Bundeswehr ist cool. Die ersten drei Monate kannst du knicken; da wirst du geknechtet und (sportlich) gefoltert bis zum Augen ausfallen. Einfach die ersten drei Monate das tun, was einem der Vorgesetzte sagt. Alles über Stabsunteroffizier sollte man sich in den drei Monaten nicht anfreunden (das wären dann die Stammausbilder), mit allem darunter (die Mannschafter, die meist nur 4 Jahre beim Bund sind oder nur FWDL [10-23 Monate], das wären dann die Hilfsausbilder) kann man außerhalb der Dienstzeit bekumpelt reden (es sei denn, die sind so rattenscharf auf Befehle, dass sie bossig werden; da hatte ich auch so einen Typen...) oder einen trinken gehen.
Beim Bergfest dringend einen trinken gehen - aber nicht auf dem Kasernenparkplatz
Es gibt dreimal BIWAK (je nach dem, kommt auf die Einheit an), das erste ist ein Zuckerschlecken, das zweite etwas härter, das dritte stinklangweilig bis auf den Abschlussmarsch, der durchaus seine paar Stunden dauert (bei mir ungefähr 6, 7 Stunden). Geh vorher in die Büsche zum Kacken, beim Marsch wirst du nicht dazu kommen :lol:
Frühs aufstehen (5 Uhr), spät ins Bett gehen (23 Uhr), also denk gar nicht daran, schlaflos zu sein. Am Anfang gibt es viel Theorieunterricht; ist einschläfernd, aber mach bloß deine Augen nicht zu

Immer interessiert tun.
Nach ein paar Wochen hat man den Dreh raus, man ist mit seinen Kollegen, die die gleiche Qual durchmachen müssen befreundet und man trinkt regelmäßig ein paar Biere.
Nach jedem Waffeneinsatz (egal, ob Trockenübung oder nicht) gibt's Waffenreinigen - alle Ecken und Enden sauber machen, die Ausbilder finden immer Schmutz - genauso wie beim Stubenreinigen.
Die letzten paar Wochen sind ganz lasch (abgesehen vom letzten BIWAK); Schießen ist immer geil; Sport kann man auch knicken, aber man wird tatsächlich fitter.
Einfach alles machen, was die Typen sagen, die sind nur geil auf das höhere Dienstverhältnis. Aber es gibt immer noch höhere Dienstgrade, die gerne irgend welche Ausbilder abwatscheln wollen. Wenn also einer Stress macht, immer zum Kompaniechef gehen.
Ist die Grundausbildung durch, ist das Ganze nur noch ein Durchgesaufe. Jeden Tag mindestens ein Kasten Bier, Langeweile im Job, Nichtstun - je nach dem, wo du hinkommst.