Nerdus hat geschrieben:Butzemann hat geschrieben:Es freut mich sehr, das zur Zeit einige Casting Formate schlechte Einschaltquoten bekommen, denn mittlerweile ist dieser Trend 9 Jahre alt und könnte so langsam mal "Out" sein!
Na, nur weil ein paar mies aufgezogene Casting-Shows jetzt floppen, würde ich mir noch keine Hoffnung machen, dass DSDS und GNTM in Zukunft genauso abstürzen.
Ich auch nicht. Wobei ich die Hoffnung auch gar nicht brauche - Castingshows haben ihre Daseinsberechtigung, nur halt nicht inflationär.
An Casting-Shows floppt in letzter Zeit, was schlecht gemacht ist oder versucht, ein anderes Format einfach zu kopieren. Immerhin gut, dass der Zuschauer das merkt. DSDS, GNT und Popstars laufen doch nach wie vor fantastisch und das wird sicherlich auch noch länger so bleiben - und das ist auch okay.
Zu den Showstars:
Ich fand einen großen Teil der Halbfinalbeiträge wirklich richtig schlecht und hab mich gefragt, wie die es durch die erste Runde geschafft haben - und Bobo fragte sich das des Öfteren offenbar auch.
Nerdus hat geschrieben:Um zurück zum Thema zu kommen: Alleine die Tatsache, dass ein zehnjähriges Kind ins Finale gelassen wird, sagt doch eigentlich schon alles. Jedem halbwegs vernünftigem Menschen dürfte klar sein, dass DJ Bobo keine Zehnjährige als Showact mit auf Tour nehmen wird – und wenn schon Kandidaten ins Finale kommen, bei denen von Anfang an klar ist, dass sie gar nicht gewinnen können … naja.
Das ist der Punkt, den ich auch nicht verstehe und führt wieder zu der Frage "Wissen die überhaupt, was sie suchen?". Es ist völlig klar, dass die Kiddies nicht mit DJ Bobo auf Tour gehen werden, trotzdem bekommen sie einen Finalplatz - das ergibt keinen Sinn.
Davon abgesehen ist das Konzept eigentlich gar nicht so schlecht. Die Kategorie "Showact" gibt immerhin vor, dass es ein großes Unterhaltungspotential geben muss, was der Show gut tut. Man weiß, hier wird kein mittelloser Mundharmonika-Spieler bloß wegen seiner traurigen Kindheitsgeschichte gewinnen und keine glattgebügelten Teenie-Sänger wegen ihrer kreischenden Fanscharen.
Und während in den Vorrunden noch etwas störte, dass die Jury teilweise hinter dem Rücken der miesen Kandidaten nochmal über diese herzog statt ihnen ins Gesicht zu sagen, was sie von der Darbietung halten, machten die drei jetzt einen viel ehrlicheren und professionelleren Eindruck - nur was die Verona labert ist zuweilen schwer erträglich.
Das einzige, was mich wirklich stört, ist wirklich das miserable Niveau der Teilnehmer, aber das wird man wohl an zwei Punkten festmachen können:
1) ist die Auswahl mit nur zwei Castings und dann direkt ins Halbfinale viel kleiner und schlechter gesiebt und
2) wird hier viel mehr gefordert als nur Talent zu beweisen, sondern man muss etwas kreatives auf die Beine stellen - und das nicht erst für's Casting, dann ist es nämlich schon zu spät.
Es ist kein Zufall, dass am Ende eine Gruppe gewinnen wird, die ihre Performances schon länger professional betreibt (ich tippe auf das Electric Dance Theater). Denn mit einem Tag Profitraining vor der Show kannst du denen nichts beibringen, was sie nicht vorher schon gelernt haben.