes TV-Volk oder noch besser: Armer Sender :x
Benutzeravatar
von vanhelsing
#495909
Naja, die 10% Mehrseher bei Sat.1 vom MIttwoch müssen sich schon wieder verteilen.
Da wird Pro7 als zweitgösster Sender E 14-49 schon wieder dazu gewinnen.
  • 1
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 15