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von RickyFitts
#177577
mak hat geschrieben:
nop hat geschrieben:und ein leichtfüssiger Wechsel in so ziemlich alle Genres.
So viele Genre nun auch wieder nicht, ist aber IMO auch gar nicht nötig. Viele Genre zu vermixen macht eine Serie nicht unbedingt besser, sondern meist eher schlechter (aktuelles Beispiel: "Hidden Palms").
nop hat geschrieben:Bei welcher Serie hast du je die Aussage gemacht, dass du sie nicht so richtig einordnen kannst?
Ich denke da gibt es so einige. Eigentlich würde ich sagen das die meisten Serien die ich schaue in diese Kategorie gehören.
Das sehe ich anders. In vielen Fällen ist ein Genremix eine bereichernde Erweiterung der Möglichkeiten und einige der besten Serien überhaupt werden erst durch ihre Mischung herausragend:

Picket Fences: Familiendrama, Comedy, Justiz, Krimi, manchmal ein bisschen Thriller (Stichwort Kühltruhe)

Twin Peaks: Krimi, Thriller, Horror, Mysterie, Comedy, Drama, Seifenoper
Außer Action und Sci-fi ist fast alles in Twin Peaks vertreten, was es so gibt. Und es war absolut wegweisend und vielleicht die beste Serie aller Zeiten.

Bei Surface sehe ich das aber kaum so Vielfältig. Da ist der Kern wirklich Mysterie. Drama spielt eine sehr untergeordete Rolle. Da müsste man schon jedwede emotional geladene Interaktion zwischen Charakteren als Drama einstufen und das ist doch eine sehr, sehr weite Definition. Was ich an Surface nach wie vor herausragend finde sind Erzählstil und vor allem das Tempo. Nicht zu hektisch, nicht zu viel Action, aber eben auch nicht so ein Kaugummizerren wie bei den meisten anderen Mysterieserien von Akte X bis Lost, wo man Folge für Folge auf gravierende Entwicklungen der Hauptstory wartet, aber wenig bis gar nichts kommt.

Da legt Surface schon ein sehr viel befriedigenderes Tempo vor. Vor allem, wenn bedenkt, dass es die erste Staffel ist, in der üblicherweise nur sehr wenig Kontinuität der Fortschritt der Handlung gebracht wird. Verglichen mit dem Anfang sind wir innerhalb von 10 Folgen schon ziemlich weit gekommen. Das ist eine mutige Autorenleistung, die ich sehr zu würdigen weiß. Denn meist ist es doch so, dass in Serien zwar gern große und globale Bedrohungen aufgebaut werden, aber die Autoren dann vor den Konsequenzen zurückschrecken und das ganze in sich zusammenfallen lassen, bevor unumkehrbare Folgen eintreten.

Surface scheint aber genau darauf abzuzielen. Die Serie will eine globale Bedrohung eskalieren lassen und sowas bekommt man höchst selten zu sehen. Ich bin mir sicher, dass bis zum Ende der Staffel die Weltöffentlichkeit von der neuen Spezies erfahren hat. Man überlege sich nur mal welches Potential dann in der weiteren Entwicklung gesteckt hätte. Das wäre so als hätte Mulder nach 1-2 Staffeln den Beweis für die Existenz der Aliens erbracht, mit dem Resultat, dass die Welt nun mit dieser neuen Erkenntnis und seinen Konsequenzen umgehen muss. Diesen Mut die fiktive Welt durch ein großes Ereignis von ihrem Realitätsalltag zu entfernen, hat doch kaum eine Serie. Das macht für mich den großen Reiz von Surface aus. Auch wenn die Folgen in sich selbst manchmal keine unmittelbaren Wandlungen bringen, beinhalten sie doch immer wieder starke Vorzeichen auf die Zukunft: die Stürme, die Klimaveränderungen, das Verschwinden von Fischbeständen, die Eier an den Stränden, die Bevölkerungsexplosion der Kreaturen, das erstaunliche Wachstum dieser Pflanze usw.
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von mak
#177590
RickyFitts hat geschrieben:Das sehe ich anders. In vielen Fällen ist ein Genremix eine bereichernde Erweiterung der Möglichkeiten und einige der besten Serien überhaupt werden erst durch ihre Mischung herausragend:

Picket Fences: Familiendrama, Comedy, Justiz, Krimi, manchmal ein bisschen Thriller (Stichwort Kühltruhe)

Twin Peaks: Krimi, Thriller, Horror, Mysterie, Comedy, Drama, Seifenoper
Außer Action und Sci-fi ist fast alles in Twin Peaks vertreten, was es so gibt. Und es war absolut wegweisend und vielleicht die beste Serie aller Zeiten.
Schon, es gibt auch auch genügend Negativbeispiele. Wobei ich prinzipell auch eher der Genremix-Fan bin.
RickyFitts hat geschrieben:Bei Surface sehe ich das aber kaum so Vielfältig. Da ist der Kern wirklich Mysterie. Drama spielt eine sehr untergeordete Rolle. Da müsste man schon jedwede emotional geladene Interaktion zwischen Charakteren als Drama einstufen und das ist doch eine sehr, sehr weite Definition. Was ich an Surface nach wie vor herausragend finde sind Erzählstil und vor allem das Tempo. Nicht zu hektisch, nicht zu viel Action, aber eben auch nicht so ein Kaugummizerren wie bei den meisten anderen Mysterieserien von Akte X bis Lost, wo man Folge für Folge auf gravierende Entwicklungen der Hauptstory wartet, aber wenig bis gar nichts kommt.
Wer bei "Lost" auf sowas wartet hat die Serie IMO nicht verstanden. "Lost" legt den Focus ganz klar auf die Charaktere.
Bei "Surface" dagegen spielen die Charaktere nur eine sehr untergeordnete Rolle. Wenn man die Charaktere in "Surface" durch beliebige Red Shirts ersetzen würde käme vermutlich dasselbe raus.
RickyFitts hat geschrieben:Da legt Surface schon ein sehr viel befriedigenderes Tempo vor. Vor allem, wenn bedenkt, dass es die erste Staffel ist, in der üblicherweise nur sehr wenig Kontinuität der Fortschritt der Handlung gebracht wird. Verglichen mit dem Anfang sind wir innerhalb von 10 Folgen schon ziemlich weit gekommen. Das ist eine mutige Autorenleistung, die ich sehr zu würdigen weiß. Denn meist ist es doch so, dass in Serien zwar gern große und globale Bedrohungen aufgebaut werden, aber die Autoren dann vor den Konsequenzen zurückschrecken und das ganze in sich zusammenfallen lassen, bevor unumkehrbare Folgen eintreten.
Also mir kommt die Handlung eher so vor als hätte man einen 2-3 stündigen TV-Film auf 9 Folgen gesteckt. Von dieser große und globale Bedrohungen scheinen irgendwie viel wenig Leute zu wissen (die Vorzeichen sind ja doch recht groß). Und das sich die Regierung so einfach kalt stellen lässt erscheint mir doch recht unglaubwürdig.
RickyFitts hat geschrieben:Surface scheint aber genau darauf abzuzielen. Die Serie will eine globale Bedrohung eskalieren lassen und sowas bekommt man höchst selten zu sehen. Ich bin mir sicher, dass bis zum Ende der Staffel die Weltöffentlichkeit von der neuen Spezies erfahren hat. Man überlege sich nur mal welches Potential dann in der weiteren Entwicklung gesteckt hätte. Das wäre so als hätte Mulder nach 1-2 Staffeln den Beweis für die Existenz der Aliens erbracht, mit dem Resultat, dass die Welt nun mit dieser neuen Erkenntnis und seinen Konsequenzen umgehen muss. Diesen Mut die fiktive Welt durch ein großes Ereignis von ihrem Realitätsalltag zu entfernen, hat doch kaum eine Serie. Das macht für mich den großen Reiz von Surface aus. Auch wenn die Folgen in sich selbst manchmal keine unmittelbaren Wandlungen bringen, beinhalten sie doch immer wieder starke Vorzeichen auf die Zukunft: die Stürme, die Klimaveränderungen, das Verschwinden von Fischbeständen, die Eier an den Stränden, die Bevölkerungsexplosion der Kreaturen, das erstaunliche Wachstum dieser Pflanze usw.
Irgendwie zwar schon interessant, aber ich bleibe dabei: Ohne gescheite Charakter/Dialoge nützt das alles nichts.
von nop
#177599
RickyFitts hat geschrieben:Drama spielt eine sehr untergeordete Rolle. Da müsste man schon jedwede emotional geladene Interaktion zwischen Charakteren als Drama einstufen und das ist doch eine sehr, sehr weite Definition.
So ein Mist! Da eiere ich endlos rum und verzettele mich in Details und dann kommt RickyFitts daher und beschreibt das Problem treffend in 2 Sätzen. Der Serie fehlt es schlicht an menschlichem Drama. Auch sonst ein treffender Text (auch wenn ich bei der Vielfalt der Genres anderer Meinung bin).
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von AlphaOrange
#177602
RickyFitts hat geschrieben:Das sehe ich anders. In vielen Fällen ist ein Genremix eine bereichernde Erweiterung der Möglichkeiten und einige der besten Serien überhaupt werden erst durch ihre Mischung herausragend:

Picket Fences: Familiendrama, Comedy, Justiz, Krimi, manchmal ein bisschen Thriller (Stichwort Kühltruhe)

Twin Peaks: Krimi, Thriller, Horror, Mysterie, Comedy, Drama, Seifenoper
Außer Action und Sci-fi ist fast alles in Twin Peaks vertreten, was es so gibt. Und es war absolut wegweisend und vielleicht die beste Serie aller Zeiten.
Aber welche aktuelle Serie kann man überhaupt noch auf ein Genre festlegen? Bzw. war das überhaupt jemals möglich oder bieten Genres nur Richtlinien, die man sich in der gewünschten Dosierung zusammenmischen kann.
Bei fast jeder Serie, sei es SciFi (BSG), Crime (WaT/CC), Mystery (4400) kann ich sagen, dass es ein Mix mit dem Drama-Genre ist. Ebenso ist vieles irgendwie mit Comedy vermengt, sogar der Mystery-Grundpfeiler Akte X hat da seine Einflüsse.

Insofern kann ich eigentlich nur feststellen, dass ein Genremix absolut nichts neues und innovatives ist. Es kann lediglich vorkommen, dass jemand ein besonders glückliches Händchen bei seiner Mixtur erwischt.

Hab mich oben wahrscheinlich einfach nur zu sehr am Wort "Wechsel" aufgehängt. Denn das Genre mittendrin mal zu wechseln, können sich eigentlich nur etablierte Serien erlauben, die eine ausreichende Basis haben, um z.B. mal eine Comedy-Folge einzuschieben, die sich selbst auf die Schippe nimmt (s. "Der glorreiche Ferengi" / DS9 Season 6).
RickyFitts hat geschrieben:Nicht zu hektisch, nicht zu viel Action, aber eben auch nicht so ein Kaugummizerren wie bei den meisten anderen Mysterieserien von Akte X bis Lost, wo man Folge für Folge auf gravierende Entwicklungen der Hauptstory wartet, aber wenig bis gar nichts kommt.
Akte X ist ein ganz anderer Serientypus aus einer ganz anderen Generation. Und das Konzept hat funktioniert bzw. ist nicht daran Schuld gewesen, was letztendlich mit der Mythologie passiert ist.
Niemand hat bei Akte X erwartet, Folge für Folge große Teile der Mythologie enträtselt zu bekommen, das Schema Stand-Alone-Mystery mit eingeschobenen Mythologie-Episoden war allen klar.

Bei Lost stimme ich dir eher zu und das haben die Macher wohl selbst erkannt. Als jemand, der S2 nun fast komplett gesehen hat, frage ich mich schlicht und ergreifend, wieso S1 nicht auch so aussah.
RickyFitts hat geschrieben:Da legt Surface schon ein sehr viel befriedigenderes Tempo vor. Vor allem, wenn bedenkt, dass es die erste Staffel ist, in der üblicherweise nur sehr wenig Kontinuität der Fortschritt der Handlung gebracht wird. Verglichen mit dem Anfang sind wir innerhalb von 10 Folgen schon ziemlich weit gekommen.
Ob wir nun weit gekommen sind, da bin ich mir nicht so sicher. Es gibt diese Wesen und sie richten allerlei Unheil an. Und irgendwie gibt's auch ne Verschwörung darum. Das war's im Prinzip.

Die Produzenten haben die erste Staffel übrigens als Prolog zum Rest der Serie gesehen, in der man dann voll in die Verschwörungsstory einsteigen wollte. Schade drum.
RickyFitts hat geschrieben:Denn meist ist es doch so, dass in Serien zwar gern große und globale Bedrohungen aufgebaut werden, aber die Autoren dann vor den Konsequenzen zurückschrecken und das ganze in sich zusammenfallen lassen, bevor unumkehrbare Folgen eintreten.
Nun mal keine Vorschusslorbeeren! Surface baut auch eine enorme Bedrohung auf und bislang ist keine Lösung in Sicht bzw. fraglich ob überhaupt eine kommt.

Das Prolog-hafte erinnert mich (nach dem Ende der Serie werde ich den Punkt nochmal ansprechen) enorm an "Der Schwarm". Auch da wurde ein furioser Spannungsbogen mit parallelen Handlungssträngen, mysteriösen Geschehnissen im Meer, einer Verschwörung etc. gesponnen, der danach, als die eigentliche "Aktion" in Gang trat, genauso furios in sich zusammenbrach und IMHO eine ziemlich bescheidene Auflösung fand.
RickyFitts hat geschrieben:Surface scheint aber genau darauf abzuzielen. Die Serie will eine globale Bedrohung eskalieren lassen und sowas bekommt man höchst selten zu sehen.
Dass man das (leider) recht selten zu sehen bekommt, stimmt insofern, dass man nunmal die gesamte Serie darauf ausrichten muss. Das ist einfach den meisten Serien nicht möglich und dort auch nicht sinnvoll. Allerdings halte ich eine solche Eskalation auch für keine große Kunst. Solange es nur eskaliert, brauche ich keine Lösungen, und darin besteht eigentlich die Herausforderung. Und so sehr Surface die Situation auch eskalieren lässt bzw. hätte eskalieren lassen, irgendwie hätte man eine befriedigende Lösug erreichen müssen.
RickyFitts hat geschrieben:Ich bin mir sicher, dass bis zum Ende der Staffel die Weltöffentlichkeit von der neuen Spezies erfahren hat. Man überlege sich nur mal welches Potential dann in der weiteren Entwicklung gesteckt hätte. Das wäre so als hätte Mulder nach 1-2 Staffeln den Beweis für die Existenz der Aliens erbracht, mit dem Resultat, dass die Welt nun mit dieser neuen Erkenntnis und seinen Konsequenzen umgehen muss.
Vermisch es mir bitte nicht wieder mit Akte X. Es war das Konzept von Akte X, dass die Dinge parallel zu unserer Gegenwart ablaufen, das Unheimliche, dass all das passiert und wir bekommen nichts davon mit.
Bei Surface ist das in der Tat anders, hier betrachten wir eine Parallelwelt. Aber ob es nun ein besonders mutiger Schritt ist, dort die ganze Welt zu informieren. Da kann man einen hübschen Story Arc mit spannen, aber was genau ist daran mutig?
Diesen Mut die fiktive Welt durch ein großes Ereignis von ihrem Realitätsalltag zu entfernen, hat doch kaum eine Serie.
Nenne mir doch mal ein paar Serien (außer Akte X bitte), die dazu die Möglichkeit gehabt hätten?
beinhalten sie doch immer wieder starke Vorzeichen auf die Zukunft: die Stürme, die Klimaveränderungen, das Verschwinden von Fischbeständen, die Eier an den Stränden, die Bevölkerungsexplosion der Kreaturen, das erstaunliche Wachstum dieser Pflanze usw.
Eben das sehe ich ein bisschen kritisch. Da strudelt sich mal ein Loch in einen See. Da gibt es unterirdische Städte. Ein Mensch auf dem Grund, Klimaveränderungen, komische Pflanzen etc. aber es wird uns ohne jegliche Erklärung vorgeworfen (okay, Fischbestände und Gewitter sind auf die Kreaturen zurückzuführe). Das dürfte allerdings eher mit der Prolog-haftigkeit zusammenhängen als damit, dass die Macher keinen Plan haben. Lost hat mich gelehrt, dass man da nicht zu vorschnell urteilen sollte.
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von RickyFitts
#177621
AlphaBolley hat geschrieben: Aber welche aktuelle Serie kann man überhaupt noch auf ein Genre festlegen? Bzw. war das überhaupt jemals möglich oder bieten Genres nur Richtlinien, die man sich in der gewünschten Dosierung zusammenmischen kann.
[...]
Insofern kann ich eigentlich nur feststellen, dass ein Genremix absolut nichts neues und innovatives ist. Es kann lediglich vorkommen, dass jemand ein besonders glückliches Händchen bei seiner Mixtur erwischt.
Natürlich sind Genrebezeichnungen keine absoluten Größen und die Grenzen sehr fließend. Allerings lassen sich die meisten doch recht klar abtrennen und bei fast allen Serien ein bis zwei weit überwiegende Schwerpunkte finden. Nur Drama ist so eine problematische Wischi Waschi Kategorie. Denn jede Handlung ist doch irgendwie dramatisch, weil das im Kern wie oben gesagt nur die durch emotionale Spannung geladene Interaktion zweier Charaktere ist. Nun nenn mir mal einer eine Serie, auf die das nicht zutrifft. Die eigentlichen Dramaserien sind doch aber eigentlich eher die, bei denen das emotionale Innenleben der Charaktere einen großen Stellenwert in der Handlung hat. Bei Six Feet Under ist der Fall damit klar. Und ja, auch Lost hat durch seine Rückblenden, die immer wieder mit dem aktuellen Inselgeschehen verknüpft sind einen Schwerpunkt darauf. Surface hat den wie du richtig sagst weniger. Die Bezeichnung Genremix würde ich aber erst dann anwenden, wenn sich mindestens drei weitgehend gleichwertige Schwerpunkte aus verschiedenen Genres im Verlauf der Serie die Waage halten. Picket Fences und Twin Peaks bleiben für mich in der Hinsicht die Paradebeispiele.
AlphaBolley hat geschrieben: Akte X ist ein ganz anderer Serientypus aus einer ganz anderen Generation. Und das Konzept hat funktioniert bzw. ist nicht daran Schuld gewesen, was letztendlich mit der Mythologie passiert ist.
Niemand hat bei Akte X erwartet, Folge für Folge große Teile der Mythologie enträtselt zu bekommen, das Schema Stand-Alone-Mystery mit eingeschobenen Mythologie-Episoden war allen klar.
Sprich da bitte nur für dich selbst. Ich habe drauf gewartet und wurde immer wieder schwer enttäuscht. Zwar war mir klar, dass nicht jede Folge was käme (die Stand Alones gehören nun mal bei den meisten dazu) aber zumindest, dass es irgendwie mal weitergeht und auch als Finale einer Staffel der Damm endlich mal bricht.
AlphaBolley hat geschrieben: Das Prolog-hafte erinnert mich (nach dem Ende der Serie werde ich den Punkt nochmal ansprechen) enorm an "Der Schwarm". Auch da wurde ein furioser Spannungsbogen mit parallelen Handlungssträngen, mysteriösen Geschehnissen im Meer, einer Verschwörung etc. gesponnen, der danach, als die eigentliche "Aktion" in Gang trat, genauso furios in sich zusammenbrach und IMHO eine ziemlich bescheidene Auflösung fand.
Zustimmung. Der Schwarm hat am Ende weitgehend enttäuscht. Das Finale auf dem Flugzeugträger war in Anbetracht des hervorragenden Gesamtkonzepts mehr als platt. Auch die Charaktere hatten wenig Tiefgang und waren überwiegend Stereotypen. Wir werden leider nie wissen, ob Surface den selben Fehlern erlegen wäre. Man darf aber wohl berechtigt spekulieren, dass zumindest die Charaktere im Laufe der Zeit nicht so verflacht wären. Bei Serien gibt es da doch in aller Regel gute Steigerungen im Verlauf der Staffeln was deren Ausgefeiltheit angeht.
AlphaBolley hat geschrieben:
Diesen Mut die fiktive Welt durch ein großes Ereignis von ihrem Realitätsalltag zu entfernen, hat doch kaum eine Serie.
Nenne mir doch mal ein paar Serien (außer Akte X bitte), die dazu die Möglichkeit gehabt hätten?
Gut, die Auswahl ist wirklich sehr eingegrenzt, weil es sich um eine Serie handeln muss, die einerseits bei einer halbwegs realen, gegenwärtigen Welt startet (womit Buffy zB ausscheidet), aber eine Bedrohung erschaffen soll, die die Welt grundlegend verändern könnte.

Alllerdings gibt es schon ein paar davon:

Prey - hier war es im Grunde ein ganz ähnliches Konzept wie Surface. Neue Spezies taucht auf und der Mensch ist nicht mehr die Spitze der Evolutionsleiter und droht wie einst der Neandertaler vom neuen Menschen verdrängt zu werden. Leider nach einer Staffel eingestampft. Das Potential in diese Richtung war aber absolut gegeben.

Alias - Hätte man leicht über die verschiedenen Syndikate, Geheimdienste oder all die vielen Atombomben, die da im Laufe der Zeit so umgingen in diese Richtung lenken können. Oder aber man löst die Rambaldi Story in so eine Richtung auf.

24 - Ist in meinen Augen sogar sehr nahe dran das zu erfüllen, aber da fehlt in letzter Sekunde immer ein bisschen der Mut es noch weiter zu treiben. Zb in der letzten Staffel die vielfachen Kernschmelzen. Da hätte man leicht ein paar davon hochgehen lassen können und die Südstaaten samt Mexiko verstrahlen lassen. Das wäre dann in der nächsten Staffel eben immer noch Katastrophengebiet, was dem düsteren Stil der Serie keinen Abbruch getan hätte.
AlphaBolley hat geschrieben: Eben das sehe ich ein bisschen kritisch. Da strudelt sich mal ein Loch in einen See. Da gibt es unterirdische Städte. Ein Mensch auf dem Grund, Klimaveränderungen, komische Pflanzen etc. aber es wird uns ohne jegliche Erklärung vorgeworfen (okay, Fischbestände und Gewitter sind auf die Kreaturen zurückzuführe). Das dürfte allerdings eher mit der Prolog-haftigkeit zusammenhängen als damit, dass die Macher keinen Plan haben. Lost hat mich gelehrt, dass man da nicht zu vorschnell urteilen sollte.
Mangels Staffel 2 Kenntnis von Lost kann ich jetzt nicht ganz nachvollziehen in welche Richtung du das meinst. Ich halte es eher für wahrscheinlich, dass einem jetzt schon einige Brocken als Andeutung auf die späteren Entwicklungen hingeworfen werden, die sich später immer mehr zusammenfügen. Ich denke schon, dass sie dahinter ein gutes Konzept haben. Ich denke die meisten der heutigen Serien, die auf Kontinuität setzen wissen ganz gut wo sie mit der Handlung hinwollen und wie sie was auflösen werden. Sicher eine Lehre, die viele Autoren aus Chris Carters totaler Verzettelung bei Akte X gezogen haben (ja, ich reite nochmal drauf rum :wink: )
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von redlock
#177629
Ich finde es schon beachtlich -- und witzig, dass eine kleine, mittlerweile eingestellte 15 teilige US TV Serie soviele Emotionen und Diskussionen verursachen kann :lol:

Locker bleiben Leute :wink:

Ep. 108: 7 von 10 Punkten

Ep. 109: 8 von 10 Punkten
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von AlphaOrange
#177633
RickyFitts hat geschrieben:Natürlich sind Genrebezeichnungen keine absoluten Größen und die Grenzen sehr fließend. Allerings lassen sich die meisten doch recht klar abtrennen und bei fast allen Serien ein bis zwei weit überwiegende Schwerpunkte finden.
Das stimmt natürlich.
Das lässt sich bei Surface genauso machen, denn das ist für mich im Kern Fantasy.
Da gibt es für mich zahlreiche Serien, bei denen das schwerer festzumachen ist:
- The Dead Zone: Mystery, Fantasy oder doch eher hauptsächlich Drama-Serie?
- Battlestar Galactica: zunächst mal glasklar SciFi, aber wieviel SciFi steckt da eigentlich wirklich drin?
- und natürlich Lost: Mystery? Abenteuer? Drama?

Wobei du recht hast, Drama ist in er Tat ziemlich Wischi-Waschi und ist eigentlich in jeder Serie enthalten.
RickyFitts hat geschrieben:
AlphaBolley hat geschrieben:hat bei Akte X erwartet, Folge für Folge große Teile der Mythologie enträtselt zu bekommen, das Schema Stand-Alone-Mystery mit eingeschobenen Mythologie-Episoden war allen klar.
Sprich da bitte nur für dich selbst. Ich habe drauf gewartet und wurde immer wieder schwer enttäuscht.
Na gut, dann spreche ich zumindest für mich.
Ich meine es auch eher vom konzeptionellen Standpunkt aus.
Was die Ausführung angeht hat man die Mythologie ziemlich verbockt.
RickyFitts hat geschrieben:Zustimmung. Der Schwarm hat am Ende weitgehend enttäuscht. Das Finale auf dem Flugzeugträger war in Anbetracht des hervorragenden Gesamtkonzepts mehr als platt. Auch die Charaktere hatten wenig Tiefgang und waren überwiegend Stereotypen.
Eben.
Die ersten 400 Seiten, insbesondere das letzte Viertel davon, zieht so unerbittlich an der Spannungsschraube und ist derart genial geschrieben. Teil 2 bei der Konferenz ist ziemlich lahm und dann ...
versteckter Inhalt:
naja, auf dem Flugzeugträger schien's mir nur noch darum zu gehen, dass möglichst alle Figuren irgendwie ermordet werden und die Auflösung war ziemlich hirnrissig. Das einzig schöne war die parallele Handlung an dieser Insel (hab vergessen welche das war), die mit dem Einschluss des Tauchers in der Höhle einfach abgebrochen und erst im Epilog wieder erwähnt wurde, was mir völlig unverständlich war
RickyFitts hat geschrieben:Alllerdings gibt es schon ein paar davon:

Prey - hier war es im Grunde ein ganz ähnliches Konzept wie Surface. Neue Spezies taucht auf und der Mensch ist nicht mehr die Spitze der Evolutionsleiter und droht wie einst der Neandertaler vom neuen Menschen verdrängt zu werden. Leider nach einer Staffel eingestampft. Das Potential in diese Richtung war aber absolut gegeben.
Prey hab ich leider nie gesehen, kann ich nicht drüber urteilen.
RickyFitts hat geschrieben:Alias - Hätte man leicht über die verschiedenen Syndikate, Geheimdienste oder all die vielen Atombomben, die da im Laufe der Zeit so umgingen in diese Richtung lenken können. Oder aber man löst die Rambaldi Story in so eine Richtung auf.
Immerhin hat man bei Alias ordentlich Mut bewiesen, als mitten in der zweiten Staffel SD-6 ausgehoben und der Serie damit ihre gesamte gewohnte Grundlage entzogen wurde. Das hat mich damals sehr überrascht und war sicher nicht ohne Risiko.
Leider hab ich auch Alias nicht weiter und auch in den ersten Staffeln nicht allzu intensiv verfolgt.
RickyFitts hat geschrieben:24 - Ist in meinen Augen sogar sehr nahe dran das zu erfüllen, aber da fehlt in letzter Sekunde immer ein bisschen der Mut es noch weiter zu treiben. Zb in der letzten Staffel die vielfachen Kernschmelzen. Da hätte man leicht ein paar davon hochgehen lassen können und die Südstaaten samt Mexiko verstrahlen lassen. Das wäre dann in der nächsten Staffel eben immer noch Katastrophengebiet, was dem düsteren Stil der Serie keinen Abbruch getan hätte.
Hier muss ich erstmal das gleiche loswerden: bin Mitte der dritten Staffel ausgestiegen, weil's mich gelangweilt hat und die Serie ohnehin nicht ganz meinen Geschmack traf.
Davon abgesehen würde ich 24 so ein tiefgreifendes Ereignis, welches die ganze Menschheit betrifft, am ehesten zutrauen. Auch wenn man schauen müsste, inwiefern die Auswirkung wirklich Herausforderungen beim Storydesign nach sich ziehen würden.

Trotz allem bleib ich dabei: ich mag zwar solche gravierenden Eingriffe selber, da ich ein Fan tiefst-düsterer Atmosphäre bin, aber wirklich mutig finde ich es nicht, wenn man seine Phantasiewelt umwirft, wenn die Geschichte doch weiterhin kalkulierbar ist.

Hätte Surface weitergemacht auf der Grundlage, dass die Welt von der Bedrohung weiß, was hätte sich geändert? Miles hätte wahrscheinlich wieder darum kämpfen müssen, bei seinen Tierchen zu sein. Laura und Rich hätten sich weiterhin so unvernünftig benommen wie bisher. Die Story um die Verschwörer wäre intensiver geworden, so wie es für S2 beabsichtigt gewesen wäre.
Aber die Serie hätte keine Probleme im Erzählen gehabt, die Grundlage wäre die gleiche geblieben. Da finde ich Umstürze wie bei Alias mutiger.
AlphaBolley hat geschrieben: Eben das sehe ich ein bisschen kritisch. Da strudelt sich mal ein Loch in einen See. Da gibt es unterirdische Städte. Ein Mensch auf dem Grund, Klimaveränderungen, komische Pflanzen etc. aber es wird uns ohne jegliche Erklärung vorgeworfen (okay, Fischbestände und Gewitter sind auf die Kreaturen zurückzuführe). Das dürfte allerdings eher mit der Prolog-haftigkeit zusammenhängen als damit, dass die Macher keinen Plan haben. Lost hat mich gelehrt, dass man da nicht zu vorschnell urteilen sollte.
RickyFitts hat geschrieben:Ich halte es eher für wahrscheinlich, dass einem jetzt schon einige Brocken als Andeutung auf die späteren Entwicklungen hingeworfen werden, die sich später immer mehr zusammenfügen. Ich denke schon, dass sie dahinter ein gutes Konzept haben.
Wie gesagt: ich hatte in dieser Beziehung ein grundsätzliches Misstrauen, das ich aber langsam aufgebe.
Hab ein Interview mit dem Macher gelesen und er schien doch schon konkrete Vorstellungen zu haben.
Nur weiß ich nicht, wieso viele die schnelle und antwortreiche Entwicklung Surface's bejubeln, wo ich eigentlich keine Antworten sehe.
RickyFitts hat geschrieben:Sicher eine Lehre, die viele Autoren aus Chris Carters totaler Verzettelung bei Akte X gezogen haben (ja, ich reite nochmal drauf rum :wink: )
Na jut, kommen wir nochmal darauf zurück.
Ich gebe dir ja völlig recht. Chris Carter hat sich unglaublich verzettelt und das sogar jahrelang. Aber das hat nix mit dem Konzept von Akte X zu tun, sondern dass man offenbar mit der Devise "wird schon passen" an die Arbeit ging - und dann hat am Ende gar nichts mehr gepasst.
Da fehlten dann am Ende teilweise Lösungen, weil man sich jeglichen Ausweg verbaut hatte (die Heilung für Krebs, die der Raucher weggeworfen hat) oder Sachen, die schlicht und ergreifend doppelt und dreifach mt verschiedenen Antworten gelöst wurden, weil man offenbar völlig den Faden verloren hatte (was ist denn nun mit Samantha passiert? Wurde sie geklont ("Die Kolonie")? Ist sie als Pfand bei den Aliens ("Zwei Väter"/"Ein Sohn")? Wurde sie ermordet ("Sternenlich")? )
redlock hat geschrieben:Ich finde es schon beachtlich -- und witzig, dass eine kleine, mittlerweile eingestellte 15 teilige US TV Serie soviele Emotionen und Diskussionen verursachen kann :lol:

Locker bleiben Leute :wink:
Wir bleiben ja locker.

Die Serie ist halt in der Tat etwas besonderes und diskussionswürdiges. Hat halt viele Ansätze zum Diskutieren :D
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von redlock
#177650
@AlphaBolley: Dann bin ich mal gespannt, was passiert wenn Invasion bei P7 startet :D

Leider hat das Besondere und Diskussionswürdige die US Zuschauer nicht in genügender Zahl vor die Glotze gebracht (Platz 53 bei allen Zuschauern mit einem Schnitt von 9,29 Mio.; Platz 70 bei den werberelevanten im Alter von 18-49; die Zielgruppenschwäche hat der Serie wohl hauptsächlich das "Genick gebrochen" :cry:

Off Topic: Das Hauptproblem von The X-Files war, das FOX die Serie bis zum allerletzten auspressen wollte bzw. ausgepresst hat, und man immer wieder noch eine Staffel dranhängen mußte.
Das nicht alle Fragen beantwortet werden/wurden finde ich nicht so schlimm, solange einige beantwortet werden.
Außerdem, zum Zeitpunkt der Einstellung, hatte man ja die Hoffnung auf einen zweiten Film.
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von AlphaOrange
#177663
redlock hat geschrieben:@AlphaBolley: Dann bin ich mal gespannt, was passiert wenn Invasion bei P7 startet :D
Na, da freu ich mich dann schonmal drauf :D

Die Rechte an Treshold hat ProSieben mittlerweile ja auch, oder? Das wird mir als Trekkie doch eine Freude sein, das auseinanderzunehmen ... falls es das verdient hat natürlich.
redlock hat geschrieben:Off Topic: Das Hauptproblem von The X-Files war, das FOX die Serie bis zum allerletzten auspressen wollte bzw. ausgepresst hat, und man immer wieder noch eine Staffel dranhängen mußte.
Stimmt natürlich auch.
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von Confuse
#177694
redlock hat geschrieben:Ich finde es schon beachtlich -- und witzig, dass eine kleine, mittlerweile eingestellte 15 teilige US TV Serie soviele Emotionen und Diskussionen verursachen kann :lol:
Ich finds interessant zum lesen.
Eigentlich schon schade, dass die Serie abgesetzt wurde. Es gäbe noch viel Potenzial.
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von mak
#177715
Confuse hat geschrieben:
redlock hat geschrieben:Ich finde es schon beachtlich -- und witzig, dass eine kleine, mittlerweile eingestellte 15 teilige US TV Serie soviele Emotionen und Diskussionen verursachen kann :lol:
Ich finds interessant zum lesen.
Jep, allerdings hat sich die Diskussion IMO mittlerweile etwas zu stark vom ursprüngelichen Thema entfernt.
Confuse hat geschrieben:Eigentlich schon schade, dass die Serie abgesetzt wurde. Es gäbe noch viel Potenzial.
IMO hätte man die Serie von Anfang an als Miniserie planen sollen. Die Premise finde ich schon recht begrenzt und mit Charakterentwicklungen hält sich die Serie auch nicht auf.
Letztlich hat es die Serie, genauso wie die anderen Produkte des Erfolgs von "Lost", nicht geschafft ein ausreichend großes Publikum zu finden.
Ich hoffe das wird diese Season etwas besser. Da gibt es ja auch wieder eine starken Serientrend... :roll:
von Pumàh
#177741
Und der wäre ^^ ? :)
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von RickyFitts
#177755
mak hat geschrieben: Letztlich hat es die Serie, genauso wie die anderen Produkte des Erfolgs von "Lost", nicht geschafft ein ausreichend großes Publikum zu finden.
1. Surface ist sicher kein "Produkt des Erfolges von Lost". Die Planungs und Preproduction Phase so einer Serie dauert sehr lange. Surface war schon auf dem Weg, da war der Erfolg von Lost noch gar nicht absehbar. Außerdem ist thematisch viel zu weit entfernt, um glaubhaft andeuten zu können Surface würde auf der Erfolgswelle von Lost schwimmen.

2. Surface hatte ja ein mehr als ausreichend großes Publikum. Es lag auf seinem Progammplatz sogar über dem bisherigen Schnitt des NBC Programms. Das größte Rätsel bleibt bei allen Fans weiterhin, warum der Sender eine Serie mit guten Quoten abgesetzt hat.
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von mak
#177759
RickyFitts hat geschrieben:
mak hat geschrieben: Letztlich hat es die Serie, genauso wie die anderen Produkte des Erfolgs von "Lost", nicht geschafft ein ausreichend großes Publikum zu finden.
1. Surface ist sicher kein "Produkt des Erfolges von Lost". Die Planungs und Preproduction Phase so einer Serie dauert sehr lange. Surface war schon auf dem Weg, da war der Erfolg von Lost noch gar nicht absehbar. Außerdem ist thematisch viel zu weit entfernt, um glaubhaft andeuten zu können Surface würde auf der Erfolgswelle von Lost schwimmen.
Ohne den Erfolg von "Lost" wäre die Serie aber evtl. gar nicht erst ins Lineup gekommen, genauso wie "Threadshold", "Invasion" und Co.
NBC ist nicht gerade für SF-Serien bekannt.
RickyFitts hat geschrieben:2. Surface hatte ja ein mehr als ausreichend großes Publikum. Es lag auf seinem Progammplatz sogar über dem bisherigen Schnitt des NBC Programms. Das größte Rätsel bleibt bei allen Fans weiterhin, warum der Sender eine Serie mit guten Quoten abgesetzt hat.
Wenn ich mir die Zahlen von redlock ansehe erscheinen die mir nicht besonders gut. Besonders in der Zielgruppe waren die Zahlen einfach zu schlecht und die Serie ist sicher nicht billig.

OT:
kayoo! hat geschrieben:Und der wäre ^^ ? :)
Thrillerserien. Da wären...
Traveler (ABC)
Day Break (ABC)
The Nine (ABC)
Kidnapped (NBC)
Vanished (FOX)
Runaway (The CW)
Ich denke zur Midseason wird 1/3 der Serie weg vom Fenster sein und bis zum Ende der Season sind auch gut 2/3 oder sogar noch mehr möglich. So viel Bedarf besteht da nähmlich IMO nicht, zumal es auch noch jede Menge andere neue Arc-Serie gibt.
von Pumàh
#177776
Also ich bin auch der Meinung, dass aus Surface was hätte werden können. Gab es denn irgendein Statement vom Sender, warum die Serie bei überdurchschnittlichen MA% abgesetzt wurde?
von scoob
#177784
Die Produktionskosten von "Surface" waren NBC zu hoch, daher wurde die Serie eingestellt.
von nop
#177833
Wen es interessiert, weil lang:

Die für NBC-Verhältnisse guten Quoten sind nach der 5-wöchigen Winterpause abgesackt. Surface startete bereits mit der 11. Folge vorzeitig am 2. Januar, hatte dann eine weitere Unterbrechung kurz später und sackte zwischenzeitlich auf den 4. Platz auf seinem Sendeplatz. Das Finale sahen schliesslich 9.6 Mio. Zuschauer. Von den Quoten fehlte nicht wirklich viel und hätte ggf. auch reichen können.

Für eine Serie, die auf der jeweils vorherigen Folge aufbaut, sind Unterbrechungen Gift für die Quoten. "24" wird bspw. in einem Rutsch gesendet. Surface wurde auch offiziell nicht nach seiner letzten Ausstrahlung im Februar beendet, sondern erst im Mai, also nach Bekanntgabe des Herbst-Serien-Aufgebots.

Platz 70 klingt viellleicht schlecht, aber gegen Monsterquoten von Reality-TV-Serien und Quiz-Shows kann keine Autoren-Serie auf keinem Sender mithalten. Und gegenüber (SciFi-) Serien auf kleineren Sendern, die verlängert wurden, steht Surface ohnehin unangefochten dar.

Der Pilot von Surface wurde von US-Kritikern fast einhellig in Grund und Boden gestampft und die Serie danach in den einschlägigen Medien komplett totgeschwiegen. Überhaupt wurde Surface, wie auch Threshold und Invasion als Lost-Clone beschrieben, was mehr als schwachsinnig ist. Als dann das freundlich kritisierte Threshold vorzeitig abgesetzt wurde und das ebenfalls besser kritisierte Invasion nicht verlängert wurde, poppten vereinzelt Kritiken auf, die die Serie Surface deutlich positiver beurteilten.

Die Produktionskosten von Surface waren zwar angeblich hoch (die vom Moderator angegebene Erklärung "zu teuer" zur Nichtverlängerung habe ich nie offiziell irgendwo lesen können), aber halboffiziell (http://www.TV-Guide.com) wurde geschrieben, dass NBC jede Menge neuer Serien in der Hinterhand hatte, mit denen sie hoffen, besser dazustehen. Vermutlich deshalb auch die offizielle Entscheidung erst im Mai, da dann die Befragungs-Ergebnisse der Piloten der neuen Serien vorliegen. Vermutlich war auch das Konzept für die 2. Staffel entweder zu teuer oder man erhoffte sich keinen Zuschauergewinn, zumal eine neue Serie in jedem Fall mehr Presse bekommt als eine verlängerte Serie, die eh kaum ein Kritiker mehr schaut.
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von mak
#177859
nop hat geschrieben:Die für NBC-Verhältnisse guten Quoten sind nach der 5-wöchigen Winterpause abgesackt. Surface startete bereits mit der 11. Folge vorzeitig am 2. Januar, hatte dann eine weitere Unterbrechung kurz später und sackte zwischenzeitlich auf den 4. Platz auf seinem Sendeplatz. Das Finale sahen schliesslich 9.6 Mio. Zuschauer. Von den Quoten fehlte nicht wirklich viel und hätte ggf. auch reichen können.
Ich denke darüber zu diskutieren ist relativ sinnlos. Die Absetzung war vielleicht nicht unbedingt nötig, aber das angesichts der Quotenaussichten durchaus verständlich.
nop hat geschrieben:Für eine Serie, die auf der jeweils vorherigen Folge aufbaut, sind Unterbrechungen Gift für die Quoten. "24" wird bspw. in einem Rutsch gesendet.
Bei "24" würde das aber IIRC erst in der 4. Staffel eingeführt.
nop hat geschrieben:Surface wurde auch offiziell nicht nach seiner letzten Ausstrahlung im Februar beendet, sondern erst im Mai, also nach Bekanntgabe des Herbst-Serien-Aufgebots.
IIRC würden doch die Episodenbestellung gekürzt. Da war das Ende ja schon absehbar.
nop hat geschrieben:Platz 70 klingt viellleicht schlecht, aber gegen Monsterquoten von Reality-TV-Serien und Quiz-Shows kann keine Autoren-Serie auf keinem Sender mithalten. Und gegenüber (SciFi-) Serien auf kleineren Sendern, die verlängert wurden, steht Surface ohnehin unangefochten dar.
Mit den Quoten von Cable Serien kann man die von "Surface" ja wohl schlecht vergleichen.
nop hat geschrieben:Der Pilot von Surface wurde von US-Kritikern fast einhellig in Grund und Boden gestampft und die Serie danach in den einschlägigen Medien komplett totgeschwiegen.
IMO war er nicht wirklich interessant. Wäre nicht gerade Sommer hätte ich wahrscheinlich nicht weitergeschaut.
nop hat geschrieben:Überhaupt wurde Surface, wie auch Threshold und Invasion als Lost-Clone beschrieben, was mehr als schwachsinnig ist. Als dann das freundlich kritisierte Threshold vorzeitig abgesetzt wurde und das ebenfalls besser kritisierte Invasion nicht verlängert wurde, poppten vereinzelt Kritiken auf, die die Serie Surface deutlich positiver beurteilten.
Ich habe auch schon einige positive Kritiken für "Invasion" und "Threshold" gesehen. Insgesamt dürfte sich das wohl die Waage halten.
Mit dem Lost-Vergleich mussten ja alle Leben und das IMO auch zurecht. Jahrelang gab es fast gar keine SF-Serien auf den Networks und nach dem Erfolg von "Lost" auf einmal so viele? Das ist sicher kein Zufall.
nop hat geschrieben:Die Produktionskosten von Surface waren zwar angeblich hoch (die vom Moderator angegebene Erklärung "zu teuer" zur Nichtverlängerung habe ich nie offiziell irgendwo lesen können), aber halboffiziell (http://www.TV-Guide.com) wurde geschrieben, dass NBC jede Menge neuer Serien in der Hinterhand hatte, mit denen sie hoffen, besser dazustehen.
Jep, ich denke diese Season hat NBC die vielversprechensten Serien.
nop hat geschrieben:Vermutlich deshalb auch die offizielle Entscheidung erst im Mai, da dann die Befragungs-Ergebnisse der Piloten der neuen Serien vorliegen. Vermutlich war auch das Konzept für die 2. Staffel entweder zu teuer oder man erhoffte sich keinen Zuschauergewinn, zumal eine neue Serie in jedem Fall mehr Presse bekommt als eine verlängerte Serie, die eh kaum ein Kritiker mehr schaut.
So richtig interessiert hat die Absetzung wohl niemanden. Zumindest gab es keine großen Aufschreie aus einschlägigen Seiten wie bei z.B. der Absetzung von "Arrested Development", "Deadwood" oder "Everwood".
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von AlphaOrange
#177906
mak hat geschrieben:
nop hat geschrieben:Surface wurde auch offiziell nicht nach seiner letzten Ausstrahlung im Februar beendet, sondern erst im Mai, also nach Bekanntgabe des Herbst-Serien-Aufgebots.
IIRC würden doch die Episodenbestellung gekürzt. Da war das Ende ja schon absehbar.
Es deutete sich zumindest an.
Die Gründe für die Kürzungen lagen darin, dass... hmm... ich hab irgendwas mit Olympia-Übertragungen im Kopf, aber das macht keinen Sinn. Oder waren da Winterspiele? Auf jeden Fall wurde der Sendeplatz anderweitig benötigt.
Bis zur endgültigen Absetzung gab es durchaus noch einige hoffnungsvolle Stimmen. Mehr zumindest als bei anderen verdammten Serien.
mak hat geschrieben:
nop hat geschrieben:Der Pilot von Surface wurde von US-Kritikern fast einhellig in Grund und Boden gestampft und die Serie danach in den einschlägigen Medien komplett totgeschwiegen.
IMO war er nicht wirklich interessant. Wäre nicht gerade Sommer hätte ich wahrscheinlich nicht weitergeschaut.
Da kann ich dir nur zustimmen.
Dass der Pilot böse Kritik abbekommen hat, ist nur zu gut verständlich.
mak hat geschrieben:
nop hat geschrieben:Überhaupt wurde Surface, wie auch Threshold und Invasion als Lost-Clone beschrieben, was mehr als schwachsinnig ist. Als dann das freundlich kritisierte Threshold vorzeitig abgesetzt wurde und das ebenfalls besser kritisierte Invasion nicht verlängert wurde, poppten vereinzelt Kritiken auf, die die Serie Surface deutlich positiver beurteilten.
Ich habe auch schon einige positive Kritiken für "Invasion" und "Threshold" gesehen. Insgesamt dürfte sich das wohl die Waage halten.
Mit dem Lost-Vergleich mussten ja alle Leben und das IMO auch zurecht. Jahrelang gab es fast gar keine SF-Serien auf den Networks und nach dem Erfolg von "Lost" auf einmal so viele? Das ist sicher kein Zufall.
Das sicher nicht. Du hast schon rechtdamit, dass diese Serien es ohne Lost wahrscheinlich nicht ins Line-Up geschafft hätten.
Aber nop schreibt von "Lost-Klonen" und das sind Surface & co. nun wahrlich nicht.
mak hat geschrieben:So richtig interessiert hat die Absetzung wohl niemanden. Zumindest gab es keine großen Aufschreie aus einschlägigen Seiten wie bei z.B. der Absetzung von "Arrested Development", "Deadwood" oder "Everwood".
Nun ja, Surface hat auch nicht einmal seinen ersten Geburtstag erlebt, da fällt das Geschrei meist noch etwas geringer aus.
Von den Kampagnen für einen Abschlussfilm hab ich nach der Absetzung aber dennoch des Öfteren gelesen.
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von mak
#177908
AlphaBolley hat geschrieben:
mak hat geschrieben:
nop hat geschrieben:Surface wurde auch offiziell nicht nach seiner letzten Ausstrahlung im Februar beendet, sondern erst im Mai, also nach Bekanntgabe des Herbst-Serien-Aufgebots.
IIRC würden doch die Episodenbestellung gekürzt. Da war das Ende ja schon absehbar.
Es deutete sich zumindest an.
Die Gründe für die Kürzungen lagen darin, dass... hmm... ich hab irgendwas mit Olympia-Übertragungen im Kopf, aber das macht keinen Sinn. Oder waren da Winterspiele? Auf jeden Fall wurde der Sendeplatz anderweitig benötigt.
Ich bezweifele irgendwie dass das der wirklich Grund war.
AlphaBolley hat geschrieben:Das sicher nicht. Du hast schon rechtdamit, dass diese Serien es ohne Lost wahrscheinlich nicht ins Line-Up geschafft hätten.
Aber nop schreibt von "Lost-Klonen" und das sind Surface & co. nun wahrlich nicht.
Aber im weitesten Sinne eben "Lost" ähnlicher als die meisten anderen Serien die bei den Networks laufen.
AlphaBolley hat geschrieben:
mak hat geschrieben:So richtig interessiert hat die Absetzung wohl niemanden. Zumindest gab es keine großen Aufschreie aus einschlägigen Seiten wie bei z.B. der Absetzung von "Arrested Development", "Deadwood" oder "Everwood".
Nun ja, Surface hat auch nicht einmal seinen ersten Geburtstag erlebt, da fällt das Geschrei meist noch etwas geringer aus.
Von den Kampagnen für einen Abschlussfilm hab ich nach der Absetzung aber dennoch des Öfteren gelesen.
Bei "Invasion" war der Aufschrei aber soweit ich das gesehen habe größer.
Aber auch da glaube ich nicht an eine Abschlussfilm. Da halte ich eine "Commander In Chief"-Film oder gar eine "Arrested Development"-Film sogar noch für wahrscheinlicher. Gott sei Dank lässt HBO die "Deadwood"-Fans nicht völlig hängen.
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von redlock
#177947
NBC hatte einfach kein Vertrauen mehr in die Serie.
von Pumàh
#178000
Markus hat geschrieben:Die Produktionskosten von "Surface" waren NBC zu hoch, daher wurde die Serie eingestellt.
Hätte man die nicht einfach etwas runterfahren können? Also wenigstens eine 2. Staffel um die Fragen aus der 1. zu beantworten wäre NBC den Fans schuldig gewesen, dann hätte man immer noch mit der 2. Staffel abschließen können, da gäbe es wenigstens 2 Staffeln... :x
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von AlphaOrange
#178002
kayoo! hat geschrieben:
Markus hat geschrieben:Die Produktionskosten von "Surface" waren NBC zu hoch, daher wurde die Serie eingestellt.
Hätte man die nicht einfach etwas runterfahren können?
Eine zweite Staffel wäre natürlich schön gewesen, aber es gibt da leider ausreichend Beispiele von Serien mit zusammengestrichenen Budgets, die mich froh machen, dass es keine Billigversion einer zweiten Staffel gibt.
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von RickyFitts
#178016
AlphaBolley hat geschrieben: Eine zweite Staffel wäre natürlich schön gewesen, aber es gibt da leider ausreichend Beispiele von Serien mit zusammengestrichenen Budgets, die mich froh machen, dass es keine Billigversion einer zweiten Staffel gibt.
Zum Beispiel?
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von mak
#178017
RickyFitts hat geschrieben:
AlphaBolley hat geschrieben: Eine zweite Staffel wäre natürlich schön gewesen, aber es gibt da leider ausreichend Beispiele von Serien mit zusammengestrichenen Budgets, die mich froh machen, dass es keine Billigversion einer zweiten Staffel gibt.
Zum Beispiel?
"Sliders" nach dem Wechsel von FOX zu Sci Fi, wobei es da eigentlich schon nach dem Ausstieg von John Rhys-Davies bergab ging.
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