- So 9. Sep 2007, 19:46
#362106
Fürchterlich !
Die erste Folge verschwendete viel zu viel Zeit mit der Otto-Geschichte, die nur dazu da war, daß Metallica mal durch das Bild laufen konnten, und die Storyline mit Lisa und dem Mafiajungen konnte sich nicht entwickeln, weil dazwischen ja noch unbedingt die Handlung mit Homer als Mafiaboss eingebaut werden mußte, der es wiederum aber an der nötigen Zeit fehlte, um einen Sinn oder Nutzen zu entwickeln. Man hätte da sehr gut die Sopranos oder zumindest den Paten parodieren können, aber stattdessen wurden nur schnell zwei, drei Gags abgespult.
Mit der allgemeinen Kontinuität sah es auch sehr mau aus, was bei den Simpsons zwar nichts Neues ist, nur wenn Bart eben schon mal für die Mafia gearbeitet hat, ist es eben ärgerlich, wenn der plötzlich meint, daß er gern mal für die Mafia arbeiten würde.
Die Jazz-Episode stellte meiner Meinung nach dann eine absolute Vollkatastrophe dar. Bart beim Psychologen hatten wir ja nun unzählige Male - erneut ohne Anspielung auf jene frühere Episoden. Und die eigentliche Story mit Bart als Jazzmusiker und Lisa als Tierretterin (wie originell) war weder lustig, noch unterhaltsam. Wenn man sich da mal die tollen ZahnfleischbluterMurphy-Episoden vor Augen hält, da wurde das Jazz-Thema glaubwürdig und charmant umgesetzt. Hier nun hingegen nur seichte, einfallslose Kost, dazu auch noch schlecht und unmotiviert geschrieben.
Vor zwei, drei Staffeln hatte ich das Gefühl, man wollte nun mit der Serie wieder an vergangene, glanzvolle Tage anknüpfen, aber gerade mit der Jazz-Folge hat man ja doch wieder einen ziemlichen Griff ins Klo gelandet.