US-Fernsehen (inklusive Season- und Pilot-Reviews), britisches Fernsehen etc.
#1533289
Chernobyl (HBO/Sky)

Eins gleich vorne weg. Diese fünfteilige (jeweils ca. 60 Min. Laufzeit) Miniserie ist keine leichte Kost oder was für ''Zwischendurch.'' ''Chernobyl'' ist eine ganz harte Sache. Nach dem Ende jeder Folge musste ich tief durchatmen bzw. ganz, ganz tief durchatmen (Folge 1, 2, 5).
Es war spannend, packend, fesselnd, ergreifend, aber auch verstörend und mehr als einmal emotional ziemlich anstrengend.
Die Miniserie zeigt wie es zur Katastrophe kam und was dann folgte. Die Tragödie war so nur im real existierenden Sozialismus der Sowjet Union möglich. Gleichzeitig lag's aber auch an Sachen die universell und zeitlos sind. Andererseits, die Aufräumarbeiten waren so auch nur in der UdSSR möglich (mal eben 600.000 Arbeiter an die radioaktive Front zwangsverpflichten).
Die Darsteller -- fast alles Briten -- sind klasse. Besonderes Lob verdient die Maske. Die Darstellung der Strahlenopfer...Hui. Auch die Location ist beeindruckend. Das sieht alles verdammt real aus. Bei einigen der Hubschrauberszenen frage ich mich, ob es CGI oder tatsächlich Originalaufnahmen waren.
Alles in allem, ''Chernobyl'' ist eine der TV Produktionen des Jahres 2019 die man nicht nur gesehen haben sollte, sondern muss.
Zwei Sachen haben mich leicht genervt (die Ehefrau des Feuerwehrmanns; ''animal control''), so dass es am Ende nicht zur absoluten Höchstnote reicht, aber zu den von mir selten vergebenen 9/10
#1533292
Chernobyl (HBO/Sky)

Ich kann mich da nur anschließen. Ich war zu Beginn doch sehr skeptisch, was diese Serie anging. Dachte, dass das ein wirklich langweiliger und schlechter Kurzschmöker wird, durch den man sich durchquälen muss.
Bei solchen one-time-Events hab ich oft das Problem, dass nur dieses punktuelle Event total interessant ist und alles drum rum dann mit dazu gebastelt wird, um den Rest der Zeit zu füllen.
In dem Fall geht es mir dann auch wie Redlock, dass ich die Story um den Feuerwehrmann und seine Frau einfach nicht sehr spannend fand.
Chernobyl schafft es aber diese Katastrophe und deren Auswirkungen wie die Aufräumarbeit und die damit verbundene Politik und Hindernisse spannend und interessant einzubinden, sodass die 5 Folgen sich nur mit wenigen Schwächen auf einem hohen Niveau bewegen.
Dabei sind gerade die ersten beiden Folgen, die während bzw. kurz nach der Katastrophe spielen, das absolute highlight. Folge 3 und 4 haben dann einen teilweise leichten Flow nach unten, punkten aber mit guter Story über die Rekonstruktion des Events. Als weitern Höhepunkt empfand ich dann auch nochmal Folge 5, welches atmosphärisch so spannend und bedrückend war und auch ein leicht trauriges Ende mit sich bringt, was die Ernsthaftigkeit der Serie und auch die furchtbaren Zustände in der Sowjetunion hervorragend einfängt.

Alles in allem ist Chernobyl zusammen mit Bands of Brothers für mich die beste Miniserie, die ich je gesehen habe.

9/10
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von Neo
#1533549
Chernobyl (HBO/Sky)

Da kann man wirklich nicht viel meckern. Das war ungeschönt, nicht zu sehr aufgeblasen, gerade was die einzelne Stränge und die Damaturgie betrifft, und einfach toll inszeniert. Klassische HBO-Serie!
Ich fand die Charaktere alle toll und die Besetzung sowieso. Besonders Emily Watson und Jared Harris waren perfekt.
Für mich war die vierte Episode am bedrückensten. Gerade das mit den Hunden. Und die Aufnahmen am Ende der Staffel. Auch gut gelöst und viel emotionaler, als man es hätte inszenieren können.
Bin so froh, dass man das auf 5 Episoden anlegte und nicht noch unsinnig versucht hat irgendwas zu ziehen.

Wäre auch mit 9/10 Punkten dabei.
#1533631
Das Boot [Sky]
Die Serie ist zwar eine deutsche, aber offensichtlich für den internationalen Markt produziert. Das hat Vor- und Nachteile, dazu später mehr.
Die erste Staffel verfolgt zwei Haupthandlungsstränge. Zum einen die Geschehnisse an Bord von U-612 und eine Spionage-Story in La Rochelle. Letztere ist eindeutig eine Anbiederung an ein internationales Publikum. Eine deutsche Übersetzerin, ihr Bruder ist Funker an Bord der U-612, tritt ihren Posten beim deutschen Flottenkommando in La Rochelle an. Der Chef der Geheimpolizei wirft sofort ein Auge auf sie und durch einen Zufall stolpert sie über die französische Widerstandsbewegung, die von einer Amerikanerin angeführt wird. Fortan sitzt die Übersetzerin zwischen den Stühlen.
Parallel dazu hat die U-612 einen Geheimauftrag und an Bord gibt es die U-Boot Film typischen Probleme.

Die Serie gibt es in zwei Versionen. Eine mit Komplettsynchro und eine mit Landessprachen. Die mit Landessprache habe ich geguckt. Primär wird Deutsch gesprochen, aber die Franzosen sprechen Französisch und die Amerikaner Englisch. Albern wird es, wenn die Amerikaner sich mit den Franzosen in ihren jeweiligen Landessprachen unterhalten und die sich offenbar verstehen, obwohl keiner die jeweils andere Sprache beherrscht.

Der Part auf dem U-Boot ist der deutlich interessantere, aber durch die hohe Aufmerksamkeit für den Spionage-Part, wird der nicht ausreichend beleuchtet.

Für deutsches TV war das spitze, insgesamt aber nur ganz ordentlich. Da war sicherlich mehr drin. Ich bin mal gespannt, wie es in S2 weitergehen wird.

7/10
#1533716
Black Mirror - Staffel 4
6,5/10
Review siehe hier: viewtopic.php?f=17&t=18339&start=75#p1533427

Black Mirror - Staffel 5
5/10
Review siehe hier: viewtopic.php?f=17&t=18339&start=75#p1533598


Better Call Saul - Staffel 4

Bin etwas überrascht, dass es hier offenbar noch keine Reviews zur vierten Staffel gibt. Dabei empfand ich die als nicht minder sehenswert als die vorherigen Durchgänge, auch wenn ich nach Chucks Tod und einem etwas holprigen Auftakt in diesen Durchgang zunächst etwas skeptisch war. Aber Jimmy McGills Weg zum schmierigen Anwalt Saul Goodman wird hier konsequent, mit großer Ruhe und vielen Zwischentönen weitererzählt, wie man es von diesem Franchise seit Jahren gewohnt ist. Die erste Staffelhälfte (bzw. die ersten sechs Folgen) lassen sich mitunter etwas arg viel Zeit dabei und können nicht zu jeder Zeit die Spannung aufrecht halten, aber hintenraus wird man mit zwei exzellenten Folgen belohnt, die mehrere preiswürdige Szenen mit tollen darstellerischen Darbietungen auffahren.

Und mit dem deutschen Ingenieur Werner und dem Salamanca-Mitglied Lalo hat BCS auch zwei neue Charaktere etablieren können, die zumindest in der Summe in der Lage sind, den Verlust von Jimmys Bruder aufzufangen (wobei dieser trotzdem noch mehrfach zu sehen ist). Vor allem Lalo ist für mich ein echter Gewinn, da für mich die Salamanca-Storyline schon in BB nie die spannendste war und ich bei BCS große Probleme damit habe, mich für Nachos und Don Hectors Schicksal auch nur ansatzweise zu interessieren. Bei diesem neuen Charakter könnte ich mir vorstellen, dass er mich etwas näher an dieses "Beiwerk" heranführt.

Bin gespannt, wie viele Staffeln es noch geben wird, nach meinem Gefühl sollte man langsam mal dem Ende dieses BB-Prequels näherkommen - nicht, weil ich einen absteigenden Ast ausgemacht habe, sondern weil ich mir wünsche, dass das Format ähnlich rund und uneingeschränkt sehenswert bleibt wie das große Vorbild.

Episodenwertungen:
F1: 7/10 / F2: 8 / F3: 8 / F4: 7 / F5: 8 / F6: 7 / F7: 8 / F8: 8 / F9: 9 / F10: 10

Gesamtwertung Staffel 4: 8/10

Staffel 3: 8/10
Staffel 2: 8,5/10
Staffel 1: 9/10


Fohlen
#1533717
Ozark: S2 [Netflix]
Die Serie ist eine der großen Profiteure der heutigen Zeit. Der Produktionsaufwand ist relativ gering, aber Jason Batemans Serie hat gute Drehbücher und einen fantastischen Cast, so dass man unterm Strich eine durchweg spannende Serie geboten bekommt. Im Grunde guckt man Jason Bateman und der herausragenden Laura Linney dabei zu, wie sie von Folge zu Folge Bälle jonglieren und irgendwie versuchen die zahlreichen Hindernisse zu umschiffen, die ihr Leben bedrohen.
Immer wenn ein Problem gelöst ist, taucht mindestens ein neues auf.
Der Look mit dem dunklen Blaufilter ist sicherlich nicht jeder Manns Sache, aber mich stört er auch nicht.
8/10
#1533815
Hanna Svensson -- Blutsbande (ZDF)
Englischer Titel: ''Before We Die''


Zehnteiliges (beim ZDF zu fünf Teilen zusammengepappt) schwedisches crime drama (10x knapp 55 Minuten bzw. 5x knapp 145 Min.) von 2017; mit internationaler Unterstützung produziert.
Die Serie handelt von einem undercover Einsatz bei einer kroatisch stämmigen crime family in Stockholm, der völlig aus dem Ruder läuft.
Ich fand das Ding sehr spannend und sehr packend. Hab mich prächtig unterhalten.
Der Hauptfall wird abgeschlossen. Aber man lässt eine Sache offen, die als Anknüpfung für eine zweite Staffel dient (habe noch nicht herausgefunden, ob es die gibt).

---->8,5/10

Nachtrag: Yup, Staffel 2 soll 2019 in Schweden laufen.
#1533825
When They See Us [Netflix]
Über die Jahre hatte ich immer mal wieder etwas über die Central Park Five gehört, so dass ich grob wusste, dass hier 5 Teenager unschuldig verknackt wurden und Donald Trump öffentlich die Todesstrafe für die 14-16 jährigen forderte.
Die Miniserie erzählt den Fall nach und einmal mehr muss man sich an den Kopf packen, was für eine Bananenrepublik die USA sind.
Beweise gab es keine, die Geständnisse waren erzwungen und die Widersprüche in den erzwungenen Geständnissen, die den tatsächlichen Tatumständen widersprachen hat man einfach verheimlicht.
In der ersten Folge dreht sich alles um die Verhöre, in der zweiten Episode wird der Prozess behandelt, in der 3. Episode wird das Leben von den 4 jüngsten Teenagern beleuchtet und im 90 minütigen Finale dreht sich alles um den ältesten der Central Park Five.
Stark sind alle Episoden, aber die letzte Folge ist als quasi ein hervorragender Film für sich.

When They See Us ist eine exzellente True Crime Story, bei der wirklich alles passt.
9/10
#1533862
True Detective: S3 [HBO]
Nach einer längeren Pause meldet sich Nic Pizzolatto zurück. Nach der großen und aus meiner Sicht völlig überzogenen Kritik an Staffel 2, ist Season 3 in der Erzählweise etwas konventioneller geworden und bietet erstmals einen Abschluss, der keine Fragen offen lässt.
Die Serie behandelt einen Fall, springt dabei aber zwischen 1980/1997/2019 hin und her. Hier ein dickes Lob an die Maskenbildner und die Schauspieler. Mahershala Ali und Stephen Dorff altern sichtbar, ohne dass es aussieht wie "ältergemacht". Auf der Suche nach einem Kindermörder/Entführer stolpern die beiden Ermittler über so manches Hindernis und man fühlt sich (von der Serie gewollt) an Staffel 1 erinnert. Die Qualität bleibt allerdings unerreicht.
Dennoch ist Pizzolatto hier ein starker Thriller gelungen, der an David Finchers Zodiac erinnert.
Wie schon in der zweiten Staffel haben die ersten beiden Episoden denselben (Film-)Regisseur, diesmal Jeremy Saulnier, anschließend übernehmen erfahrene TV-Director und Pizzolato selbst.
Schön auch zu sehen, dass David Milch als Autor einer Episode auftaucht. Viel mehr als den Deadwood-Film wird man von dem wohl nicht mehr sehen, der hat ja schon ohne Alzheimer 7 Jahren nur noch einen gescheiterten Pilot realisiert.

8/10
#1533883
DARK Staffel 2 (Netflix)

Eine absolute deutsche Top-Serie, die es auch in Season 2 schafft alles sehr spannend zu halten und mich am Display kleben zu lassen. Eigentlich nimmt DARK Staffel 2 alle Stärken aus Staffel 1 mit, was die Serie für mich wieder zu absoluten Top-Bewertungen bringt. Allerdings gibt es da in Staffel 2 nun auch einige kleine Schwächen, die sich zumindest für mich ergeben.

- Die Komplexität läuft mir allmählich aus dem Ruder. Zwar habe ich (noch nicht) die Befürchtung, dass das ähnlich wie bei Lost dazu führt, dass irgendwann vieles unstimmig wirkt, aber dieses ganze hin und her mit 5 Zeitebenen, 2 bis 3 Ichs und auch noch Paralleluniversen, sprengt mir ein bisschen den Kopf, zumal man irgendwie immer noch nicht ganz begreift, wer wo wann was wie welche Dinge verursacht. In jeder Folge kommt mindestens wieder eine neue Figur aus einer Zeitlinie, die eine andere Figur aus einer anderen Zeitlinie überrascht und wieder in eine völlig neue Richtung lenkt.
Das macht zwar auch irgendwo Spaß, aber irgendwann nervt es dann schon ein bisschen.

- Die Figuren haben sich leider nicht so wirklich weiternentwickelt. Schlimmer noch: Die Frauen-Figuren in der Serie finde ich teilweise einfach nur nervig. Martha, ihre Mutter, Hannah oder Claudia Tiedemann. Die Figuren geben mir nichts.
Bei den Männern sieht es da zwar nur bedingt besser aus, aber gerade der Protagonist, Jonas, macht in vielen Folgen große Sprünge in seiner Entwicklung. Von Egon Tiedemann hätte ich mir ein bisschen mehr erhofft. Aber auch
Bartosz oder Magnus sind da lediglich nurBeiwerk und tragen echt sehr wenig bei. Dazu kommt:
Die Tatsache,
versteckter Inhalt:
dass Noah vom mysteriösem Bad Guy, zu einer nutzlosen Spielfigur degradiert wurde, die dann selber stirbt,
empfand ich als wirklichen Verlust für die Serie. Da hätte ich mir wirklich sehr viel mehr erhofft.
Der junge Noah gefällt mir aber ziemlich gut.

Wills jetzt aber auch nicht ewig sch

Von ner ursprünglichen 9 würde ich auf eine 8/10 runter gehen.
Im Winter tue ich mir vielleicht nochmal beide Staffeln hintereinander und vielleicht gefällt es mir dann besser.

Jetzt nur beten, dass es nicht wieder 1 1/2 Jahre braucht, bis eine neue Staffel an den Start kommt.
#1534043
Modern Family: S8
Zu der Serie muss man nicht mehr viel sagen. Die Figuren sind weiterhin sympathisch, es gibt einiges zu lachen und den Autoren gehen die Ideen nicht aus. Erwähnt werden muss für die 8 Staffel allerdings die vielleicht beste Szene aus 8 Jahren Modern Family. Cam und Mitchel in der Episode 8x18 Five Minutes. Die ersten 5 Minuten dieser Episode sind so unglaublich lustig und so voller versteckter Witze, dass wir und die Szene mehrfach ansehen mussten um alles mitzukriegen.
8/10

Bosch: S5
Die 5. Staffel startet mit Bosch Undercover, dann gibt es einen Zeitsprung zurück und man erfährt wie es dazu kam. Wie immer zieht sich hier ein Fall durch die gesamte Staffel und ein bisschen Vergangenheitsbewältigung darf auch nicht fehlen, wenn ein Fall aus Boschs Vergangenheit wieder aufgerollt wird.
8/10
#1534132
The Bold Type -- Staffel 3 (Freeform)

Die Serie müsste ich eigentlich nicht mögen (milde ausgedrückt) wegen der sehr einseitigen politischen und kulturellen Ausrichtung, der völligen Unterwerfung unter den Zeitgeist und der Darstellung von heterosexuellen Männern. ABER, die Geschichten um die drei attraktiven und aufstrebenden twentysomethings in New York City sind einfach zu fesselnd und unterhaltsam. Und meistens kriegen sie immer noch irgendwie die Kurve. Tja, so isses halt.

Für S3: 7,5/10


In the Dark -- Staffel 1 (The CW)

13 Folgen.

Hatte eigentlich (mal wieder) nicht vor die Serie zu gucken. Das laß sich im voraus etwas abstrus an. Aus reiner Neugier den Piloten dann doch angesehen. Der hatte trotz Schwächen was, was mich dran bleiben lies.
Die Staffel läuft zweigleisig. Da haben wir zunächst das Verschwinden eines schwarzen Teenager, der mit unserer blinden Heldin befreundet ist. Die hat ihre Ecken und Kanten ist nicht immer liebenswert. Unsere Heldin ist fest entschlossen ihren Freund (mehr ist er nicht!) zu finden. Dazu haben wir ihre Freunde und Bekannten und deren Probleme und Stress mit Beziehungen und mit unserer Heldin.
Der Krimifall bildet den roten Faden der Staffel und wird in jeder Folge behandelt (er ist keine B-Geschichte). Zur Staffelmitte gibt es eine erste Teilauflösung. Im Staffelfinale wird es komplett aufgeklärt. Ich fand diese Geschichte alles in allem recht gut, trotz ein, zwei ''Arghh Momenten'' gegen Ende.
Aber gleichzeitig endet die Staffel mit fetten Cliffhangern. Es verwundert mich jetzt nicht mehr, dass die Serie eine S2 bekommen hat. So, wie das Staffelfinale endet wäre es als Serienfinale in der gegenwärtigen Medienverwertungslandschaft völlig untauglich. Es musste deswegen es eine S2 geben (über die Episodenanzahl kann man ja reden). Bin gespannt wie unserer Helden aus den Problemen herauskommen.
Der Teil um die Figuren und ihre Probleme war ebenfalls ziemlich unterhaltsam, wenn auch nicht sonderlich ''innovativ.'' Man weiß halt, bei welchem Sender man ist. :grin:

Für S1: 7/10
#1534173
Santa Clarita Diet: S2
Mir gefällt der Humor der Serie. Alles mit Timothy Olyphant ist pures Comedy-Gold. Der stiehlt jede Szene. Das absolute Highlight ist die Deadwood Reunion mit Gerald McRaney. Deren Unterhaltung war einfach brüllend komisch.
Drew Barrymore ist natürlich auch nicht schlecht, aber Olyphant toppt alles. Darüber hinaus trumpft die Serie mit reichlich kreativen Ideen auf.
8/10
#1534234
Grey's Anatomy: S14
Relativ lang war ich hier nah an der Ausstrahlung, irgendwann im letzten Drittel der Staffel, hat sich das dann verloren, so dass ich jetzt erst ein Jahr später, die Staffel beendete.
Nach 14 Jahren hat die Serie keine besonderen Kniffe mehr zu bieten. Es gibt die eine oder andere Highlight-Episode, aber in erster Linie ist die Serie für mich Hintergrundrauschen.
6,5/10
#1534341
Modern Family (S8): Tolle Serie, leider habe ich sie viel zu spät entdeckt. Auch in der achten Staffel noch sehr hohes Niveau, teilweise empfand ich sie sogar als eine Steigerung zu den Staffeln zuvor. 8,5.

What/If (S1): Nicht wirklich schlecht, aber es zieht sich enorm und die - ich nenne es mal - Grundproblematik gibt das eigentlich gar nicht her. Ich weiß nicht wie oft ich gedacht habe, wie einfach dieser ganze Konflikt doch zu lösen gewesen wäre. 6.
#1534346
Colony: S3
Den erzwungenen Umzug der Produktion nach Kanada hat man kreativ noch gut verarbeitet und die Staffel teilt sich in zwei Teile. Wobei sich der zweite organisch aus dem ersten ergibt.
Im zweiten Part wird dann ein neues Setting etabliert und gegen Ende der Staffel offenbart sich den Figuren und damit dem Zuschauer eine neue Perspektive.
Colonys Stärke war es immer, dass man die Geschichte recht schnörkellos und mit hohem Tempo erzählte. Auf große Mysterien oder tollkühne Wendungen und Offenbarungen hat man verzichtet, daran ändert sich auch in der letzten Staffel nichts. Damit war Colony nie herausragend gut, aber immer unterhaltsam.
Ich hätte deshalb gerne eine 4. Staffel gesehen. Nach einem Jahr kann man auch davon ausgehen, dass die Serie nicht mehr gerettet wird. Das ist zum einen bitter, weil die Serie nicht schlecht war und zum anderen, weil der Cliffhanger nicht fetter hätte sein können.
Dabei geht es mir weniger um die offene Zukunft der Figuren, wobei die schon heftig ist, sondern primär darum, dass die Serie die Hauptstoryline mit dem Finale deutlich vorantreibt und auf eine neue Stufe hebt. Eine Stufe, auf die die Serie 3 Staffeln hinarbeitete und deren Weiterführung oder gar Auflösung nie kommen wird.
Als würde man eine Erzählung über den Zweiten Weltkrieg mit dem Beginn des D-Days beenden oder eine Geschichte über den Trojanischen Krieg mit der Entdeckung des Holzpferdes.
Das Ende ist somit nicht nur traurig, sondern ein absolutes Ärgernis, weil man quasi 3 Jahre "verschwendet" hat.

Die Staffel für sich bewertet, war weitestgehend auf dem Niveau beiden Vorgänger und so werde ich das dann auch bewerten und keine Abzüge für den Cliffhanger geben.
7/10

The Man In The High Castle: S3
Die 3. Staffel fand ich schwächer als die beiden Staffeln davor. Aber unterm Strich war das immer noch ordentlich. Meines Erachtens verliert sich die Serie ein wenig zu sehr in Nebenschauplätzen. Wenn die Frau des Reichsmarschalls zum Psychologen geht, dann ist das zwar für die Beziehung der beiden wichtig, aber um das sinnvoll zu beleuchten, müsste die Serie tiefgründiger sein. Die Serie möchte das aber gar nicht und dann ist so eine Tiefe, in der jeder stehen kann, eher langweilig. Generell wirkt die 3. Staffel ein wenig so als wolle man die Story strecken, denn wirklich voran ging es nicht.
Mit der kommenden 4. Staffel bekommt die Serie dann aber ihr geplantes Ende.
7/10
#1534545
Stranger Things - Season 3 (Netflix)

Ich war doch ein bisschen skeptisch, weil ich eigentlich das Gefühl hatte, dass die Story auserzählt ist. Season 3 hat es aber dennoch geschafft mit ein oder zwei neuen Figuren, parallel laufenden Handlungssträngen und auch
versteckter Inhalt:
ein bisschen zart bitterem Verlustschmerz
, die Staffel auf einem konstanten, spannenden Niveau zu halten.
Als negativ empfand ich lediglich diese ganze Russengeschichte und über weite Strecken auch dieses Teeny-Love-Geplänkel zwischen Mike und Elfi. Letzteres hätte man ruhig einschränken dürfen. :/
Das Ende fühlte sich jetzt nicht wie ein Ende an, mit der man die Serie stehen lassen könnte, auch wenn es halbwegs akzeptabel wäre. Denke aber, dass eine vierte Staffel unter Garantie kommen wird, auch wenn ich jetzt wieder vor der Frage stehe, wie man dies Story weiter basteln möchte.

War, wieder mal, ein schönes Erlebnis, auch wenn ich mir für die Zukunft mal angewöhnen muss, die Sachen länger zu genießen. :)

8.5/10
#1534566
The Good Fight: S3 [CBSAA]
Grundsätzlich bleibt die Serie stark und gehört zu meinen Jahreshighlights, leider haben sie den Part, der mir am wenigsten gefällt ausgebaut und so ist The Good Fight inzwischen weniger eine Legal-Drama, sondern eine Polit-Satire. Der extrem starke Fokus auf Donald Trump tut der Serie nicht gut. Die Medienkritik und die Schelte beider politischen Lager würde auch ohne direkten Trump-Bezug funktionieren. Aus meiner Sicht sogar besser.
Die "linke" Perspektive oder wie man in Deutschland sagen würde, die konservative Perspektive, ist der Serie zwar deutlich anzumerken, dennoch bekommen beide politischen Lager ihr Fett weg.
Michael Sheen als Gaststar der Staffel ist genial, der darf gerne wiederkommen. Die Highlights der Staffel müssen sich vor den Vorjahren nicht verstecken. Aber einiges, eben speziell die Trump-Stories waren teilweise sogar mies, so dass es hier zu Abzügen kommt.
7,5/10

Bloodline: S3 [Netflix]
Durch die zweite Staffel zu kommen war schon sehr zäh, so dass ich Sorge hatte, dass es in S3 nicht besser wird. Es kam glücklicherweise anders. Der Cliffhanger der 2. Staffel führt zu einem spannenden Storyarc und auch wenn die Erzählweise gemächlich bleibt, kommt keine Langeweile auf. Das war also eine erkennbare Steigerung.
Ob das Ende ein geplantes war oder zufällig als Ende taugt weiß ich gar nicht. Auf jeden Fall bin ich mit dem Abschluss zufrieden. Er ist für die Serie und seine Figuren absolut passend, weil er die depressive Stimmung der Serie gut einfängt.
Dennoch ist Bloodline keine Serie, die ich unbedingt weiterempfehlen würde. Die erste Staffel ist durchaus sehenswert und die letzte Staffel ist eine Steigerung zur zähen zweiten, aber die Geschichte, die letztlich erzählt wird, scheint mir zu gestreckt. Dafür hätte es keine über 30 Episoden gebraucht.
7/10
#1534655
I Am The Night [TNT]
Die Miniserie spielt vor dem Hintergrund des Black Dahlia Mordes, aber der ist nur nebensächlich. Im Zentrum der Geschichte steht eine Teenagerin, die herausfindet, dass sie adoptiert wurde und ihre Mutter eine Millionärstochter aus Los Angeles ist. Sie selbst ist als hellhäutige Afroamerikanerin aufgewachsen und macht sich auf die Suche nach ihrer Familie und findet ihren Großvater, einen zwielichtigen Arzt. Parallel ermittelt ein Journalist gegen den Arzt, weil er ihn für den Black Dahlia Mörder hält.
Die Mischung aus True Crime und Neo Noir funktioniert leider nicht so gut und Patty Jenkins als Regisseurin schafft es nicht ihre Figuren richtig in Szene zu setzen. Ich glaube, dass es besser gewesen sich auf eine Perspektive zu beschränken, also entweder die Teenagerin oder den Journalisten.
6,5/10

The Purge [USA]
Die Serie hat im Grunde alle Stärken und Schwächen der Filmreihe. Die Figuren sind alle sehr grob geschnitzt, aber die Story wird mit hohem Tempo vorangetrieben. Die längere Laufzeit nutzt man einfach durch die größere Anzahl an Charakteren aus, so dass man quasi in einer Staffel gemeinsam abhandelt, was Blumhouse auch in 3 Filmen hätte verwursten können.
Die Chance tiefer auf die gesellschaftliche Struktur einzugehen, verpasst man, weil die Handlung bis auf wenige Rückblicke komplett in der Purge Night spielt.
Die 4 Filme und die Serie hätten so viel Potential für mehr als nur gewalttätige Action und oberflächliche Gesellschaftskritik, aber leider haben die Produzenten daran kein Interesse.
Ich mag das Franchise dennoch, weil es kurzweilige Unterhaltung bietet und ab und zu darf es auch gerne mal stumpf zugehen.
Vielleicht traut man sich in der zweiten Staffel mehr.
7,5/10
#1534773
Stranger Things (S3):
Es bleibt einfach extrem spektakulär. Mein einziger Kritikpunkt ist die Wiederholung der Grundgeschichte. Meine Vorfreude hielt sich daher in Grenzen (und das gleiche Gefühl hatte ich auch wieder beim Cliffhanger). Aber natürlich war die Staffel auch wieder super spannend und aufregend. Kameraarbeit, Regie etc empfand ich dieses Mal auch einfach als brilliant und deutlich besser als in den Staffeln zuvor. Insgesamt hatte ich großen Spaß. Klar - die Story ist nicht wirklich originell, aber so alle 1,5 Jahre mal für ein Wochenende immer wieder prickelnd. Und die Charaktere und die Welt, die da erschaffen wurde, machen einfach so viel Spaß, dass ich selbst die unspektakulären Momente total genieße. Ich gebe mal 8,5 Punkte.
#1534814
Chicago PD -- Staffel 4 (NBC)

Ein typisches crime-procedural mit fortlaufenden Geschichten um die (wichtigen) Figuren. Die ''Dick Wolf Chicago Franchise Welt'' funktioniert weiterhin, auch wenn's nichts bahnbrechendes ist. In der der mittlerweile vierten Staffel, die ich in drei Schüben über mehrere Monate gesehen habe, wäre das für mich eine klassische 6,5/10 Wertung. ABER, im Laufe der Staffel gab's doch einige Episoden, die mir wirklich gut gefallen haben. Darum für Staffel 4: 7/10


La Zona (Do not cross) -- Staffel 1 (ZDFNeo)

Achtteilige Co-Produktion von ZDFNeo und einem spanischen TV Sender. Hatte das Pech in Nähe zu HBO's ''Chernobyl'' zu laufen. Bei ''La Zona'' geht es sich um einen fiktiven Kernreaktorunfall in Nord-Spanien. Die Serie dreht sich aber hauptsächlich um die Auswirkungen nach der Havarie, speziell um die Schweinereien bei den Aufräumarbeiten und den kriminellen Machenschaften der Beteiligten. Dazu dann noch die persönlichen Dramen, vor allem bei einem der Ermittler. Die eigentliche Havarie spielt nur in einer der acht Folgen (jeweils etwas unter 50 Min. Laufzeit), eine wichtigere Rolle.
Im Grunde ist ''La Zona'' eine Krimiserie mit Fällen die gelöst werden und den persönlichen Dramen der Beteiligten. Nachdem Belgien und Skandinavien von ZDF und ZDFNeo schon ziemlich abgegrast sind, ist Spanien ein interessanter neuer Ort, von dem man hier in Deutschland serienmäßig noch nicht viel gesehen hat. Leider ist ''La Zona'' am Ende aber nur ein mittelmäßiger Krimi, bei der mir die spärliche Beleuchtung in vielen Szenen, schnell auf die Nerven ging.
Die Staffel ist in sich abgeschlossen.

---->5,5/10

Dennoch, ich hoffe ZDFNeo versucht es noch mal mit Spanien.



Shadowhunters -- Staffel 3.2 (Freeform)

Die restlichen 12 Folgen der Serie.
Klar, die Serie hat ihre Schwächen, z.B. ist McNamara (die hier rothaarige Hauptdarstellerin) manchmal wirklich schwach in ihren Darstellerleistungen. Aber die multikulturelle, diverse Welt der Shadowhunter funktioniert einfach sehr gut. Es wirkt harmonisch, natürlich und nicht lehrmeisterlich -- jedenfalls für mich. Es macht Spaß den Figuren bei ihren Abenteuern und ihrem Beziehungsstress zu folgen.
In Staffel 3.2 gibt’s den finalen Kampf gegen zwei ''big bads.'' Die beiden letzten Folgen sind als Serienfinale konzipiert und ergeben ein rundes Ende der Serie. Das es etwas hektisch war, sehe ich wie LittleQ.
Ich finde es jedoch schade, dass nach drei Staffeln Schluß ist. Da waren sicherlich noch Geschichten für zwei weitere Staffeln (oder 20 Eps) drin. Da bin ich klar anderer Meinung als LittleQ. ;)
Clary's Gedächtnisverlust
versteckter Inhalt:
war eine Strafe der Engel. Sie hat es, trotz Warnung, einfach übertrieben. Und offensichtlich war's nicht permanent.
Insgesamt war's eine schöne Zeit mit der Truppe.

Für 3.2, sowie für S3 insgesamt: 7/10
  • 1
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  • 48
  • 49
  • 50
  • 51
  • 53